Standort: science.ORF.at / Meldung: "Der Neandertaler in uns"

Rekonstruktion eines Neandertalers.

Der Neandertaler in uns

Lange wurde es vermutet, nun ist es sicher: Der moderne Mensch und der Neandertaler kamen einander nahe - sie hatten Sex und zeugten sogar fruchtbare Nachkommen, wie eine DNA-Studie beweist. Menschen tragen demnach bis zu vier Prozent Neandertaler-DNA in ihrem Erbgut.

Anthropologie 06.05.2010

Zu folgern, der Neandertaler sei daher unser Vorfahr gewesen, sei jedoch Unsinn, sagt Johannes Krause, Mitautor der vorliegenden Studie.

Das Erbgut für die Untersuchung stammt aus sieben verschiedenen Knochenstücken, die in Kroatien, Spanien, Russland und im deutschen Neandertal gefunden wurden.

Johannes Krause arbeitet am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

Die entsprechende Studie "A Draft Sequence of the Neandertal Genome" ist im Fachblatt "Science" (Bd. 328, S. 710) erschienen.

science.ORF.at: Worum ging es bei der Untersuchung?

Johannes Krause: Unser Hauptinteresse bestand darin herauszufinden, was moderne Menschen von unserem nächsten ausgestorbenen Verwandten unterscheidet. Der Neandertaler hat lange Zeit in Europa gelebt, vor 40.000 Jahren kam auch der moderne Mensch nach Europa. Unsere Studie zeigt: Homo sapiens hatte Gene im Gepäck, die es ihm ermöglichten, diese Gegenden sehr erfolgreich zu besiedeln.

Was unterscheidet uns genetisch vom Neandertaler?

Nur 0,2 Prozent der DNA. Wobei man dazusagen muss: Mensch und Schimpanse unterscheiden sich genetisch auch nur zu etwa einem Prozent. Wir haben einige Gene gefunden, die dem modernen Menschen vermutlich einen Vorteil in der Evolution verschafft haben. Die meisten davon hängen mit geistigen Fähigkeiten zusammen, es sind aber auch solche dabei, die mit dem Körperbau und dem Stoffwechsel zu tun haben.

Erstere werden laut Studien auch mit Autismus und Schizophrenie in Zusammenhang gebracht. Was sagt uns das konkret über die geistigen Fähigkeiten des Neandertalers?

Knochen mit Zentimeterskala

Drei Neandertaler-Knochen aus der Vindija-Höhle in Kroatien. Aus ihnen stammt der Hauptanteil der Kern-DNA, die nun analysiert wurde.

Darüber können wir gar nichts sagen. Die genannten Krankheiten entstehen ja nur dann, wenn die entsprechenden Gene kaputt gehen. Das ist beim Neandertaler nicht der Fall - er war jedenfalls nicht autistisch oder schizophren. Was wir finden, ist: Diese Gene wurden offenbar beim Menschen besonders stark selektiert, beim Neandertaler aber nicht. Darum schließen wir, dass sie uns einen Vorteil verschafft haben.

Und es kam zu Kreuzungen zwischen beiden Arten.

Wir haben zu Vergleichszwecken auch fünf Genome von modernen Menschen sequenziert: von zwei Afrikanern, einem Europäer, einem Chinesen und einem Papua-Neuguineaner. Eigentlich hätten wir erwartet, dass alle fünf Menschen gleich weit vom Neandertaler entfernt sind. Stattdessen haben wir herausgefunden, dass nur die Nicht-Afrikaner zwei bis vier Prozent Neandertaler-DNA in ihrem Erbgut tragen - und dem Neandertaler daher genetisch näher stehen als die Afrikaner.

Es hat offenbar eine Vermischung zwischen modernem Menschen und Neandertaler gegeben, und diese Vermischung dürfte im Nahen Osten stattgefunden haben. Das war der Flaschenhals, durch den alle Menschen mussten, die Afrika verlassen haben.

Vermischung heißt: Sex.

Sie hatten nicht nur Sex, sondern haben auch fortpflanzungsfähige Nachkommen gezeugt. Esel und Pferd können beispielsweise auch Sex haben und sogar Nachkommen zeugen - aber Maulesel bzw. Maultier sind dann ihrerseits nicht mehr fortpflanzungsfähig.

Wann fand die Vermischung statt?

