Standort: science.ORF.at / Meldung: "Antarktis: Klimaparadox gelöst"

Bläulich schimmernder Eisberg im Eismeer.

Antarktis: Klimaparadox gelöst

Obwohl die Temperaturkurve der Weltmeere nach oben zeigt, wird das Eis im Südpolarmeer zusehends dicker. Zwei Klimaforscher haben nun den verantwortlichen Effekt entdeckt: Mehr Niederschläge in Form von Schnee isolieren die Eismassen - und lassen sie wachsen.

Ozean 17.08.2010

Widersinnige Effekte

Dass die Debatte zwischen Klimawandelleugnern und Klimawandelwarnern nun schon seit Jahren anhält und bisweilen als medialer Krieg ausgetragen wird, hat nicht nur mit den unterschiedlichen Interessen der beiden Lager zu tun. Das Klimasystem der Erde ist komplex - und komplexe Systeme sorgen nicht selten für Überraschungen. Denn das lineare Denken mag zwar im Alltag einwandfrei funktionieren, bei verwickelten Verhältnissen kann es aber auch gehörig in die Irre führen.

Klimawandelskeptiker haben beispielsweise mehrfach auf einen offenkundigen Widerspruch hingewiesen, der die Situation der Antarktis betrifft. Messungen zeigen, dass die Temperatur vieler Meere in den letzten Jahrzehnten angestiegen ist, das trifft etwa auch für den südlichen Ozean zu. Doch trotz der gestiegenen Temperaturen ist das südpolare Seeeis im gleichen Zeitraum angewachsen.

Droht also gar kein Meeresspiegelanstieg infolge schmelzender Eismassen, wie von Klimaforschern landauf, landab verkündet wurde? Climate change denialists, Klimawandelleugner, sehen das so, ihre Gegner aus dem orthodoxen Lager widersprechen dem naturgemäß.

Gewinn durch Niederschläge

Die Studie

"Accelerated warming of the Southern Ocean and its impacts on the hydrological cycle and sea ice" von Jiping Liu and Judith A. Curry im Fachblatt "PNAS".

Letztere bekommen nun Rückendeckung von zwei Meeres- bzw. Atmosphärenforschern. Jiping Liu und Judith Curry vom Georgia Institute of Technology haben historische Daten zu Temperatur, Niederschlägen und Eisvolumina in verschiedene Klimamodelle eingespeist und jenen Mechanismus freigelegt, der für dieses regionale Klimaparadox verantwortlich ist.

Er funktioniert wie folgt: Die Erwärmung der Atmosphäre beschleunigt den globalen Wasserkreislauf, was unter anderem zu mehr Niederschlägen in den antarktischen Gewässern führt. Die Niederschläge, in den allermeisten Fällen in Form von Schnee vom Himmel kommend, isolieren die Oberflächengewässer von den darunterliegenden, wärmeren Wasserschichten.

Außerdem wirkt Schnee auf der Eisoberfläche wie ein Schild gegenüber warmer Luft. Beide Effekte bremsen die Schmelze ab, einmal im Wasser, das andere Mal auf der Eisoberfläche - und zwar so stark, dass sie per Saldo zu einem Wachstum führen.

Kehrtwende möglich

Allerdings hat die natürliche Pufferkapazität dieses Systems durchaus Grenzen, wie Liu und Curry in ihrer Arbeit schreiben. Sollte der Region noch mehr Wärmeenergie in Wasser und Luft zugetragen werden, dann würde sich das Oberflächenwasser stärker erwärmen und die Niederschläge öfter als Regen denn als Schnee abgehen.

"Unsere Ergebnisse zeigen einige interessante Möglichkeiten für zukünftige Szenarien auf", sagte Judith Curry. "Möglicherweise sehen wir innerhalb der nächsten Jahrzehnte eine Kehrtwende in der antarktischen See." Jenseits dieses kritischen Punktes würde auch das überaus robuste Seeeis zu schrumpfen beginnen.

Robert Czepel, science.ORF.at

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Forum

 
  • CO2 ist gut fuer Photosynthese (aber nicht fuer Menschen :)...

    umwedem, vor 544 Tagen, 5 Stunden, 25 Minuten

    ..., deshalb ...

    ... ist CO2 neben einer Autobahn (falls dort Wald ist) kein Problem, CO2 aus Kraftwerks- und Fabrikschloten, Flugzeugen etc. aber ein RIESENproblem.

    Korrektur: da war gestern ein Komma-Fehler, siehe unten
    Wo "Wirtschaft" (2)
    (dort steht 1/4800 statt 1/4,800; korrekt ist 1/4,800 = ca. 1/5 der WeltOelFoerderung)

    • falsch

      klimaoptimum, vor 543 Tagen, 12 Stunden, 53 Minuten

      CO2 ist in der Atmosphäre bis weit über die Tropopause hinaus sehr gut durchmischt, es ist völlig wurscht, wo sich die Quellen befinden. Bei dir geht es nicht um Komma Fehler, du bist meilenweit davon entfernt die Sache zu verstehen.

  • gelöst ist hier mal gar nichts!

    klimaoptimum, vor 544 Tagen, 11 Stunden, 48 Minuten

    im Gegenteil, die Studie dürfte von der wissenschaftlichen Gemeinschaft eher mitleidig belächelt werden, man kann die These sogar mit recht einfachen Fakten widerlegen:
    Man erkennt, dass die antarktische Meereisfläche die letzten 30a um ca. 1 Million km² zugenommen hat:
    http://i34.tinypic.com/sdix3s.png
    Ab ca. 1990 ist die Zunahme etwas ausgeprägter und diesen Zeitraum vergleichen wir mit den dazu gehörenden T Abweichungen zum NASA GISS Ref. Zeitraum 1951-1980:
    http://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/do_nmap.py?year_last=2010&month_last=7&sat=4&sst=1
    &type=anoms&mean_gen=0112&year1=1990&year2
    =2009&base1=1951&base2=1980&radius=250&pol
    =pol
    Die Erwärmung um und über der Antarktis ist praktisch Null(rechtes Bild, für die "Schlaumaier"), maximal 0,2-0,3°C im Mittel, wie man leicht aus der Graphik ablesen kann.
    Diese minimale Erwärmung kann nicht zu einer messbaren Erhöhung der Niederschläge führen, die Erwärmung müsste mindestens 10 mal so stark gewesen sein, um über diesem Weg die Eiszunahme zu erklären.
    Außerdem handelt es sich dabei nur um eine Simulation und über den kurzen Zeitraum 1993 bis 2005 wird die Niederschlagsänderung erzeugt. Um die minimale Änderung zu vertuschen, geben die Autoren unter dem Bild nicht mal die Einheiten an. Solche Studien sind definitiv für die Mülltonne.
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-
    bild-12121-2010-08-18-15951.html

    • bist du mit

      mantispa, vor 543 Tagen, 13 Stunden, 14 Minuten

      co2isgood = klimalügen usw. identisch ?

    • nein mantispa

      klimaoptimum, vor 543 Tagen, 12 Stunden, 49 Minuten

      mit klimalügen sicher nicht, mit co2...könntest du recht haben, ich musste kurzfristig wechseln...
      und lass endlich deine paranoia, auch co2 gibt es nur einmal. ich habe auch nicht mal annähernd versucht, diesen erzwungenen kurzfristigen wechsel zu vertuschen.

  • An co2....:

    tomtiger, vor 544 Tagen, 22 Stunden, 6 Minuten

    Du, wenn CO2 so gut fürs leben ist, tu uns einen Gefallen, nimm dir ein 10 Liter CO2 Flascherl, geh damit nach Hause, sperr Fenster und Türen fest zu, und dreh das Ventil der CO2 Flasche auf.

    • rockgottbuxi, vor 544 Tagen, 17 Stunden, 7 Minuten

      nochmal: Den Link den "CO2..." bez. der Temperaturänderung in der Akrtis gepostet hat, zeit die Veränderung zw. 1951 und 1980. Diese Daten sind also bei weiten nicht aktuell und wohl bewusst als Falschinformation ins Netz gestellt!!!

      Eine gute Zusammenfassung inkl. Quellen gibts hier:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung_in_der_Antarktis

    • ich bitte euch ...

      mantispa, vor 544 Tagen, 15 Stunden, 50 Minuten

      den co2good einfach zu ignorieren, damit er sein unsinn-posten enlich einstellt. wenn man gegen ihn anschreibt, fühlt er sich nur wichtiggenommen und wird umso aufgeblähter.

    • liebe Hirnis

      klimaoptimum, vor 544 Tagen, 13 Stunden, 5 Minuten

      die NASA GISS Graphik zeigt die T Anomalie über der Arktis und Antarktis von 1980 bis 2009 zum Refferenzeitraum 1951 bis 1980.
      Einfach sinnerfassend lesen und triviale Sachverhalte verstehen sollte selbst nackten Laien zumutbar sein, gell rockgott, mantispa usw.

    • @tomtiger

      klimaoptimum, vor 544 Tagen, 12 Stunden, 57 Minuten

      auch zu viel Wasser ist schädlich, wie zu viel Sauerstoff.
      Es bleibt dabei, CO2 ist good for life, auch wenn wir irgendwann 800ppm davon haben sollten.
      Photosynthese ist ab einer CO2-Konzentrationen von 0.003-0.007 Vol/% möglich, ab 0,1Vol% maximal.
      Die derzeitige CO2-Konzentration von ca. 0,038% ist für Pflanzen unteroptimal.
      Pflanzen sind an eine Bandbreite bis 0,1 % angepaßt. Die Photosyntheserate kann bis 0, 1% CO2 beträchtlich gesteigert werden (ca. Faktor 2,5). Dies wird in Gewächshäusern durch CO2-Begasung ausgenützt, um den Ertrag zu steigern.

      Z. B. Esche, Birke und Ahorn wachsen um bis zu 100% stärker bei 2 x CO2.

      usw. usw. und ab ca. 10.000ppm beginnt man Räume zu lüften, weil die Luft "stickig" wird.

  • natürlich herrscht Krieg!

    zensy, vor 544 Tagen, 23 Stunden, 34 Minuten

    Wallstreet vs. Mainstreet

    Who wins?
    -you decide!

  • weder paradox noch gelöst

    co2goodforlife, vor 545 Tagen, 3 Stunden, 43 Minuten

    die ORF Klimalaienredaktion mag viel Unsinn verzapfen, aber eine Aussage wie die obige grent an Schwachsinn.
    Erstens ist die am ehesten akzeptierte Theorie dazu anderer Natur und zweitens ist weder irgendwas pardox und schon gar nicht gelöst.
    Die Antarktis ist die größte Wüste der Erde, kein Kontinent hat weniger Niederschlag und was die Fläche des Meereises betrifft, rden wir hier von ca. 400mm Jahresniederschlag im Mittel. Das ist weit weniger als in Wien od. den trockensten Orten inneralpin, in Brengenz hat es diesen Niederschlag innerhalb der letzten paar Wochen gemacht.
    Eine T Erhöhung von 1°C (welche dort nicht über Dekaden zu verzeichnen war) kann den Niederschlag ändern, aber nur minimal, (siehe Clausius & Clapeyron), bei einem Jahresmittel um -25° an den Schelfen und -8°C an den Rändern der Meereisfläche. Durch die T Erhöhung (welche es dort gar nicht gibt, siehe Link unten) kann es zu keiner nennenswerten RR Zunahme kommen,welche die um hunderttausende km² größer gewordene Fläche zulässt, dass ist physikalisch und nach Adam R. unmöglich. Die Studie ist definitiv Schrott und wird innerhalb der Klimagemeinschaft niemals anerkannt werden.
    Es gibt weit plausiblere Thesen zu der annähernd signifikanten Zunahme der Meereisfläche um die Antarktis,...

    • .

      co2goodforlife, vor 545 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

      ...diese ist ein Fressen für die Medien, der ORF scheisst sich eh gar nix mehr und bringt jeden Müll, wohl weil deren Redakteure Null Ahnung vom Thema an sich haben und für die Antarktis Storries das selbe Bild verwenden, wie für die Arktis. Das alleine sagt schon ein bisschen über deren Niveau aus.

      Wo ist die sg. Erwärmung um und über der Antarktis? NASA GISS DATEN:
      http://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/do_nmap.py?year_last=2010&month_last=7&sat=4&sst=1&type
      =anoms&mean_gen=0112&year1=1980&year2=
      2009&base1=1951&base2=1980&radius=250&pol=
      pol

    • Dein Posting ist allerings noch schlimmer als die Studie

      rockgottbuxi, vor 544 Tagen, 17 Stunden, 28 Minuten

      Zum einen sieht man bei deinem Link ja rech schön, dass sich v.a. das Meerwasser um der Antarktis erwärmt hat. Wärmeres Wasser = mehr Verdunstung. Dass im Kernbereich um den Pol die Temperatur gleichzeitig abnhemen kann (immerhin bedeutet mehr Niederschlag mehr Wolken = Weniger Sonnenergie auf OF) ist da ja nicht verwunderlich.
      Außderem sollte dir bewusst sein, dass science.orf.at eine populärwissenschaftliche Site ist, die alle verstehen sollen. Dass dann nicht immer alles so genau beschrieben werden kann ist auch klar.
      Würd dir raten (wenn du schon auf Hexenjagt machst) dass du dir die Orginalarbeit und die Originaldaten besorgst und die kontrollierst.

