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Gemälde vom "letzten Abendmahl" in der Minoritenkirche

Forscher machen Farben hörbar

Restauratoren versuchen schon seit geraumer Zeit herauszufinden, wie da Vinci und Co die Farben für ihre Gemälde zusammengemischt haben. Nun haben Forscher ein Verfahren entwickelt, mit dem die einzelnen Pigmente einer Farbe erkennbar werden. Man kann sie zwar nicht sehen - aber hören.

Chemie 03.09.2010

Dem Team um Ian Butler von der Chemieabteilung der McGill Universität ist es gelungen, Farben hörbar zu machen. Das haben die Forscher mithilfe der photoakustischen Infrarot-Spektroskopie geschafft.

Die Studie

"Application of Photoacoustic Infrared Spectroscopy in the Forensic Analysis of Artists' Inorganic Pigments" ist im Fachblatt "Spectrochimica Acta Part A: Molecular and Biomolecular Spectroscopy" erschienen.

Dieses Verfahren geht auf den Erfinder des Telefons, Alexander Graham Bell, zurück. Bell fand 1880 heraus, dass feste Stoffe Schall erzeugen können, wenn sie Sonnenlicht, UV- oder Infrarotstrahlung ausgesetzt sind.

Altes Verfahren neu angewendet

Erst durch Fortschritte in der Mathematik und die Weiterentwicklung von Computern war es Chemikern möglich, das Phänomen zu einem wissenschaftlich verwertbaren Verfahren zu entwickeln und auf unterschiedliche Stoffe anzuwenden. Butler und sein Team sind die ersten, die das Verfahren auf Farbpigmente angewendet haben.

"Die chemische Zusammensetzung der Pigmente zu kennen ist wichtig. Es ermöglicht Museen und Restauratoren zu wissen, wie die Farben auf Sonnenlicht und Temperaturveränderungen reagieren", sagt Butler.

Akustische Farbkartei

Bisher haben die Wissenschaftler zwölf verschiedene anorganische Pigmente anhand der von ihnen ausgestrahlten Infrarotspektren, also ihrer Geräuschpalette, klassifiziert. Auch heute noch verwenden viele Künstler diese Pigmente, wie zum Beispiel Kobaltblau, Chromgelb, Malachit oder Mars Orange. Langfristig soll eine Datenbank entstehen, in der bekannte Pigmente und deren akustische Signatur aufgelistet sein sollen.

"Ist so eine Datenbank einmal erstellt, könnte diese Technik in forensischen Kunstlabors zur Routine werden", sagt Butler. Falsch gemischte Farben können ein Bild beim Versuch, es zu restaurieren, nämlich schwerer beschädigen, als es gar nicht in Stand zu setzen.

Peter Stenitzer, science.ORF.at

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Forum

 
  • Optoakustisches Laserhologramm - Interferenzverfahren,...

    neutrino, vor 525 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten

    mittels eines durchstimmbaren Farblasers werden vmtl. alle Farbpigmente gründlicher erfasst, zusätzlich kann man ein IR- u.e. UV-Laser mit integrieren wodurch man beliebige Bestrahlungsverfahren einsetzen kann, also z.B. auch gepulstes Laserlicht als einzelnes Soliton, (Punk, bzw. Zeilenweise od. als Flächenbestrahlung) usw.,...ein weiterer besonders kohärenter Laser dient für die Erstellung eines Referenz - Hologramms, der hier ähnlich wie in der Autoindustrie gewisse mechanische Resonanzen mit Hilfe des Interferenzverfahrens erkennen soll, nur dass hier einzelne Farbpigmente optisch über den Lichtdruck zu einer akustischen Reaktion veranlasst werden, welches mit höchster Auflösung nun auch sichtbar gemacht werden kann,...also jetzt parallel zum akustischen Farben hören und dies alles in Echtzeit,...;-)

    Anmerkung: der Strahlungsdruck (Lichtdruck) ändert sich je nach Farbe (Reflektionsgrad) des Pigmentes, ausserdem kann vmtl. durch die Variation der Pulslänge des Laserimpulses hier ein zusätzlicher akustischer Resonanzeffekt einzelner Farbpigmente erzielt werden, wodurch man jetzt sogar chemisch gleiche Farbpigmente mit unterschiedlichen Abmessungen exakt ausloten kann,...

    Strahlungsdruck
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungsdruck

    Photoakustische Spektroskopie
    http://de.wikipedia.org/wiki/Photoakustische_Spektroskopie
    http://www.pci.uni-heidelberg.de/apc/pcf/PCF_V08.pdf
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