Wir können das auf eine 60.000 Jahre lange Periode eingrenzen: Die ältesten modernen Menschen aus dem Nahen Osten sind rund 100.000 Jahre alt, der Neandertaler lebte in dieser Region bis vor 40.000 Jahren. In Europa sehen wir übrigens diese Vermischung nicht, obwohl auch dort die beiden Menschenarten Tausende Jahre nebeneinander gelebt haben.

Sie haben nun DNA aus dem Zellkern analysiert. Frühere Studien hatten bereits die DNA der Neandertaler-Mitochondrien untersucht - und da lautete das Ergebnis: Es gab keine Kreuzung zwischen dem Neandertaler und uns.

Ja, damals gab es keine Anzeichen für eine Vermischung. Die DNA der Mitochondrien ist aber nur ein Puzzlestein, sie wird nur über die Mutter vererbt.

Die Gene aus dem Zellkern können daher durchaus eine andere Geschichte erzählen. Allerdings haben wir damals auch gesagt: Es ist möglich, dass bis zu 25 Prozent der Gene in unserem Zellkern vom Neandertaler stammen. Gefunden haben wir nun zwei bis vier Prozent.

Europakarte
Fundorte der Neandertaler-Knochen und deren Alter.

Die These, dass sich Neandertaler und moderner Mensch gekreuzt haben könnten, wurde schon länger vom US-Anthropologen Erik Trinkaus vertreten. Er kam aufgrund von Knochenvergleichen zu diesem Schluss.

Im klassischen Bild ging man bisher davon aus, dass die Vermischung in Europa stattfand. Das bestätigt sich nun nicht. Manche Anthropologen haben auch bis in die 80er Jahre angenommen, die Bewohner von Papua-Neuguinea und Australien würden eine urtümliche Menschenform darstellen.

Auch dafür gibt es keine Belege, sie tragen genauso viele Neandertaler-Gene in ihrem Erbgut wie wir. Sie mögen vielleicht etwas stärkere Augenbrauenwülste als wir Europäer haben, aber das beweist nichts - die Morphologie kann auch nicht jede Frage beantworten.

Ein Mitautor der nun publizierten Studie, der Archäologe Ralf Schmitz, hat heute gegenüber der Deutschen Presseagentur gesagt: "Die Neandertaler sind unsere Vorfahren, daran ist jetzt nichts mehr zu rütteln." Was sagen Sie dazu?

Die Studie beweist, dass ein Teil der Neandertaler-DNA auch in uns Menschen steckt. Aber sie beweist nicht, dass der Neandertaler unser direkter Vorfahre war - das sind nach wie vor die modernen Menschen, die aus Afrika ausgewandert sind.

Finden Sie nicht, dass so eine Formulierung kolossale Verwirrung stiftet?

Es klingt plakativ, das muss ich auch sagen. Aber ich weiß auch nicht genau, was er gesagt hat. Vielleicht hat er sich im Interview hinreißen lassen.

Wie viele Prozent des Neandertaler-Genoms sind nun entziffert?

Manche Teile haben wir mehrfach analysiert, manche fehlen uns noch. Statistisch gesehen halten wir nun bei 70 Prozent. Man muss aber sagen: Bei 80 Prozent wird Schluss sein. Viel mehr werden wir nicht rekonstruieren können, weil die Fragmente in der fossilen DNA einfach zu klein sind.

Interview: Robert Czepel, science.ORF.at

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Forum

 
  • Journalisten.

    allgeier, vor 1108 Tagen, 7 Stunden, 35 Minuten

    Die Augsburger Allgemeine (Zeitung) fragt heute "war also Fred Feuerstein seiner Wilma untreu?"
    Der Artikel ist auf Seite eins, aber unter dem Bruch.

    • bravenewone, vor 1108 Tagen, 2 Stunden, 45 Minuten

      Bevor oder nachdem sie ihren Dino hatten?

      ;-)

      Das tu ja richtig weh...

  • Sagt mal...

    sensortimecom, vor 1109 Tagen, 3 Stunden, 25 Minuten

    .. ist dieser Knülch links oben nicht ein Foto vom Forum-admin? Naja, kann mich auch täuschen.
    ;-)

  • ich glaub das aber nicht.

    mantispa, vor 1109 Tagen, 11 Stunden, 43 Minuten

    da der neandertaler ohnehin von erectus-leuten out of africa abstammen muss, können die 4 % gene schon vom "letzten gemeinsamen vorfahren" vor etwa 750 000 j. stammen. das wird ja hier überhaupt nicht diskutiert! es gibt noch weitere alternativen zu obiger sensationsmeldung. (allerdings will ich die möglichkeit der kreuzung cromagnon x neandi auch gar nicht prinzipiell ausschließen.)

