Standort: science.ORF.at / Meldung: "USA: Wildwuchs von genmanipuliertem Raps"

Rapsblüte im Gegenlicht

USA: Wildwuchs von genmanipuliertem Raps

Forscher haben festgestellt, dass sich genmanipulierte Pflanzen offensichtlich schon seit längerem in der freien Natur Amerikas verbreiten. Demnach weisen bereits 80 Prozent der untersuchten Pflanzen manipulierte Genstrukturen auf.

Gentechnik 06.08.2010

Zum ersten Mal seien genmanipulierte Pflanzen in den USA in der freien Natur entdeckt worden. Ein Team der University of Arkansas in Fayetteville hatte wild wachsenden Raps auf mögliche Spuren von Genmanipulation untersucht. "Das Ausmaß der Verbreitung ist beispiellos", sagt Cynthia Sager, Ökologin und Chefin des Teams zum Wissenschaftsmagazin "Nature".

Die Wissenschaftler haben entlang von Straßen in North Dakota wild wachsenden Raps gesammelt. Die Untersuchung ergab, dass mehr als 80 Prozent der Pflanzen so genannte Transgene enthielten. Diese Transgene machen den Raps resistent gegen Unkrautbekämpfungsmittel. Von den circa 80 Prozent positiv getesteten Gewächsen waren etwas mehr als die Hälfte gegen das Unkrautmittel "Roundup" resistent, die andere Hälfte gegen "Liberty". Die Forscher fanden sogar zwei Pflanzen, die gegen beide Mittel immun waren.

Auswirkungen unklar

Die Entdeckung von Raps, der gegen mehrere Wirkstoffe resistent ist, bezeuge die Tatsache, dass sich genmanipulierte Pflanzen schon länger frei durch die Natur bewegen. Weitere Studien seien nötig, um die möglichen Auswirkungen abzuklären. Die multiresistenten Gewächse könnten allerdings zum Unkrautproblem für die Landwirte werden.

Laut "Nature" wird in den USA seit 1990 mit genmanipulierter Saat gearbeitet. Seither hat sich der Staat zum weltweit größten Produzent von genmanipulierten Gewächsen entwickelt. 46 Prozent der weltweiten Anbaufläche befinden sich dort.

Andere Sichtweise in Europa

In der EU wird der Anbau von genmanipuliertem Gewächsen strenger reguliert. Bisher galt eine Erlaubnis des genmanipulierten Anbaus nur für bestimmte Sorten von Erdäpfeln, Zuckerrüben, Sojabohnen, Raps, Baumwolle und Maisprodukte. Alle Produkte müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Aber auch wegen der insgesamt geringen Anbaufläche von genmanipuliertem Obst und Gemüse ist die Gefahr von wilden genmanipulierten Pflanzen weit geringer als in den USA.

Das fragliche EU-Gesetz könnte jedoch bald geändert werden. Alle Mitgliedsstaaten sollen in Zukunft selbst entscheiden dürfen, ob sie den Anbau von genmanipulierten Obst und Gemüse zulassen wollen. Österreich hat bei dieser Entscheidung eine Vorreiterrolle übernommen.

science.ORF.at/APA

Mehr zu dem Thema:

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

 
  • ich halte aber genmanipulierte

    mantispa, vor 1018 Tagen, 21 Stunden, 26 Minuten

    pfl. unter wildbedingungen für ungefährlich, weil sie eh der natürlichen auslese unterliegen. die verschwinden oder passen sich weiter an. schädlich für die umwelt können sie nur kurzfristig sein (etwa für bienen - da muss man halt monsanto zur kasse bitten wie bp im golf - hoffentlich!).

  • Super

    sensortimecom, vor 1019 Tagen, 8 Stunden,

    Alsdann wird Monsanto bald Lizenzgebühren für die gesamte freie Natur verlangen können. Wie schön, wenn man ein so gutes Patent hat ;-)

    Wie heißt es so schön in der Bibel:
    Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist und erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht geworfelt hast. (Matt. 25:24) ;-)))

  • @"iggi": Wer einfach leichtgläubig und blind vertrauend die Lügen

    ohodombo, vor 1020 Tagen, 18 Stunden, 11 Minuten

    von Monsanto nachbetet, sollte sich zumindest zurückhalten, in dieser oberflächlichen Arroganz jene zu verunglimpfen, die sich aus gutem Grund seit Jahren Sorgen machen. Dieser Menschenschlag, der nichts als seine höchstpersönliche und unhinterfragte momentane Sattheit verfolgt, der über die Zeit und Möglichkeiten verfügen würde, sich seriös zu informieren, hat logischerweise nicht das geringste Interesse an irgendeiner Irritation in seinem verträumt blauäugigen Weltbild! - Und genau dieser Menschenschlag ist es, für den dieser unglaubliche Begriff "Substantielle Äquivalenz" erfunden wurde...