    • und weiter:(immer muss man gegen bewusste Falschinformation anschreiben)

      rockgottbuxi, vor 544 Tagen, 17 Stunden, 24 Minuten

      ausserdem ist die Karte in deinem Link für den Zeitraum 1951 bis 1980. Also keinesfalls aktuell. Zumal man ja weiß dass v.a. durch die starke Luftverschmutzung in dem Zeitraum die Weltweiten Temperaturen einen leichten Knick hatten.
      Eine Akuelle Zusammenfassung versch. Studien (inkl. quellen)
      http://de.wikipedia.org/wiki/Folgen_der_globalen_Erw%C3%A4rmung_in_der_Antarktis

    • papalapap

      klimaoptimum, vor 544 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      die NASA GISS Graphik zeigt die T Anomalie über der Arktis und Antarktis von 1980 bis 2009 zum Refferenzeitraum 1951 bis 1980.
      Einfach sinnerfassend lesen und triviale Sachverhalte verstehen sollte selbst nackten Laien zumutbar sein.

  • und, wie gesagt, TemperaturUNTERSCHIEDE ...

    umwedem, vor 545 Tagen, 6 Stunden, 57 Minuten

    ... sind das Problem der "Erd"erwaermung" (mit Sturm, Orkan, Hurrikan, Typhoon, Schlammlawinen, Duerrekatastrophen etc.)
    und nicht, dass einfach "die Erde warm wird". (siehe unten, siehe auch
    http://umwedem.wordpress.com
    und
    http://wuestebaldimwienerwald.wordpress.com
    und
    http://baumsuendeninwien.wordpress.com
    etc.

    • Blödsinn

      co2goodforlife, vor 545 Tagen, 5 Stunden, 36 Minuten

      Temperaturunterschiede sind das Natürlichste der Welt und wenn es nach den Klimaalarmisten geht, wird es in den hohen Breiten relativ mehr wärmer als in mittleren und niederen, also veringern sich die T Unterschiede was zu mindest synoptisch zur Folge hätte, dass zwischen 40 und 60°N und S weniger und schwächere Stürme zu erwarten sein müssten. Aber, wie gesagt, das Klima bietet heute eine Närboden für allerhand Idioten welche sich jeden Unsinn zusammnereimen.

  • @co2...

    cyberman, vor 545 Tagen, 8 Stunden, 45 Minuten

    "wegen Biodiesel wird zum Beispiel Diesel teurer und der Rest auch"
    ...
    "Wenn du eine Photovoltaik Anlage betreibst, zahlst du wie ein Trottel und die vielen Anlagen führen dazu, dass der Strompreis generell steigt."

    Bitte erklär den Zusammenhang. Es fällt mir schwer den zu sehen.

    • TEURER wird alles, wo "Wirtschaft" nicht nur produziert sondern das...

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 57 Minuten

      ...SAGEN HAT...

      ... und beim Einsatz von Diesel, Biodiesel, Photovoltaik, Solarwarmwasser, Solar(turm/spiegel)kraftwerken etc. gibt es einige Suenden der (widersinnigen) Verwendung:

      1a. Diesel hat einen BETRIEBSvorteil, und das ist die fehlende Zuendanlage: wo keine Spulen/Verteiler/Kabel/Vergaser, dort auch keine Defekte an diesen.

      WENN Individualverkehr als Grundlage von Bewegungsfreiheit (als demokratisches Element in einer freien Gesellschaft, mit oder ohne "Staat" und "Staats"gewalt") akzeptabel ist,
      dann
      ist das Problem nur Abgas-Reinigung und -Minderung (und das ist loesbar).

      GEWERBEtransporte aber sind eine Funktion FUER den Menschen und sollten auch nicht mehr als das sein: Rad/Schiene hat wesentlich weniger Reibung als Gummi/Fahrbahn, und auf Langstrecken sollte wirklich der LKW auf der Bahn fahren. Oder mit O-Bus-Stromleitung auf der 1.Spur Autobahn.

      Und Shrimps nach Nordafrika zum Schaelen, und Kartoffeln quer durch Europa (und und und) sind ja wohl nicht ernsthaft Flaggschiffe "freien Unternehmertums", oder? (das abzustellen ist dringend ueberfaellig)

      1b. Diesel hat aber auch einen Sicherheitsvorteil: die Kombination von Energiedichte und Sicherheit ist sonst einfach nirgends gegeben. Wasserstoff hat mehr Energiedichte aber (siehe Space Shuttle) ist, wie Gas, ziemlich explosiv.

