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Ein Dino aus "Alpha" von Jens Harder

Eine Bilderbibel für die Naturwissenschaft

Auf 350 Seiten die rund 14 Milliarden Jahre des Universums nachzuzeichnen, dazu auch noch die Evolution des Lebens auf der Erde: Diese nahezu unmögliche Aufgabe bewältigt das preisgekrönte Comic "Alpha. Directions" des deutschen Grafikers Jens Harder.

Wissenschaftscomic 30.07.2010

Herausgekommen ist eine Art Bilderbibel der Kosmologie und der Evolution. Der Urknall und der Beginn des Zeichnens sind einander dabei gar nicht so unähnlich, berichtet Harder im science.ORF.at-Interview.

science.ORF.at: "Alpha" ist ja ziemlich schwer, haben Sie das Buch schon einmal abgewogen?

Cover des Comics "Alpha" von Jens Harder

Das Buch Alpha. Directions von Jens Harder ist im Verlag Carlsen erschienen. Es wurde mit dem Prix de l'Audace sowie dem Max und Moritz-Preis ausgezeichnet.

Jens Harder: Nicht wirklich. Aber ich schätze es auf rund zweieinhalb Kilo.

Damit ist es auch im Vergleich mit einer durchschnittlichen Bibel ziemlich schwer ...

Ja, es ist schwerer und gehaltvoller (lacht). Wobei das natürlich vom Druck abhängt, es gibt ja auch die leichteren Bibelversionen für das Hotelzimmer. Aber im Ernst: Ich will mich gar nicht messen, das ist mir ziemlich egal.

Dennoch kann man Ihr Buch als Bilderbibel der Kosmologie und Evolution bezeichnen: Ist Ihnen der Vergleich recht?

In meinem Nachwort habe ich ja selbst damit gespielt: Früher wurden die Inhalte der Bibel für Analphabeten auch in Bildern wiedergegeben, damit auch diese auf den Pfaden Jesus' wandeln können. Ich habe hingegen die wissenschaftliche Sichtweise der Entstehung von Universum und Welt für Alphabeten zu Papier gebracht. Text ist bei mir zwar ein integraler Bestandteil, aber zentral sind die Bilder.

Diese Alphabeten hängen trotzdem oft nicht wissenschaftlichen, sondern religiösen Erklärungen der Welt an: Das Zentrale für eine wissenschaftliche Weltsicht ist, wie Sie schreiben, dass nichts perfekt ist und sich alles wandelt. Ist das die Antithese zu Mythologie und Religion?

Jens Harder

Porträtfoto von Jens Harder

Jens Harder studierte Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und arbeitet seit mehreren Jahren als Illustrator und Comiczeichner in Berlin.

Zumindest zu Hardcore-Denkweisen wie etwa der young earth theory, die die heilige Schrift wörtlich nimmt und meint, dass die Erde rund 6.000 Jahre alt ist. Daneben gibt es ein breites Feld an Kreationisten und Vertretern des Intelligent Design, nicht zuletzt auch Gläubige, die die Wissenschaft zwar ernst nehmen, aber für die Letztursache, die Schöpfung doch ein übernatürliches Wesen annehmen. Ich lehne das alles ab und zähle mich zu den Atheisten, die sagen: Es gibt viele Rätsel auf der Welt, denen wir vielleicht eines Tages auf die Schliche kommen, aber in jedem Fall hat alles eine Erklärung. Und die ist nicht übersinnlich.

Trotz ihrer naturwissenschaftlichen Perspektive verwenden Sie in Ihrem Buch auch viele Bilder aus den Schöpfungsgeschichten der Religionen und Mythologien. Warum?

Ich verwende sie wie Gegenschüsse im Film. Manchmal unterstreichen sie das eigentlich Gesagte, manchmal ironisieren oder konterkarieren sie es. Was ich da zusammengetragen habe, ist auch eine Evolution der Idee der Weltwerdung, und da wollte ich so viele Sichtweisen wie möglich einbauen, aus verschiedenen Zeiten und Kulturen. Manchmal sind dabei überraschende Brückenschläge zwischen den Sichtweisen entstanden, das hat mir bei der Arbeit einige Aha-Momente beschert.

Gibt es da anschlussfähigere Mythologien und weniger passende?

