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Spaniel auf einer Wiese

Der kooperative Wolf

Das zweite "Canine Science Forum" an der Universität Wien warf dieser Tage einen wissenschaftlichen Blick auf den "besten Freund des Menschen". Co-Organisator Kurt Kotrschal erklärt in einem Interview, ob Hunde ein Gewissen haben, was Hunde vom Wolf unterscheidet - und warum sie so gut zu uns Menschen passen.

Verhaltensforschung 29.07.2010

science.ORF.at: Wie domestiziert ist eigentlich unser Haushund im Vergleich zum Wolf ?

Kurt Kotrschal: Es besteht kein Zweifel, dass unser Haushund - und da gibt es ja viele verschiedene Sorten - die domestizierte Form des Wolfes ist. Es gibt dazu genetische Befunde aus Skandinavien, die zeigen, dass sich Wölfe zum ersten Mal vor etwa 10.000 bis 16.000 Jahren im Gebiet des heutigen Zentralchina enger mit Menschen assoziierten. Wenn man gleich sozialisierte Hunde und Wölfe an der Leine führt, zeigen sich aber die Unterschiede.

Wölfe haben viel stärker ihren eigenen Kopf und legen weniger Wert darauf, uns zu gefallen. Sie sind auch kreativer im Lösen von Problemen. Der Haushund ist zwar nicht dümmer geworden, aber er hat sich auf die Kooperationsfähigkeit mit dem Menschen spezialisiert.

Welche speziellen Eigenschaften haben Hunde entwickelt, über die Wölfe nicht verfügen?

Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal mit jungem Hund auf dem Arm

Kurt Kotrschal ist Verhaltensbiologe an der Universität Wien und Direktor der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle für Ethologie, Grünau. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sozialmechanismen und soziale Kognition, Hormone und Verhalten, sowie Mensch-Tier-Beziehung.

Hunde und Wölfe unterscheiden sich eher durch quantitative Ausprägung von Verhaltensneigungen. Hunde sind viel stärker auf Kooperation mit dem Menschen ausgerichtet und auf Aufmerksamkeit. Eine Theorie ist, dass Hunde aufgrund der Domestikation instinktiv die Fähigkeit entwickelt haben, die Hinweise von Menschen zu nutzen. Das können zum Beispiel Zeigegesten sein. Ein anderer theoretischer Ansatz sieht das eher als Nebeneffekt der Selektion auf Zahmheit.

Wir wissen also noch nicht genau, warum Hunde so gut mit uns kooperieren können. Dazu wird aktuell am Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn gearbeitet. Wir streben es erstmals auf der Welt an, identisch aufgezogene Hunde und Wölfe miteinander zu vergleichen. Unser Ziel ist es, kausale Antworten darauf zu finden, wo die Unterschiede in den geistigen Mechanismen von Wölfen und Hunden liegen, und was diese geistigen Mechanismen in der Organisation der Kooperation sind.

Weshalb ist gerade aus Mensch und domestiziertem Wolf so ein Erfolgsmodell geworden?

Tatsächlich werden Hunde als Sozialgefährten immer wichtiger. Die Ausgaben für Hunde wachsen besonders im städtischen Bereich pro Jahr um derzeit 5 Prozent. Menschen und Wölfe haben gemeinsam, dass sie Kooperationstiere sind. Wir unterscheiden uns in dieser Hinsicht viel stärker von Schimpansen als von Wölfen.

Überspitzt formuliert sind unsere nächsten Verwandten eher autistische Machiavellisten, während Wölfe sehr gruppenbezogen sind. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum Wölfe und Menschen zusammengekommen sind.

Wölfe kooperieren bei der Verteidigung der Grenzen des eigenen Clans, bei der Aufzucht von Jungen und bei der Jagd parallel zu Menschen. Anhand dieser Tiere können wir also auch wesentliche biologische Grundzüge von Kooperationsverhalten allgemein untersuchen.

Hunde lernen vom Menschen durch Belohnung und Bestrafung. Können die Tiere tatsächlich einen kausalen Zusammenhang dabei knüpfen?

Diese einfachen Lernmechanismen sind universell. Auch beim Menschen besteht ein großer Anteil aus assoziativem Lernen, also dem Verknüpfen von unterschiedlichen Reizen und deren emotionaler Bewertung.

Als Hund muss ich mir keine Gedanken darüber machen, ob sich das Herrl freut oder nicht. Das heißt aber nicht, dass Hunde reine Reiz-Reaktions-Maschinen sind. Nehmen wir an, ich habe zwei Blumentöpfe. Unter einem liegt Futter, unter dem anderen nicht. Wenn ich nun auf den Topf mit dem Futter zeige, kann der Hund gelernt haben, dass meine Zeigegeste relativ verlässlich damit assoziiert ist, dass er Futter findet, wenn er ihr folgt.

Er kann sich aber auch denken, ach wie nett, mein Herrl weiß, wo das Futter ist und beabsichtigt, mir das zu zeigen. Das sind zwei ganz unterschiedliche Interpretationsebenen. Die zweite wäre eine hochkomplexe soziale Kognition. Der Hund wäre fähig, sich in emotionale und gedankliche Zustände des Menschen zu versetzen und zu wissen, was ich will. Wissenschaftlich ist man da noch an keinem Ende angelangt.

Die Wahrheit scheint aber in der Mitte zu liegen: Hunde dürften eine gut entwickelte soziale Kognition besitzen, sie jedoch nicht immer anwenden können.

Wenn Hunde auf Deutegesten reagieren, können sie diese auch bewusst selber einsetzen?

Hunde können natürlich fragen. Schon Welpen ohne Vortraining können sich nach dem Menschen umdrehen, wenn sie ein Problem nicht lösen können, und dann wieder in Richtung des Problems schauen - eine verschlossene Tür zum Beispiel.

Ungarische Forscher um Adam Miklosi gehen davon aus, dass Hunde sich weitgehend an die menschliche Umgebung angepasst haben. Dafür spricht, dass man Hunde darauf trainieren kann, auf Kommando etwas nachzuahmen, das sie beim Menschen gesehen haben, z.B. eine bestimmte Körperhaltung.

Das nennt man einen "Do as I do"-Versuch. Der springende Punkt ist, dass Hunde das Prinzip des Kommandos erkennen. Wenn man ihnen also eine Handlung vormacht, die sie vorher noch nie trainiert haben und dann das Kommando gibt, können sie diese Handlung nachahmen.

Wenn Hunde in gewissem Grad über eine "Theory of Mind" verfügen, wie sieht es dann zum Beispiel mit Schuldgefühlen aus, die Hundebesitzer häufig beschreiben?

Der Streit, ob Hunde ein schlechtes Gewissen haben können, brandet schon lange hin und her. Es überwiegt eher die Meinung, dass die typische Körperhaltung und der Blick des Hundes, nachdem er etwas Verbotenes getan hat, eine Reaktion auf die Körperhaltung und Reaktion des Menschen ist.

Allerdings gibt es eine Arbeit von Friederike Range von der Universität Wien, bei der zwei Hunde untersucht wurden, die es gewohnt waren, die Pfote zu geben. Wenn beide das ohne Belohnung taten, war alles in Ordnung. Wurde aber der eine belohnt und der andere nicht, gab der Nichtbelohnte nach wenigen Versuchen nicht mehr die Pfote. Kontrollexperimente haben gezeigt, dass die einzige Erklärung die Anwesenheit des belohnten Partners ist. Hunde sind offenbar in der Lage zu erkennen, wenn sie ungerecht behandelt werden.

Das hat praktische Auswirkungen: Wenn man weiß, dass Hunde Ungleichbehandlung erkennen können, ist es problematisch den Hund zurückzusetzen, wenn beispielsweise ein Kind ins Haus kommt.

Insofern würde ich es auch nicht ausschließen, das Hunde wissen, was erwünscht ist und was nicht, und dass ein gewisses Bewusstsein über Fehlverhalten vorhanden sein kann. Problem ist bisher, das einwandfrei zu zeigen.

Gibt es zum Verhalten von Hunden auch aktuelle neurowissenschaftliche Erklärungen?

Unterschiede im Aggressionsverhalten und in den Temperamenten zwischen unterschiedlichen Rassen werden durchaus immer stärker in Zusammenhang mit dem Transmitterstoffwechsel im Gehirn gebracht.

Die Basis ist dabei immer, dass es sich um exakt die selben Mechanismen handelt wie beim Menschen. Mit sozialen Tieren, wie eben Hunden, lässt sich da der Vergleich viel leichter anstellen als beispielsweise mit Mäusen. In Bezug auf die Erforschung sozialer Hirnfunktionen werden Hunde in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen.

Interview: Tobias J. Körtner, science.ORF.at

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Forum

 
  • es gibt solide informationen

    ruflinger, vor 562 Tagen, 20 Stunden, 57 Minuten

    vielleicht kümmerst du dich einmal um so etwas.
    richtig mag ja sein, dass dir gewisse abricht-allüren der menschennicht einleuchten - mir auch nicht. andere wieder sind sinnvoll. cu!

    • gehörte zu tiger;

      ruflinger, vor 562 Tagen, 20 Stunden, 42 Minuten

      zu seiner darstellung wären details interessant.

  • Der Hund

    tiger42, vor 562 Tagen, 23 Stunden, 58 Minuten

    1. Der Hund ist ein durch den Menschen gebrochenes Wesen.
    2.Die Abhängigkeit des Hundes vom Menschen wird ihm täglich durch die Futtergabe demonstriert.
    Diese 2 elementaren Fakten gehören einmal deutlich ausgesprochen.

    • smith, vor 562 Tagen, 23 Stunden, 16 Minuten

      schon mal hunde erlebt die frei leben, ohne besitzer?
      man darf wirklich nur sehr wenig anhnung haben um hunde als gebrochene wesen oder abhängig zu betrachten.
      wäre lustig wenn tiger sein wissen einmal einem rudel dingos erklären würde :-)

    • "gebrochen" ist übertrieben.

      mantispa, vor 562 Tagen, 16 Stunden, 12 Minuten

      es gibt sicher nicht artgerecht lebende h.
      aber generell das zu behaupten wäre falsch. der wolf von einst hat sich damals übrigens uns "freiwillig" angeschlossen. die meisten sind eh noch recht eigenwillig.

  • was unterscheidet sie...

    ironimo, vor 563 Tagen, 31 Minuten

    auf der einen Seit die Entartung, das Paradox
    dass der Mensch die Natur schändet und den
    Hund zum Gefährten macht. Und der Wolf als
    ein Relikt aus einer Zeit wo das Lebewesen
    noch seinen angestammten Platz hatte.
    Dass beinahe jeder Hundehalter ein soziales
    Defizit aufzuweisen hat ist ja kein Geheimnis
    und verbirgt sich halt hinter der Fassade der
    vermeintlichen Tierliebe. Dass die Beziehung
    Mensch und Hund auch positive Aspekte hat
    bestreitet ja niemand, nur die Wahrheit darf
    im Sinne von Veränderung ja an das Licht.

    • smith, vor 562 Tagen, 23 Stunden, 8 Minuten

      deine angst und ablehnung von hunden ist recht entlarvend.
      gebissen worden oder von natur aus ängstlich?

  • molekühl, vor 563 Tagen, 9 Stunden, 55 Minuten

    Biologisch betrachtet ist der durchschnittliche Haushund einfach ein Parasit, der sich erfolgreich in das soziale Kommunikationssystem des Homo sapiens eingeklinkt hat. Sowas gibts in der Natur bei sozial lebenden Arten öfters, genauso wie auch die Entartung, dass dann der artfremde Parasit gegenüber dem eigenen Nachwuchs bevorzugt wird. Nur ist halt der Mensch zu eitel zuzugeben, dass er für einen schwanzwedelnden, treu-blickenden Schmarotzer den dummen Wirt macht.

    • @molekühl: deine üblichen frech-falschen aussagen halt ...

      eyeinthesky1, vor 563 Tagen, 3 Stunden, 54 Minuten

      denn, wenn man vorurteilsfrei hinsieht, was eigentlich eine wesentliche grundeigenschaft intellektueller betrachtung ist (und du eben nie tust), stellt man fest, daß es sich um eine "handfeste" symbiose handelt: denn selbst, wenn man den wirt nur für´s treu blicken macht, dann gibt einem die aufheiterung durch den hund offenbar so viel, daß man dafür locker bereit ist, den hund zu füttern.
      Es gibt aber auch noch viel deutlichere symbiose-mechanismen zwischen mensch und hund, nämlich dann, wenn der hund als therapiehund (mit enormen, belegbaren erfolgen), suchhund, blindenhund, begleithund für motorisch behinderte, wachhund, od. polizeihund (und die liste ließe sich noch lange fortsetzen) eingesetzt wird. Ich würde meinen, daß es einen ordentlichen symbiontischen mechanismus für den menschen bringt, den hund hierfür zu füttern. Und, daß man das – ohne jegliche frage des stolzes – unumwunden zugeben kann …

    • missgunst gegenüber tieren, was für ein kleingeist.

      smith, vor 563 Tagen, 1 Stunde, 36 Minuten

      dass molekühl das ernähren von haustieren in den bereich des parasitären stellt, zeigt eine schwere bereinträchtigung, normale zusammenhänge zu erkennen.

    • die Nachbarn....

      ironimo, vor 563 Tagen, 57 Minuten

      ein Ehepaar schon betagt, die Jungen
      so in der Mitte des Lebens. Beide
      Paare mit Hund. Die Spannung unter
      den Leuten ist geradezu spürbar und
      gesprochen wird auch nur mehr was
      halt sein muss und was einem stört.
      Aber wären da nicht die beiden
      Hunderl die noch gehätschelt werden,
      man könnte meinen, der arme Mensch
      hat sein soziales Verhalten, seine
      Bereitschaft liebevoll miteinander
      umzugehen, den Tieren überlassen.
      Gar ein Armutszeugnis der Moderne,
      oder die Zeit der Neurosen?

    • naja

      mclord, vor 563 Tagen, 11 Minuten

      Immer noch besser als das was ein MENSCH Biologisch ist.
      Denn der Mensch beutet die ganze Erde aus, und wenns so weiter geht auch andere Planeten.

      Also....was is schlimmer?

      Ein HOCH auf den Hund ;)
      Und klar, wir tun sie bewirten. Aber wo is das Problem dabei?
      WIR bewirten auch viele Sozialhilfe-Schmarozer (die, welche es ausnutzen) und Knastbrüder. WIR zahlen für EuroFighter die keiner haben mag.
      Warum also nicht einen Hund der uns seelisch wenigstens GUT tut?
      Da zahl ich für den Hund viel lieber. Weil da hab "ich" selbst was davon.

      lg

    • Neurose und Armutszeugneis

      tiger42, vor 563 Tagen, 8 Minuten

      Scheint mir ein sehr vernünftiger Kommentar zu sein

    • Parasit

      tiger42, vor 563 Tagen, 5 Minuten

      molekühl kennt die Definition von Parasit nicht.

    • na ja:

      mantispa, vor 562 Tagen, 16 Stunden, 6 Minuten

      hund als "parasit" - ist auch mal eines bedenkens wert - warum nicht.
      aber unter den menschen gibts viel entschiedenere parasiten.

  • am ersten Blick kennt man die Schäfer

    originalerbonanzaadama, vor 563 Tagen, 10 Stunden, 5 Minuten

    eh nicht von den Wölfen auseinander.

    • molekühl, vor 563 Tagen, 10 Stunden, 3 Minuten

      Lange keinen Wolf mehr gesehen?

    • also, das was die im Fernsehen gezeigt haben

      originalerbonanzaadama, vor 563 Tagen, 8 Stunden, 46 Minuten

      da mit den schwer erziehbaren Kindern einmal, die was zur Therapie geschickt haben in die Staaten, hat gezeigt, dass da die Wölfe gmütliche Viecher sind, die sich nicht einmal hintrauen zu die Kinder.

      Und die Idioten von Trainern haben denen wirklich noch eingeredet, dass die das spüren, wenn die aggressiv sind und deswegen nicht kommen.

      Jedenfalls waren die Viecher nur ein wenig mehr grau angefärbt, die Schäfer haben mehr Schwarz. Aber notfalls könnte man ja mit Haarfarbe bei den Wölfen nachhelfen...

    • iggi, vor 563 Tagen, 5 Stunden, 28 Minuten

      "was die im Fernsehen gezeigt haben ... hat gezeigt"

      Hm.

  • Heisst zwar Konrad-Lorenz Forschungsstelle

    chrilly, vor 563 Tagen, 12 Stunden, 30 Minuten

    hat aber anscheinend inhaltlich nicht mehr viel mit Konrad Lorenz zu tun. Was kein Nachteil ist.
    Für Lorenz waren Hunde noch geistig degenerierte und in der Pubertät steckengebliebene Wölfe.
    Genaugenommen sind laut Lorenz die meisten Hunderassen degenerierte Schakale. Es dürfte aber weitgehend geklärt sein, dass der Hund vom Wolf abstammt.

