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EU-Flagge

EU: Erstmals mehr als 500 Mio. Einwohner

Die Europäische Union hat erstmals die 500 Millionen-Einwohner-Grenze überschritten, wie eine aktuelle Erhebung zeigt. Während der Westen zum Teil beträchtlich wächst, schrumpft der Osten deutlich.

Demographie 22.07.2010

Hauptfaktor: Migration

Geburten, Sterbefälle und der Saldo von Zu- und Abwanderung - diese Faktoren bestimmen normalerweise die Veränderungen in der Bevölkerung. Bei der EU kommen noch die verschiedenen Erweiterungsphasen hinzu.

Fest stehe, dass der Hauptgrund für Bevölkerungswachstum im Migrationsgewinn von außerhalb der Union liegt, betont Studienautor Wolfgang Lutz, Direktor des Instituts für Demografie der Akademie der Wissenschaften. Dieser Migrationsgewinn sei allerdings zuletzt aufgrund der Wirtschaftskrise zurückgegangen.

Deutlich stärker als die USA gewachsen

Ein Vergleich mit den USA drängt sich auf: Denn die Vereinigten Staaten hatten im Jahr 1954 exakt so viele Einwohner wie zum selben Zeitpunkt die Gründungsmitglieder der EU - nämlich 163 Millionen. 2007 überschritt schließlich die USA die 300 Millionen-Grenze, während die EU durch den Erweiterungsprozess wesentlich schneller gewachsen ist und 2010 mit einer halben Milliarde Einwohner rund 7,3 Prozent der Weltbevölkerung stellt.

Nationale Statistiken

In Sachen Bevölkerungswachstum ist die Türkei im europäischen Großraum mit einem Plus von 30,2 Prozent zwischen 1990 und 2010 klarer Spitzenreiter. Auf Rang zwei liegt Irland mit plus 27 Prozent. Schlusslichter mit minus 15,7 bzw. minus 14,7 Prozent sind Lettland und Estland sowie Bosnien-Herzegowina mit minus 14,5 Prozent. Österreich liegt mit plus 9,6 Prozent im vorderen Mittelfeld.

Laut Prognosen, die für 2060 eine Weltbevölkerung von neun Milliarden Menschen voraussagen, wird die EU an Boden verlieren. Dann wird die gesamteuropäische Bevölkerung - also inklusive Türkei, Russland und dem Kaukasus - 7,3 Prozent betragen.

Bis 2030, so schätzen die Demografen, werden in der EU 528 Millionen Menschen leben. Der Zuwachs dürfte allerdings größtenteils auf Migration aus Ländern außerhalb der Union zurückzuführen sein.

Die Russische Föderation wird dann mit 133 Millionen Einwohnern (minus acht Millionen im Vergleich zu 2010) zwar immer noch Nummer eins in Europa sein, doch Platz zwei mit 85,5 Millionen (2010: 71,5) gehört der Türkei, die Deutschland mit 81 Millionen (2010: 82 Mio.) überholt haben wird.

Österreich wächst langsam

Österreich wächst offenbar gemächlich, aber doch: In den kommenden 20 Jahren steigt die Einwohnerzahl von 8,4 auf 9,1 Millionen. Auch für die Alpenrepublik gilt: Zuwachs ist nur mit Zuwanderung zu erzielen. Ohne Migration würde die Bevölkerung auf 8,3 Millionen sinken. Die Zahl der Geburten übertraf im Jahr 2008 jene der Sterbefälle knapp (77.800 : 75.100), die Rate lag bei 1,41.

West-Ost-Gefälle

Der Westen Europas hat in den vergangenen 20 Jahren vor allem aufgrund von Zuwanderung stark an Bevölkerung zugelegt. Im Osten war genau der gegenteilige Trend zu verzeichnen; aber nicht nur wegen Abwanderung, sondern vor allem wegen dem markanten Geburtenrückgang.

Hatte Osteuropa in den 1980er Jahren bezüglich Geburten europaweit gesehen noch deutlich die Nase vorn, bilden die Länder des ehemaligen Warschauer Paktes heute das Schlusslicht in dieser Wertung. Österreichs "Fertilitätskurve" verlief von 1974 bis 2008 vergleichsweise gleichmäßig.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • "gesamteuropäische Bevölkerung"???

    alessandro85, vor 668 Tagen, 2 Stunden, 22 Minuten

    "Dann wird die gesamteuropäische Bevölkerung - also inklusive Türkei, Russland und dem Kaukasus..."

    ???

    Europa am Hindukusch? Und in Sibirien? Und in Anatolien? Meine Güte - miesester Journalismus!

  • uranium, vor 668 Tagen, 13 Stunden, 8 Minuten

    Rogozin: Ich kann Ihnen da eine schöne Anekdote erzählen: Zu Beginn der neunziger Jahre haben wir in Russland unsere Militärindustriebetriebe umgerüstet. Wo vorher Kalaschnikows produziert wurden, sollten jetzt Teekessel hergestellt werden. Herausgekommen sind: Kalaschnikows. Ihr Europäer habt versucht, Amerika zu kopieren, doch herausgekommen ist eine Kopie der Sowjetunion. Wir waren damals gezwungen, mit Asiaten in einem Verbund zu leben, mit Menschen, die eine ganz andere Mentalität haben, eine ganz andere Kultur. In der EU ist es ähnlich; auch hier sind jetzt Leute mit im Boot, deren Mentalität wenig mit der des Westens gemein hat.