    • wer hier luegt ist die redaktion

      iggi, vor 1020 Tagen, 4 Stunden, 45 Minuten

      mit ihrer viel zu allgemeinen statement auf der uebersichtsseite:
      "Forscher haben festgestellt, dass sich genmanipulierte Pflanzen offensichtlich schon seit längerem in der freien Natur Amerikas verbreiten. Demnach weisen bereits 80 Prozent der untersuchten Pflanzen manipulierte Genstrukturen auf."

      wenn man dann genau liest woher diese 80% herkommen (naemlich aus einem intensivsten industriepflanzenanbaugebiet am strassenrand) dann sieht die sache - fuer den wissenschaftlich/numerisch grundgebildeten zumindest - schon sehr anders aus.

      wer aber noch nie die niederproduktiven agrarflaechen in der dritten welt gesehen hat, wo kinder mit der hand saeen, ernten und unkraut rupfen, oder wem das egal ist, der soll ruhig gegen moderne landwirtschaftsverfahren schimpfen, ist schliesslich das privileg des satten westens.

    • iggi, vor 1020 Tagen, 4 Stunden, 20 Minuten

      bitte wo 'bete ich eine monsanto-luege nach' ? diese debatte ist nicht mehr irrational, das ist schon irre-rational.

    • freiwelt, vor 1019 Tagen, 17 Stunden, 44 Minuten

      sie geben exakt die argumente des monsanto manns im originalartikel wieder.

      und ja, gv pflanzen beenden dann die arbeit am feld in entwicklungslaendern, und zwar total, da diese pflanzen sich allein fuer den grossanbau rentieren: also riesenbetriebe mit viel maschinen und kapitaleinsatz - siehe (weil sie ja so weit gereist sind) argentinien, brasilien. da rupft dann niemand mehr unkraut, gibt auch keine kleinbauern mehr, weil niemand ausser ein paar grossgrundbesitzern boden hat und der rest ein schoenes leben im slum hat.

    • iggi, vor 1019 Tagen, 17 Stunden, 5 Minuten

      wenn ich (unwissentlich) die argumente des monsanto-mannes wiedergebe, dann moeglicherweise weil es - auf gewisser ebene zumindest - ein logisches argument ist :-)
      grossanbauflaechen sind nicht notwendigerweise vorausbedingung fuer genverbesserten anbau, die regierungen indiens, china und mexiko's zb. arbeiten fleissig an genverbesserten produkten fuer alle ebenen landwirtschaftlicher produktionseinheiten.

    • freiwelt, vor 1019 Tagen, 16 Stunden, 37 Minuten

      tatsache ist: heute und seit ueber zehn jahren ist das aber doch so: gv = inudtrielle landwirtschaft. und das ist keineswegs gut fuer die entwicklungslaender. aber auch ok, wenn sie eingestehen, dass sie industrie argumentation teilen. es gibt wohl niemanden, der von dieser glaubt, sie stuende nicht in deren kommerziellen interesse

    • jedi, vor 1019 Tagen, 5 Stunden, 15 Minuten

      ja, die menschen in der 3. welt haben unheimlich viel davon, wenn eine pflanze gegen hochentwickelte insektenvernichtungsmittel oder unkrautvernichtungsmittel resistent sind. Die pflücken dort nämlich mit der hand, die herbizide bringens dann aber mit dem traktor oder flugzeug aus....

      mann, was für ein schwachsinn!!!

      Um den hunger in der 3. welt zu beenden braucht es keine neuen wundersorten, sondern ein ende der subventionierten agrarexporte der 1. welt und low-tech sorten für die 3. welt, welche ohne dünger auskommen und aus deren früchte man wieder samen für die nächste saat gewinnen kann

    • ja - aber dann muss man auch in

      mantispa, vor 1018 Tagen, 21 Stunden, 35 Minuten

      kauf nehmen, dass dort viele verhungern, weil sie das land gar nicht ernähren kann. diess länder sind nun mal übervoelkert.

