Britische Klimaforscher: Keine Datenfälschung
Ihre "Strenge und Aufrichtigkeit als Wissenschaftler" stehe "nicht in Zweifel", erklärte eine mit den Vorwürfen befasste unabhängige Untersuchungskommission am Mittwoch in London.
Der Bericht der Kommission:
"The Independent Climate Change E-mails Review" vom 7. Juli 2010.
Allerdings seien die Wissenschaftler der Klimaforschungsabteilung (Climate Research Unit) der Universität East Anglia "nicht ausreichend offen über ihre Studien" gewesen. "Es gab ein beständiges Muster des Mangels, den richtigen Grad an Offenheit an den Tag zu legen."
Weitere Rückendeckung
Aus der Computeranlage der Universität von East Anglia hatten Hacker im vergangenen Jahr mehr als eintausend Mails abgerufen und sie ins Internet gestellt. Den CRU-Wissenschaftlern unter der Leitung des Klimaforschers Phil Jones war daraufhin vorgeworfen worden, sie hätten Daten manipuliert, zumal in einer von Jones abgeschickten Mail im Zusammenhang mit Klimadaten von einem "Trick" die Rede war. Vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember kam der Vorwurf auf, die Wissenschaftler wollten die Gefahr der Erderwärmung übertreiben.
Vor der unabhängigen Untersuchungskommission hatten bereits ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss und ein von der Universität von East Anglia eingesetzter Ausschuss den Vorwurf der absichtlichen Datenfälschung für unberechtigt erklärt.
Für Skeptiker ein "Climategate"
Für "Klimawandelskeptiker" wird sich mit dem neuen Report vermutlich nicht viel ändern. Benny Peiser, der Direktor des entsprechend denkenden Think-Tanks Global Warming Policy Foundation, hält ihn für eine "Anklage, wie die Universität mit der Informationsfreiheit umgeht." In einem Interview mit der BBC sieht er weiterhin starke Beweise für ein Fehlverhalten der Forscher. Die Angelegenheit ist für ihn mit dem jüngsten Bericht nicht erledigt.
science.ORF.at/AFP
Mehr zu dem Thema:


