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Der Mekong Fluss

Staudämme bedrohen Riesenfische im Mekong

Die einzigartigen Riesenfische im Unteren Mekong sind nach Angaben des WWF von elf Staudammprojekten bedroht. In China, Laos, Thailand und Kambodscha seien Dämme geplant - unpassierbare Hindernisse für die meterlangen und tonnenschweren Giganten.

Umwelt 28.07.2010

Die größten Süßwasserfische

Im Mekong leben vier der zehn größten Süßwasserfische der Welt, darunter der Riesen-Stachelrochen, der bis zu 600 Kilogramm schwer und bis zu fünf Meter lang wird. Der Riesenwels bringt es auf 350 Kilogramm. "Der Mekong-Strom ist ein Fluss der Superlative. Hier leben mehr riesige Süßwasser-Fische als in jedem anderen Strom der Erde", sagte WWF-Experte Petr Obrdlik. Fische von dieser Größe seien nicht in der Lage, Staudämme zu überwinden.

Riesenfisch (Barbe oder Karpfen) mit 172cm und 102 kg
Kambodschanischer Fischer mit Riesenfisch(172 cm, 102 kg)

"Sollten die geplanten Dämme tatsächlich realisiert werden, könnte das mittel- bis langfristig zum Kollaps der Populationen führen", erläuterte Obrdlik. Wichtige Wanderrouten würden unterbrochen, die Laichgründe wären nicht mehr erreichbar.

Die Mekong-Giganten stehen laut WWF stellvertretend für ein ganzes Ökosystem, neben zahlreichen wandernden Fischarten seien auch die seltenen Irawadi-Flussdelfine von den geplanten Wasserkraftwerken bedroht. Der WWF fordert ein Bau-Moratorium, bis die Auswirkungen der Dämme auf das gesamte Mekong-Ökosystem geklärt sind. Davon würden auch die 320 Millionen Menschen profitieren, die entlang des Mekongs leben, denn Landwirtschaft und Fischerei seien auf einen vitalen und fruchtbaren Mekong angewiesen.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • warum glaub ich dem WWF kein Wort mehr?

    co2goodforlife, vor 565 Tagen, 9 Stunden, 44 Minuten

    auch wenn sie hin und wieder richtig liegen könnten.
    Was die schon an Blödsinn in die Welt gesetzt haben, vor allem beim Thema Klima, reicht für 100 Menschenleben sage ich mal.
    Übrigens werden diese Dämme gegaut, egal was der WWF davon hält. Wenn sie sich wirklich nützlich machen wollen, dann erarbeiten sie Strategien und Baummaßnahmen, welche den Fischen und den Fischern auch beim Bau der Dämme ihr Überleben sichern und jammern sie nicht immer nur werbewirksam rum, wie die Greenpisser...

    • Viel

      biomechanoid, vor 565 Tagen, 4 Stunden, 26 Minuten

      Spaß beim Versuch für so ein Trumm eine Fischaufstiegshilfe zu bauen...

    • der wwf

      mantispa, vor 564 Tagen, 11 Stunden, 19 Minuten

      muss in der heutigen medienlandschaft halt leider übertreiben - so wie hier "co2isg" meint, übertreiben zu müssen. letzterer hat allerdings "recht" mit der auffassung, dass der zug abgefahren ist, dass also dem "fortschritt" und der übervölkerung schritt für schritt immer mehr (natur) geopfert werden muss, bis allen so graust, dass es zur selbstvernichtung kommt - fürchte ich.

    • holdudiladio, vor 564 Tagen, 6 Stunden, 51 Minuten

      Mit geigneten massnahmen und restwassermengen bei ausleitungskraftwerken koennte man diesem problem sicher herr werden. Da dann aber der profit etwas niedriger ausfallen wird, bezweifle ich diese massnahmen leider...

  • derseinensenfdazugibt, vor 565 Tagen, 12 Stunden, 9 Minuten

    Ob Staudämme oder das Leerfischen der Meere ist identisch. Wenn es keine Fische (oder kaum) mehr welche gibt, braucht es auch keine aufwendigen Treffen (Streit um Fangqoten "nicht" festlegen zu wollen.

  • solidstate, vor 565 Tagen, 13 Stunden, 9 Minuten

    Aus der Donau hat man den heimischen "Riesenfisch" Hausen durch Kraftwerksbauten längst vertrieben.

    • mantispa, vor 565 Tagen, 12 Stunden, 4 Minuten

      der war wirklich tonnenschwer - für die mekongfische bezweifle ich es. nicht bezweifle ich, dass es dort sehr groß werdende arten gibt, die jetzt dank industrialisierung verschwinden müssen.