  • North Dakota

    iggi, vor 1020 Tagen, 20 Stunden, 37 Minuten

    ist eines der beiden Hauptrapsanbaugebiete der USA. Da fahren die Wissenschaftler also durch so ein Rapsanbaugebiet und untersuchen Pflanzen am Strassenrand ... wo das Zeug von den Trucks runtergeweht wird, oder es sich um Feldraine oder Felder handelt. Was ist die Aussage von 80%? Unklar bis Null.

    Aber Hauptsache, Lesestoff zum Heulen: gegen Firmen, gegen die westliche Industriegesellschaft, gegen die menschliche Spezies. Fachahnung von nichts, aber viel Umweltsensationsschrott gefernseht und jetzt vermeintliche Experten in den grossen Zusammenhaengen.

    • freiwelt, vor 1020 Tagen, 20 Stunden, 13 Minuten

      scheint eher hauptsache sie koennen wieder mal geifern. unbeabsichtigte ausbringung erklaert doch keine 80 prozent! dass bei raps auskreuzung von transgenen moeglich ist - im gegensatz zu mais, der ausser in mittelamerkika keine verwandten in der freien wildbahn hat - ist hinlaenglich bekannt. dass ferner wilder raps, der in dem hauptanbaugebiet fuer gm raps ja ebenfalls massiv besagten herbiziden ausgesetzt ist und daher einen selektionsvorteil durch die resistenzen hat, versteht sich ebenfalls. also wo ist das problem?

    • es geht um den

      iggi, vor 1020 Tagen, 19 Stunden, 49 Minuten

      sogenannten samplespace fuer stichproben. dass in einem derart intensiven anbaugebiet 80% gegenverbesserte pflanzen gefunden werden ist doch kein wunder. ja, die farmer verwenden lieber genraps, wieso sind also 80% ein problem? was sagt uns die 80% ? nichts.

    • freiwelt, vor 1020 Tagen, 19 Stunden, 22 Minuten

      neu ist, dass dies die erste empirische studie ist, die zeigt dass gm raps, dort wo er angebaut wird, massiv verwildert und/oder auskreuzt. 80 prozent beweist einen massiven selektionsvorteil. ergo bleiben die genetischen konstrukte nicht fein im monsanto produkt sondern wandern ins oekosystem aus. (bei raps) aber klar, wenn man immer eh schon immer alles gewusst hat und daher keine forschung braucht, und ueberhaupt alle anderen so dumm sind, ist das natuerlich auch wieder nur trivial. ideologien haben halt auch ihre resistenzgene

    • sampling am strassenrand

      iggi, vor 1020 Tagen, 3 Stunden, 56 Minuten

      ist nicht sampling "im oekosystem". sampling am strassenrand ist sogar ein insider-scherz unter umweltstatistikern, satelittenbild auswertern etc. weil es so unrepraesentativ ist. zb. weil, wie oben geschrieben und in unten angefuehrtem artikel bestaetigt- der wildwuchs verstaerkt durch strassentransport von raps verursacht wird. lustigerweise sind die 80% sogar nieder, wenn man bedenkt dass 90% des angebauten raps genverbessert ist.

      abschliessend: wenn, laut green-blog das einzige wirkliche problem darin besteht, dass man den ausgewilderten raps - sollte man das ueberhaupt wollen - nicht justament mit dem herbizid vernichten kann, fuer das es resistent ist, dann verstehe ich den riesenaufruhr hier nicht. ausser dass die werten mitposter jede menge andere probleme haben/finden/bereden wollen, welche mit dem artikel nichts wirklich zu tun haben.

      http://green.blogs.nytimes.com/2010/08/06/an-invader-biotech-canola/?src=mv

    • freiwelt, vor 1019 Tagen, 17 Stunden, 42 Minuten

      aber eins muss man ihnen lassen, resistenzgene sind ganz schoen wirksam

    • iggi, vor 1019 Tagen, 16 Stunden, 59 Minuten

      das problem dabei ist: gelaenge es bayer oder monsanto brav oekologisch, diese pestizidresistenz mit einem ablaufdatum zu versehen, wuerden sich alle daraueber aufregen, dass monsanto die farmer abhaengig macht von ihrem gekoppelten saat/pestizid system. schoenen sonntag.