  • Na das ist doch mal ein Ergebnis.

    allgeier, vor 1109 Tagen, 21 Stunden, 11 Minuten

  • Ohne Zweifel gebe ich dieser Studie Recht!

    domclock, vor 1109 Tagen, 22 Stunden, 31 Minuten

    Dieses Phänomen (4% Neandertalerblut steckt im Menschen) kann nur eine Untertreibung sein! Wenn ich manchmal im 10. Wiener Gemeindebezirk unterwegs bin, sehe ich Gestalten, wo ich mir garnicht mehr so sicher bin, ob die noch zur Spezies Neandertaler gehören oder nicht!

    • falsch

      albundyfan, vor 1109 Tagen, 11 Stunden, 50 Minuten

      du vergleichst sie mit deiner vorstellung bzw. vorurteil eines neandertalers.

      aber wer sagt, daß neandertaler ausnahmslose idiotische proleten waren?

    • bravenewone, vor 1109 Tagen, 11 Stunden, 31 Minuten

      Der Neandertaler war mindestens kulturell und intelligenzmäßig auf einer ebene mit dem Homo sapiens. Betstattung, Jenseitsvorstellung etc.

      Oh und er hatte ein weit größeres Hirnvolumen als wir (was jetzt nicht unbedingt auf eine höhere Intelligenz per se schließen lässt).

      Also wenn schon, dann haben sich die Deppen durchgesetzt ;-)

    • bravenewone, vor 1109 Tagen, 11 Stunden, 24 Minuten

      http://www.youtube.com/watch?v=f8mkAPqsbkE&feature=related

    • mantispa, vor 1109 Tagen, 8 Stunden, 7 Minuten

      es kann nicht sein, dass der gute n-thaler kulturell und intellektuell auf "unserer" (damaligen!) höhe stand und dennoch "verdrängt" wurde. er hatte doch, wie hier vor einiger zeit zu lesen, zb. einen kehlkopf, der für artikuliertes sprechen ungeeignet war. die jetzigen deppen sind auch nicht immer so deppert gewesen!

    • hmm,

      alien, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten

      naja es scheint ja auch niemanden zu wundern dass es überhaupt noch sowas wie affen gibt. würden wir wirklich von ihm abstammen, so hätten doch sowas wie vorfahren der neanderthaler auch die sog. menschenaffen ausgerottet, bzw. jegliche form von affen könnte jetzt nicht zeitgleich mit homo sapiens leben. großes fragezeichen? hier schon.

    • außerdem,

      alien, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 47 Minuten

      haben wir plötzlich weniger chromosomen als affen. war das auch schon beim neanderthaler so? ich sag mal ein großteil der uns hier als geschichte aufgetischt wird ist blanker schwachsinn.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten

      @alien
      Nettes Wort, "Chromosomen", stimmts? :o)

    • jup,

      alien, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 42 Minuten

      siehe de.wikipedia.org/wiki/Chromosom

    • Na also, alien! Zitat wikipedia:

      allgeier, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 35 Minuten

      "Als Chromosomenevolution wird die Veränderung von Chromosomen im Lauf der Evolution bezeichnet. Ähnlich wie an äußeren körperlichen Merkmalen oder an der Sequenz einzelner Gene lässt sich auch an den Chromosomen die Stammesgeschichte nachvollziehen.

      Beispielsweise sind die Chromosomen des Menschen (46 Stück) denen der großen Menschenaffen (Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans, je 48 Chromosomen) sehr ähnlich. Es gibt innerhalb dieser Artengruppe nur zwei zwischen-chromosomale Umbauten. Spezifisch menschlich ist das Chromosom 2. Bei den anderen genannten Arten finden sich statt diesem zwei kleinere Chromosomen, die die entsprechenden Gensequenzen enthalten (siehe Abbildung). Gorilla-spezifisch ist dagegen eine Translokation zwischen jenen Chromosomen, die den menschlichen Chromosomen 5 und 17 entsprechen[15]. Daraus ergibt sich der ursprüngliche Karyotyp der Gruppe mit 48 Chromosomen, so wie er heute noch bei Schimpansen und Orang-Utans vorhanden ist."

