Standort: science.ORF.at / Meldung: "Feminismus als Werkzeug der Wissenschaft"

Eine Frau durchbricht mit ihren Händen eine Mauer (vermutlich aus Pappe)

Feminismus als Werkzeug der Wissenschaft

Sich zum Feminismus zu bekennen, ist heutzutage nicht gerade populär. Margarete Maurer tut es dennoch. Die Philosophin und Biochemikerin hält den feministischen Blick in der Forschung für ein wichtiges Werkzeug, bei dem es nicht alleine um stereotype Geschlechterrollen, sondern um die Kontrolle von Qualität geht.

Gender 23.08.2010

Feministische Kritik bedeute letztlich, Wissenschaft reflektiert zu betreiben, erklärt Margarete Maurer im Gespräch mit science.ORF.at.

science.ORF.at: Wie definieren Sie eigentlich Feminismus für sich als Wissenschaftlerin?

Porträtfoto der Biologin und Philosophin Margarete Maurer

Margarete Maurer ist Biochemikerin und Philosophin. Sie arbeitet als freischaffende Wissenschaftlerin und Vortragende für theoretische und gesellschaftliche Aspekte in den Life Sciences u.a. an der Universität Wien und Innsbruck. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte liegt dabei auf feministischer Forschung in den Naturwissenschaften.

Margarete Maurer: Es hat etwas gedauert, bis ich selbst zur Frauenforschung oder sogenannten "feministischen Forschung" gekommen bin. Ich habe Biochemie studiert, ein Fach, in dem damals von 30 StudienanfängerInnen immerhin fünf weiblich waren - also mehr als zum Beispiel in technischen Studienfächern. Im Laufe der Zeit war dann für mich klar, dass es Arbeitsbereiche gibt, die stark auf männliche Lebenszusammenhänge hin orientiert sind. Das wirkt sich für Frauen z.B. in Schwierigkeiten bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus und in den beruflichen Perspektiven.

"Feminismus" lässt sich nicht so einfach definieren. Denn Feministinnen vertreten oft Anliegen, die auch andere Bewegungen vertreten, wie Ökologie, Antirassismus, Demokratie und politische wie individuelle Freiheitsrechte. Feminismus bezeichnet dabei eine Perspektive, die die Interessen von Frauen als solchen berücksichtigt: hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Frau-Seins. Ziel des Feminismus ist, dieses zu verbessern und z.B. Benachteiligungen aufzuheben. Bezogen auf die Wissenschaft geht es also u.a. um eine Forschung und Praxis, die keine sichtbaren oder unsichtbaren Aspekte der Diskriminierung, bzw. benachteiligende Implikationen beinhaltet. Dies ist insbesondere in solchen Fachgebieten wichtig, in denen "der Mensch" auch einen Gegenstand der Forschung darstellt.

Was verstehen Sie dann unter "feministischer Forschung"?

Feministische Forschung ist vom Ansatz her grundsätzlich interdisziplinär. In der Biologie bzw. in den Lebenswissenschaften beinhaltet sie u.a. Fragestellungen philosophischer, wissenschaftstheoretischer, ethischer, soziologischer und historischer sowie didaktischer Art. Ihr Zugang ist wissenschaftskritisch mit dem Ziel einer "besseren" Wissenschaft bzw. der Neugestaltung naturwissenschaftlichen Herangehens und Forschens.

Besonders vielversprechend finde ich hier den Ansatz der Gruppe um den bekannten Entwicklungsbiologen Scott Gilbert: Dieser vertritt den Ansatz, dass feministische Kritik eine Art notwendiges Tool, ein Handwerkszeug darstellt, um bei jedem Forschungsprojekt nochmals eine Qualitätskontrolle durchzuführen. Spätestens bei den Ergebnisinterpretationen sollte also z.B. gefragt werden, ob sich androzentrisch geprägte geschlechtsspezifische Einflüsse oder kulturelle Muster eingeschlichen haben könnten. Diese sind dann zu korrigieren.

Ich bin der Meinung, dass diese Qualitätskontrolle nicht nur bei der Durchführung, sondern schon bei der Konzeption eines Forschungsprojekts, in dessen gesamten Verlauf bzw. Durchführung sowie bei der Gestaltung und Evaluierung von Forschungsprogrammen durchgeführt werden sollte.

