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Klimamessungen im ewigen Eis.

Rohdaten der Klimaforschung bald zugänglich?

"Klimaskeptiker" glauben nicht an das Ausmaß der Klimaerwärmung und auch nicht, dass der Mensch dafür verantwortlich ist. Eine Hauptkritik von ihnen ist, dass Rohdaten der Klimaforschung nicht veröffentlicht werden und somit manipulierbar sind. Das soll sich nun ändern.

Klima 07.09.2010

Eine weltweite und für jedermann frei zugängliche Datenbank: Das ist das Fernziel eines Workshops, der vom 7. bis 9. September im britischen Exeter abgehalten und vom britischen Met Office veranstaltet wird.

Transparenz für eine angeschlagene Disziplin

Offenheit würde der in der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt angeschlagenen Disziplin der Klimaforschung gut tun. Zur Erinnerung: Kurz vor Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 waren Hacker in das Netzwerk des renommierten Climate Research Unit (CRU) an der University of East Anglia eingedrungen. Sie stahlen tausende E-Mails und andere Dokumente und stellten sie kurz darauf ins Internet.

Einige E-Mails wurden daraufhin auf klimaskeptischen Websites als "Beweis" dafür zitiert, dass die Klimaerwärmung ein Werk dunkler Mächte sein, zumal in einer Mail im Zusammenhang mit Klimadaten von einem "Trick" die Rede war.

Eine unabhängige Untersuchungskommission hat mittlerweile alle Forscher vom Verdacht freigesprochen, absichtlich Daten zur Erderwärmung gefälscht zu haben. Beklagt wurde von der Kommission aber ein Mangel an Offenheit, was den Umgang mit den Klimadaten betrifft. Auch der deutsche Meteorologe Hans von Storch beklagte in einem science.ORF.at-Interview, dass in der Klimaforschung zu viele Rohdaten unter Verschluss gehalten werden.

Offenheit und ihre Grenzen

Genau dagegen möchte nun der Workshop in Großbritannien angehen. "Er ist eine Übung in Sachen Offenheit der Klimaforschung", bezeichnet es der Klimaforscher und Veranstaltungsleiter Peter Thorne gegenüber dem Online-Dienst von Nature. Bis heute stünden für ganze Zeitperioden auch der jüngeren Vergangenheit und für ganze Regionen keine oder nur unzureichende Daten zur Verfügung.

Die Gründe dafür seien vielfältig: Zum Teil wurden die Daten noch gar nicht erhoben, zum Teil noch nicht digitalisiert, zum Teil gibt es dafür aber auch politische und wirtschaftliche Ursachen. In manchen Ländern leben die meteorologischen Anstalten schlicht von den Einnahmen ihrer Daten und weigern sich deshalb, sie frei zur Verfügung zu stellen.

Dauert im besten Fall noch Jahre

In einem "Nature"-Kommentar hat Peter Thorne vor kurzem ausgeführt, wie eine Datenbank dennoch aussehen könnte, die den Anforderungen der Transparenz entsprechen würde.

Demzufolge müsse sie: kleinskalige Daten von Messstationen enthalten, die Temperaturen mehrmals täglich messen; von Klimaforschern eingesehen werden können, auch wenn die Daten aus kommerziellen Gründen geschützt sind. Etwaige Korrekturen der Daten müssten transparent erfolgen.

Wie die bisher vorhandenen Forschungsergebnisse und Messungen homogenisiert werden können, soll der aktuelle Workshop in England nun klären. Schon jetzt ist klar, dass die Realisierung Jahre dauern und Millionen von Euro kosten würde.

science.ORF.at

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Forum

 
  • "glauben nicht"

    hosenbeisser, vor 523 Tagen, 22 Stunden, 59 Minuten

    Glaubens tuns in der Kirche.

    Was soll das für eine Wissenschaft sein wo man irgendwas glauben soll?

    Und warum brauchens so lange um diese Rohdaten zu veröffentlichen? Vielleicht um die Rohdaten vorher noch so "umzurechnen", damit die Ergebnisse daraus entsprechend "korrekt" sind und in das Wunschweltbild passen.

    So bisserl eine Datenmanipulation kann bei grossen Datensätzen schon recht lange dauern. Damit's nicht gleich auffällt.

