Zucker hilft Babys nicht gegen Schmerzen
Die Studie:
"Oral sucrose as an analgesic drug for procedural pain in newborn infants: a randomised controlled trial" ist in "The Lancet" erschienen.
Für ihre Untersuchten entnahmen Wissenschaftler um Rebeccah Slater von der Forschungsgruppe für Kinderschmerz am University College London mit einer schmalen Klinge an der Ferse von 59 Neugeborenen Blutproben. Zuvor hatten sie einem Teil sterilisiertes Wasser, dem anderen eine Zuckerwasserlösung gegeben.
Noch zu früh für Schlüsse
Mittels Elektroenzephalographie (EEG) wurden dann die Hirnströme der Babys gemessen. Es zeigte sich dabei keine Änderungen der mit Schmerz verbundenen Aktivitäten. Was sich schon änderte, war der Gesichtsausdruck der Neugeborenen: Sie runzelte etwa weniger oft die Stirn - was üblicherweise als schmerztypische Reaktion interpretiert wird.
Warum das so ist, können die Forscher nicht erklären. Sie halten Zucker aber für kein geeignetes Schmerzmittel für Kleinkinder.
In einem Begleitkommentar wird die Aussage der Studie relativiert: An ihr seien nur relativ wenige Babys beteiligt gewesen, größere Studien seien vonnöten, um etwaige Änderungen in der Praxis vorzunehmen.
science.ORF.at
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