    • freiwelt, vor 1019 Tagen, 16 Stunden, 41 Minuten

      ein problem ist das fuer die industrie. dass diese r&d investitionen und profite absichert, indem sie abhaehngigkeiten schafft, ist hinlaennglich bekannt. aber schoen, dass sie zumindest zugeben, dass die ggw praktiken offenbar nicht "brav oekologisch" sind.

  • Wenn die Verteilung von Totenköpfen auf einer Landkarte Aufschluß

    ohodombo, vor 1020 Tagen, 22 Stunden, 29 Minuten

    über die Anbauflächen von Monsanto-Produkten gibt, weil sie die Selbstmordrate dadurch ruinierter Kleinbauern statistisch erfaßt, kann man es unmöglich als Erfolg feiern, wenn die Mitgliedstaaten der EU selbst für oder gegen den Anbau genmanipulierter Feldfrüchte entscheiden dürfen. Allein die geschlossene Ablehnung dieser zerstörerischen Entwicklung durch alle Länder Europas hätte vielleicht noch eine Chance und wäre daher die vorrangigste Aufgabe der Europäischen Kommission. (Die Karte findet sich im Film auf Google Videos, der uns gestern nacht von "eudiktator" (weiter unten) empfohlen wurde.)

  • Da weiter unten wird geheult und geschrien und getobt wegen....

    walterio, vor 1021 Tagen, 3 Stunden, 1 Minute

    ...der ganzen Gengeschichte. Na und ???:
    Jetzt sind wir 7 Milliarden Menschen,
    in ein paar Jahren dann 9 Milliarden
    Die Generation, welche gerade aufwaechst wird noch die 18 Milliarden vielleicht miterleben "duerfen" !: Und Ihr glaubt doch nicht, dass das alles so weitergehen wird,bzw kann.
    Also darum nicht weinen, schreien, bruellen.
    So kann es ja ohnehin nicht weitergehen.
    (Und wird es auch nicht.) Also wenn sich der Mensch nicht selber langsam zum Ausrotten bereiterklaeren wird, dann bleiben ja eines Tages (und das geht dann langsam schnell voran...!)nicht einmal mehr Stehplaetze uebrig.

    • Blablabla...

      format, vor 1020 Tagen, 22 Stunden, 24 Minuten

      Es gibt genug Studien, Bücher und Experten, die berechnet haben, dass die Erde ohne Probleme 15-40 Milliarden Menschen ernähren könnte, und zwar auf eine umweltverträgliche Art und Weise ohne genmanipulierte Pflanzen, künstlichen Dünger usw.

      http://www.jochenolbrich.homepage.t-online.de/ErnaehrungskapazitaetErde.htm

      http://www.zeit.de/2007/12/Klima-Ernaehrung

      http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-die-agrarindustrie-die-welt-nicht-ernaehren-kann

      Usw.

    • werwennnichtich, vor 1020 Tagen, 21 Stunden, 42 Minuten

      Sind allerdings schon etwas suspekt diese links.
      So steht z.b.: Hier http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/warum-die-agrarindustrie-die-welt-nicht-ernaehren-kann

      Die weltweit produzierten Kalorien reichen etwa für elf Milliarden Menschen.

      und: Industrielle Methoden können nicht die Lösung zum Hungerproblem sein.
      Was jetzt?
      Sind genug Nahrungsmittel da oder nicht?

      Das schaut eher nach einem Verteilungsproblem aus. Da hat wohl eher der Handel ein problem.

      oder:
      Eine weitere Intensivierung der Landwirtschaft würde die Probleme, die wir schon jetzt durch Gülle-Seen, antibiotikaresistente Krankheitserreger und tierquälerische Haltungsbedingungen haben, weiter verstärken.

      Humanpathogene antibiotikaresistente Krankheitserreger werden aber hauptsächlich in Spitälern gezüchtet.
      Was sind die Probleme durch Gülle Seen?
      Eine eventuelle sinnvolle Nutzung durch eine Biogasanlage ist wohl nur bei industrieller Tierhaltung möglich. Wenn die Viecher auf der Weide stehen wirds nicht funktionieren.

      oder:
      Eine Landwirtschaft, deren Basis von Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln, schweren Maschinen und Medikamenten gebildet wird, ist energieintensiv, verursacht Umweltgifte von Treibhausgasen bis hin zu Schwermetallen und setzt die öffentliche Gesundheit aufs Spiel.