Frauen - wer genau ist das denn nun eigentlich?

Wenn ich von "Frauen" als gesellschaftlicher Gruppe spreche, ist das nicht so einfach definierbar, wie es klingt. Vielmehr ergeben sich dabei einige Paradoxien. Es besteht die Gefahr, in einen Biologismus zu fallen, der ja gerade überwunden werden sollte. Auch die soziologische Kategorie "Frauen" hat ihre Schwierigkeiten: Unter den Frauen gibt es ja viele unterschiedliche Lebenslagen. Die Gattin eines Fabrikbesitzers hat wahrscheinlich viel mehr gemein mit einem Fabrikbesitzer als mit einer Arbeiterfrau. Es besteht daher auch die Diskussion, was heißt "Frau-Sein" und gibt es dafür eine gemeinsame Basis für alle Frauen?

Es geht dabei einerseits um Emanzipation und andererseits um Gesellschaftsanalyse und Wissenschaftskritik: Eine Grundfrage lautet z.B.: Wenn die Führungspositionen einer Wissenschaft hauptsächlich mit Männern besetzt sind, könnte dies auch Auswirkungen haben auf die Auswahl der fachlichen Themen, auf die Vorgangsweisen und Methoden und auf die verwendete Sprache und die Darstellungsweisen? Der Eindruck ist, dass in die Ausformung unserer Technik und Forschung vorrangig die Erfahrungen, Perspektiven und Interessen nur einer sozialen Gruppe eingegangen sind, nämlich die von männlichen Gesellschaftsmitgliedern.

Wie äußern sich solche Einflüsse?

Vergleichsweise einfach ist dies in der Biologie, wo es um eine phänomenologische Beobachtung und Darstellung geht. Wie werden Tierarten z.B. in Schulbüchern dargestellt? Solche Analysen habe ich früher für deutsche Schullehrbücher durchgeführt. Da wurde z.B. die Art der Haushühner dargestellt in der Sozialform "Hahn mit seinem Harem". Das sind Übertragungen traditioneller androzentrischer Denkgewohnheiten bei uns. Das Alphatier steht oben und die anderen gehören ihm. Der Hahn hat bekanntlich vor allem spezifische Aufgaben zu erfüllen. Er muss zum Beispiel auf Raubvögel achten und die anderen warnen.

Das "Hühnervolk" könnte also auch ganz anders beschrieben werden: mehrere Hennen halten sich gemeinsam für Sicherheitsaufgaben und zu Befruchtungszwecken einen Hahn. Das ist ein ganz anderes Bild - zugegebenermaßen ähnlich subjektiv konstruiert.

Auf einer etwas komplexeren Ebene ist die Methodenkritik in biologischen und biomedizinischen Fachgebieten zu nennen. So kritisiert z.B. Anne Fausto-Sterling vehement, dass bei Tierversuchen in der medizinischen Forschung oft ausschließlich männliche Tiere genommen wurden. Männliche Ratten haben einen weniger komplizierten Zyklus bzw. konstanteren Stoffwechsel als weibliche, so dass sich die experimentellen "Randbedingungen" (die nicht interessierenden Vorgänge oder Faktoren) mit männlichen Tieren besser konstant halten lassen. Ein Effekt lässt sich einfacher messbar machen. Ein solches Vorgehen hat also massive Vorteile, doch wie "objektiv" ist es? Die ganze weibliche Spezies kommt in dem Fall ja gar nicht ins Bild.

Tradiert denn die moderne Naturwissenschaft alte Geschlechtsstereotype?

Wo es in der biologischen Forschung um sexuelle Reproduktion geht, haben überlieferte männliche Vorstellungen vom aktiven Männchen und passiven Weibchen jahrhundertelang eine dominante Rolle gespielt. Doch generell lässt sich das so nicht sagen. Ein DNA-Zentrismus im Sinne einer "Kernnatur" des Menschen ist wissenschaftlich überholt. Eine Analyse der biologischen Definitionen von "Geschlecht" zeigt, dass es beim Homo sapiens sapiens keineswegs nur zwei Geschlechter gibt, sondern mehrere und fließende Übergänge zwischen männlich und weiblich.

