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Künstlerische Rekonstruktion von Nectocaris pteryx.

Proto-Kraken hatten zwei Arme

Kanadische Forscher haben ein seltsames Urtier mit Stielaugen und zwei Tentakeln am Kopf untersucht. Die Analyse zeigt: Das Wesen war ein Kopffüßer - ein früher Verwandter der heutigen Kraken und Tintenfische.

Paläontologie 27.05.2010

Flunder mit Tentakeln

Nectocaris pteryx, wie das rund 500 Millionen Jahre alte fossile Tier heißt, wurde bereits in den 1930er Jahren entdeckt. Die Biologie dieses Tieres blieb jedoch rätselhaft, man hielt es lange Zeit für einen unbekannten Vorfahr der Krebse oder Wirbeltiere.

Fossil von Nectocaris pteryx
Fossil von Nectocaris pteryx aus dem Burgess-Schiefer. Sichtbar ist die Unterseite des Tieres.

Die entsprechende Studie, Primitive soft-bodied cephalopods from the Cambrian, ist im Fachblatt "Nature" (Bd. 465, S. 469) erschienen.

Die kanadischen Forscher haben jetzt anhand von 91 weiteren Fossilienfunden der vergangenen Jahrzehnte ein genaueres Bild zusammengesetzt.

Demnach hatte das fünf bis sieben Zentimeter lange Tier einen flachen, flunderartigen Körper ohne Schale, am Kopf zwei große Stielaugen und zwei lange, flache und biegsame Tentakel. Außerdem besaß es eine Körperhöhle, Kiemen und eine Art beweglichen Schlauch, der jenem heutiger Tintenfische ähnelt.

Schwimmen per Rückstoßprinzip

Künstlerische Rekonstruktion von Nectocaris pteryx.
Künstlerische Rekonstruktion von Nectocaris pteryx.

All diese Merkmale stellen das Tier in die Verwandtschaft der Tintenfische und Kraken, schließen die Forscher. Der biegsame Schlauch, der in die Körperhöhle führte, könnte darauf hindeuten, dass Nectocaris schon vor einer halben Milliarde Jahren das Raketen-Prinzip zur Bewegung nutzte, ebenso wie die heutigen Kraken.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • Fein.

    allgeier, vor 627 Tagen, 13 Stunden, 5 Minuten

    War es so? Möglich, diese Autoren haben tatsächlich recht.
    Solche Rekonstruktionen wie die hier vorgeschlagene, samt den Überlegungen zur Evolution der Kopffüsser, können mir leicht "zu glatt" erscheinen, bin im Lauf der Zeit misstrauisch geworden. Hier schlagen meine Alarmglocken nicht an.

    • allgeier, vor 627 Tagen, 13 Stunden,

      Sehe den wikipedia-link nicht im Artikel, habe schnell "Mollusken" nachgelesen, wegen Systematik, taugt.

    • nun ja, aber

      mantispa, vor 627 Tagen, 9 Stunden, 27 Minuten

      sollte es nicht besser "prototintenfische" o.ä. heißen? die kraken haben ja grade keine langen arme und leben am boden.

    • allgeier, vor 627 Tagen, 5 Stunden, 59 Minuten

      Das bringt mich auf DIE entscheidende Frage :-D
      Konnte "Nectocaris pteryx", so es sich um einen Kopffüsser handelt (und ich sehe hier keinen Grund dagegen ...), Tintenwolken produzieren ?!? Forschen!

    • konnte er "möglicherweise" noch nicht -

      mantispa, vor 626 Tagen, 17 Stunden, 1 Minute

      d.h. ich halte es auf grund der gegebenheiten für weniger wahrscheinlich mit p

    • aha das "kleiner"-zeichen

      mantispa, vor 626 Tagen, 15 Stunden, 20 Minuten

      (nicht ein feindlicher redaktör!).
      also: ... mit p unter 0,5, dass dieses ursprünglich als krebs ( -caris!) aufgefasste viech schon melanin als "tinte" (sepia) verwendete, denn melanin ist sehr haltbar, das könnte man im fossil viell. nooh nachweisen.

    • allgeier, vor 626 Tagen, 14 Stunden, 15 Minuten

      mhm. ja.

    • allgeier, vor 626 Tagen, 14 Stunden, 14 Minuten

      ... aber wie die auf "caris" gekommen waren, wegen der Stielaugen? Die haben auch Schnecken ...

  • artikel = copy/paste aber

    iggi, vor 627 Tagen, 15 Stunden, 3 Minuten

    das letzte wort ('kranken' statt 'kraken') ist ueberall sonst im web richtiggeschrieben. also entweder besserten alle anderen online-redakteure einen dpa fehler aus oder es gab keinen dpa-fehler und der orf fuegte ihn hinzu. merkwuerdig.

    • scienceredaktion, vor 627 Tagen, 14 Stunden, 47 Minuten

      danke jedenfalls für den hinweis - fehler wurde korrigiert.
      mfg, red

    • weiters gleich im ersten satz ....

      tpatm, vor 627 Tagen, 14 Stunden, 39 Minuten

      rund 500 Millionen alte

      -> Jahre?

    • freiwelt, vor 627 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten

      irgendwie erinnern mich diese ewigen noergler und besserwisser an menschen von meist vorgeruecktem alter und pensionsbedingt grenzenlosem zeitbudget, die sich hingebungsvoll so taetigkeiten wie taubenfuettern oder papierln vom trottoir wegraeumen widmen

    • werte/r/s freiwelt

      iggi, vor 627 Tagen, 13 Stunden, 39 Minuten

      rund um die uhr arbeiten fuer dich und deine sicherheit menschen mit auge fuers detail.. details die richtig scheinen aber falsch sind, details die fehlen, details die ueberfluessig sind ... details die chemische fabriken in die luft jagen koennen, details die flugzeuge und computersysteme abstuerzen lassen koennen. solche menschen haben halt 'zwangsweise' ein auge fuers detail. auch zum beispiel lektoren natuerlich.

      andere wiederum klopfen kleine steine und voreingenommene sprueche.

    • freiwelt, vor 627 Tagen, 13 Stunden, 18 Minuten

      also unumwunden: mir als wissenschaftsinteressierten user geht ihre staendige beckmesserei - die sich ja nicht auf die rechtschreibung beschraenkt und auch mit untergriffigkeiten nicht geizt - auf die nerven. wenn sie das beruflich machen, ist das ein ding zwischen ihnen und autoren und editoren. aber hier vergiftet das schlicht das klima. das mit dem "bleiben sie hoeflich" geht da irgendwo voellig an ihnen vorbei. man hat den eindruck, sie wollen ihren frust loswerden.

      ansonsten nix fuer ungut und natuerlich dank an alle flug- und schuelerlotsen, gewissenhaften lehrkraefte, polizisten, wachhunde, vekehrsexperten und ... hm ja - ganz besonders - faire (sic) reviewer

    • tpatm, vor 627 Tagen, 13 Stunden, 16 Minuten

      zudem stört ein fehlendes wichtiges Wort den Lesefluss und fällt jemanden der mehr als nur die Krone liest ziemlich leicht unangenehm auf.

      Denke auch die Science Redaktion ist bemüht fehlerfrei zu schreiben und dankbar für Hinweise zu Tip oder Flüchtigkeitsfehlern.

    • nie beklage gerade ich mich

      iggi, vor 627 Tagen, 12 Stunden, 2 Minuten

      ueber rechtschreibfehler, auch hier nicht wenn man genau liest.