Ausschnitt aus dem Comic "Alpha" von Jens Harder

Ich habe immer wieder festgestellt, dass die nicht-christlich basierten Bildfindungen, etwa aus indianischen oder Aborigines-Kulturen, viel näher rankamen an aktuelle Vorstellungen der Naturwissenschaft: eine Weltwerdung etwa aus einem Funken, einer Schlange oder einer spiralförmigen Bewegung. Das ist erstens poetischer und zweitens näher dran an wissenschaftlichen Ideen als ein bärtiger Herr, der über eine nackte Erde schreitet und Sachen ausstreut bzw. Sterne an den Himmel heftet.

Der Untertitel von "Alpha" lautet "directions". Das erste Bild zeigt den winzigen Punkt des Urknalls, das letzte den Speer eines Urmenschen, der blutig irgendwo einschlägt. Welche Richtungen liegen da dazwischen?

Mit den Entwicklungen nach dem Urknall, dem Entstehen von Materie und Antimaterie sind erst jene physikalischen Bedingungen gesetzt worden, aus denen alles gefolgt ist: das Universum, die Planeten, unter bestimmten Umständen das Leben. Das verstehe ich als "Entwicklungsrichtung". Der Begriff ist aber offen für Interpretationen. Ganz sicher meint er keine Entwicklung, die einer Idee oder einem Ziel folgt.

Wollten Sie je selbst Wissenschaftler werden?

Ausschnitt aus dem Comic "Alpha" von Jens Harder: eine  Darstellung von Sonne und Erde.

Ja, als ich zehn bis zwölf war, wollte ich Archäologe werden, da wurde aber nichts draus. Nur Zeichner bei archäologischen Ausgrabungen wäre ich fast einmal geworden, das würde mir auch heute noch Spaß machen. Zeichner sind bei Ausgrabungen nach wie vor gefragt, weil sie aus einer Scherbe oft viel exakter Strukturen herausarbeiten können als ein Fotograf.

Sie haben nie etwas studiert abseits der Grafik?

Nein, ich bin reiner Autodidakt. Wenn jemand wirklich vom Fach kommt und das Buch abklopft, wird er sehen, dass es nur einen groben Überblick liefert. Ich hab mich natürlich bemüht, möglichst genau zu sein, und die Rückmeldungen von einigen Biologen bestärken mich darin.

Haben Sie das Buch durch Fachleute überprüfen lassen?

Während der Arbeit wollte ich das nicht. Ich hätte mich sonst hemmungslos in einen Experten- und Quellenstreit verstrickt, und irgendwann muss man auch mit dem Zeichnen beginnen. Es ging mir um einen Überblick des vorhandenen Wissens, nicht um jedes Detail. Die Wissenschaft macht ständig Fortschritte, insofern hätten sich die Details schon im Laufe der Arbeit geändert.

Bei den Bildern haben Sie sich stark an dem tschechischen Zeichner Zdenek Burian orientiert, gab es auch ein bevorzugtes Nachschlagewerk für den Text?

Ausschnitt aus dem Comic "Alpha" von Jens Harder: ein Dinosaurier.

Nein. Es war zwar etwa die Evolutionsbiologin Lynn Margulis sehr wichtig, die sehr viel zur Entstehung des vielzelligen Lebens geforscht hat. Aber prinzipiell hatte ich keine bevorzugte Quelle. Bei der Arbeit lagen immer so an die 50, 60 Bücher um mich herum, die ich nach Bildern und Inhalten konsultiert habe.

Während Ihre Bilder sehr unterschiedlich sind, ist der Text anders: Er scheint ernst auf der Seite der Wissenschaft zu stehen.

Durchgehend ernst finde ich ihn nicht, aber es stimmt schon: Er entspricht am ehesten meiner Sichtweise auf das Ganze. Im Text wollte ich konkret sein, in den Bildern hingegen eher in die Breite gehen und einem spielerischen Ansatz folgen. Sonst hätte ich ja seitenlang nur Teilchenströme zeichnen können. Das wäre ermüdend, für den Zeichner und den Leser.

Sie haben vier Jahre an "Alpha" gearbeitet, kann man sich das überhaupt leisten?

Ausschnitt aus dem Comic "Alpha" von Jens Harder: ein Mammut.

Noch bin ich nicht verhungert (lacht), es war aber kein Zuckerschlecken. Ohne Stipendien, Illustrationsjobs und andere Nebeneinkünfte wäre es nicht möglich gewesen.