Insofern gibt es "die "Buben" und "die Mädchen" als strikte Gruppen gar nicht. Die soziologischen und psychologischen Differenztheorien werden damit biologisch hinfällig. Hinsichtlich des Menschen bevorzuge ich persönlich einen aus der Thermodynamik stammenden Ansatz: Der Mensch jeden Geschlechts ist als dynamisches System zu betrachten. Je nach den äußeren Einflüssen und inneren Systemvoraussetzungen versucht das System sich auszugleichen. Geschlechtszugehörigkeit ist dabei nur ein Aspekt.

In manchen biologischen Disziplinen spielt heute die Geschlechtsspezifität eine untergeordnete Rolle. In der Hirnforschung z.B. ist die individuelle Plastizität des Gehirns viel wichtiger und die Forschung über Funktionen wie Gedächtnis und Lernen interessanter. Im Sinne der nötigen "feministischen Qualitätskontrolle" auf allen Stufen und Ebenen der biologischen Forschung ist Geschlechtsspezifität allerdings zu berücksichtigen.

Bleiben wir bei Frauen als Wissenschaftlerinnen. Gibt es einen weiblichen Stil in der Naturwissenschaft?

Historisch betrachtet sind Frauen oft in Gebiete gegangen, die neu waren. Wenn es sich dann als interessant und vielversprechend erwies, drängten die Männer hinein. Ein gut belegtes Beispiel dafür stellt die "Farbenforschung" am Radium-Institut im Wien der ersten zwei Dekaden des 20. Jahrhunderts dar, mit Untersuchungen von Olga Steindler und Marietta Blau http://lise.univie.ac.at/physikerinnen/historisch/marietta-blau.htm). Ein anderes Gebiet ist die moderne RNA-Forschung. Es kommt auch vor, dass sich männliche Wissenschaftler "bedroht" fühlen, wenn Frauen in einem als "männlich" konnotierten Gebiet reüssieren.

Ich kann aber nicht sagen, nur weil jemand eine Frau ist, betreibt sie eine "andere" Wissenschaft. Im Gegenteil: Um in auf männliche Lebenszusammenhänge zugeschnittenen Strukturen durchzukommen, passen sich viele erst einmal an. Besonders im deutschsprachigen Bereich besteht eine Tendenz, Frauen, die "feministische" Wissenschaft" versuchen, zu ghettoisieren. Sie werden dann als Wissenschaftlerin oft nicht mehr ernst genommen. Auch eine "feministisch" orientierte Forscherin vertritt aber eine Wissenschaft mit Objektivitätsansprüchen.

Wer also das Tool "feministische Kritik" anwendet, könnte sagen: "Ich betreibe feministische Wissenschaft". Sie oder er könnte aber auch einfach sagen: "Ich betreibe eine reflektierte Wissenschaft". Ich stelle mir mittlerweile verstärkt die Frage, ob der Feminismus-Begriff noch notwendig oder zeitgemäß ist. Mein Eindruck ist: Um die Anliegen "des Feminismus" wissenschafts- oder gesellschaftspolitisch durchzusetzen, mag er wenig effektiv sein. Für die Naturwissenschaften stellt er aber ein fachlich innovatives Konzept dar.

Tobias J. Körtner, Ö1 Wissenschaft

Mehr zu dem Thema:

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

 
  • :-)

    klausi025, vor 537 Tagen, 21 Stunden, 44 Minuten

    Gut ... wir wissen nun also, dass Frauen Großes vollbringen, wenn es darum geht, die vielen Ungerechtigkeiten der armen Frauen gegenüber den dämonischen Männern aufzuzeigen! ;-) Vielleicht würde es aber die Rolle der Frau in der Gesellschaft mehr aufwerten, wenn Frauen die selbe Energie in "richtige" Wissenschaft steckten! ;-)

    • klausi025, vor 537 Tagen, 21 Stunden, 39 Minuten

      Bemerkenswert finde ich aber vorallem, dass es fast jede Woche eine Studie bei ORF gibt zu dem Thema: "Warum Burschen in allen möglichen Bereichen schlechter abschneiden als Frauen, Frauen den Männern sozial, emotional und in Sachen Intelligenz weit überlegen sind und das Auslaufmodell Mann wehleidig und von der Natur benachteiligt keinerlei Zukunft hat." Und trotzdem schaffen es Frauen angeblich nicht, sich gegen dieses Auslaufmodell durchzusetzen! *ggg* Die Wahrheit liegt wohl fernab der femministischen Märchenwelt für diesen Umstand und reicht von der Frage "Was ist nun erfolgreich" bis hin zu "Was Frauen wirklich wollen".

