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Erde und Sonne im Weltall

Erde um 90 Mio. Jahre verjüngt

Die Erde ist einer Studie zufolge bis zu 90 Millionen Jahre jünger als bisher angenommen. War man bisher von einem Alter von 4,53 Milliarden Jahren ausgegangen, so sind es nach den neuen Forschungsergebnissen zwischen 4,51 und 4,44 Milliarden Jahre.

Astronomie 27.05.2010

Die neuen Berechnungen lösten ein Problem, das die Forscher bisher verwirrt habe: "Besonders wichtig ist, dass dieses Alter mit dem Alter des Mondes übereinstimmt", betonte Thorsten Kleine vom Institut für Planetologie der Universität Münster, einer der Studienautoren.

Widerspruch aufgelöst

Der Mond entstand, als ein etwa marsgroßer Körper mit der Erde kollidierte. Diese Kollision war das letzte große Ereignis in der Entstehung des Planeten. Daher sollten Erde und Mond das gleiche Alter haben, wie die Forscher betonten. Die bisherigen Altersbestimmungen hatten aber immer einen deutlichen Altersunterschied zwischen Erde und Mond ergeben.

Für die Bestimmung des Erdkernalters untersuchen die Forscher das Element Wolfram. Ein Teil des Wolframs, das Isotop Wolfram-182, ist durch radioaktiven Zerfall aus Hafnium-182 entstanden. Dieser Zerfallsprozess ist zeitabhängig und kann daher zur Datierung verwendet werden. Bei der Kernbildung wanderte nahezu das gesamte Wolfram der Erde in den Erdkern, während Hafnium vollständig im Erdmantel verblieb.

Für die Bestimmung des Kernalters muss man jedoch auch wissen, ob Erdmantel und Erdkern einst im chemischen Gleichgewicht standen. Bisher ist man genau davon ausgegangen. Die neuen Arbeiten zeigen jetzt jedoch, dass sich dieses Gleichgewicht wahrscheinlich nie eingestellt hat – das führt zu einer Revidierung der bisherigen Altersangaben.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • Sie sieht bloß so jung aus.

    clonelinesk8er, vor 626 Tagen, 12 Stunden, 58 Minuten

    Das Geheimnis is das Botox in der Erdkruste. :-)

    • bravenewone, vor 626 Tagen, 10 Stunden, 39 Minuten

      Bei den Falten? Ich weiß ja nicht ;-)

  • Abstract

    bravenewone, vor 627 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

    hier der link zum abstract da es seltsamerweise nicht verlinkt ist:

    http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/abs/ngeo872.html

    • funkelfels, vor 627 Tagen, 6 Stunden, 4 Minuten

      Danke ;-)

      Ich erwarte von populärwissenschaft ja keine genauen Zitate. Aber ein bischen mehr als "die Forscher haben" sollte schon gebracht werden.

  • minus 90 Millionen Jahre

    chilliking, vor 627 Tagen, 11 Stunden, 32 Minuten

    Ein Entgegenkommen den Kreationisten und IDlern gegenüber, noch ein paar solche Verjüngungen, und wir sind bei 6000 Jahren! ;D

    • ;-)

      bravenewone, vor 627 Tagen, 11 Stunden, 21 Minuten

      Jetzt müssens nur noch von 4.440.000.000 auf 6.000 kommen - sind ja nur läppische 4.439.994.000 die noch fehlen

    • solala, vor 627 Tagen, 11 Stunden, 11 Minuten

      Die Kreatonsiten liegen aber ebenso falsch wie Darwin's Jünger!

    • @solala

      onkeljosefsnichte, vor 627 Tagen, 9 Stunden, 41 Minuten

      inwiefern? Ich wüsste auch nichts von einer Sekte, die Darwin gegründet hätte

    • Benaja

      mastodon, vor 627 Tagen, 4 Stunden, 2 Minuten

      erklärt es uns ganz sicher mit gelahrtem Wort, warum Generationen und Abertausende Wissenschafter sich seit Jahrzenten irren u. die Erde nur ein paar Jtsd. alt ist :)
      Bin schon gespannt, wie jung dann die Saurier sind xD

  • funkelfels, vor 627 Tagen, 14 Stunden, 33 Minuten

    Ist die deutsche Sprache nicht wunderbar? Da kann man selbst Adjektive erfinden wie "marsgroß", wenn man sie braucht.

    Zum Artikel, ists nicht sonderbar, von einem bestimmten Geburtsmoment zu sprechen? Schließlich formte sie sich ja allmählich. Wenn man das Alter der Erde über den letzten großen Einschlag definiert, aus dem auch der Mond entstand, dann ists ja eine Tautologie, dass Erde und Mond gleich "alt" sind. Aber warum kann man das jetzt mit Wollfram messen? Hat das erst nach dem Einschlag zum Zerfallen begonnen?

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 11 Stunden, 35 Minuten

      "Zum Artikel, ists nicht sonderbar, von einem bestimmten Geburtsmoment zu sprechen?"
      Es spricht niemand von einem Geburtsmoment. Allerdings war dieser Impakt wohl das wichtigste Ereignis in der frühen Erdgeschichte - vor dem Impakt war die Proto Erde um ~10% an Masse ärmer. Zusätzlich wurde die Erde infolge des Impakts völlig deformiert und aufgeschmolzen. Auch spielt dieser Impakt eine entscheidende Rolle für die chem. Zusammensetzung der Erde.

