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Eine grafische Darstellung des Doppelspalt-Experiments - hier mit drei statt zwei Spalten.

Ein Trost für die Quantenmechanik

Bei der Suche nach der Weltformel widersprechen einander Quantenmechanik und allgemeine Relativitätstheorie. Wissenschaftler versuchen immer wieder eine der beiden Theorien aufzubrechen, um sie mit der anderen zusammenzuführen. Tiroler Physiker haben nun gezeigt, dass die Quantenmechanik nicht so leicht zu knacken ist.

Physik 23.07.2010

Zur Studie:

Die Studie "Ruling Out Multi-Order Interference in Quantum Mechanics" ist in der aktuellen Ausgabe von "Science" erschienen (Abstract).

Der Trick bei der Suche nach der Weltformel geschieht bei der Quantenmechanik mit einem Gedankenexperiment: Um die Quantenmechanik auszuhebeln nimmt man an, dass eine fundamentale Regel nicht gilt und daher auch sogenannte Interferenzen höherer Ordnung möglich wären.

Tiroler Wissenschaftler konnten nun experimentell nachweisen, dass dies nicht möglich ist - und haben damit die Gültigkeit der Quantenmechanik untermauert.

Klassisches Experiment

Aus dem Physik-Unterricht kennt man das Phänomen der Interferenz: Wellen, gleich ob aus Wasser oder Licht, können sich bei ihrer Überlagerung verstärken oder auslöschen. Schön sieht man das beim sogenannten Doppelspalt-Experiment, bei dem Licht durch zwei schmale Spalten auf einen Schirm fällt. Dort entsteht durch Verstärkung und Auslöschung ein Streifenmuster mit Bereichen ganz ohne Licht einerseits und sehr hellen Stellen andererseits.


Youtube-Video zum Doppelspalt-Experiment mit Dr. Quantum

Bereits 1926 hatte der deutsche Physiker Max Born die Regel aufgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Quantenobjekt, also etwa ein Lichtteilchen, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu finden, gleich dem Quadrat seiner Wellenfunktion ist. Anders ausgedrückt: Die Interferenz lässt sich rein mathematisch immer aus dem Produkt von zwei Spalten bzw. Möglichkeiten beschreiben (also A mal B).

Was passiert aber, wenn das Licht nicht durch zwei, sondern drei oder mehrere Spalten fällt? Würde die Interferenz dann von mehreren Faktoren abhängen (also A mal B mal C, usw.)? Gäbe es solche Interferenzen höherer Ordnung, würde das die Grundfesten der Quantenmechanik erschüttern.

Überprüfte Regel

Die Born'sche Regel ist zwar schon fast 100 Jahre alt. Doch bisher hätte sie laut Studienautor Gregor Weihs vom Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck noch nie jemand experimentell überprüft, obwohl das eine ganz fundamentale und simple Frage sei. Weihs hat die Experimente am Institut für Quantum Computing der University of Waterloo in Kanada durchgeführt, wo er vor seiner Berufung an die Uni Innsbruck gearbeitet hat. Er hat dafür eine Ein-Photonen-Quelle entwickelt, die als Grundlage für die Überprüfung der Born'schen Regel diente.

"Es schaut so aus, wie wenn die Regel wasserdicht wäre", sagt Weihs, schränkt allerdings ein, dass die erreichte Messgenauigkeit für seinen Geschmack bei weitem nicht genug sei. Aus diesem Grund will er bei weiteren Experimenten die Nachweisgrenze noch deutlich nach unten drücken. Nach dem aktuellen Experiment dürfte die Born'sche Regel jedenfalls gelten und die Quantenmechanik nicht ins Wanken geraten. Die Suche nach der Weltformel geht damit weiter.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • Herr Ober, bitte einen Raumzeit - Auflauf,...

    neutrino, vor 665 Tagen, 12 Stunden, 34 Minuten

    oder das fraktale Quantenuniversum (Spektrum der Wissenschaft)
    http://www.schattenblick.de/infopool/natur/physik/npfor599.html

    natürlich nur reine Spekulation, aber wenn z.B. die kleinste Entität (Elementarteilchen, od. noch kleiner unter 10^-34 m, als die kleinste RaumZeit - Informations - Struktur) nur ein unermesslich winzigen Teil eines dynamischen hyperdimensionalen Hologramms darstellt, worin jedes Teilchen mit allen anderen Teilchen eine permanente Wechselwirkung aufrecht erhält, und womöglich seine innere fraktale Natur selbstorganisierend unter Beobachtung bewusster Entitäten höchst komplex sich gegenseitig unterhält, quasi seit Urzeiten zu einem unbekannten Omegapunkt zustrebend,...und gerade jetzt wie es scheint sind wir an einem aufregenden Wendepunkt des derzeitigen physikalischen Weltbildes angelang, vielleicht ahnen bereits einige Physikeliten wohin der Weg wohl gehen wird,...naja ich bin auch nur ein Beobachter, ein Hologrammsplitter,...;-)
    http://tinyurl.com/33h2nx2
    .:.

  • ECKS-Theorie

    funkelfels, vor 666 Tagen, 19 Stunden, 15 Minuten

    Wie wärs damit, unlängst gepostet:
    http://science.orf.at/stories/1654102/

    Diese leicht veränderte alternative zur Allgemeinen Relativitätstheorie hat angeblich viel weniger Probleme mit der Quantenmechanik verheiratet zu werden. (soviel zu sozialen Metaphern im Physikalischen ;-)

  • 42!

    hosenbeisser, vor 667 Tagen, 17 Stunden, 42 Minuten

    • Mäuse!

      schaukelpirat, vor 667 Tagen, 17 Stunden, 34 Minuten

    • Zu 42

      karl273, vor 667 Tagen, 5 Stunden, 26 Minuten

      http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?27936

    • balon, vor 665 Tagen, 12 Stunden, 46 Minuten

      3,Josef!

  • sucht nur brav weiter, nach der weltformel

    sowas11, vor 667 Tagen, 19 Stunden, 55 Minuten

    einstweilen zerstört homo "sapiens" die welt, dann brauchts auch keine formel mehr...

    • na ja, die welt....

      wighag, vor 667 Tagen, 19 Stunden, 4 Minuten

      zerstören zu können ist ein bisschen größenwahnsinnig. das leben auf unserem planeten vielleicht, aber nicht leicht. aber seine eigene gattung, das wird ihm schon noch gelingen.
      die quantenphysik stört das gar nicht, sie bleibt damit wieder unbeobachtet und ist daher nach ihren eigenen regeln nicht vorhanden.
      im übrigen: sorgen haben die leut.....

    • Quantenphysik unbeobachtet

      ebenezer, vor 667 Tagen, 14 Stunden, 9 Minuten

      und damit nicht existent würde den Widerspruch auflösen. Wie immer ist unsere Anwesenheit schuld ...

    • gibts die quantenmechanik ueberhaupt ...

      slartibartfast, vor 665 Tagen, 23 Stunden, 54 Minuten

      ... wenn niemand drueber redet?