    • die sucht, alles

      mantispa, vor 561 Tagen, 17 Stunden, 12 Minuten

      nach berühmtheiten zu benennen, die sich nun nicht mehr gegen wehren können, ist zwar gegeben, aber beim k.-l.-institut trifft der vorwurf nicht. k. l. war naturwissenschaftler, der wusste schon, dass er jeden morgen eine seiner lieblingsthesen auffressen sollte (wenn ers oft auch nicht getan hat). also lorenz war meist in ordnung, und kotrschal ist es auch.

  • und der Unterschied

    lena47, vor 563 Tagen, 14 Stunden, 20 Minuten

    zwischen Haustier und wildlebendenm Tier wird sich auch nie ändern.

    • könntest du das bitte

      schleimpilz, vor 563 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten

      genauer erklären?; denn es besteht noch die möglichkeit, dass du recht hast;
      danke;
      mfg

    • @schleimpilz

      lena47, vor 562 Tagen, 22 Stunden, 17 Minuten

      wenn Du bitte und danke sagst, kann ich wohl kaum nein sagen, obwohl ich nicht ganz verstehe, warum dies einer Erklärung bedarf.

      Also kurz zum Unterschied zw. Wolf und Hund.
      Vom Haushund kann ich gar nicht alles aufzählen, es würde den Rahmen sprengen. Desweiteren für was Hunde alles eingesetzt werden, Lawinenhund, Blindenhund u.u.u.

      Wölfe dagegen, hat man bis heute noch nicht für solche Zwecke domestiziert, die sind bis heute wildlebende Tiere geblieben, obowohl sie Äußerlich bestimmten Hunden sehr ähneln.

      Hoffe alles klar. mfg

    • leider ist damit noch nicht allers erklärt;

      schleimpilz, vor 562 Tagen, 12 Stunden, 27 Minuten

      du gebrauchst da in deiner antwort den begriff domestikation; könntest du mir bitte genau verdeutlichen/beschreiben was domestizieren meint/ausmacht und dann in bezug zu deinen aussagen oben setzen?;
      danke,
      mfg

    • lena47, vor 561 Tagen, 18 Stunden, 2 Minuten

      okay, versuche zu konkretisieren.
      Wie oben steht, besteht kein Zweifel darüber, daß unser Haushund die domestizierte Form des Wolfes ist.

      Das beantwortet aber nicht die Frage, warum es heute nicht genauso möglich ist, Wölfe so zu domestizieren, daß sie sich gesuso verhält wie Hunde.

      Weil sich Hunde eben durch qualitative Ausprägung von Verhaltungsneigungen und Kooperation mit dem Menschen, auszeichnen.

      Man könnte daher umgekehrt auch zur Schlußfolgerung gelangen, daß eben Hunde schon von Anfang an Haustiere waren und der Wolf eben immer schon ein wildlebendes Tier, genauso wie heute, und daß sich im Laufe der Jahre da eigentlich nicht viel geändert hat, außer daß sich innerhalb von Hunden eine große Vielfalt (Form Farbe und Größe) entwickelt hat, was man eben vom Wolf nicht gerade behaupten kann.

    • lena47, vor 561 Tagen, 18 Stunden, 1 Minute

      corr. Tippfehler...daß sie sich genauso verhalten wie Hunde.

    • also unterhalten wir uns noch ein wenig weiter,

      schleimpilz, vor 561 Tagen, 12 Stunden, 35 Minuten

      du sagst: der hund ist die domestizierte form eines wolfes!;
      soweit kann ich folgen, wieder der begriff domestizieren?, lesen wir doch einmal gemeinsam was wikipedia dazu sagt: http://de.wikipedia.org/wiki/Domestizierung ; ok? - gelesen?;
      und jetzt betrachte ich/wir noch einmal
      1.deine unbeantwortete frage:
      du meinst, es ist heute nicht mehr möglich, ein wildtier (wie es beim wolf war), zu ´fangen´ und es über viele generationen hinweg auf ein ´qualitative ausprägungen´, wie verhaltensneigungen, grösse, form, …, hin weiter zu züchten; warum sollte das nicht mehr funktionieren?
      und
      2.bei der umgekehrten schlussfolgerung zu deinem ´der hund ist ein domestizierter wolf:
      kommst du sprunghaft zu dem ergebnis: der hund war von anfang an schon ein haustier und der wolf ein wildtier;
      sorry, aber wie kommst du, logisch, stufe für stufe, von deinem oben gesagten, zu deiner unteren aussage?;
      mfg