    • also gut - ihr provoziert

      mantispa, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 31 Minuten

      eine neue theorie: die deppen stammen daher, dass mal omega-cromagnons (cretins), die keine frauen bekamen, sich mit neandertalerinnen be"gnügen" mussten usw.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 31 Minuten

      man kann die Affen - Menschen - Chromosomenhomologie bis in viele Einzelheiten beschreiben.
      Was den Neandertaler betrifft, der hatte unseren Chromosomensatz.
      Deine Ausrottungsbedenken in allen Ehren, aber dieser Artikel hier hilft dir nichts. Wie gesagt, man kann sich auch um die Gegenwart kümmern, wenn einem Biologie nicht viel sagt.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 30 Minuten

      meins war @alien

    • naja,

      alien, vor 1109 Tagen, 6 Stunden, 28 Minuten

      das erklärt trotzdem nicht wieso 2 fehlen.
      außerdem hab ich nur gepostet da "Nettes Wort, "Chromosomen", stimmts? :o)" für mich so aussah als meintest du ich hätts falsch geschrieben. bin zwar kein genetiker, aber biologie sagt mir glaub ich nicht weniger als dir. ich mein wie soll man weiterkommen wenn vieles, auch überholtes, als unantastbar hingestellt wird. so ergeben sich doch die größten konflikte erst. neue erkentnisse werden z.T. nicht anerkannt, einfach weil die alten auch wenn sie falsch sind nicht mit ins bild passen? ich würd ja nichts sagen wenn das ein einzelfall wäre, aber das gibt's in fast jeder fachrichtung. wie lange werden die amis noch sodium fluorid im trinkwasser haben?(wenn auf zahnpasta steht: nicht schlucken, wenn doch, arzt konsultieren usw...) auf gegenwärtigem kurs werdens wir wohl auch bald haben. wissenschaft lebt nunmal auch von kontroverse, wer das nicht einsehn will oder angst hat dass sein gutes altes weltbild bröselt, und einfach blind alles nachplappert sollte besser keiner werden.
      ich hab ja gedacht es würde eher als freudige erkentniss gesehn dass die rassisten nun auch von wissenschaftlich biologischer seite keinen rückenwind mehr bekommen dürften. das war wohl nichts.

    • ich hab mir das vor kurzem überlegt:

      mantispa, vor 1109 Tagen, 6 Stunden, 27 Minuten

      unser ahne Australopithecus sp. rottete alle verwandten menschenaffen (so vorhanden) aus, die zum bodenleben (in der savanne) übergingen bzw. übergegangen waren, so dass nur die vorwiegend baumlebenden (im "urwald") überlebten. der schimpanse könnte sich so ("vorsichtshalber") sekundär wieder in den urwald "zurückgezogen" haben.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 6 Stunden, 17 Minuten

      Ach alien, beinahe muss ich mich entschuldigen bei dir. Aber nur beinahe.

      PS. Sie "fehlen" nicht, die 2 Chromosomen ... ... ...

      PPS. Geh zu dem Idioten, der dir eingeredet hat, dass Biologie rassistische Ideologien in irgendeiner Weise stützen würde, sag ihm einen schönen Gruß von mir, und richte ihm von mir das Goethe - Zitat aus. Mehr mag ich absolut zu der Sache hier nicht schreiben :o)

    • tja,

      alien, vor 1109 Tagen, 4 Stunden, 24 Minuten

      das hat mir keiner eingeredet, und ich hab das auch nicht behauptet, wenn du nochmal genau nachliest... lediglich dass es einige nichtwissenschaftliche biologen gibt die im namen der wissenschaft aus welchen gründen auch immer fehlinfos verbreiten und untermauern. und ja, sie fehlen. womit auch klar sein sollte dass es eine andere spezies ist. und genau da liegt auch der hauptfehler im darwinistischen evolutionsbild. was er als evolution beschreibt ist nach heutigem wissen ausschließlich variation innerhalb einer spezies. es gibt eine spezielle grenze von der darwin nichts wissen konnte. kurz: aus einem eisbären der lange schwimmt wird niemals ein wahl werden, auch nicht nach millionen von jahren, doch genau das ist die kernaussage. neben hochkomplexen genetischen erklärungen wird das auch einfach an fossilien sichtbar, von denen es welche gibt die über 250millionen jahre alt sind, von denen es aber auch heute noch unveränderte lebende vertreter gibt. sollts dich wirklich interessieren mehr zu erfahren, lies doch einfach nach, aber nicht in deinem alten bioschulbuch.