"Beta", Teil 2 des Werks, das die Geschichte der Menschheit illustriert, soll bis 2016 erscheinen?

Ja, ich werde den dazu Atem haben. Er wird in zwei Teilen erscheinen, wegen des besonderen Umfangs von an die 700 Seiten.

Wo sind sie gerade?

Auf Seite 80, in der Altsteinzeit, als gerade die ersten Werkzeuge erfunden werden. Und das Feuer: ein sehr großer Schritt, den man visuell sehr gut darstellen kann.

Teil 3 "Gamma" soll Zukunftsvisionen beinhalten: Sie haben aber einmal gesagt, dass Sie die Realität viel mehr interessiert als die Fiktion - wie soll das funktionieren?

Ich denke, es gibt einen Unterschied, ob man dabei absurdesten Hirngespinsten nachjagt, oder ob man versucht, Theorien Raum zu geben, die auf Erkenntnissen beruhen. Ich möchte mir auch bei "Gamma" nicht viel aus dem Ärmel schütteln, sondern so viel wie möglich zusammentragen, etwa die überholten Zukunftsvisionen und Utopien der letzten 100 Jahre, dazu Ausblicke geben auf die nächsten paar 100 Jahre. Aber so genau weiß ich das noch nicht, ich hab ja noch mindestens sieben Jahre Zeit dafür ...

Letzte Frage: Gibt es im aktuellen Buch ein Bild, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Vielleicht die erste Seite, der Punkt des Urknalls, der auch für den Zeichner immer am Beginn von allem steht. Wenn man den horror vacui, die leere Seite, schon hinter sich gelassen hat und den Stift ansetzt, hat man erst einmal einen Punkt. Und daraus entsteht dann alles.

Interview: Lukas Wieselberg, science.ORF.at

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Forum

 
  • ich wollte hier eigentlich (auch) lästern,

    mantispa, vor 559 Tagen, 6 Stunden, 40 Minuten

    aber wozu eigentlich? und wenn ein user hier auf william Blake verwiesen hat, zu dem vielleicht wirklich ein hinweis führen kann, so wäre lästern noch weniger berechtigt.

  • ein Bild (Bilder) sagen mehr als tausend Worte?

    yesforever, vor 560 Tagen, 8 Stunden, 16 Minuten

  • Mir fehlen die Worte

    onkeljosefsnichte, vor 561 Tagen, 14 Stunden, 35 Minuten

    • moment, Zehnerl doch gefallen ...

      onkeljosefsnichte, vor 561 Tagen, 14 Stunden, 20 Minuten

      Kunst! An der zeitgenössischen Kunst kann man natürlich sehen, was los ist! Echte Begabungen, so wie dieser, geben fast so etwas wie Spiegel ab. Er liefert, was die Gesellschaft von "Wissenschaft" erwartet, eingestanden oder nicht ist egal.
      Es gibt keinen "Markt" für die Schulung im abstrakten Denken, keinen für Erkenntnistheorie.
      Allerdings ist großes Interesse für die Frage vorhanden, ob man sich "einen Schöpfer" oder "eine abstrakte Schöpfungskraft" vorstellen solle. Dass man in dieser Hinsicht an sich gar nix zu sollen braucht ist sowas von unpopulär.

    • onkeljosefsnichte, vor 561 Tagen, 14 Stunden, 14 Minuten

      (... besonders nett finde ich, wie er als gläubiger Atheist "den Urknall" genauso malen kann wie andere auch ihre jeweiligen Götter ...)

    • lena47, vor 561 Tagen, 5 Stunden, 31 Minuten

      fragt sich nur, was vor dem Urknall war?

    • pm0013, vor 561 Tagen, 5 Stunden, 27 Minuten

      Lena diese Frage werden wir bestimmt auch mal beantworten können, nur die Antwort lautet zu 100% nicht "Gott" :P

    • lena47, vor 561 Tagen, 2 Stunden, 33 Minuten

      Tja um das zu behaupten, müßtest Du hinter den Urknall sehen können.

    • pm0013, vor 561 Tagen, 52 Minuten

      und du kannst es jetzt schon?

    • lena47, vor 560 Tagen, 9 Stunden, 19 Minuten

      na die Urknall Theorie ist ja auch nicht eine letzlich endgültige Theorie, wie viele Kosmologen selber sagen. Deshalb lasse ich das noch offen.