    • nickel, vor 537 Tagen, 19 Stunden, 50 Minuten

      Erfolgreich ist, was Aufmerksamkeit erweckt. Die ist bereits erfolgreicher als jemand, der posten muss. Gemein ist das.

    • klausi

      quaoar, vor 537 Tagen, 17 Stunden, 15 Minuten

      die wahrheit ist tiefer.
      es ist eine von der uno undemokratisch beschlossene genderisierung, welche derzeit von oben nach unten durchgedrückt wird. das ist ein weltweit angeordneter abbau der demokratie, wo es sie noch gegeben hat.

      http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=150&t=13505

      dazu benötigt man pseudowissenschaftliche rechtfertigungen und beschäftigt im namen der wissenschaft alle möglichen scharlatarinnen. und dazu werden riesige geldmittel in die richtung des totalitären gender-mainstreaming umgeleitet, damit die menschheit solche ausflüsse an wissenschaft über sich ergehen lassen muss.

      eine schande für die universitäten, für die regierungen und die medien, welche alles brav nach vorgabe zensieren (dieser eintrag wird bald weg sein).

      schau dir diese links an:

      http://fact-fiction.net/?cat=83

      mit einer weiteren innsbrucker wissenschaftlerin "von werlhof" der selben kategorie, für deren leistungen sich sogar die uni schon entschuldigt hat.

      langsam wird es ungemütlich, da die anordnungen von oben nichts mehr mit wissenschaft, vernunft, freiheit oder demokratie zu tun haben. es ist einfach eine absurde befolgung von unsinnigen gehirnwäsche beschlüssen der uno (=eu-richtlinie). gehirn ist keines dahinter erkennbar. und entsprechend schauen dann die gelieferten "wissenschaftlichen ergebnisse" aus.

    • natürlich.

      mantispa, vor 537 Tagen, 9 Stunden, 15 Minuten

      aber wenn wir von den wirklichen problemen abgelenkt werden - ist das so schlimm ? die wahrheit ist uns ja eh nicht mehr "zumutbar"!

  • beispiel mit huehnern unbrauchbar

    iggi, vor 538 Tagen, 3 Stunden, 36 Minuten

    wer je huehner in freier wildbahn beobachtet hat weiss, dass die hennen passiv herumpicken waehrend die haehne einander bekriegen. die unterlegenen muessen dann alleine im wald leben. soetwas als 'die hennen halten sich einen hahn' zu verkaufen ist unehrlich und schlechte wissenschaft.

    • Das Gegenteil trifft zu.

      nickel, vor 537 Tagen, 19 Stunden, 52 Minuten

      Der Beitrag ist in seiner Gesamtheit schlecht, aber ausgerechnet das Beispiel mit den Hühnern ist einer der wenigen zutreffenden Sätze.
      Wir sind Landwirbeltiere wie Vögel, und wir haben wenig Möglichkeiten, mit dieser Einsicht auf für uns angenehme Weise umzugehen. Nun, Hähne können keinen Humor entwickeln, können wir das?

    • xx13, vor 537 Tagen, 19 Stunden, 13 Minuten

      Wir sind Landwirbeltiere wie Vögel, und wir haben wenig Möglichkeiten, mit dieser Einsicht auf für uns angenehme Weise umzugehen.

      ???
      wir sind höhere primaten wie ein schimpanse, ...
      wir sind primaten wie eine lemure, ...
      wir sind landwirbeltiere wie eine schlange, ...
      wir sind wirbeltiere wie das lanzettfischchen, ...
      wir sind eukaryoten wie hefepilze, ...
      wir sind lebewesen wie ein archaebakterium, ...
      wir sind physikalische objekte wie ein stein, ...

      was schließt du aus all diesem? die frage ist ja, was unterscheidet uns von all diesen beispielen, und das ist je nach ansicht entweder mehr oder weniger.
      du scheinst dich daran zu erfreuen, dass du dich wenig von hühnern unterscheidest, ich hingegen behaupte, dass ich mich mehr von hühnern unterscheide.