    • nein

      co2goodforlife, vor 523 Tagen, 12 Stunden, 49 Minuten

      Rohdaten sind Rohdaten und wenn man von meinetwegen 1000 Stationen weltweit eine ordentliche Datenbank dieser anlegen will, dann hat man gehörig zu tun, braucht Zeit und Resourcen und das alleine kostet schon. Zusätzlich sind etliche Staationsdaten in einigen Ländern so was wie Staatseigentum und man muss diese dann zukaufen etc.
      Außderdem fängt der Laie mit solchen Rohdaten gar nichts an, er kennt die Stationsgeschichte nicht usw.
      Eine ordentliche Homogenisierung der Daten kostet alleine für den Großraum Alpen Hundertausende Euros (siehe auch ZAMG HISTALP) und ich kenne kein Meteorologie bzw. Klima Institut, welches die gängigen T Reihen aus NASA GISS od. Hadley CRU wirklich in Frage stellt. Das ist alles x fach kontrolliert und die kleinen Differenzen ändern am langjährigen Trend gar nichts. Denneoch, eine öffentliche Bereitstellung der Rohdaten wäre zu begrüßen.

    • nickel, vor 523 Tagen, 7 Stunden, 38 Minuten

      Das wäre sie, und zwar auch um zu sehen, ob das überhaupt geht!
      Wer zahlt überhaupt die Arbeitsstunden? Wieviel bekomme ich pro Stunde Eingeben?
      Was dann jeder für sich aus den Zahlenreihen machen würde, ist eine davon unabhängige Frage. co2goodforlife ist ein gerissener Schreiber, hat längst genau wie ich erkannt, dass man unabhängig von Daten Wind machen kann.

  • lecksi1981, vor 524 Tagen, 2 Stunden, 59 Minuten

    Was ich mich bei der Klimaerwärung frage ist, ob bei den objektiven Daten der Effekt des schmutzigen Luft berücksichtigt ist.
    In Österreich ist heute zB die Luft in und um Industriegebiete deutlich sauberer, als noch vor 20 Jahren, doch Investitionen der Industrie, durch Schaffung von Grenzwerte.
    Dies hat zur Folge, dass die Sonne mehr "durchkann", und es weniger Nebel gibt.
    Auch wäre interessant, wie groß der Effekt dadurch ist.

    Das zweite ist die Gebäudeverbauung:
    Es ist ja kein Geheimnis, dass die Besiedelung in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer dichter wurde, dies hat mehr Wärmeabstrahlung von Gebäuden zur Folge. Auch hier die Frage: Wie groß ist der Effekt dadurch, und ist dieser Effekt berücksichtigt? Vor kurzem hat es ja auch die Diskussion der Verlegung der Meßstationen gegeben.

    • nichts neues

      co2goodforlife, vor 523 Tagen, 12 Stunden, 39 Minuten

      Das "Diming" zwischen ca. 1950 und 1980 ist über das Aerosol Forcing definiert, man weiß aber nicht mal halbwegs genau, wie groß dieser Effekt ist (siehe alle IPCC Reporte).
      LOSU (level of scinetific understanding): very low. Also ca. Null od. -4Watt/m². Aerosole können also kühlend, aber auch wärmend wirken, je nach Jahreszeit, Tageszeit und geographischer Lage usw. Man weiß es nicht, wie groß der netto Effekt ist.
      Das 2. ist besser bekannt, genannt UHI (urban heat island) od. stättische Wärmeinseln und diese werden über Ref. Station in der "rual" Aera in der Nähe "homogenisiert". Hier gibt es Unterschiede, man kann zB. die gleichen NASA GISS Stationdaten mit jenen der ZAMG vergleichen und sieht deutliche Unterschiede. Am langjährigen Trend ändert das wieder so gut wie gar nichts, aber eben nicht Null und auch deshalb gibt es noch ganz viele Unsicherheiten im Bereich der Datenauswertung und Klimaforschung im Allgemeinen.

  • ...

    tpatm, vor 524 Tagen, 7 Stunden, 35 Minuten

    zu Allem was hier schon gesagt wurde fällt mir nur noch eines ein ...

    Ich hätte auch gerne Jahre Zeit und Millionen Euro entlohnung für die Realisierung derartiger Projekte ...

    • nickel, vor 524 Tagen, 7 Stunden, 32 Minuten

      Damit hast du allerdings recht ... ... ...

  • Definition Klimaskeptiker!

    co2goodforlife, vor 524 Tagen, 8 Stunden, 45 Minuten

    "wir" sagen, dass der anthropogene Anteil an der gemessenen Erwärmung geringer ist, als von der AGW Lobby dargestellt. Das war es auch schon.
    Die paar Wahnsinnigen, welche den erhöten CO2 Werten gar keine Erwärmung zutrauen, gehören nicht zu den Skeptikern und jene, welche meinen, es gäbe gar keine Erwärmung, die müssen sie mir bitte mal zeigen.
    Also schreiben sie nicht so einen Quatsch!

