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Diabetiker-Schokoladen

Aus für Diabetiker-Lebensmittel

Ein Ausschuss des deutschen Bundesrates hat die Abschaffung von Diabetikerlebensmitteln beschlossen. Die Diabetikerprodukte haben in Fachkreisen schon seit geraumer Zeit keinen besonders guten Ruf. Auch in Österreich will man sich von ihnen verabschieden, das Gesundheitsministerium wartet aber noch auf eine gemeinsame EU-Linie.

Gesundheit 06.09.2010

Produkte haben kaum Vorteile

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind Diabetiker-Lebensmittel für zuckerkranke Menschen nicht viel besser geeignet als herkömmliche Lebensmittel.

Oft enthalten sie mehr Fett und Kalorien als die herkömmliche Variante. Kekse und Marmeladen für Zuckerkranke entsprächen in ihrer Zusammensetzung nicht mehr den Ernährungsempfehlungen, heißt es seitens der deutschen Bundesregierung. Zudem ist bei Menschen mit Diabetes häufig nicht nur der Zucker-, sondern auch der Eiweiß- und Fettstoffwechsel gestört.

Bisher hat sich die deutsche Lebensmittelindustrie gegen die Abschaffung von Produkten für Diabetiker gewehrt, weil ihr damit ein großes Geschäft entgeht.

Eine halbe Milliarde Umsatz pro Jahr

"Das ist eine deutliche Veränderung, die auf die betroffenen Unternehmen zukommt", sagte Norbert Pahne, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Hersteller von Lebensmitteln für eine besondere Ernährung gegenüber der dpa. Dem Verband gehören 60 Hersteller diätetischer Lebensmittel in Deutschland an.

In Deutschland gibt es sechs Millionen Diabetiker. Allein 2009 beziffert Pahne den Umsatz mit Diabetikerprodukten mit rund 138 Millionen Euro. Dazu kommen noch einmal 380 Millionen Euro für den Umsatz mit zuckerarmen Getränken.

Bis 2012 dürfen die Unternehmen noch Diabetikerprodukte herstellen. Und auch dann müssen die Regale nicht umgehend geräumt werden. Erst wenn alles verkauft respektive abgelaufen ist, ist es mit den Diabetiker-Lebensmitteln endgültig vorbei. Und auch in Österreich gibt es derartige Pläne.

Österreich wartet noch ab

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft, kurz ÖDG, ist schon seit geraumer Zeit bestrebt, die Diabetiker-Produkte aus den Geschäften zu verbannen. Am dritten August hat die ÖDG eine entsprechende Anfrage an das Bundesministerium für Gesundheit geschickt.

"In der Antwort heißt es, der 'Bedarf an diätetischen Lebensmitteln sei nicht gegeben', und 'ausgewogene Mischkost' könne dem Bedarf von Diabetikern genügen. Der Meinung sind Fachleute auch schon länger", sagte Raimund Weitgasser, Vorsitzender der ÖDG und Leiter der Inneren Medizin am Diakonissen-Krankenhaus Salzburg.

Tatsächlich sei man mit der "Abschaffung dieser Lebensmittel einverstanden", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im Gespräch mit science.ORF.at. Man würde sich im Ministerium jedoch ein "gemeinsames Vorgehen mit Brüssel" wünschen, daher wird im Ministerium noch auf "eine entsprechende EU-Richtlinie" gewartet.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • ein alkoholfreies Diabetikerbier ohne Kohlensäure bitte, aber von heraussen !

    ebenezer, vor 524 Tagen, 9 Stunden, 24 Minuten

    ...

  • verhältnis..?

    gaston, vor 524 Tagen, 12 Stunden, 14 Minuten

    In Deutschland gibt es sechs Millionen Diabetiker. Allein 2009 beziffert Pahne den Umsatz mit Diabetikerprodukten auf rund 138 Millionen Euro...
    Wow! 23M pro Diabetiker/Jahr

    • Na ja

      prampuri, vor 524 Tagen, 12 Stunden, 4 Minuten

      Mathematik ist halt nicht jedermanns Sache.
      Auch die ganz einfache nicht....

      gell

    • naja

      gaston, vor 524 Tagen, 11 Stunden, 15 Minuten

      war halt noch zu verschlafen.. ;)

  • Die Lebensmittelindustrie wird es überleben.

