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Der Datenanzugs des PC-Spiels

Computerspiel gegen Rückenschmerzen

Wiener Informatiker haben ein Computerspiel gegen Rückenschmerzen entwickelt. Die Bewegungen beim Training eines Patienten werden dabei wie bei Computerspielen auf eine Trickfigur am Bildschirm übertragen.

Technologie 02.09.2010

Hinein in den "Datenanzug"

"Um die Bewegungsspiele zu steuern, muss man zunächst in einen Datenanzug schlüpfen, der mit kleinen, reflektierenden Kugeln besetzt ist", erklärte dazu Hannes Kaufmann vom Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme der Technischen Universität (TU) Wien. Acht Kameras sind im Raum montiert, sie alle sind mit Infrarot-Lichtquellen ausgestattet.

Das Infrarotlicht wird von den Kugeln auf dem Datenanzug zurückgeworfen und von Spezialkameras aufgezeichnet. Daraus errechnet ein Computer ein dreidimensionales Modell der Person und stellt es auf dem Bildschirm dar.

Entspannung der Muskeln

Die Bewegungen werden auf die Computerfigur übertragen

Die Bewegungen werden auf die
Computerfigur übertragen

Das TU-Forschungsteam arbeitet mit einer Softwarefirma aus Dänemark zusammen, um den digital erfassten Patienten in ein Computerspiel einzuarbeiten. So können etwa Personen mit Rückenschmerzen Dehnungsübungen ausführen und dabei eine Computerfigur am Bildschirm steuern. Dabei kommen auch spielerische Aspekte nicht zu kurz. So kann man die Computerfigur einen virtuellen Felsen erklimmen lassen.

Das medizinische Personal kann die Steuerparameter des Computerprogrammes individuell an die Patienten anpassen und auch Bewegungsabläufe analysieren. Zusätzlich werden laufend die Muskelspannung des Patienten gemessen und die Informationen im Spiel genutzt.

Schafft es die Person, die relevanten Muskelpartien zu entspannen, wird der Schwierigkeitsgrad des Spiels geringer. Entspannung der Muskeln gilt für den Therapieerfolg bei chronischen Schmerzpatienten als sehr wichtig.

Soll bald eingesetzt werden

Die Infrarot-Spezialkameras, von denen die Bewegungen aufgenommen werden, wurden eigens für dieses Projekt entwickelt. Mit 60 Bildern pro Sekunde erreichen sie mehr als die doppelte Bildfrequenz gewöhnlicher Fernsehkameras.

Dieser große Datenstrom wird vollständig an den Computer übertragen. "Erst am Computer wird aus den Bildern mit unseren speziell entwickelten Rechenalgorithmen ein dreidimensionales Bild erstellt", so Kaufmann.

Erste Tests mit Patienten wurden laut den Forschern bereits erfolgreich durchgeführt. Ab Herbst soll das von der EU geförderte neue Computersystem in einem holländischen Rehabilitations-Zentrum eingesetzt werden.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • seltsam...

    ironimo, vor 992 Tagen, 20 Stunden, 13 Minuten

    wir üben seit vielen Jahren Yoga und
    alle sind top fit. Ob wir da was versäumt
    haben und man mittels Elektronik
    doch noch zu den Kreuzschmerzen
    kommt?

    • maxx1, vor 992 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten

      Die meisten technischen Erfindungen sind derart, dass sie sich zwischen Mensch und Natur drängen und sich dort in eine künstliche ökonomische Nische einnisten.

  • lutzvonlutzervomlutzerer, vor 992 Tagen, 22 Stunden, 33 Minuten

    ein super programm !!!
    ich kam nicht mehr die treppen hoch und konnte nicht mehr gerade vorm computer sitzen und heute klettere ich den fünften grad.
    aber immer vorher mit seil sichern !!!

  • hellooo?

    hansiburli, vor 992 Tagen, 23 Stunden, 36 Minuten

    wie wärs mit xbox kinect?

    • khgfraster, vor 992 Tagen, 19 Stunden, 12 Minuten

      uhmm... hast du eines?

      abgesehen davon ist die genauigkeit von kinect ein schmarrn und für chronische schmerzpatienten sicher ungenügend. bei kleinen bewegungen schreien die vermutlich vor schmerz bevor kinect irgendwas bemerkt