      Natürlich kann ich nicht buchstäblich soweit nach vorn (Milliarden von Jahren) in die Vergangenheit sehen, das kann sowieso kein Mensch.

      Und gerade deshalb finde ich es befremdent und anmaßend, wenn jemand behauptet, es gäbe 100%ig etwas bestimmtes (im konkreten Fall, so wie Du behauptest Gott) nicht.

      Denn niemand kann wirklich beweisen daß es keinen Gott gibt.

    • bravenewone, vor 560 Tagen, 8 Stunden, 38 Minuten

      stimmt genau - genauso kann niemand beweisen, dass es einen (oder gar welchen) Gott gibt.

      Aber das wirst sicher schön ausblenden...

    • yesforever, vor 560 Tagen, 8 Stunden, 25 Minuten

      hast leider auch nicht ganz zu Ende gedacht, denn Gott selbst könnte es beweisen, daß es ihn gibt.

    • pm0013, vor 560 Tagen, 7 Stunden, 48 Minuten

      @lena, nach meiner definiation ist "Gott" eine Erfindung der Menschheit, als sie noch nicht über unsere Wissen verfügten und in allen ein übernatürliches Wesen sahn, was unsrer Umwelt steuert. Durch die Zeit ist es halt von Naturgeistern zu Götter und schlußendlich zu dem Eingottglauben geworden. Man sieht eh, wie schwehr die Relgionen es haben mit dem aktuellen Wissenstand, weil der fortschritt schneller geht als sie sich bewegen können.

    • Vor dem Urknall

      agibaer, vor 560 Tagen, 6 Stunden, 48 Minuten

      war nichts, denn "Zeit" gibt es erst seit dem Urknall.

    • lena47, vor 560 Tagen, 4 Stunden, 1 Minute

      wenn also mit dem Urknall Raum und Zeit (und Materie) ihren Anfang nahmen, wie konnte alles aus dem Nichts entstehen?
      Von Nichts kommt nichts ist eine Tatsache allein schon nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung.

      Tatsache ist auch, daß eine unerschöpfliche Energie das Ausgangsmaterial des stofflichen Universums ist, weil ja eine Umwandlung von Energie und Materie stattgefunden hat. Elementarteilchen können nur durch Materialisation von Energie entstehen oder geschaffen werden, das ist heutzutage auch unbestritten.

    • lena47, vor 560 Tagen, 3 Stunden, 52 Minuten

      @pm0013 okay nehme ich zur Kenntnis, obwohl die bibl. Definition gar nicht das Produkt irgendeines menschlichen Wissens oder Denkens oder eine Erfindung sein kann, das ist nämlich tatsächlich ganz und gar unmöglich!

    • pm0013, vor 559 Tagen, 23 Stunden, 39 Minuten

      Lena die Bibel wurde von Menschen geschrieben und umgeschrieben und ist wie die griechischen Mythen und Sagen einfach nur ein Buch mit Geschichten (teils wahr, teils erfunden) aus der Menschheitsgeschichte. Das es für religiöse Zwecke umgeschrieben wurde brauche ich eh nicht zu erwehnen oder?
      Und wenn du steif behauptest das es von nem Produkt der Menschlichen Phantasie geschrieben wurde....

    • pm0013, vor 559 Tagen, 23 Stunden, 38 Minuten

      Ach ja Lena die Frage der Fragen und was war vor "Gott"....

    • lena47, vor 559 Tagen, 14 Stunden, 14 Minuten

      pm0013 Klartext im Telegrammstil...
      von Menschen geschrieben, aber von Gott inspiriert d.h. Gott ist der alleinige Autor (die Schreiber wurden vom seinem hl. Geist befähigt, genau das niederzuschreiben, was Gott den Menschen zu sagen hat (sein Wille in Bezug auf den Menschen, sein Vorsatz, was er letztendlich in Zukunft für die Menschen tun wird und natürlich eine Anleitung für friedliche zwischenmenschl. Beziehungen und wie sich jeder Einzelne für ein zukünftiges Leben ohne Leid, Krankheit und Tod qualifizieren kann).

    • lena47, vor 559 Tagen, 13 Stunden, 48 Minuten

      Der Schlüssel dazu ist, die Liebe zu Gott das schließt natürlich das konsequente praktizieren der Nächstenliebe und Feindesliebe mit ein.