    • Wo "Wirtschaft" (2)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 56 Minuten

      1c. Rapsdiesel ist ein Ersatz fuer fossilfreie Zukunft, aber nicht wenn Leute deswegen verhungern (weil Anbauflaeche fehlt).
      Meist ist der Hunger aber eher ein VerteilungsUNWILLIGKEITSproblem und weniger ein "zuwenig" an Nahrung;
      "Nahrung sichern" ist im Gegensatz zur Hyper-Staat-Entwicklung ein Riesenplus der EWG, das in EWR und EU gottseidank beibehalten wurde.
      Nahrung VERNICHTEN (oder in Agrodiesel umarbeiten), "um Preise STABIL zu halten", ist so ungeheuerlich wie (inzwischen) "selbst"verstaendlich".

      Fazit: Diesel (als Tribut an Demokratie) fuer Privatfahrzeuge bedeutet ca. 2mrd Autos x 10tkm durchschnittlich, also 20.000 mrd km/Jahr = 1.000 mrd Liter/Jahr bei 5Liter/100km heutiger Motoren, das ist 1/4800 der Jahresfoerderung an Erdoel
      WENN
      wirklich je 3 Menschen weltweit ein Auto haben (3=durchschnittliche Groesse einer Familie)
      weil
      die Oelfoerderung 2005 30mrd Barrel = 30x160 = 4800mrd Liter war.

      (d.h. aber auch: Kraftwerke, Industrie, Haushalte, Gewerbeverkehr FINGER WEG von Energie durch Verbrennung)

    • Wo "Wirtschaft" (3)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten

      AGROdiesel sollte das uebrigens heissen, nicht "Bio"diesel: er stammt aus Monokulturen und keine Rede von "bio".

      2. Photovoltaik ist nur innerhalb eines Hauses (max. 10m) wirklich sinnvoll, weil die heute handelsueblichen (und ohnehin schon umwelt-UNfreundlichen) Batterien typischerweise 12 und 24 Volt haben.

      Und auch dort nur fuer alles, was (derzeit) Trafos verwendet: Beleuchtung, Radio, Fernseher, Mobiltelefon, Stereoanlage, Computer.

      1000W fuer eine Waschmaschine bedeuten naemlich 100 Ampere (24 Volt: 50 Ampere),
      und
      die Kabelquerschnitte muessten dann QuadratZENTIMETER sein und nicht mm2
      und
      entsprechend steigen auch elektrische Verluste und Feuergefahr, denn das sind Stromstaerken von Schweissmaschinen ...

      Und Wechselrichter/Transformatoren (um mit hoeherer Spannung zu uebertragen und "ins Netz" einzuspeisen) sind
      -- bekannt aus Hochspannungsnetzen --
      Verlustquellen ersten Ranges, sollten also ueberhaupt unterbleiben, wo sie nicht (etwa fuer Fernleitungen) sein muessen.

      (so viel zum "Oeko"strom der "Versorger")

      Wo nichts anderes vorhanden ist (Cobenzl Bauernhof, alpine Jagdhuette etc.), lassen sich -- als Behelf -- Solarpaneele in Serie schalten (20x12V = 240V) und damit 20 Batterien (ebenfalls in Serie) aufladen.
      Um die Waschmaschine zu betreiben, muss der Strom dann allerdings mit Thyristoren zerhackt werden, und die Waschmaschine laeuft mit einer "gemogelten" Wechselspannung (Rechteck- statt Sinusspannung), das...

    • Wo "Wirtschaft" (4)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 38 Minuten

      ... "gemogelten" Wechselspannung (Rechteck- statt Sinusspannung), das ist dem Motor aber (fast) egal.
      Keine sehr elegante Loesung, aber eben Behelf.

      4. Solarwarmwasser ist eine sehr elegante Loesung, weil fast 100% der Sonnenenergie genutzt werden (Photovoltaik: immer noch 10 bis max. 30% Wirkungsgrad) und weil die "erzeugte" Waerme im Paneel am Dach eben ins Wasser statt auf das Dach geht.