      Energieintensiv ist sie ja. Ich behaupte jetzt mal aber das die öffentliche Gesundheit in Ländern wo sie nicht getrieben wird (z.B in Zentralafrika, oder in Europa vor 150Jahren) nicht besser ist als bei uns. Ich lasse mich allerdings auch gerne vom Gegenteil überzeigen

    • du hast keine ahnung

      iggi, vor 1020 Tagen, 20 Stunden, 27 Minuten

      niemand erwartet 18 milliarden menschen, mit etwa zusaetzlichen 50% wird gerechnet vor stabilisierung. was treibt so viele menschen ueber zahlen und prozesse zu reden, von denen sie keine ahnung haben?

  • @eudiktator, Ihre Filmempfehlung müßte Pflichtprogramm für

    ohodombo, vor 1021 Tagen, 5 Stunden, 28 Minuten

    jedes Mitglied der Europäischen Kommission, jeden Politiker und die Schüler jeder Schule sein! (http://video.google.at/videoplay?docid=-7781121501979693623#) - Wer von dieser Darstellung nicht zutiefst erschüttert ist, hat keine Wertmaßstäbe! Wer noch jung ist, braucht wirklich gute Verdrängungsmechanismen, um nicht einfach zu verzagen angesichts dieser Entwicklung; wer Kinder hat, müßte bei jedem Gedanken an die Zukunft verzweifeln! - Wie können sich nur jene noch in den Spiegel schauen, die wissentlich für Geld, für erbärmliches Geld, an diesem größten und perfidesten Betrug an der gesamten Menschheit mitwirken? Wie herzlos und beinhart muß ein Mensch sein, dieses Verbrechen an der ganzen Schöpfung mitzuverantworten? Und wie können die Mitglieder der Europäischen Kommission nur derart skrupellos sein, anstatt aktiv gegen Monsantos Interventionen zu kämpfen, auch die Vernichtung von Europas letzten sauberen Feldern aktiv voranzutreiben? Ein Fußballmatch emotionalisiert eine ganze Nation, ebenso ein Song Contest - und dieses gewaltige Horrorszenario spielt sich unbemerkt ab, fast ohne daß wir Notiz davon nehmen? - Danke nochmals für den Link.

    • Die meisten Konsumenten haben schlichtweg keinen Bezug...

      eudiktator, vor 1021 Tagen, 5 Stunden, 19 Minuten

      ...mehr zu den Gütern die sie konsumieren. Billig muss es sein, grenzenlos verfügbar (auch wenn wie bei den Meeresfischen bald nichts mehr da ist) und schön muss es ausschauen (auch wenn es im Fall von Lebensmitteln keinen Geschmack mehr hat. Wie z.B. die meisten Tomaten die man eigentlich als Wasserbomben im Regal anschreiben müsste.). Der westliche Konsument sieht keinen Kunstdünger, keine Genmanipulation, keine Regenwaldrodung (damit dort Soja als Futtermittel für unsere Fleischindustrie angebaut werden kann). Er sieht keine Kinderarbeit. Er sieht nicht die fast versklavten Mitarbeiter die sein iPhone zusammenbauen um sich am ende des Arbeitstages vom Dach des Firmengebäudes in den Freitod zu stürzen. Er sieht Werbung im Fernsehen, Werbung im Briefkasten, Werbung im Internet. Er hörst sie im Radio. Und das einzige was für den westlichen Konsumenten zählt bleibt der kleine Preis. Weil Geiz geil ist. Auch wenn er dafür einen essbaren Radiergummi (Analogkäse) auf den Teller bekommt. Auch wenn sein Schinken aus Fleischstücken zusammengeklebt wurde die in dieser Form normalerweise nicht einmal im Katzenfutter landen (Schummelschinken). Auch wenn in seinem Milcheis nur mehr billigstes Pflanzenfett verarbeitet wurde. Auch wenn er sich statt Butter billigstes gehärtetes Fett aufs...

    • Danke für den Kommentar

      shlce, vor 1021 Tagen, 5 Stunden, 11 Minuten

      leider sehen genau DAS viele Leute tatsächlich nicht mehr (oder wollen es nicht sehen)

    • ...hier noch was abgeschnitten wurde:

      eudiktator, vor 1021 Tagen, 4 Stunden, 57 Minuten

      Auch wenn er sich statt Butter billigstes gehärtetes Fett aufs Brot schmiert (Margarine). Auch wenn sein Fertiggericht nur deshalb essbar ist weil es mehr Geschmacksverstärker als Vitamine enthält. Der Konsument ist König. Er hat den gesamten Markt in seinen Händen. Aber er übt sie nicht aus. Denn wenn der Preis stimmt hat plötzlich jeder Scheuklappen auf.