    eudiktator, vor 524 Tagen, 19 Stunden, 57 Minuten

    Weil sie nicht nur von den Diabetikern lebt. Allen anderen darf sie weiterhin Analogkäse, Schummelschinken und milchfreies Milcheis verkaufen. Außerdem Glashaustomaten die nur mit Düngerwasser in Steinwolle großgezogen wurden anstatt in Erde. Auch Fertigprodukte die auf dem Teller wesentlich unappetitlicher aussehen als auf der Verpackung. Und deren angeblich hochwertige Zutaten laut Aufschrift nur in homöopathischen Dosen vorhanden sind. Nach Banken und Versicherungen zählt die Lebensmittelindustrie zu den größten Blendern auf diesem Planeten. Sie haben den alten Traum der Alchemisten realisiert: Die Erzeugung von Gold aus minderwertigen Substanzen. Nirgendwo ist die finanzielle Wertschöpfung vom Rohstoff bis zum Fertigprodukt größer als bei solchen Unternehmen.

    • Es muss aber auch die geben

      chrilly, vor 524 Tagen, 15 Stunden, 29 Minuten

      die diesen Frass fressen. Wenn meine Schwester im Kochunterricht naturbelassene Sachen macht, dann rühren es viele Kinder nicht an. Die schmecken nichts mehr bzw. sind nur mehr das künstliche Zeug gewöhnt.
      Da kann man nicht nur der Industrie die Schuld geben. Es ist heute relativ leicht - und unterm Strich auch nicht teurer - sich vernünftig zu ernähren.
      Der Jaime Oliver ist mit seinen Programmen ja auch bitter gescheitert.

    • Der Jaime Oliver ist mit seinen Programmen ja auch bitter gescheitert.

      lambert1223, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten

      weil der versuch zum scheitern verurteilt war. geldmangel, organisatorische schwierigkeiten.... auch werden kinder nicht einfach so ihre gewohnheiten ändern wollen (chicken-nuggets & co). die boykottierten einfach das neue gesündere essen weil sie wussten bald gibts wieder den üblichen fraß.

      war das nicht bei eben dieser sendung wo sie eine schule gezeigt haben wo es viel rohkost und nur bioprodukte gibt, die sachen aber auch sehr schön präsentiert werden. die kinder haben das begeistert angenommen, und sogar ihre schulnoten haben davon profitiert.

    • lambert1223, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 44 Minuten

      ich glaube mich zu erinnern es war eine schule in amerika also war das doch nicht beim jamie oliver.

    • stahlkraft, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 39 Minuten

      Jamie Oliver war bei einer Sendung an einer amerikansichen Schule, kann also schon sein dass du das meinst ;)

  • Wieso reglementieren?

    biofinger, vor 525 Tagen, 9 Minuten

    Hallo? Ich dachte die EU möchte den freien Wettbewerb? Wieso nicht hier bei den Diabetiker-Lebensmitteln? Wieso nicht bei Leuchtmittel? Wenn die Leute Diabetiker-Lebensmittel kaufen wollen, wieso soll es dann verboten sein, solche zu produzieren und zu verkaufen? Wenn die Leute lieber Glühbirnen haben wollen, wieso diese dann verbieten? Wenn diese hingegen niemand haben will, verschwinden sie ganz von selbst vom Markt. Irgendwie kommt man sich schon etwas bevormundet vor. Sicherlich gibt es Bereiche, wo der sogenannte Freie Markt nicht funktioniert. Und hier, wo er funktionieren würde, schafft man ihn ab. Verstehe ich nicht.

    • AUch Argumente beachten!

      ichlebe, vor 524 Tagen, 23 Stunden, 53 Minuten

      Die Bezeichnung Diabetiker-Lebensmittel täuscht vor, daß diese Lebensmittel besonders gut und sicher für Diabetiker sind. Das ist nicht so.

      Jeder kann Lebensmittel verkaufen, welche auch immer, sofern sie den wichtigsten Vorschriften entsprechen, also nicht schädlich sind. Nur, eine Krankheit als Namensgeber zu verwenden geht über die Freiheit des Wettbewerbs weit hinaus.