      Nur gibt es etwas, was die Meisten nicht berücksichtigen (absichtlich oder unbewußt oder aus Unkenntnis, sei dahingestellt) die Bibel kann kein Mensch ohne den Geist Gottes richtig verstehen. Weil Gott es sich vorbehalten hat (eine Bedingung daran geknüpft hat), daß nur ehrliche und demütige Menschen sein Wort verstehen dürfen, solche die allen seinen Geboten freiwillig und aus Liebe gehrochen und kompromisslos praktizieren.

      Deshalb kommen alle anderen Menschen, die diese Kriterien nicht erfüllen und ganz anderen Ergebnissen bzw. Erkenntnissen und von solchen wurde und wird die Bibel auch in Mißkredit gebracht.

      Ich erwähne nur einen Punkt (es gibt derer Viele), woran man die Glaubwürdigkeit der Bibel u.a. messen kann ist auch, was Gott durch Jesaja prophezeihen lies, daß sein Wort die Bibel ewig bestehen wird und das hat sich bis heute erfüllt, heute gibt es die Bibel in so vielen Sprachen daß jeder Mensch sie in seiner eigenen Muttersprache lesen kann.

      Ja und die Frage aller Fragen, was war vor Gott, diese Antwort kann jeder für sich auch in der Bibel finden (keine direkte Antwort,...

    • lena47, vor 559 Tagen, 13 Stunden, 40 Minuten

      in einem Satz, Sondern man kommt zu einer bestimmten Schlußfolgerung und zum gleichen Ergebnis). Aber die muß sich jeder Mensch selber erarbeiten, da geht führt kein Weg dran vorbei, denn ansonsten würde man ja eh nicht daran glauben können, wenn man sich nicht pers. davon überzeugt.

    • sei nicht so von oben runter, lena47

      onkeljosefsnichte, vor 559 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      Das steht jemandem, der "christlich" reden will, schlecht.
      "Gott" ist bei euch Zeugen Jehovas nämlich nur das Wort für "wir haben die alleinige Wahrheit gepachtet". Darauf bildet ihr euch gewaltig was ein. So lange ihr unter euch bleibt, so lange das sozialverträglich bleibt, meinetwegen. "Gott" als anderes Wort für "zwanghafte Denkverbote". Man möchte euch natürlich respektieren für eure Gewaltfreiheit und absolute Nächstenliebe.
      Aber irgendwie kommt eure Nächstenliebe geistig an Krücken daher. Ihr mit eurem Privileg, wiedererschaffen zu werden, schämt euch.

    • Gehe davon aus,

      onkeljosefsnichte, vor 559 Tagen, 12 Stunden, 44 Minuten

      dass man freiwillig und gerne Mitglied bei den Zeugen ist, dass es nicht Repressionen gibt im Fall man möchte gehen, und so weiter. Sie sind jetzt anerkannt als religiöse Gemeinschaft und gelten nicht als unsoziale Sektierer. Meine wenigen persönlichen Erfahrungen mit ihnen bestätigen das.
      Also soweit alles OK. (Die Art und Weise, fast wie "gehirngewaschen" "wissenschsftlich" zu "argumentieren" braucht einen nicht zu stören - sooo ein Alleinstellungsmerkmal ist das nicht :))

    • @onkeljosefsnichte

      lena47, vor 559 Tagen, 11 Stunden, 40 Minuten

      tut mir leid, wenn es für Sie/Dich den Anschein erweckt, daß dies wie von oben herab klingt, ist es aber vom rein bibl. Standpunkt sicher nicht.
      Und dieser bibl. Standpunkt ist zum Glück auch in der Bibel so deffiniert, daß ihn auch kein gottloser oder Antichrist oder Ungläubiger Mensch, mißverstehen kann.

      Aber alles was mit Gott, mit seinen Sohn Jesus Christus, mit Heiligkeit mit echtem Glauben und Gtotes Vorsatz zu tun hat und mit Untastbarkeit, richtig zu verstehen, ist eben nur Menschen vorbehalten, die Gott aus ehrlichem Beweggrund und demütigen Herzen suchen und kennenlernen wollen und er ihnen natürlich in Gegenzug entgegenkommt und sich gerade von solchen Menschen finden läßt (d.h. u.a. durch sein Wort die Bibel Zugang zu der wahren Erklenntnis Gottes gelangen kann). Ohne die Bibel, sein Wort geht gar da nichts.