    • Lebensmittel

      derseinensenfdazugibt, vor 1020 Tagen, 21 Stunden, 4 Minuten

      Das was heute (Massenware) als Lebensmittel (z.B. Paradeiser; wie weiter oben erwähnt) angeboten wird, ist bestenfalls als "Nahrungsmittel" (Magenfüller) einzustufen. Mit "Lebens"-mittel hat das kaum was gemein; vom Aromagehalt gar nicht zu reden.
      Und was bei der ganzen Diskussion (die Anzahl der Menschen die ernährt werden können) bis jetzt völlig außer unberücksichtigt wurde, ist das, was hinten wieder rauskommt. Wo soll die ganze Scheiße hin; rückgeführt werden.

    • derseinensenfdazugibt, vor 1020 Tagen, 20 Stunden, 32 Minuten

      Es geht schlichtweg um Ausbeutung. Je mehr Menschen, um so mehr Ausbeutung ist möglich.
      Darum ist Suizid so negativ besetzt. Tote können nicht mehr ausgebeutet werden.

  • Uns fehlt ein klares Gesetz

    rabe13, vor 1021 Tagen, 5 Stunden, 31 Minuten

    Jeder, der genmanipuliertes Saatgut herstellt, mit ihm handelt oder es anbaut, sollte zu ungeteilter Hand für alle daraus resultierende Schäden aufkommen, die innerhalb von mindestens 50 Jahren ab der letzten Aussaat auftreten.

    Dann wäre dieser Unfug schnell beendet.

  • 999

    cre8, vor 1021 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten

    Der gefallene Engel Monsatan wird früher oder später vom Himmel verdaut werden

    • Nur werden leider noch lange nach dem Untergang Pflanzen...

      eudiktator, vor 1021 Tagen, 6 Stunden, 35 Minuten

      ...auf diesem Planeten wachsen, deren Genmaterial vom historischen Unternehmen Monsanto manipuliert wurden. Aus meiner Sicht ist es bereits jetzt zu spät. Zumindest für Raps, Mais, Soja und Baumwolle. Einigen der weltweit wichtigsten Agrargüter. BP hat sein Bohrloch bereits verschlossen. Von Monsanto wird es nicht einmal eingefordert. Tagtäglich wird weiter im gigantischen Maßstab die Umwelt dauerhaft verpestet.

  • Genfutter

    maxitb, vor 1021 Tagen, 7 Stunden, 31 Minuten

    Das landwirtschaftliche Gegenstück zu Antibiotika-resistente Bakterien.

    Witzig das der Mensch bei jedenmal Gottspielen in der Natur alles schlechter macht: Australien wird noch heute die Kröten nicht los; mal schaun, ob die Amis von Raps überwuchert werden.

    • Leider ist die Verunreinigung der Fauna mit...

      eudiktator, vor 1021 Tagen, 7 Stunden, 23 Minuten

      ...genmanipulierten Pflanzen bald kein amerikanisches Problem mehr. Denn im Regelfall wird dieser Wildwuchs in ein paar Jahren durch verunreinigtes Saatgut auch nach Europa und dem Rest der Welt eingeschleppt. Ab dann ist es ein globales Problem. Am besten man verdonnert die knapp 22.000 Monsanto-Mitarbeiter bereits jetzt dazu, mit einem Küberl auszurücken und ihren genmanipulierten Schmarrn - den sie in Umlauf gebracht haben - ausreißen zu gehen. Denn sonst wird man die Geister die man rief nie wieder los werden. Monsanto hat einen um Lichtjahre größeren Umweltschaden angerichtet als es BP selbst mit 100 undichten Bohrlöchern jemals gelingen würde. Nur hört man im Vergleich dazu erstaunlich wenig in den Medien. Lobbyisten - die sich das Schweigen erkaufen - sei Dank.

    • Sorry! - FLORA natürlich!

      eudiktator, vor 1021 Tagen, 7 Stunden, 15 Minuten

      Aber genmanipulierte Rinder - da wären wie dann bei der Fauna - sind ja auch bereits bis in die Nahrungskette gelangt. Auch in diesem Bereich läuft die Genpatentierung gnadenlos weiter und die Kontrollsysteme versagen bereits jetzt.