      (Solarwarmwasser ist am besten fuer Wasch- und Brauchwasser verwendbar, falls doch einmal Verunreinigung auftritt bzw. um Aerger mit dem Wasserwerk zu vermeiden, und/oder fuer Fussbodenheizung, Pool etc.,
      wegen der Isolationsverluste ebenfalls am besten in ca. 10m Umkreis vom Paneel am Dach)

    • Wo "Wirtschaft" (5)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 26 Minuten

      5. Solar(turm/spiegel)kraftwerke haben viele Spiegel -- typischerweie Hektar oder Quadratkilometer -- um einen Turm gruppiert, die motorisch der Sonne nachgefuehrt werden und die das Sonnenlicht in einen Brennpunkt auf einem Turm am Rand des Spiegelfeldes leiten.

      (die Motorsteuerung der Spiegel zahlt sich aus, weil die Sonne mit ca. 1kW/m2 einstrahlt, aber jeder Motor nur einige Watt braucht)

      Im Brennpunkt auf dem Turm entstehen Temperaturen u.U. ueber 1000 Grad Celsius, und damit wird ein Fluid (typischerweise ein Oel, das mehr Energie-pro-Volumen aufnimmt als Wasser) erhitzt und eine normale Turbine angetrieben. Die erzeugt (Wechsel-)strom -- ohne Wechselrichter -- wie er gewohnt ist, und der wird dann ueber die normale Fernleitung (mit Mast oder im Kabel) transportiert. Fast verlustfrei und ueber grosse Entfernungen, zb Nordafrika/Nordeuropa.

      Falls Kabel verwendet werden (zb unter dem Meer oder
      -- bei derzeit in Mode kommenden Wetterkatastrophen --
      unter den Alpen), werden diese Kabel wahrscheinlich in einigen Metern Abstand verlegt werden muessen, um induktive Verluste zu begrenzen.
      (2 parallele Draehte funktionieren wie ein Trafo, wenn die parallele Laenge gross genug wird; mittels Magnetfeld wird Energie induktiv uebertragen, so funktionieren kontaktlose Wasserkocher und Trafos fuer Handy, Modelleisenbahn, Computer etc.; auch...

    • Wo "Wirtschaft" (6)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 25 Minuten

      auch das momentan sehr gelobte "WREL" -- Lampe oder Maschine werden ohne Stromkabel betrieben -- funktioniert auf diese Tour und erzeugt ein sehr starkes Magnetfeld plus Verluste, die bei WREL angeblich begrenzt sind, weil die Resonanz(Eigen)frequenz der Spulen benutzt wird)

      Solar(turm/spiegel)kraftwerke sind (bis auf die Motorsteuerung) sehr elegante Loesungen, weil sie ebenfalls nur Sonnenwaerme umlenken aber keine "eigene" Waerme -- wie etwa AKW das tun -- erzeugen.

    • Wo "Wirtschaft" (7)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 6 Minuten

      7. Wasserkraft, zu guter Letzt, wie auch Windkraft, sind "echte" Sonnenenergie und reduzieren Verwuestungen, statt sie zu steigern (wie etwa die thermischen Energien aus Verbrennungs- und ATOMkraftwerken: das sind Dampfmaschinen wie im 19.Jht., nur der Dampf wird nuklear erhitzt).

      Wo taeglich kalte und warme Luft aufeinandertrifft (Seeufer, Huegel, Berge), entspannen sie die Windsituation (als Mikroklima vorzustellen) und bilden Entspannungskeime statt Wind- und Sturmkeime zu sein.
      (wegen eines Windrades wird noch kein Sturm verhindert, aber weniger Sturmkeime ENTSTEHEN)

      Detto Wasserkraft: auch die Natur staut auf und zerstoert Daemme, so entstanden das Wiener Becken (Sedimente) genauso wie der Grand Canyon (tausende Meter "tief"),
      UND
      innerhalb einiger Jahrzehnte werden Stauseen zu "echten" natuerlichen Seen mit Fauna und Flora, besonders wenn Menschen mit Fischbesatz nachhelfen.

      Voraussetzung ist allerdings, dass nicht idiotische km2 Baustellen produziert und die Umgebung zerstoert wird, wie das Kraftwerks-ErbauerInnen so gern tun.

      Beispiel Umbalfaelle: zuerst "gerettet" (obwohl sie auch unterhalb der Staumauer fallen haetten koennen), dann durch eine Schlammlawine in den 1990er Jahren zerstoert.

      Beispiel Hainburger Au und Schwechater S-1-Au-Tunnel: wenn dort das Kraftwerk mit Schwimmkraenen gebaut (und NUR auf dem Wasserweg zugeliefert) wird, muss die Au so gut wie gar...