    • und naja,

      alien, vor 1109 Tagen, 4 Stunden, 10 Minuten

      bevors wer für mich übernimmt, ich bin evtl. wahlkampfgeschädigt :-) ich mein natürlich den wal.

    • allgeier, vor 1108 Tagen, 8 Stunden, 21 Minuten

      Du magst zwar glauben, dass dir niemand was eingeredet habe. Ich als Biologin kann allerdings erkennen, dass du bis jetzt nur einen Zerrspiegel hast. Zu dessen Konstruktion hat mangelnde Qualität deiner Informationen beigetragen. Leider gibt es auch "Schulmaterial", das ich dazu rechnen muss.
      Es ist interessant und lehrreich für mich, zu lesen, wie mein Fach sich mitunter in solchen Zerrspiegeln abbildet, an sich kein Grund für Scherzchen. Aber, und nun doch bitte Entschuldigung, einen Artikel über die Evolution des Menschen/Stand der Forschung tippe ich hier nicht ein. Diese Informationen sind zu finden.

  • Der Rest steht in der Bibel.

    omen, vor 1109 Tagen, 22 Stunden, 56 Minuten

    Allerdings ist unklar wer der Neantertahler war - ob Adam, oder das Weib.

    • Ist nicht unklar.

      gstiess, vor 1109 Tagen, 21 Stunden, 51 Minuten

      Der Neandertaler war der Mann, der moderne Mensch eine Frau in offenbar der Mehrzahl all dieser Beziehungen.
      Das folgt aus der einfachen Tatsache, dass die mitochondriale (= rein weibliche) DNA keine Vermischung mit Neandertaler-Erbgut zeigt, die Zellkern-DNA (die von beiden Geschlechtern kommt) hingegen schon.

    • bravenewone, vor 1109 Tagen, 20 Stunden, 42 Minuten

      Naja es gibt auch paternale Vererbung der mtDNA beim Menschen, wenn auch äußerst, äußerst selten

      http://bioforensics.com/articles/Scwartz&Vissing.pdf

    • mantispa, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 40 Minuten

      jawoll - weil spermien auch mitochondrien mithaben können. aber darum gehz hier ja nicht.

  • Verwirrung?

    alien, vor 1110 Tagen, 18 Minuten

    "Finden Sie nicht, dass so eine Formulierung kolossale Verwirrung stiftet?

    Es klingt plakativ, das muss ich auch sagen. Aber ich weiß auch nicht genau, was er gesagt hat. Vielleicht hat er sich im Interview hinreißen lassen."

    Das muss man nicht erst irgendwie finden, das stiftet mit Sicherheit Verwirrung, und soll meiner Meinung nach nichts anderes tun als die rassistisch pseudowissenschaftlichen Annahmen von Herrn Darwin in unseren Köpfen zu halten. Darwin wurde nicht zufällig von allem diktatorischen geliebt, lieferte er doch die pseudowissenschaftliche Legitimation für die unsäglichen Verbrechen des weißen Mannes zur "Beschleunigung" der Evolution. Eine nicht ganz objektive aber dennoch sehr interessante Doku zum Thema gibt's hier: free2be.blip.tv (das 7te Video in der Liste)

    • ach wir sind doch alle ...

      evro, vor 1110 Tagen, 10 Minuten

      ... aliens
      ;-)

    • Evolutionstheorie

      agkm, vor 1109 Tagen, 22 Stunden, 43 Minuten

      Darwin war ein Mensch seiner Zeit und natürlich beeinflusst vom damaligen Zeitgeist, so wie auch wir vom aktuell vorherrschenden Zeitgeist geprägt sind. Sein größter Verdienst ist aber die Evolutionstheorie (wenn - wie im Video gebracht - schon die Sumerer ähnliche Gedanken hatten, ist dies nur umso erstaunlicher). Alle einschlägigen wissenschaftlichen Erkenntnisse können wie Puzzlesteine in diese Theorie eingebracht werden. Die einzelnen Glieder der Evolutionsstammbäume werden immer vollständiger. Es gibt ganz konkrete Beobachtungen, wie sich innerhalb einer Tierart jene mit einem besonderen Merkmal, dass sich als Vorteil heraus stellt, besser weiterentwickelt als jene ohne dieses Merkmal. Natürlich, es war und ist eine Theorie. Aber nichts erklärt die wissenschaftlichen Erkenntnisse so gut. Da haben auch schon die Theologen kapituliert, nur einige hartgesottene Fundamentalisten beharren darauf, "dass die Erde eine Scheibe ist" (bildlich gesprochen).