      Man beachte die Simulationen:
      http://www.youtube.com/watch?v=uKxCm1p0nGE&feature=related

      http://www.youtube.com/watch?v=ibV4MdN5wo0&feature=related

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 11 Stunden, 34 Minuten

      Das Hafnium ist zerfallen, nicht das Wolfram. Wie das genau gemessen wird, lässt sich hier nicht erklären in einem Forum, leider...

    • funkelfels, vor 627 Tagen, 10 Stunden, 49 Minuten

      In einem ORF-Artikel scheinbar auch nicht. Denn

      "Für die Bestimmung des Erdkernalters untersuchen die Forscher das Element Wolfram. Ein Teil des Wolframs, das Isotop Wolfram-182, ist durch radioaktiven Zerfall aus Hafnium-182 entstanden. Dieser Zerfallsprozess ist zeitabhängig und kann daher zur Datierung verwendet werden. Bei der Kernbildung wanderte nahezu das gesamte Wolfram der Erde in den Erdkern, während Hafnium vollständig im Erdmantel verblieb."

      macht so wenig sinn. Oder ist das Wolfram-182 beim zusammenstoß entstanden?

    • funkelfels, vor 627 Tagen, 10 Stunden, 17 Minuten

      Jetzt hab ichs. Sorry hat etwas gedauert. Annahme: Bei der marsgroßen Kollision wurde das reaktive Element vom Spaltprodukt getrennt. Daher kann man am Verhältnis von Reaktiven/Spaltprodukt heute die Zeitspanne zur Marsgroßkollision messen.

    • funkelfels, vor 627 Tagen, 10 Stunden, 17 Minuten

      geht doch in einem Forumpost ;-)

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 9 Stunden, 20 Minuten

      Nein, das ist zu einfach ;-)

      hier kann man es besser nachlesen:

      http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2010/05/forscher-finden-beweise-fur-entstehung.html

      Man ging bisher davon aus, dass alles Wolfram 182 bei der Kernbildung(=Trennung von Element und Spaltprodukt) dorthin wanderte - was aber nicht der Fall war, wie sich jetzt herausstellt. Ein Teil des Mantel Wolfram 182 ist gar nicht durch radioaktiven Zerfall von Hafnium 182 entstanden, sondern ein Relikt eingefangener Plantesimiale. Und um diese Korrektur geht es hier

      Aber ja der Arikel ist echt nicht gerade hilfreich

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 9 Stunden, 15 Minuten

      auch fand in der Realität die Trennung zwischen Mantel und Kern bereits vor dem hier erwähnten Impakt statt.

      Und das hier dann zu erklären sprengt den Rahmen des Forums ;-)

    • großartig!

      mantispa, vor 627 Tagen, 7 Stunden, 45 Minuten

      bloße effekthascherei und totaler stumpfsinn.

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 6 Stunden, 58 Minuten

      ach inwiefern?

      Achja ich vergaß was mantispa nicht versteht ist Effekthascherei und Stumpfsinn...

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      aber du wist sicher sagen können, was an diesem paper nur Effekthascherei sei

      http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/abs/ngeo872.html

      Vor allem da es einen lang störenden Widerspruch im Akkretionsablauf des Planeten erklärt

    • die wissenschaft von heute

      mantispa, vor 626 Tagen, 16 Stunden, 40 Minuten

      ist der irrtum von morgen.
      als ich diesen satz erstmals sah, war ich empört. vierzig jahre wiss.-betrieb bestätigen ihn aber mit steigender rate, natürlich auch wegen des zahlenfetischismus. morgen kommt einer und sagt: 85 millionen.

    • bravenewone, vor 626 Tagen, 10 Stunden, 34 Minuten

      naja hängt sehr von der Sparte ab. Ich nehme mal an du gehst hier von Geisteswissenschaften aus.

      In den Naturwissenschaften läut das etwas anders. Gerade in den Erdwissenschaften haben Ergebnisse teils seit Jahrhunderten standgehalten.
      Und deshalb frage ich auch: was soll hier konkret Effekthascherei sein?

      P.S.: Die Wissenschaft basiert nun mal auf Versuch und Irrtum und kennt keine Wahrheiten. Das sollte eigentlich nach 40 Jahren doch begreiflich sein oder?

    • ah - in den geisteswiss, -

      mantispa, vor 626 Tagen, 8 Stunden, 42 Minuten

      da gibts keine irrtümer, nur verschiedene aspekte. wenn ich nochmal anfangen könnt, dann als philosoph.

  • solala, vor 627 Tagen, 15 Stunden, 53 Minuten

    Ein schwerer Schlag für Darwin's Jünger!

    90 Millione Jahre wenige Zeit für seine Zufallsuppe, ist verdammt viel!

    • aha..

      smrtnig, vor 627 Tagen, 15 Stunden, 13 Minuten

      ... die verbleibenden 4,44 Milliarden Jahre erscheinen mir dennoch als recht üppige Zeitspanne.

    • lol

      guitarrero, vor 627 Tagen, 13 Stunden, 19 Minuten

      danke xD

    • bravenewone, vor 627 Tagen, 11 Stunden, 33 Minuten

      ;-)

    • solala gibt auf...

      antispam, vor 627 Tagen, 8 Stunden, 8 Minuten

      ...in jedem Artikel seine Gewinnmaximierung unterzubringen?!

      In Punkto Zufallssuppe sind aber auch schon mehrere hundert Milliarden Jahre Wartezeit veranschlagt worden, falls der Zufall halt nicht doch den erstmöglichen Zeitpunkt wählte.

      Es gibt keinen stärkeren Glauben als den an den Zufall (nur kreuzigen will sich dafür heutzutage keiner mehr lassen).