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Uni Klagenfurt: Rektorat von Studenten besetzt

Protestaktion von Psychologie-Studenten an der Universität Klagenfurt: Sie besetzten heute Morgen das Rektorat, um ihrer Forderung nach vier zusätzlichen Stellen Nachdruck zu verleihen.

Protest 26.05.2010

Vier zusätzlichen Stellen seien in der Vergangenheit fix zugesagt worden, nun seien sie aber von Streichungen bedroht, kritisieren die Studierenden. "Wir sind aufgrund der nach wie vor desolaten Zustände gezwungen, weitere Maßnahmen zu ergreifen", sagte Studierendenvertreter Robert Weiß in einer Aussendung.

Beitrag in oesterreich.ORF.at:

Die Besetzung soll so lange aufrechterhalten werden, bis die Forderungen erfüllt sind. Protestaktionen sind auch von den Lehrenden geplant, Details dazu waren vorerst aber nicht bekannt.

Lange Suche nach Betreuern

Die Zustände am Institut beschreibt Institutsvorstand Philipp Mayring so: Fünf Professoren plus zehn wissenschaftliche Mitarbeiter würden 1.600 Studenten betreuen. Sie müssten mehr als 1.000 Prüfungen im Jahr abnehmen und 12.000 Scheine für Lehrveranstaltungen ausstellen. Studentenvertreter berichten von oft monatelanger Suche nach einem Betreuer für die Diplomarbeit.

Das Institut wurde beim jüngsten Hochschulranking des deutschen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) unter allen teilnehmenden Instituten des deutschsprachigen Raumes auf dem letzten Platz gereiht. Dabei landete die Einrichtung bei allen fünf Bewertungskriterien (Forschungsgelder pro Wissenschaftler, Veröffentlichungen pro Wissenschaftler, Berufsbezug, Betreuung durch Lehrende und Studiensituation insgesamt) in der Schlussgruppe.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • logopezi, vor 627 Tagen, 5 Stunden, 6 Minuten

    und wo und was wollen die herren und damen psychologen arbeiten, so sie denn mal fertig studiert haben?
    der arbeitsmarkt für psychologen ist ohnehin auch so schon praktisch inexistent - und dann auch noch mit DEM ruf des klagenfurter psychologiestudiums...

    seit dem psychotherapiegesetz ist die psychologie als studium sowieso nur mehr ein studium, für das man mit müh und not irgend eine anwendung konstruieren muss! ich begreif bis heut nicht, wie sich die psychologen damals derart über den tisch ziehen lassen konnten!

    • funkelfels, vor 627 Tagen, 46 Minuten

      praktisch überall wo statistische fähigkeiten gefragt ist. klingt komisch, ist aber so.

    • logopezi, vor 626 Tagen, 14 Stunden, 42 Minuten

      das ist vielleicht das, was man den psychologiestudenten auf der uni erzählt. wo statistische fähigkeiten gebraucht werden, werden wohl in erster linie mathematiker arbeiten - ich kenn keinen einzigen psychologieabsolventen, der ausserhalb der psychologie auch nur annähernd in einem bildungsadäquaten job arbeitet - die sind kellner, arbeiten bei paketdiensten, im büro (weil sie davor hak gemacht haben) etc.
      einen psychologen einzustellen, weil für den job statistische fähigkeiten gefragt sind, das ist so, wie wenn ich einen maschinenbauer als englischlehrer einstelle, weil er auf der uni das fach technisches englisch hatte.

    • funkelfels, vor 626 Tagen, 1 Stunde, 23 Minuten

      Neh, also gute Personalmanager wissen von der fundierten, statistischen Ausbildung von Psychologen. Das sich die meisten das nicht erwarten, wenn sie so ein Studium anfangen, ist ein anderes Thema. Und nicht immer hat man Psychologen und Mathematiker in seinem BewerberInnenpool. Und auch da gibts Unterschiede, wo Psychologen eher auf die praktische Anwendung von Statistik gedrillt sind, und weniger Beweisführung wie Mathematiker.

      Um dein Beispiel zu korrigieren. Das ist so wie wenn du ein Physiker in der Informatik anstellt. Das ist nämlich genau das was >90% der Physikabsolventen machen. Nicht immer alles so simpel Studienname -> Berufsname. Und wieder Personalmanager wissen aus Erfahrung, dass sie mit PhysikerInnen in solchen Sparten gute Erfahrungen gemacht haben.

  • funkelfels, vor 627 Tagen, 20 Stunden, 47 Minuten

    Wow, diese Besetzung hat mal ein sehr klar umrissenes Ziel. Ist ja schon was ungewohntes ;-)