    • nixda

      iggi, vor 524 Tagen, 8 Stunden, 33 Minuten

      laut anonymer vorgabe im staatsfunk glauben klimaskeptiker ans 'werk dunkler maechte' und datenfaelschung. datenfaelschung- wer ausser dem orf hat jemals von datenfaelschung gesprochen ?
      zeit, dieses jammertal mit monatsende zu verlassen.

    • nickel, vor 524 Tagen, 7 Stunden, 36 Minuten

      Warum erst mit Monatsende?
      Ich weiß nicht. Schon vor Jahren war ich immer wieder unter anderen Namen hier im ORF dabei, und irgendwie war es früher schöner. War ich weniger empfindlich?
      Aha. Also ""wir" sagen, dass der anthropogene Anteil an der gemessenen Erwärmung geringer ist, als von der AGW Lobby dargestellt. Das war es auch schon." Nein, wenn es nur das wäre, kein Problem. Schließlich bin auch ich kein Atmosphärenspezialist und beherrsche die betreffenden Hochrechnungen selber nicht. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass ihr sie beherrscht. Ihr habt euch nur zur Aufgabe gemacht, die Welt vor dem verderblichen Weltklimarat zu retten, und zu diesem Zweck wird als Idiot hingestellt, wer euch nicht traut. Mit der Religion Geld muss sowieso jeder selber fertig werden, so wie er es schafft. Dafür seid ihr keine Hilfe.

    • im gegenteil:

      iggi, vor 524 Tagen, 7 Stunden, 24 Minuten

      wer 'uns' als atmosphaerenphysiker trauen wuerde, ist der idiot :-) du betrachtest (kapierst?) die vielschichtige thematik halt nur vom aspekt deiner ideologie ->'religion geld'. dass man zur skeptischen betrachtung eines politisierten wissenschaftsprozesses kein experte in jedem sachdetail sein muss, bleibt da am weg- bzw. tellerrand verborgen.

    • nickel, vor 524 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

      Nein, ich bin kein Ideologe. Es ist nur die Beschreibung gesammelter Beobachtungen von mir. Ich könnte es auch "skeptische Betrachtung eines politisierten Wissenschaftsprozesses" nennen. Denn so lange man mehrstelligen Milliardenzahlen mit der "Einheit" Geldwährung einen realen Wert zuschreibt, hat der die Macht über die Menschen, der solche "Summen" psychologisch am geschicktesten behauptet. Weitgehend, aber wenn ich damit pauschal und im streng physikalischen Sinne naturgesetzlich recht hätte, gäbe es mich selbst gar nicht.

    • nickel, vor 524 Tagen, 7 Stunden, 10 Minuten

      (Macht über die Menschen bekommt man natürlich auch mit anderen Methoden, und am besten mischt man die vorteilhaft.)

    • nickel, vor 524 Tagen, 6 Stunden, 30 Minuten

      Also ich muss weg jetzt, und nehme wieder einmal viel Vielschichtiges mit auf den Weg. Ein kleiner Teil davon ist, "ihr" könnt jedenfalls nicht die Behauptung "... der anthropogene Anteil an der gemessenen Erwärmung geringer ist ..." beweisen.
      Auf Wiedersehn.

  • Endlich trennen!

    solala, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 53 Minuten

    Es gibt sehr viele andere Gründe CO2 zu reduzieren und nachhaltig zu Arbeiten, dafür braucht's kein Häubchen von Klima und Klimakatastrophe!

    Das Problem ist auch nicht das CO2 sondern eben wie wir mit den damit gewonnen Produkten umgehen, solange derartiges für den Mistkübel produziert wird, wird sich nichts ändern, und es kann sich auch nichts ändern weil die vom Volk gewählten Verantwortlichen sich nur mehr der Industrie verpflichtet fühlen und nicht mehr als das was sie sein sollten, für das Volk für die Zukunft!

    Heute endet die Zukunft immer mit dem Ende der Legislativperiode, unter dem Motto hinter mir die Sintflut!

    • nickel, vor 524 Tagen, 12 Stunden, 5 Minuten

      Die "Zukunft" gibt es nicht als solche. Projektionen in irgendeine "Zukunft", egal ob negativ oder positiv gemeint, sind immer nur Propagandamaterial, wenn auch noch so gut gemeintes. Den aktuellen Nebenmenschen nicht fertigzumachen, das wäre die Kunst.

    • solala, vor 524 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

      Warum sollte es schlecht sein, jeder persönlich hat seine Ziele die er erreichen will, die ihm wichtig sind, und darauf hin wird gearbeitet, eine Opernsängerin hat ebenso Ziele eben auf der Bühne zu stehen wie ein Automechaniker eben als ziel hat in einem Formel1 Team mitzuarbeiten.