    • paradeiser, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 52 Minuten

      Nun,Mittel zur Penisverlaengerung,Busenvergroesserung,Haarwuchsmittel,Abmagerungspillen"pro Woche 15kg leichter",Faltencremes mit Geheimelixieren etc duerfen jederzeit an Dummkoepfe per anonymen Postfaechern verscherbelt werden.
      Ich find etwa die mit Aspartan gesuesste Diabetikersachen eher grauslich,aber das Zeug ist doch immer noch besser,als all der andre Schwindel,dessen Verkauf nicht verboten wird.
      Wie kommen solche Vorschriften eigentlich zustande?
      Wir wollen doch nicht etwa vermuten,dass ein maechtiger Teil der Industrie hier mit bissi extramillionen Abgeordneten Entscheidungshilfe leistet?!

  • Sechs (!) Millionen Konsumenten

    eris, vor 525 Tagen, 50 Minuten

    sind chancenlos gegen ein paar knickerige Gierhälse ?

    Darf das wahr sein ?

    • Wieso Gierhälse?

      lucretius, vor 524 Tagen, 18 Stunden, 54 Minuten

      Es gibt in der BRD 6 Millionen Diabetiker. Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass alle diese Produkte kaufen. Wahrscheinlich tut das nur ein kleiner Teil der Diabetiker wirklich. Und es geht auch nicht darum die Lebensmittel an sich zu verbieten, sondern lediglich darum die irreführende Bezeichnung abzuschaffen. Diabetes mellitus ist "etwas" komplexer als nur "zu viel Zucker im Blut". Wie im Artikel angesprochen haben viele Diabetiker auch Probleme im Eiweiß- und Fettstoffwechsel. Somit müssen Diabetiker-Lebensmittel nicht wirklich Vorteile für einen Diabetiker haben, was wiederum die Bezeichnung in Frage stellt.
      Jetzt könnte man zwar mit der von mir vorgebrachten Argumentation auch Studentenfutter verbieten, weil es sicherlich auch keinen bewiesenen Einfluss auf Prüfungsergebnisse hat, aber ich denke hierbei kann man noch darauf vertrauen, dass die Konsumenten nie einen Zusammenhang vermuteten.

    • Sechs Millionen chancenlos gegen Etikettenschwindel ?

      eris, vor 524 Tagen, 14 Stunden, 33 Minuten

  • typisch österreichische lösung....abwarten

    sandling1, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 4 Minuten

    hätte mich auch sehr verwundert, wenn etwas sinnvolles gleich umgesetzt werden würde, aber was sagt den da die wirtschaft und die gewerkschaft und der beamtenstadl und .....?
    der konsument, um den es hier geht, wird weiter für dumm verkauft. broteinheiten sind von vorgestern, aber man stelle sich vor diabetiker (typ 2) würden ihren blutzuckerspiegel nur durch ernährungsumstellung ohne medikamente in den griff bekommen. ach ja, da ist ja noch die pharmaindustrie....

    • typisch österreichisch ...

      cybercop, vor 525 Tagen, 18 Minuten

      würde brüssel das mit 31.12.2012 verbieten hätte österreich schon ein gesetz welches mit 1.1.2011 gültig wäre - egal was die wirtschaft sagt (auf gewekschaften und beamte schei*en unsere politiker übrigens genauso wie auf das gemeine volk).

    • typisch WAS?

      oesterseicherl, vor 524 Tagen, 21 Stunden, 21 Minuten

      ob deutschland sich abschafft wird sich zeigen, es gibt aber noch kraeftige lebenszeichen.

      oesterreich hat sich bereits abgeschafft mit vielen, vielen "typisch oesterreichischen" loesungen.

      es verbleiben ein paar bundeskasperln, ein im der eu vorauseilenden gehorsam agierendes zahnloses parlament und zaeh um glanz und glorie (und die reale macht in ihrem kantoenlein) ringende "landesfuersten".

      "typisch ooesterreichisch" ist geschichte.

      NB werde auch das "oester" aus dem nick werfen...

  • na bravo

    bucho, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 21 Minuten

    Meine Lebensgefährtin verträgt keine Produkte mit "normalem" Zucker sondern kann nur Fruchzucker und diverse ander Zuckerersatzstoffe, zB Agavensirup und eben auch Süssstoff, essen.

    Von diesen Personen gibts laut Biomarkt mehr als man denkt.