    • Wo "Wirtschaft" (8)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 5 Minuten

      ... muss die Au so gut wie gar nicht leiden, denn die Donau ueberschwemmt jedes Jahr ebenfalls.

      Zu befuerchten ist allerdings, dass ein Kraftwerk dort nur der Vorwand zur Trockenlegung und "Kultivierung" der Au (d.h. Trockenlegung) dienen wird, und deshalb hatten Haeupl und Nenning schon recht, als sie
      -- heutzutage wahrscheinlich "organisierte Kriminalitaet", weil obrigkeits-unfreundlich --
      einen Aufstand dagegen machten.

      Aehnlich der S-1-Au-Tunnel-Bau bei Schwechat: wenn nur unter der Donau gegraben wird (Schildvortrieb), betrifft das die Au so gut wie gar nicht, denn der Widerstand eines Tunnels im Grundwasser ist vernachlaessigbar, etwa wie eine Felszone.
      ABER
      schon die Probebohrungen 2008/2009 zeigten, was los ist: vollkommen unnoetig wurden 10m breite Schotterstrassen entlang des Hubertusdamms in die Lobau gelegt (und Wald dort abgeholzt), obwohl der normale Damm(rad)weg genuegt haette, um die Probebohrer an ihren 5x5m Einsatzort zu bringen.

      Blick in die Vergangenheit: "normales" Klima gab es mit 50% bis 80% Waldanteil an der Gesamtflaeche der Erde, jedenfalls in Gegenden 1000km noerdlich und suedlich des Aequators (mit einigen Wuesten als Ausnahmen), und sogar am Aequator selbst funktionieren i.a. (Regen-)Waldzonen, siehe Mittelamerika und Indonesien/Ozeanien.

      Heute ist jeder Kleingaertner stolz, wenn er wieder einen ("Sonne abhaltenden")...

    • Wo "Wirtschaft" (9)

      umwedem, vor 545 Tagen, 7 Stunden, 4 Minuten

      ("Sonne abhaltenden") Waldbaum schlachten kann, um einen Zierstrauch zu setzen ...

      Hilf diese Energie- und Waldsuenden reduzieren, und Du hilfst Deinen Kindern und Deiner Nachwelt, zu leben statt zu vegetieren.

    • @ cyber und umwedem

      co2goodforlife, vor 545 Tagen, 5 Stunden, 53 Minuten

      cyber...stell dich bitte nicht blöder als du bist.

      umwedem:

      naja, lange Rede wenig Sinn. Blödsinn ist jedenfalls die Aussage:
      "Wo taeglich kalte und warme Luft aufeinandertrifft (Seeufer, Huegel, Berge), entspannen sie die Windsituation (als Mikroklima vorzustellen) und bilden Entspannungskeime statt Wind- und Sturmkeime zu sein"

      es ist nämlich genau umgekehrt, dort wo warme und kalte Lufmassen aufeinander treffen enstehen die meisten und stärksten Stürme.

  • auch wenn die Malediven nicht versinken: TermperaturUNTERSCHIEDE = Stuerme,Ueberflutung/Duerre etc..

    umwedem, vor 545 Tagen, 9 Stunden, 5 Minuten

    ... genuegen auch schon, um menschliches Leben zu vernichten: zuerst ein paar tausend Tote, dann Millionen, dann Energieprobleme (weil Gebaeude, Klimatisierungen, Heizung etc. undurchfuehrbar werden) ...

    ("einfach nur warm" wird die Erde nicht, sondern EnergieVERFRACHTUNGEN mit Schlammlawinen, Duerre/Wueste etc. sind das Problem)

    siehe auch http://wuestebaldimwienerwald.wordpress.com
    http://baumsuendeninwien.wordpress.com

    • papalapap

      co2goodforlife, vor 545 Tagen, 5 Stunden, 46 Minuten

      Klima kann auch wild sein, meinte einst ein auf den Alarmismus bezoger Satz eines Klimaforschers.
      Wer behautet, extreme Wetterereignisse hätten global signifikant zugenommen, liegt völlig daneben, niemand sagt so was, weder ein nationaler Wetterdienst noch das IPCC.
      "Laien" glauben natürlich lieber an Sensationen und Katastrophen, dieses Übel wird man wohl nicht so schnell aus der Welt schaffen.