    • Evolutionstheorie

      alien, vor 1109 Tagen, 22 Stunden, 21 Minuten

      Freut mich dass das hier eine kleine Diskussion losgetreten hat.
      Nicht nur die Sumerer, auch die Ägypter und Griechen scheinen davon gewusst zu haben, und: ein Verwerfen der darwinistischen Evolutionstheorie heißt nicht dass alle Evolutionstheorien falsch sind. Es wird wohl wichtig sein den Begriff an sich zu definieren, und das kann sehr unterschiedlich ausfallen.
      Genau das z.B. Schmetterlingsbeispiel bzgl. Anpassung wird in der "Who are we" Doku ab Minute 24:08 meiner Meinung nach ganz gut erklärt. Ich will hier nichts gut oder schlecht reden, lediglich möglichst vielseitige Standpunkte. Und genau bzgl. Vielseitigkeit vermiss ich in den Massenmedien so einiges.

    • Archaeo-astronomy

      alien, vor 1109 Tagen, 21 Stunden, 48 Minuten

      Weil vorher die Sumerer erwähnt wurden:
      Einen der wohl besten wissenschaftlichen Texte bzgl. Know-How aber auch Brücken zu nachfolgenden Kulturen hab ich hier gefunden: arattagar.co.uk/Albion/Archaeoastronomy/Archaeoastronomy.html

      Extrem lesenswert!

    • zum Thema "Darwins Lieferungen" ...

      allgeier, vor 1109 Tagen, 21 Stunden, 27 Minuten

      "Verwirrung", so kann man das hier nennen :o) Ich weiß nicht, schreibt man an solcher Stelle, dass es sich bei Darwin um einen DER Begründer der Biologie als Wissenschaft handelt, oder stiftet man damit noch mehr Verwirrung? Manchmal ist eh schon alles wurscht.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 20 Stunden, 58 Minuten

      (ich weiß schon, dass er Engländer als hochentwickelter als Feuerländer empfunden hat. Er hatte keine Ahnung von Genen. Er war klar gegen Sklaverei und Quälerei.)

    • Ja,

      alien, vor 1109 Tagen, 20 Stunden, 52 Minuten

      war etwas offtopic. Ich kann aber eben auch nichts dafür dass hier wohl aus eher unwissenschaftlichen Gründen auch Fehlinfos verbreitet wurden und werden. Mag sein dass er neben anderen auch zur Etablierung der Biologie als Wissenschaft im heutigen Sinne maßgeblich beigetragen hat. Trotzdem hat er nachweislich auch Fälschung betrieben um seine Theorie in die Position zu bringen in der sie auch heute noch immer gehalten wird. Das hat wohl echt nicht viel mit Wissenschaft zu tun, hätte es das, wär man sich nicht zu schade auch mal Fehler einzugestehn, und der Welt das auch entsprechend mitzuteilen. Rassismus ist ein großes Problem, und eine Verschleierung von Fehlern, praktisch an der Quelle, ist in dem Fall echt gefährlich.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 10 Stunden, 38 Minuten

      Ja, und abschließend noch ein kleiner Hnweis zum Thema: Darwin war nicht Fälscher und Verschleierer, das kann man wissen.

    • Äm,

      alien, vor 1109 Tagen, 9 Stunden, 23 Minuten

      doch, genau das wollt ich damit sagen. Er war sehr wohl auch Fälscher und Verschleierer, außerdem war er auch für Sklaverei, wenn er das auch nicht als Quälerei verstanden haben könnte. Hab das wohl etwas undeutlich geschrieben. Und: wenn er auch nicht wie du andeutest praktisch Alleinbegründer der Biologie als Wissenschaft war, so war er eindeutiger Begründer des Rassismus durch seine Rassentheorie.