    • lena47, vor 559 Tagen, 11 Stunden, 38 Minuten

      corr. mit der Unantastbarkeit des Lebens zu tun hat....

    • lena47, vor 559 Tagen, 11 Stunden, 25 Minuten

      Entschuldigung, nochmals eine corr für den letzten Satz.
      Nachtrag: Ohne die Bibel, gottes Wort und der Hilfe seines Geistes, um die jeder Mensch pers. im Gebet bitten darf und muß (es muss erbeten sein) um den Zugang zum richtigen Verständnis zu erlangen, kann kein Mensch Gottes Wort richtig verstehen.
      Das ist nicht von oben herab, sondern Gott hat es so bestimmt, es ist Gottgewollt.

    • lena47, vor 559 Tagen, 11 Stunden, 16 Minuten

      selbstverständlich kann ich das vorher Erwähnte mit entsprechenden Bibelstellen belegen.
      Die Bibel ist ja eben deswegen in schriftl. Form von Gott gegeben worden, quasi eine Garantie, daß jeder Einzelne es auch nachlesen und kontrollieren kann, ob das auch wirklich so drin steht.

    • pm0013, vor 559 Tagen, 10 Stunden, 38 Minuten

      Lena genau da liegt das Problem bei euch, ihr nehmt eine von Menschahnd geschriebenes Buch her und sagt, da drinnen steht euere ganze Weisheit. Nur ein Buch -> enger Horizont im Geiste....
      Vor allem wenn ihr kläglich versucht die immer wieder den Untergang der Welt daraus herauszulesen :)
      Und nochmals Lena "Gott" ist eine Erfindung der Menschheit den erkäre mir warum er nicht überall auf der Welt gleichtzeitig seit begin der Menscheit angebete wurde (rede hier nicht von Adam und eva dem Humbug)...

    • pm0013, vor 559 Tagen, 10 Stunden, 33 Minuten

      Den warum gab es am Anfang den Schamanismus.
      Dann mit größerwerden der Bevölkerung und Spezialiserung haben sie die Priester der Gottheiten entwickelt und darauß euer Eingottglaube... Warum den nicht von Anfang an...
      Warum ist bei den Abgeschieden Stämmen immer noch ein Schamanismus zu Beobachten???
      -> Religioon ist nur eine Evolutionäre Weiterentwickoung des Schamanismus...
      -> Gott eine Erfindung der Menschen.

    • onkeljosefsnichte, vor 559 Tagen, 10 Stunden, 8 Minuten

      "... ist eben nur Menschen vorbehalten, die ..."
      dir tut nichts "leid", liebe lena47.
      Zunächst ist "Gott" ein Wort, das Bedeutungen hat, und ich kenne nicht alle. Aber das, was du verzapfst, ist ziemlich unsäglich, das ist "Gott" als reine Projektion. Teils beleidigt, so wirkt es. Kommt wirklich gehirngewaschen daher.
      So, Schluss.

    • liebe lena,

      schleimpilz, vor 559 Tagen, 9 Stunden, 9 Minuten

      sorry für die unterbrechung hier;

      habe gedanklich noch ein wenig zeit in unserem anderen (du weisst schon) gespräch verbracht, aber der thread wurde geschlossen!;
      es wäre nett, wenn du (nach über 2 jahren anfragen) dir einmal einen email-account (yahoo, gmx, …) zulegen könntest, damit ein gemeinsamer gedanke/erkenntnisstand weitergeführt werden kann?, und nicht einfach versandet, denn, mir geht es oft wie denen oben, und empfinde deine einwände manchmal als missionarisch verdeckte provokationen?;
      danke;
      lg

    • pm0013, vor 559 Tagen, 9 Stunden, 5 Minuten

      ob sie des überhaupt darf eine emailaccount besitzen, könnt ja sein das da mal die Außenwelt ankloft und nicht wie umgekehrt die bei einem :)

  • klausi025, vor 562 Tagen, 3 Stunden, 24 Minuten

    "Ich habe immer wieder festgestellt, dass die nicht-christlich basierten Bildfindungen, etwa aus indianischen oder Aborigines-Kulturen, viel näher rankamen an aktuelle Vorstellungen der Naturwissenschaft: eine Weltwerdung etwa aus einem Funken, einer Schlange oder einer spiralförmigen Bewegung. Das ist erstens poetischer und zweitens näher dran an wissenschaftlichen Ideen als ein bärtiger Herr, der über eine nackte Erde schreitet und Sachen ausstreut bzw. Sterne an den Himmel heftet."