  • Nur alle herein nach Europ!

    wol51, vor 668 Tagen, 14 Stunden, 31 Minuten

    Besiedelt die menschenleeren Weiten der Eu, endlich geht hier was weiter!

  • Schlimm

    hosenbeisser, vor 668 Tagen, 15 Stunden, 2 Minuten

    Zum freuen ist das nicht. Wenn die Menschheit was umbringt, dann die Bevlkerungsexplosion.

    In dem Sinn unterscheidet sich der Mensch nicht von irgendwelchen Schimmelpilzen: Die wachsen auch so lange bis alle Nährstoffe aufgebraucht sind und dann geht's an grosse Zellsterben.

  • die Rechten wird es freuen ???

    pudelweiß, vor 668 Tagen, 15 Stunden, 32 Minuten

    Ha, ha, ha, die Rechten ?? alle diese Samenlosen, die es mit "Unfruchtbaren" treiben und nix Lebendiges hervorbringen, wie lange freun sich die noch, bis sie abgestorben und damit ausgestorben sind !!!

    Migration ist immer eine Folge von hohen wirtschaftlichen Wohlstand bei gleichzeitiger niedriger Geburtenrate,
    und den Platz den die einen nicht mehr besetzen, füllen die Anderen,

    Die Sich Bewegen, die sich am leben freuen und Nachwuchs als Teil dieser lebensfreude für gut finden,
    denen gehört die Zukunft,

    Das rechte Gesummse endet genauso wie das Summen der Fliegen im Oktober!

    Unseres Austerbens AMEN !

    Was wollen die Rechten wenn sie "ohne Zukunft" sind !!!!!

  • die Rechten wird es freuen ???

    pudelweiß, vor 668 Tagen, 15 Stunden, 33 Minuten

    Ha, ha, ha, die Rechten ?? alle diese Samenlosen, die es mit "Unfruchtbaren" treiben und nix Lebendiges hervorbringen, wie lange freun sich die noch, bis sie abgestorben und damit ausgestorben sind !!!

    Migration ist immer eine Folge von hohen wirtschaftlichen Wohlstand bei gleichzeitiger niedriger Geburtenrate,
    und den Platz den die einen nicht mehr besetzen, füllen die Anderen,

    Die Sich Bewegen, die sich am leben freuen und Nachwuchs als Teil dieser lebensfreude für gut finden,
    denen gehört die Zukunft,

    Das rechte Gesummse endet genauso wie das Summen der Fliegen im Oktober!

    Unseres Austerbens AMEN !

    Was wollen die Rechten wenn sie "ohne Zukunft" sind !!!!!

  • Als ob das ein Segen wäre ...

    walkofframe, vor 668 Tagen, 15 Stunden, 35 Minuten

  • "gesamteuropäisch inkl. Kaukasus sic! "

    dave66, vor 668 Tagen, 16 Stunden, 57 Minuten

    zeigt, in welche Richtung der Zug abfährt. Schön, wenn sich die im Sold von der Finanz und Industrie stehenden "EU-Wissenschaftler" an für sie unverdächtigen Stellen entblösen. Von dem abgesehen, hat man bei Herrn Lutz ohnehin das Gefühl, die Zuwanderung kann nicht schnell genug gehen. Die Rechten wird es feuen.

    Zum anderen sollte mal hinterfragt werden, ob Bevölkerungswachstum per se einen positiven Wert darstellt. Dieser Artikel suggiert in einer naiven Weise derartiges. Ähnlich einem Wettstreit wird hier,ähnlich einem Wettkampf, die USA und eben Europa, bzw. was manche dafür halten (Kaukasus, Anatolien, etc.) gegenübergestellt. Auch in den USA stößt der ungezügelte Zustrom (z.B. aus Mexico)nicht nur auf positives Echo. Arbeitssklaven hereinholen und sie gegen die materiell unterpriviligierte autochthone Bevölkerung aufhetzen und auszuspielen ist für die Hochfinanz und die "Leistungsträger" in der Wirtschaft profitabler und bequemer als Lösungen zu erarbeiten, die ein menschenwürdiges Leben für die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft gewährleisten. Die Politik lasse ich bewusst weg, da die beiden korrumpierten Lager ohnehin nur deren Befehle ausführen.

    • Türkei ist nicht Europa. Zumindest zu 99%

      hosenbeisser, vor 668 Tagen, 14 Stunden, 58 Minuten

      und Russland ist zwar recht viel Europa, bis zum Ural, aber eben beiweiten nicht alles. Nichtmal 20% von Russland sind in Europa.

  • Trotz aller Verbrechen

    zentralleiter, vor 668 Tagen, 17 Stunden, 20 Minuten

    Vielleicht ist das auch ein Beleg dafür, dass die sozialen Systeme (Gesundheit / Kinderbetreuung / Arbeit / etc.) in den ehemaligen Ostblockstaaten vor der "Wende" deutlich besser waren als jetzt - was die Masse der Bevölkerung betrifft?
    Vielleicht ist das ja auch eine Art Weckruf!?

    • Ein Weckruf so ein Menschenverachtendes System nie wieder zuzulassen.

      oliviane, vor 668 Tagen, 16 Stunden, 51 Minuten

    • @Zentralleiter

      altergauner00, vor 668 Tagen, 16 Stunden, 30 Minuten

      Weltklasse Logik... die Bevölkerung steigt, also muss die medizinische Versorgung besser gewesen sein... in Afrika explodiert die Bevölkerung ja auch, weil das Gesundheitswesen etc. dort so toll ist.