    • jupiterxx, vor 525 Tagen, 1 Stunde, 27 Minuten

      Solche Produkte wird es auch weiterhin geben. Keine Bange - es besteht die Gefarh, daß sie billiger werden. Aber da wird sich die Industrie schon etwas einfallen lassen. Abgesehen davon: Was soll "normaler Zucker" sein? Fruchtzucker heißt so und hat mit Früchten wenig zu tun. Er wird zumeist aus Maisstärke künstlich hergestelllt und ist auche nur eine Sorte "normaler Zucker".

    • "normaler Zucker"

      dornhai, vor 525 Tagen, 41 Minuten

      ist Saccherose und ist ein Doppelzucker. Dieser besteht aus einem Glukosemolekül und einem Frucktosemolekül.
      Fruchtzucker besteht nur aus Fruktosemolekülen.
      Diabetiker haben aber das Problem dass sie die Glukose nicht verstoffwechseln können, Fruktose hingegen schon.

  • Broteinheiten

    graureiher, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 58 Minuten

    Diabetikerprodukte sind wirklich unnötig. Der einzige Vorteil von ihnen ist, dass die Broteinheiten draufstehen und sonst muss man sich diese immer anhand der Kohlenhydrate ausrechnen (sehr mühsam!) Als Diabetikerin fordere ich aber für Österreich: Zuckerfreies (Frucht)Joghurt!!! Nöm hat keines mehr und auch sonst wird überall der künstliche Süßstoff verteufelt. Warum nur? Diejenigen, die ihn nicht essen wollen, sollen es halt lassen.

    • Wie wäre es denn...

      kernelpanic, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 49 Minuten

      ...mit Joghurt und frischen Früchten darin? Sicherlich gesünder als das fertiggepantschte...

    • ich wär auch sofort für weniger gezuckertes joghurt,

      two1zero, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 45 Minuten

      nicht weil bei meiner ernährung drauf ankäme, sondern weil einfach der picksüsse geschmack ja grauslich ist.
      im ausland gibts da weitaus besseres als bei uns, da bleibt echt nur die variante naturjoghurt mit preiselbeerkompott zu vermischen.

    • der beste Ersatz für Zucker und künstl. Süßstoff ist Stevia

      yesforever, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 39 Minuten

      oder Produkte aus diesem natürl. Zuckerblatt (keine leeren Kalorien, keine Karies) 300 mal süßer als Zucken, man braucht nur wenig davon, schmeckt zwar ein bißchen anders, aber man gewöhnt sich.

    • Oder Xylit.

      format, vor 525 Tagen, 2 Stunden, 11 Minuten

      Auch super.

    • Wie wird 300x süßer gemessen?

      jupiterxx, vor 525 Tagen, 1 Stunde, 25 Minuten

      Ich hab es ausprobiert - es stimmt offenkundig nicht. Es ist einer von vielen Süßstoffen.

    • Broteinheiten

      graureiher, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 31 Minuten

      Ja natürlich ist Joghurt mit frischen Früchten am Besten und auch am Gesündesten. ABER: als Diabetiker muss man Broteinheiten zählen um das Insulin richtig zu dosieren (bin Typ I) Das heißt ich muss alles, was ich nicht weiß abwiegen. 1/4 Naturjoghurt=1 BE bei den Früchten oder Marmeladen ist das ganz unterschiedlich und muss extra berechnet werden. Viel einfacher ist ein (ungezuckertes) Fruchtjoghurt, wo z.B. draufsteht 100g enthält 5g KH oder noch besser 1 Joghurt=1 BE. Man hats als Diabetiker eh schon schwer genug!

  • Joschka

    humanic22, vor 525 Tagen, 3 Stunden, 33 Minuten

    Wegen diesem Österreichhassers müsste man normal die Billa meiden.Aber schlechte Politiker bekommen immer wieder bestens bezahlte Posten.

    • mitdemmofanachengland, vor 525 Tagen, 3 Stunden, 20 Minuten

      jaja, die nationalisten ... schwierige welt in der die leben.

    • es hat sich

      ichlebe, vor 525 Tagen, 9 Minuten

      zwar eingebürgert, doch BILLA ist NICHT WEIBLICH.

      Billa ist schlicht und einfach die Abkürzung von Billigladen und ein solcher ist immer noch männlich, auch nach der Rechtscheibreform.

  • EU

    humanic22, vor 525 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

    Typisch Österreich.Wir warten auf eine gemeinsame EU-Linie denn dann können wir wieder sagen die EU wars und unsere schwachen Politiker sind aus dem Schneider.