      Ohne diese Zeile und Perspektiven würden wir heute noch in der Steinzeit leben, nicht mal Telegraphie gäbe es weil eben die Träume fehlten das es in jeder Ortschaft ein Telegraphenamt gibt, mit der man schnell weit entfernte Geschäftsfreunde oder Verwandte anschreiben kann.

    • nickel, vor 524 Tagen, 6 Stunden, 39 Minuten

      Persönliche Ziele, habe auch ich. Das können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur Projektionen sein.

  • Es geht mich zwar nicht direkt an,

    nickel, vor 524 Tagen, 14 Stunden, 12 Minuten

    aber was soll mit dieser Veröffentlichung erreicht werden? Erstens, Wer ist hier mit "Klimaskeptiker" gemeint? Die, welche abstreiten, dass wir gerade einen Klimawandel erleben, oder die, welche abstreiten, die Verbrennung von Erdöl/Erdgas habe diesmal ursächlich damit zu tun? Zweitens, es gibt unzählige Zeitgenossen, welche die Evolution abstreiten, obwohl die Rohdaten für deren Vorhandensein nun wirklich jedem zugänglich sind. Aber jeder Mensch lebt in seiner hausgemachten Welt. Es gibt die unterschiedlichsten Kulturtechniken, diese Welten so weit zu synchronisieren, dass ein Zusammenwirken möglich wird.
    Bei alldem, meiner Ansicht nach sollte diese Datenbank verwirklicht werden. Es ist interessanter Stoff in verschiedenster Hinsicht.

  • Hockeystick 2.0

    cyana, vor 524 Tagen, 14 Stunden, 20 Minuten

    Auch wenn es dem ORF nicht passt oder er von Höherenorts zu so tendenziösen Berichten gezwungen wird - das IPCC hat getrickst, gelogen und gefälscht. Nachweislich.

    Das soll nicht heißen, dass es keinen Klimawandel gäbe. Aber es ändert sehr wohl die Bewertung desselben, und ganz besonders ändert es die Konsequenzen, die die Menschheit daraus ziehen müsste.

    Ganz bestimmt ist es ein Irrweg, Geld von den eher umweltbewußten Industriestaaten in Drittweltländer zu pumpen, wo der Umweltschutz in der todo-List nicht einmal aufscheint. Und China, Umweltverschmutzer #1 ist vom Kyotoprotokoll überhaupt ausgenommen, die USA weigert sich, beizutreten. Damit wird die Farce um den CO2 Emmissionshandel, der sich ja auf die dubiosen Ergebnisse des IPCC stützt, endgültig obsolet.

    • nickel, vor 524 Tagen, 14 Stunden, 8 Minuten

      "Die Menschheit" als Ganzes hat noch nie aus irgendetwas irgendwelche Konsequenzen gezogen. Keine Sorge! China bekommt Geld für T-Shirts, weil man bei uns blöd genug ist die zu "vermarkten". Gut, dass man auf die Klimadenker schimpfen kann, hat man praktische Buhmänner.

    • stahlkraft, vor 524 Tagen, 13 Stunden, 44 Minuten

      Die USA weigert sich übrigens beizutreten weil China und Indien ausgenommen sind, und sie darin einen Wettbewerbsnachteil sehen...

    • Dieses Geschacher

      nickel, vor 524 Tagen, 12 Stunden, 9 Minuten

      ist wirklich eigentlich unerträglich. Die wahre Religion, die weltweit nicht verketzert werden darf, heißt Geld. Egal, ob man es von "Land" zu "Land" pumpt oder sonst irgendetwas.

    • cyana, diesen absatz

      mantispa, vor 524 Tagen, 6 Stunden, 38 Minuten

      versteh ich nicht:
      "Das soll nicht heißen, dass es keinen Klimawandel gäbe. Aber es ändert sehr wohl die Bewertung desselben, und ganz besonders ändert es die Konsequenzen, die die Menschheit daraus ziehen müsste."
      Der klimawandel ist doch unabhängig von hockeystick und fälschungen, und die daraus zu ziehenden konsequenzen sind es auch. sobald man den klimawandel als real und anthropogen anerkennt, muss die sog. "menschheit" sich was einfallen lassen - je später, desto unangenehmeres.
      dazu brauch ich weder die daten noch deren rationale bewertung (wie etwa: "grad + 2° sollens werden" - denn diese "kompetenz" sich anzumaßen ist ja nur lächerlich).