  • (zu hohe) TemperaturUNTERSCHIEDE sind die Katastrophe (3)

    umwedem, vor 545 Tagen, 9 Stunden, 17 Minuten

    Strom kommt aus der Steckdose, Verbund und Newag (Tiwag,Kelag etc.etc.) machen das schon ...
    die WIRKLICHEN Kosten und Verluste werden (wie bei Atomstrom die Entsorgung von Atommuell, von Reaktoren und Gebaeuden etc.) einfach "sozial" auf "Staat" abgewaelzt),
    und zwar
    statt "seinen" (Boehler-) Anteil an erneuerbaren Energien zu leisten, d.h. Stahlerzeugung nur so weit zu steigern, wie das mit Solarturm und Spiegelfeldern moeglich ist
    -- die Waerme fuer den Stahl wird dabei zu 100% durch die Spiegel der Erdoberflaeche in der unmittelbaren Umgebung entzogen, d.h. grossraeumig ist der Hochofen thermisch neutral --
    und Strom-, Pellet- und fossile Heizungen der Kessel abzustellen ...

    Anmerkung: Leben fuer Menschen bei Temperaturwechsel ("Tag/Nacht")
    c) mit Temperaturen UNTERHALB von
    c1) 25 Grad Celsius: Kleidung erforderlich
    c2) 20 Grad Celsius: Gebaeude erforderlich
    c3) 10 Grad Celsius: Gebaeude mit Heizung erforderlich
    c4) 0 Grad Celsius: Gebaeude mit Heizung im Dauerbetrieb erforderlich, ggf. Reparatur innerhalb 24 Stunden bzw.

    d) mit Temperaturen OBERHALB von
    d1) 35 Grad Celsius: Klimaanlage erforderlich
    d2) 40 Grad Celsius: Herunterkuehlen auf ca. Koerpertemperatur (37 Grad, auch bei Schwitzen und Kuehlung durch Verdunstung) erforderlich

    Ganz schoen eng, "unsere" Lebensbedingungen ...

    • sehe ich nicht so

      co2goodforlife, vor 545 Tagen, 5 Stunden, 19 Minuten

      die T Unterschiede am Planeten bewegen sich um 140°C, extreme Minima bei knapp -90°C und Maxima über 50°C, punktuell sogar noch etwas mehr. Das ist alles andere als eng. In Sibirien leben Menschen, wo die Temperaturen oft über Wochen nicht über -30°C hinaus kommen, im nahen und mittleren Osten liegen die T über Monate zwischen 30 und 50°C und fast keine Sau dort hat eine Klimaanlage. Wie die das wohl überleben, hmmm?
      Bei 40°C in Deutschland empfehle ich einen schattigen Biergarten und 2 Mass "saurer Radler", kann man auch allen schwachen alten verabreichen, welche bei lang anhaltenden Hitzwellen (2003) um Mitteleuropa dahin gestorben sind...

  • (zu hohe) TemperaturUNTERSCHIEDE sind die Katastrophe (2)

    umwedem, vor 545 Tagen, 9 Stunden, 19 Minuten

    (2/2) ... der Autobahn noch 2/3 davon reduzieren koennten)))

    Claus Raidl (Boehler Uddeholm) hat zwar mit Auszeichnung maturiert und WU promoviert, ABER am 16.8.2010 agierte er so elendiglich verlogen gegenueber Eva Glawischnig, dass es schon nicht mehr wahr sein darf:

    Umstellung auf Alternative Energie in 20 Jahren halte er "fuer moeglich", und seine Arbeiter liess er per Interview vor der Kamera fragen, "wie man einen Hochofen ohne Kraftwerk betreiben" solle.

    Tatsaechlich DENKT Claus Raidl nicht einmal daran, ohne die -zig LKW auszukommen, die jeden Tag mit seinem Edelstahl spazieren fahren
    -- und wenn keine Bahnverladung auch noch dabei waere, waeren es HUNDERTE von LKW jeden Tag --
    UND
    genauso weiss auch Claus Raidl, dass Solarkraftwerke (mit Spiegel, Turmbrennpunkt und Hochtemperatur-Fluid) sehr wohl im Megawatt-Bereich arbeiten (Musterkraftwerke in Spanien und Nordafrika laufen seit JAHRZEHNTEN),
    und dass diese Kraftwerke nur die Waerme in die Luft abgeben, die die Sonne einstrahlt (bzw. etwas weniger, weil eben auch in elektrische Energie umgeformt wird).

    Claus Raidl hat weder im Rahmen von Boehler Uddeholm noch als Praesident der Nationalbank je aktiv fuer Umstellung auf Klima-, Umwelt- und Ressourcenschonung in der Energieerzeugung beigetragen:

    Strom kommt aus der...