    • es geht um folgendes:

      iggi, vor 537 Tagen, 17 Stunden, 49 Minuten

      wir koennen uns alle in eine gruppe stellen und BEOBACHTEN was die haehne TUN und wozu es fuehrt, und wir werden uns darueber mehr oder weniger einig sein: die kraeftigeren, agileren haehne vertreiben die anderen und leben als pashas. die alternative ansicht hingegen beruht rein auf interpretation was die hennen moeglicherweise DENKEN, es gibt null hinweis darauf dass sie ihre gesellschaft irgendwie beeinflussen. beide beschreibungen der huehnerwelt sind subjektiv, aber die sogenannte 'androzentrische' beruht halt auf observation und nicht raterei und ist daher als wissenschaftlicher einzustufen.

    • nickel, vor 537 Tagen, 14 Stunden, 15 Minuten

      denn was Hähne DENKEN ist eh klar, jaja.

    • "was haehne denken"

      iggi, vor 537 Tagen, 3 Stunden, 49 Minuten

      ist egal, denn was sie tun kann beobachtet werden. den elementare unterschied zwischen verhaltensforschung und phaenologischem psychoraten sollte man schon kennen :)

    • nickel, vor 536 Tagen, 19 Stunden, 34 Minuten

      Vielleicht siehst du später noch ein, dass Verhaltensforschung Psychoraten ist. Es wird dir von Nutzen sein

    • leolegende, vor 536 Tagen, 18 Stunden, 55 Minuten

      Raten mag in der Forschung ja sinnvoll und notwendig sein, wenn man aber nur mehr rät ist es keine Forschung mehr

  • weibliche Zugänge zur Wissenschaft....

    deepwater, vor 538 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

    http://de.tinypic.com/r/qoc8dw/4
    (aus dem Jahre 1966)
    schnurrrrrr

    • genial!!!!:D

      staa, vor 538 Tagen, 2 Stunden, 36 Minuten

  • onthetrain, vor 538 Tagen, 5 Stunden, 10 Minuten

    da gibts ganz schön viele wütende Männer da draußen...die nichts besseres zu tun haben, als sich über Feminismus aufzuregen...

    • nicht feminismus

      iggi, vor 538 Tagen, 4 Stunden, 50 Minuten

      im sinn der gleich-bzw. besserstellung von frauen ist das problem, sondern ideologisierung, verzerrung und verweichlichung wissenschaftlicher bemuehung, wie zb. das gezielte verwischen des gegensatzes der geschlechter wie er hier beitrag fuer beitrag praktiziert wird. keine 'harte' wissenschaft bedarf einer gender-spezifischen behandlung oder 'qualitaetskontrolle', ueber 'weiche' interpretative wissenschaften hingegen kann man dekonstruieren wie man will. und hier wird auch biologie zuer weichwissenschaft, zur herumratenden "phänomenologischen Beobachtung und Darstellung". unter dem hehren maentelchen der interdisziplinaet werden undiszipliniert ein paar gedankenassoziationen aufgerollt - ab in die 'kulturwissenschaft' damit.

    • da draussen möcht ich nicht sein ...

      holynine, vor 538 Tagen, 4 Stunden, 8 Minuten

      ... mit den "wütenden männern". in einer weise gehe ich nicht auf männerclos. die männer waren hierarchisch, despotisch paschas, maharadscas, feldwelbel sturmbandführer. dort draussen bei den männern müssten wieder alle auf reine männerclos. alle männer seien freunde und eines sinns.- und deshalb schimpfe ich schon auf feministinnen!! weil sie uns dorthinwünschen, wo wir historisch herkommen. oder dort vermuten und annehmen dass ich ihre depperten "matrosen" aushalte.

    • barbabo, vor 538 Tagen, 2 Stunden, 15 Minuten

      das absolute einer wissenschatft besteht aus der empirie und der mathematischen analytik, der rest ist interpretation und umsetzung.

      und dieser rest wird sehr wohl von der vorherrschenden kultur geprägt.

  • hab' mich da mal ein wenig schlau gemacht:

    axv80, vor 538 Tagen, 6 Stunden, 34 Minuten

    "Margarete Maurer ist Biochemikerin und Philosophin."