    • DAS ist der Beweis ...

      klausi025, vor 562 Tagen, 3 Stunden, 23 Minuten

      ... dass es keinen Gott gibt, weil sonst müsste er so viel Dummheit mit Blitz und Donner strafen! *ggg*

    • klausi025, vor 562 Tagen, 3 Stunden, 20 Minuten

      Das Schlimme ist, wenn solche selbstgerechten und von Vorurteilen strotzenden Aussagen in einem Interview wohlwollend und unhinterfragt im Raum stehen gelassen werden. Aber was will man erwarten, wenn "Science" einen Comic-Schreiber bringt, der 4 Jahre lang ein Comic zeichnet, das uns auf indianischem Wissen fußend die Welt erklärt! *ggg*

    • dermarvin, vor 562 Tagen, 1 Stunde, 37 Minuten

      Und was willst du uns damit sagen? Dass du viel, viel schlauer bist und das viel, viel besser könntest?

      Meckern ist leicht, ich finde deinen Kommentar reichlich dumm (in dem Sinne in dem du Dummheit dem Zeichner vorwirfst)

    • haette nicht gedacht

      iggi, vor 561 Tagen, 20 Stunden, 7 Minuten

      dass klausi so perzeptiv ist. in der tat ist es schon sehr peinlich, zb. die australische regenbogenschlange kosmologisch hoeherwertig dem bild vom 'baertigen herren' entgegenzusetzen

      + weil die regenbogenschlange nicht von den ureinwohnern, sondern von westlichen imitatoren als spirale gezeichnet wird, und somit die westliche kosmologie repraesentiert (PEINLICHST)

      + weil die judaeo-christliche schoepfungsmythologie nichts mit baertigem herrn zu tun hat, sondern mit einer abstrakten schoepfungskraft, mindestens ebenso poetisch repraesentiert in der genesis wie anderswo auf der welt

      + weil besagter baertiger herr auf kosmologisch sehr intelligente weise auch mit zirkel und anderen wissenschaftlichen geraeten abgebildet wird, zb. von W.Blake, also ganz und gar nicht als Nikolo

      + weil es kosmologisch ebenso intelligent ist, einen menschen als schoepferfigur abzubilden, wenn wir menschen selbst so schoepferisch unterwegs sind und es so tief in unserer menschlichen natur verankert ist, leben zu formen, zu schaffen, welten zu gestalten.

      aber die zeichnungen sind natuerlich toll und ich freue mich auf den naechsten band.

  • Komische Meinung von seinen Lesern hat der

    lenad, vor 562 Tagen, 3 Stunden, 52 Minuten

    Ein Comiczeichner der meint er arbeitet für "Analphabeten"? Wo andere Comiczeichner seit jeher um die Anerkennung als ernsthafte Künstler ringen?

    Und wie kommt der auf die Idee Kreationisten sein auf den Bäumen hockende (pun intended) Gumpfdummies die man mit Kinderbilderbibeln quasi "bekehren" kann? ("Komm her Du kleiner Kreationist ist erklär dir mal gaaaaanz genau, bunt und mit Bildern wie das mit den Bienchen und den Blümchen am Anfang vom Universum so war" Jaul!)
    Damit disqualifiziert man sich doch selber als (nichtsahnender und sein Publikum nicht kennender) Missionar und geht nebenbei völlig an der behaupteten Zielgruppe vorbei.

    Kopfkratz. Na vielleicht ist es wenigstens gut gemacht, dann können wir Darwin- und Dawkinsfans uns wenigstens was auf den Coffeetable legen.

    • es passiert immer wieder

      iggi, vor 561 Tagen, 22 Stunden, 3 Minuten

      dass jemand mit fantastischem talent etwas wertvolles leistet, und anderswo peinlich daneben schlaegt. lassem wir ihm seine (stammtischbekannten, unstruktuierten, unfertiggedachten) philosophischen ansichten und freuen wir uns am bildwerk.