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Leeres WM-Stadion in Südafrika

Studie sieht Spanien als Weltmeister

Spanien wird heuer Fußball-Weltmeister. Das prognostizieren Statistiker der Wirtschaftsuniversität Wien und der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie.

Fussball 08.06.2010

Mit einer ähnlichen Untersuchung waren die WU-Wissenschaftler Christoph Leitner und Kurt Hornik sowie Achim Zeileis der Uni Innsbruck bereits bei der EURO 2008 erfolgreich - sie sagten damals das Finale Deutschland gegen Spanien richtig voraus. Die aktuelle Prognose basiert auf den veröffentlichten Wettquoten von 26 internationalen Wettanbietern.

Wettquoten als Prognosehilfe

Zur Studie: "Forecasting the Winner of the FIFA World Cup 2010" von Christoph Leitner et al.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der amtierende Europameister Spanien den WM-Pokal entgegen nehmen wird, liegt bei rund 18 Prozent und damit am höchsten von allen 32 teilnehmenden Mannschaften. Wahrscheinlichster Finalgegner ist demnach Brasilien (15,3 Prozent). Die Chancen von Italien auf eine erfolgreiche Titelverteidigung liegen dagegen bei nur 5,8 Prozent, Gastgeber Südafrika ist praktisch chancenlos (0,6 Prozent), der größte Außenseiter ist Neuseeland (0,06 Prozent).

Laut Leitner wurden für die Studie statt historischer Daten, wie sie etwa beim FIFA-Rating zum Einsatz kommen, aktuelle Erwartungen verwendet, die sich in den Wettquoten von 26 internationalen Buchmachern widerspiegeln, die für den Fall eines Titelgewinns ausbezahlt werden. Daraus berechneten die Wissenschaftler die Wahrscheinlichkeit aller Mannschaften, die WM 2010 zu gewinnen.

Erfolgreiche Methode

Im Halbfinale erwarten die Studienautoren außerdem noch England (zwölf Prozent) und Argentinien (10,8 Prozent). Deutschland hat dagegen nur eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 5,8 Prozent und scheidet mit hoher Wahrscheinlichkeit schon im Viertelfinale gegen Argentinien aus. Weitere Viertelfinalisten wären demnach die Niederlande (7,4 Prozent), Italien (5,8 Prozent) und Frankreich (4,5 Prozent).

Ins Achtelfinale kommen der Prognose zufolge Frankreich, Mexiko (Gruppe A), Argentinien, Nigeria (B), England, USA (C), Deutschland, Serbien (D), Niederlande, Kamerun (E), Italien, Paraguay (F), Brasilien, Portugal (G) sowie Spanien und Chile (H). Die erste WM auf afrikanischem Boden wird damit von Europäern und Südamerikanern dominiert, die afrikanischen Mannschaften haben nur Außenseiterchancen: Mit nur 2,6 Prozent besitzt die Elfenbeinküste die höchste Wahrscheinlichkeit den Pokal zu holen - hat aber Pech mit seiner schweren Vorrundengruppe.

Italien hat umgekehrt Losglück: Es tritt in der laut Leitner "klar leichtesten Vorrundengruppe" (Paraguay, Neuseeland, Slowakei) an. Dagegen müssen sich Brasilien, die Elfenbeinküste, Portugal und Nordkorea in einer Art "Todesgruppe" um zwei Achtelfinal-Plätze duellieren. Damit würden die Titelchancen der Italiener im Vergleich zu einer anderen Gruppenzuteilung oder zu einer Meisterschaft, bei der jedes Team zumindest einmal gegen jedes andere Team antritt, deutlich steigen.

Mit ihrer Methode waren die Wissenschaftler bereits recht erfolgreich: Neben dem richtigen Finale bei der EURO 2008 prognostizierten sie auch drei der vier Halbfinalisten der Champions League 2008/09 (Barcelona, Chelsea, Manchester United). Beide Male irrten die Statistiker allerdings beim Sieger: Bei der EURO 2008 sagten sie Deutschland den Europameister-Titel voraus, bei der Champions League Chelsea.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • clonelinesk8er, vor 711 Tagen, 11 Stunden, 58 Minuten

    74 % der heute über 104jährigen werden den 22.12.2012 nicht erleben. Ist so meine Prognose.

  • funkelfels, vor 712 Tagen, 7 Minuten

    Ich prognostiziere zu 73% wahrscheinlichkeit, das die Studie naja ist.

    Was soll eine Wahrscheinlichkeitsrechnungen bei n=1?

    Nach Popper und Co. kann sie sich ja nicht mal falsifizeren. Wenn nicht Spanien gewinnt na dann ist der "Würfel" hat anders gefallen.

  • vastaire, vor 712 Tagen, 21 Stunden, 26 Minuten

    wow was für eien studie, ist ja unglaublich!!!

  • frage ist nur ...

    this1, vor 712 Tagen, 21 Stunden, 42 Minuten

    ... wie oft gehen die Statistiken auf? Ich glaub kaum, dass bei der EM oder der letzten WM der gewonnen hat, den die Statistiker vorn gesehn haben. Bei der EM z.B. waren Niederländer, Deutsche und Italiener vor den Spaniern (wenn ich mich nicht falsch erinnere).

    • falsch erinnert

      mainstream, vor 712 Tagen, 21 Stunden, 1 Minute

      Uni Innsbruck bereits bei der EURO 2008 erfolgreich - sie sagten damals das Finale Deutschland gegen Spanien richtig voraus.

    • aber bei der vorletzten EM

      cabriofahrer, vor 712 Tagen, 20 Stunden, 5 Minuten

      haben auch alle auf Griechenland getippt!

      und auch das das Eröffnungsspiel das gleiche wie das Finale ist!

      Wenn ich mich nicht irre! *gg*

  • Studie sieht Spanien nicht als Weltmeister

    antonjesus, vor 712 Tagen, 22 Stunden, 12 Minuten

    Spanien wird heuer
    zu 82% nicht Fußball-Weltmeister.

    Das prognostizieren Statistiker der Wirtschaftsuniversität Wien und der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie.
    ;-)

    • Ranking nach Marktwert der 23-Mann Kader in Prozent

      antonjesus, vor 712 Tagen, 18 Stunden, 15 Minuten

      1 Spanien 14,49
      2 England 10,00
      3 Frankreich 8,19
      4 Brasilien 7,87
      5 Argentinien 7,74
      .
      .
      .
      29 Slowenien 0,97
      30 Südafrika 0,54
      31 Neuseeland 0,30
      32 Nordkorea 0,22

      Quelle:
      http://www.transfermarkt.at/de/weltmeisterschaft2010/wm/pokalwettbewerb_WM10.html

    • @antonjesus

      alpenblitz7, vor 712 Tagen, 16 Stunden, 43 Minuten

      wobei fast jeder kicker aus england gnadenlos überschätzt und überbezahlt ist!

    • @alpenblitz7

      antonjesus, vor 712 Tagen, 15 Stunden, 57 Minuten

      Der Ball ist rund
      und die Wahrheit liegt auf dem Platz!

      Wenn der Fußballgott es will,
      kann sogar England Weltmeister werden...

      -Schiedsrichterfehlentscheidungen,
      Lattentreffer,
      Kurzschlusshandlungen,
      Überraschungen und Sensationen-

      Der Herrgott ist ein Fußballfan:

      Oft parteiisch und ungerecht lenkt er die Spiele nach seinem Willen