    Interessant - es findet sich auf scholar.google.com nicht eine einzige Publikation naturwissenschaftlicher Art unter diesem Namen.

    (http://tinyurl.com/326szzr)

    Da darf man doch die Frage stellen wie die Angabe "Biochemikerin" denn jetzt zu verstehen ist.

    "Sie arbeitet als freischaffende Wissenschaftlerin und Vortragende für theoretische und gesellschaftliche Aspekte in den Life Sciences u.a. an der Universität Wien und Innsbruck."

    Im Personenverzeichnis der Universität Wien findet sich nur ein Eintrag unter ehemaligem/nicht aktivem Personal.

    Weiters ist diese Philosophin auch Direktorin des Rosa Luxemburg Instituts (laut Eigendefinition ein "
    außeruniversitäres Forschungsinstitut gegründet mit dem Ziel feministischer Theorieentwicklung und praxisorientierter interdisziplinärer Forschung & Bildung" - was auch immer das jetzt heißen mag.)

    Aber bei dem Namen ist es wohl klar, wes Geistes Kind diese Person ist.

    • na ja, die frau ceaucescu

      mantispa, vor 536 Tagen, 10 Stunden, 43 Minuten

      war auch biochemikerin (und hat nix publ.).

    • aber von der hat hier auch niemand behauptet ...

      axv80, vor 535 Tagen, 21 Stunden, 12 Minuten

      ... sie würde an der Uni Wien arbeiten.

      Und so ein krudes Maß, das auch ist, die Frage nach Art und Umfang der wissenschaftlichen Arbeit wird in erster Linie mit Publikationen beantwortet.

  • ?

    sandling1, vor 538 Tagen, 7 Stunden, 56 Minuten

    gerade in unserem kulturkreis ist es verpönt sich gegen den feminismus zu bekennen was an sich auch ok ist. dank alice schwarzer und co. haben die frauen eine gesellschaftliche gleichstellung erreicht von der millionen frauen nicht einmal träumen können. also bitte liebe feministinnen, kümmert euch um all die vielen frauen die tatsächlich als menschen 2er klasse behandelt werden und sich genitalverstümmelungen unterziehen lassen müssen oder mit benzin übergossen werden oder sich nase und ohren rechtmässig von ihren männern abschneiden lassen müssen oder öffentlich gesteinigt oder von ihren familienmitgliedern unterstützt ermordet werden !!!! also das betätigungsfeld ist riesengross und die herumjammerei bei uns völlig unangebracht !!!!

    • na klar, sandler äh sandling ...

      vjestica, vor 538 Tagen, 6 Stunden, 28 Minuten

      ... das hat ja keineR bestritten, dass frauen in der westlichen welt einen grad der gleichstellung errungen haben wie möglicherweise nie zuvor in der geschichte. solange es aber noch immer gleiche und gleichere gibt, kann der kampf nicht zu ende sein. und falls sie tatsächlich keine ahnung haben, wie sich feministinnen um die von ihnen aufgezählten verbrechen kümmern, empfehle ich, bei alice schwarzer oder beispielsweise corinna milborn nachzulesen.

  • maxx1, vor 538 Tagen, 8 Stunden, 35 Minuten

    Immer wenn sich Feminismus verständlich machen will, trifft er auf viele dumme Männchen. Auf intellektueller Ebene ist da sowieso nichts zu machen, denn geschlechtsspezifisches Verhalten hat sich im Trott vieler Jahrtausende zu stark verinnerlicht, siehe stereotype Reaktionen hier im Forum.
    Eine Frage ist ja, ob es der Feminismus es überhaupt nötig hat, irgendjemanden auf intellektueller Ebene zu überzeugen. Kulturen mit unzureichenden Modellen ihrer Umwelt scheitern früher oder später selbst an der Realität.

    • heidi ?

      eminence, vor 538 Tagen, 8 Stunden, 32 Minuten

      heidi , is it you ??
      did you see my goat ???