    • lena47, vor 561 Tagen, 12 Stunden, 4 Minuten

      damit kein Mißverständnis entsteht...
      die zweite Zeile ist ein Zitat von Kurt Kortschal, wiederhole: das kein Zweifel darüber besteht, daß unser Haushund die domestizierte form des Wolfes ist, steht im zweiten Absatz, bitte nachsehen!!!
      (Ich habe verkürzt geschrieben, "wie oben steht", dadurch ist leider der Widerspruch entstanden, tut mir leid!)
      Ich offe alles klargestellt zu haben,danke für den Hinweis. mfg

    • damit

      schleimpilz, vor 561 Tagen, 11 Stunden, 50 Minuten

      hast du aber die 3 fragen noch nicht beantwortet,
      wäre nett, wenn die noch folgen würde?
      mfg

    • lena47, vor 561 Tagen, 11 Stunden, 47 Minuten

      sorry, wieder Tippfehler Kurt Kotrschall zweiter Absatz ganz oben.

    • lena47, vor 560 Tagen, 20 Stunden, 6 Minuten

      okay, nochmals von vorn, damit ich mich nicht im Kreis drehe...
      Nach bisherigen Erkenntnissen und allen wissenschaftl. Publikationen und pers. Recherchen bin ich (noch) nicht davon überzeugt, daß der Hund eine domestizierte Form des Wolfes ist.....
      sondern...
      neige eher zur Schlußfolgerung, daß der Hund von Anfang an ein Haustier war (vereinfacht ausgedrückt von seiner Erbanlage her, genetisch vorprogrammiert, Verhaltsnsweisen und Fähigkeiten zu entwickeln, sich Menschen anzupassen und dem Menschen nützlich zu sein).
      und
      infolge auch der Wolf von Anfang an ein wildlebendes Tier war, genauso wie heute noch, und daher selbst durch Domestizierung und künstl.Züchtung nie die gleichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen eines Hundes entwickeln wird (können).
      Hoffe sehr, diesmal alles klar.
      mfg

  • Den überwiegenden Anteil der Menschen ab einem gewissen Alter,

    alfredsinnegger, vor 563 Tagen, 14 Stunden, 59 Minuten

    kann man heutzutage verbal so weit konditionieren, dass sie Kinder aber auch Erwachsene, so behandeln, wie das wünschenswert ist. Das Wort, die Sprache und verstehen des Vermittelten, hat sicher ganz wesentlich zur menschlichen Fähigkeit beigetragen, tierisches Verhalten unter Kontrolle zu haben und sich menschlich im positiven Sinn zu verhalten. Gerade deshalb scheint es mir essentiell zu sein, in Zusammenlebensformen, sei es Familie, Kindergarten, Schule, Betrieb, Seniorenheim oder Staat, sprachliche Entgleisungen hintan zu halten und zu unterbinden, weil die Nichtunterbindung verbaler Entgleisungen immer die Gefahr späterer sonstige Entgleisungen in sich birgt.

  • Bemerkenswert habe ich die Schilderung einer Bauernfamilie über das beobachtete...

    alfredsinnegger, vor 563 Tagen, 15 Stunden, 2 Minuten

    ...Verhalten von Ratten

    Sie berichteten, dass im Hühnerstall ständig zum Umrühren des Hühnerfutterbreis verwendete Gegenstände verschwunden sind. Als mein ein engmaschiges Drahtgitter um den Bereich der Hühneraufenthaltsflächen anbrachte und kein Zugang (zum Futter) mehr möglich war, haben die Ratten, nach und nach sämtliche Gegenstände wieder zurückgebracht und vor den Hühnerstall abgelegt. Das schien mir zumindest eine bemerkenswerte Verhaltensweise zu sein.

    • ein wahnsinn

      iggi, vor 563 Tagen, 5 Stunden, 18 Minuten

      wie intelligent ratten sind, nehmen gegenstaende zum futterumruehren mit nach hause damit sie dort weiterruehren koennen im fressen. wie sie das fressen zum weiterruehren in ihr loch bekommen haben? vermutlich mit einem schlauch den sie an die melkmaschine angeschlossen haben. alternative erklaerung: man hat dir einen teddybaeren aufgebunden.

    • Ratten

      tiger42, vor 562 Tagen, 23 Stunden, 52 Minuten

      Würde mich interessieren, ob die Ratten die Gegenstände auch abgewaschen haben

    • Nein. Die wurden mitgenommen, weil Futterreste dran waren.

      alfredsinnegger, vor 562 Tagen, 22 Stunden, 18 Minuten