    • Bis

      alien, vor 1109 Tagen, 9 Stunden, 19 Minuten

      dahin dachten die vorwiegend brutalst christianisierten Menschen dass alle Menschen von Gott gleich geschaffen wären.

    • waas?

      mantispa, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 52 Minuten

      Darwin begründer der rassenlehre? schon gut hundert jahre früher hatte blumenbach gute unterlagen zu deren "begründung", und sogar kant beruft sich in seiner anthropologie völlig auf blumenbachs rasseneinteilung.
      mit der versklavung hat eine rassenlehre an sich gar nichts zu tun.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 48 Minuten

      @alien
      Es ist mir wurscht, wo du im Trüben fischen warst.

    • allgeier, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 45 Minuten

      PS. Wenn dich Darwin nicht interessiert, dann konzentriere dich eben auf die Gegenwart. Es gibt Gerechtigkeitsbedarf genug.

    • ja,

      alien, vor 1109 Tagen, 7 Stunden, 23 Minuten

      aber der begriff hatte schon wieder an bedeutung verloren, ist heute sogar gänzlich überholt. den größten aufschwung hatte er durch darwin.
      "In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts jedoch machte sich, angestoßen durch die 1859 publizierte Evolutionstheorie Charles Darwins, eine „Biologisierung“ der Ethnologie geltend, wodurch der Begriff der Rasse wieder verstärkt als biologische Kategorie wahrgenommen wurde."(nicht nur auf wikipedia zu finden) Zuvor hatte "Rasse" nichts mit Biologie zu tun, sondern eher mit herkunft im sinne von gut(meistens adelig), oder schlecht/nieder, also ein großteil des ganzen rests. darwin lieferte eine falsche begründung die schon ältere rassisten in ihrem irrglauben bestärkte.
      leute, ich hab mir das nicht selbst ausgedacht, und das letzte was ich will ist dass sich hier jemand persönlich angegriffen fühlt, somit tschuldige sollte das meinerseits so rübergekommen sein.

    • Ob Darwin die Feuerländer für hochentwickelter...

      aasgeier, vor 1109 Tagen, 13 Minuten

      ...gehalten hat oder die Engländer für höherentwickelt, das entzieht sich meiner Kenntniss.
      Der Sprachschatz der Feuerländer soll aber über 30.000 Begriffe enthalten haben, was ich bei Engländern bezweifele.

      Aber jedes Genie kann auch mal irren, warum nicht auch Darwin.

    • die engländer

      mantispa, vor 1108 Tagen, 11 Stunden, 34 Minuten

      haben ca. 60 000 einfache begriffe (wörter), glaube ich mich zu erinnern - also auch mehr als wir. über die entwicklungshöhe sagt das aber nicht viel. in kultureller hinsicht standen seine briten höher als die nackten feuerländer - das kann man darwin nachfühlen und billigen, und den genetischen aspekt konnte er noch gar nicht in erwägung ziehen.

    • antispam, vor 1108 Tagen, 3 Stunden, 18 Minuten

      Ok - war nie in Feuerland, und weiß dehalb nicht, ob ich dort 30.000 Begriffe brauchen würde.
      Grönländer sollen aber auch für Schnee bereits mehr Ausdrücke haben, als jeder andere Mensch.
      Kommt die Degenerationsform "des Engländers" nicht bereits mit einer handvoll Mehrzweckwörtern wie z.B. "cool" zurecht?

  • nur bis zu vier prozent?

    manekineko, vor 1110 Tagen, 22 Minuten

    ich kenne leute, die tragen bis zu vier prozent nicht-neandertaler-DNA in ihrem erbgut.

  • Der sieht aus

    agibaer, vor 1110 Tagen, 41 Minuten

    wie Russel Crowe...

  • Tatsächlich!

    rechtsmittel, vor 1110 Tagen, 45 Minuten

    http://tinyurl.com/3a8m6o7

    • rechtsmittel

      hihi1, vor 1110 Tagen, 22 Minuten

      http://tinyurl.com/3a8m6o7
      is aber nicht der Russel ...

    • @hihi1

      luki00, vor 1109 Tagen, 23 Stunden, 51 Minuten

      das war aber auch keine antwort auf das posting mit "der sieht aus wie russel crowe"..nur weils drunter steht..

      schau mal auf die zeit welches posting vorher war..