    • maxx1, vor 538 Tagen, 8 Stunden, 30 Minuten

      Immer wenn sich Feminismus verständlich machen will, trifft er auf viele dumme Männchen und Weibchen;-)

    • verünftiger verstand

      quaoar, vor 538 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten

      "Eine Frage ist ja, ob es der Feminismus es überhaupt nötig hat, irgendjemanden auf intellektueller Ebene zu überzeugen."

      richtig, sie haben es nicht nötig - überzeugen sie sich einfach nur untereinander. es ist ohnehin schon so weit, dass der femininsmus zum debilismus verkommt. und das überzeugt ohnehin niemanden sonst mehr.

      also lassen sie zumindest alle öffentlichen geldmittel, und alle quotenposten, durch die sich diese unfähigkeit ausbreitet und versuchen sie es im nächsten jahrtausend wieder.

      oder auch jetzt, aber nur auf eigene kosten in eigenen privatinstituten, aber belästigen sie damit nicht menschen ab gesundem menschenverstand aufwärts.

    • barbabo, vor 538 Tagen, 2 Stunden, 6 Minuten

      sagenhaft, dieser schiss den so mancher mann vorm feminismus hat....

    • schiss um schiss geht's voran

      quaoar, vor 537 Tagen, 16 Stunden, 35 Minuten

      barbabo
      "sagenhaft, dieser schiss den so mancher mann vorm feminismus hat...."

      nein, keine angst.
      man fragt sich nur, wie tief die ideologie der "intellektuellen" frauen noch sinken kann. es hat NICHTS mit wissenschaft zu tun. es ist esotherisches frauengelaber vom selbstverwirklichungs-stammtisch auf kosten des steuerzahlers.

      und dies soll sich eine gesellschaft kritiklos gefallen lassen, nur weil es von irgendwelcher gm-sekte auf einem uno-frauenkongress undemokratisch beschlossen wurde?

      in welcher art von diktatur leben wir schon?
      es ist unwürdig einer demokratie, freiheit und wissenschaft, dass man solches niveau per zwang verordnet bekommt. solchen unsinn (ideologische wissenschaftserkenntnisse) gab es nicht einmal in der ex-ostblock-wissenschaft (aber die nazis waren esotheriker).

      so nicht.

      lösung: die "leistungen" der gender-genossin von einem wissenschaftlichen gremium prüfen lassen und danach durch einen echten wissenschaftler ersetzen (geschlecht egal). und zwar bald.

  • :-)

    klausi025, vor 538 Tagen, 9 Stunden, 32 Minuten

    Was lernen wir wieder einmal von einer Anhängerin der fanatischen Religion der Feministinnen: Frauen sind nicht nur gleich, sondern viel besser! *ggg* Da möchte man doch an den Teufel glauben, dass diese uns Männern so überlegene Gattung Frau nicht alle Geheimnisse dieser Welt schon längst erforscht hat ... sicher die Schuld der bösen, bösen Männer ... dass Männer schuld sind ist unumstößlicher als alles, was andere Religionen zu bieten haben. Eher segnet der Papst eine homosexuelle Gruppensexorgie als dass diese Wahrheit angezweifelt würde! *ggg*

    • auf der olm

      bergbaron, vor 538 Tagen, 8 Stunden, 38 Minuten

      do gibts koa sünd ...

  • Klingt nach marxistisch-leninistischer Kritik...........

    onkelfredi, vor 538 Tagen, 10 Stunden, 19 Minuten

    der Naturwissenschaften, also eine ideologische Brille aufsetzen!!!!!

  • In was für einer Realtität leben die?

    axv80, vor 538 Tagen, 10 Stunden, 28 Minuten

    "Sich zum Feminismus zu bekennen, ist heutzutage nicht gerade populär."

    Wer bitte wagt es denn heute noch zu sagen, daß er vom Feminismus nichts hält? Und gerade in akademischen Kreisen muß man ausgesprochen vorsichtig agieren was Kritik an sog. "kritischen" Ansätzen wie eben Feminismus, Gendermainstreaming u.ä. betrifft, deren Proponenten sich grundsätzlich durch mangelnde Kritikfähigkeit auszeichnen.

    Mal davon abgesehen, daß dieses "Interview" jegliche kritische Auseinandersetzung von seiten der Fragestellung vermissen läßt - fast so als wäre es in einer kommunistischen Zeitung abgedruckt, ist ja hier die "Argumentation" an den Haaren herbeigezogen und statt einer ernstzunehmenden, konkreten Aussage gibt es nur Lobhudelei wie toll das ganze Konzept nicht wäre.

    Entbehrlich.