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Über die Vorteile der Mehrsprachigkeit

Viele Kinder in Europa und den USA hören und lernen in den ersten Lebensjahren nur eine Sprache. Global betrachtet ist der hier so normale Monolingualismus aber ein Minderheitenprogramm.

Ö1-Hinweis 17.06.2010

Der größere Teil der Weltbevölkerung wächst mit zwei oder mehr Sprachen auf. Was sind die Voraussetzungen dafür, mehrere Sprachen zu meistern - welche Auswirkungen hat das auf das Gehirn? Und: hat die Mehrsprachigkeit von Kindesbeinen an Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten?

Sendungshinweis
Dem Thema Mehrsprachigkeit sind heute auch die Ö1-Dimensionen gewidmet:
17. Juni 2010, 19:06 Uhr

"Ja, auf jeden Fall. Die Forschung zeigt das ganz eindeutig: mit zwei Sprachen aufzuwachsen hat alle möglichen Vorteile", ist Antonella Sorace, Sprachwissenschaftlerin an der Universität Edinburgh überzeugt. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit der Entwicklung von Mehrsprachigkeit und ihren Folgen. Aus ihren Untersuchungen leitet sie einen eindeutigen Rat ab: wenn es eine Möglichkeit gibt, Kinder zweisprachig aufzuziehen, sollte man sie ihrer Ansicht nach unbedingt ergreifen.

Mit mehr als einer Sprache gleichzeitig aufzuwachsen, bringt auch Vorteile in anderen kognitiven Fähigkeiten mit sich: Psychologische Experimente zeigen, dass bilinguale Kinder oft besser in der Lage sind, ihre Aufmerksamkeit zu fokussieren, ablenkende Information auszuschalten und können flexibler zwischen verschiedenen Aufgaben hin- und herwechseln.

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Forum

 
  • im sinne des objektivitäts-gebots

    iniquity, vor 605 Tagen, 10 Stunden, 57 Minuten

    fehlt hier wohl eine sendung über die nachteile der mehrsprachigkeit :-o ;-)

    demnächst in Ö1, sollte mit den frischen 160 Mio doch machbar sein...

    • jeah-woll!

      mantispa, vor 604 Tagen, 8 Stunden, 43 Minuten

      kulturen entstehen einsprachig und gehen vielspr. perdu! dass die mönche "latein konnten", hat auch nicht viel zu sagen.-
      das ist reine political correctness nachgeplappert.

  • das kann nicht sein.

    mantispa, vor 606 Tagen, 3 Stunden, 34 Minuten

    in usa, canada, russland, china, mittel- und s-amerika usw. gibts überall ganz vorwiegend einsprachigkeit. mehrsprachig sind allenfalls indien, afrika und teile europas.

    • Du hast völlig recht

      hosenbeisser, vor 605 Tagen, 11 Stunden, 17 Minuten

      In dem Artikel wird von völlig falschen Oberschicht-Vorstellungen ausgegangen.

      Beispiel China: Die meisten quasseln Mandarin bzw. deren Dialekte ohne wirklich anderer Zweitsprache. Von den Milliarden Chinesen kann nur ein Promille-Bereich, meist Oberschicht, in Englisch quasseln.

      Wozu braucht auch irgendein Reisbauer oder Sacklschupfer Mehrsprachigkeit zum Schupfen von Reissackln? Oder Fabrikhackler. Der soll Roboti, Roboti und dann Ende.

      Oder Japan: Dort ist selbst Englisch recht verpönt. Auch in mittleren/oberen Gesellschaftsschichten. Nicht umsonst müssen US-Firmen ihre Produktdaten viel öfter in Japanisch übersetzen um am dortigen Markt bestehen zu können, während Europa nur mit Englisch abgespeist wird.

      Die Sprachmuffeln Nummer 1 sind aber immer noch die US-Amis. Da passt der Artikel. Ohne spanische Einwanderer oder die Drogenjunkies in Florida.

    • Mit "ersten Lebensjahren" ist vermutlich...

      antispam, vor 605 Tagen, 10 Stunden, 59 Minuten

      ...die Zeit bis zum ersten Schulbesuch gemeint.

      In den wenigsten Familien wird daheim die perfekte Hochsprache gesprochen und nur da, wo Radio oder TV vorhanden sind, erfahren die Vorschulkinder überhaupt, dass es mehr als eine Sprache gibt.
      In Österreich löblicherweise allerdings schon im Kindergarten.

      Nachdem in den Medien aber eh jeder drauflos quasselt wie er mag, würde ich eher eine Reduzierung des Sprachenangebots begrüßen.

      Bemühen um korrekte Hochsprache findet man eh nur noch bei TV-Sprechern mit "Migrationshintergrund".
      Beispiel: ein TV-Nachrichtensprecher mit orientalischen Vorfahren sagte kürzlich (Hayabusa) im Frühstücksfernsehen mehrmals "Astroid". Irgendwer scheint ihm dann gesteckt zu haben, dass es "Asteroid" heißt, woraufhin er das Wort dann auch betont korrekt aussprach.

      Das würde man sich von einigen Eingeborenen auch wünschen. Verschlucken ganzer Silben (Endsilben sowieso) und Silbenbetonung nach Belieben sind schon die unausrottbare Regel und das Gestammle unter Verachtung aller Satzzeichen die große Mode.