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Menschenmenge bei einem Volkslauf

"Überalterung": Fähigkeiten statt Alter werten

Eine neue Berechnungsmethode zur vielbeklagten Überalterung zeigt ein deutlich optimistischeres Bild westlicher Industriegesellschaften: Demnach sollte man nicht nur das Alter ins Kalkül ziehen, sondern auch die Fähigkeiten von Personen.

Demographie 09.09.2010

Diesen Vorschlag unterbreiten Warren Sanderson (Stony Brook University, USA) und Sergei Scherbov (Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien) in der jüngsten Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift "Science".

Jugendlich bis 60

Die Studie

"Remeasuring Aging" ist in "Science" (Bd. 329, S. 1287; doi: 10.1126/science.1193647) erschienen.

Der Ansatz von Sanderson und Scherbov: Menschen werden heute nicht nur älter als früher, sondern im Alter auch selbstständiger und produktiver. Im Jahre 1800 gehörten die 60-Jährigen bereits zur alten Bevölkerung. "Inzwischen machen alte Menschen regelmäßig Sachen, die noch vor ein paar Jahren jüngeren Menschen vorbehalten waren", so die Wissenschaftler, die beide auch am Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien arbeiten. Nicht zuletzt dank der Medizin leiden ältere Menschen heute unter weniger Einschränkungen als Personen desselben Alters vor einigen Jahrzehnten. Es sei nachgewiesen worden, dass sich auch die altersbedingte Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit verzögert hat.

Dennoch wird traditionell für die Bevölkerungsentwicklung immer noch der "Altersabhängigkeitsquotient" (OADR) herangezogen, bei dem einfach die Anzahl der Menschen über 65 Jahren mit der Anzahl der berufstätigen Menschen in Beziehung gesetzt wird. Damit soll etwa die finanzielle Belastung der Gesellschaft durch den Unterhalt der älteren Generationen definiert werden.

Abhängigkeiten neu definiert

Die Experten regen daher ein Umdenken an. So sind viele Menschen, die älter als 65 Jahre sind, nicht erwerbsunfähig und bedürfen folglich auch nicht der finanziellen Hilfe anderer. Im Gegenteil, häufig unterstützen sie sogar andere. Andererseits sind einige Menschen unter 65 Jahren arbeitsunfähig und benötigen Unterstützung. In ihrem "Science"-Artikel stellen die Autoren eine neue Methode vor, Abhängigkeitsverhältnisse zu messen.

Dabei wird die Beziehung zwischen jenen, die Hilfe benötigen und jenen, die diese geben können, berücksichtigt. Sie wird "adult disability dependency ratio" (ADDR) genannt. Der Artikel zeigt auf, dass sich die Geschwindigkeit gesellschaftlicher Alterung um vier Fünftel reduziert, sofern man die ADDR anstatt der konventionellen "old age dependency ratio" (OADR) heranzieht.

So ergibt sich etwa für Deutschland eine aktuelle OADR von 0,33 (Zahl der 65-jährigen dividiert durch die Zahl der Erwerbstätigen). Dieser Wert wird bis 2030 auf 0,48 und 2050 auf 0,63 ansteigen. Zum Vergleich: Die ADDR für Deutschland liegt derzeit bei 0,12, wird sich bis 2030 auf 0,13 und 2050 auf 0,15 erhöhen.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • vonabisz, vor 520 Tagen, 7 Stunden, 49 Minuten

    Was nuetzt es, wenn über 65Jährige gar nicht erwerbsunfähig sind, wenn sie trotzdem in Pension sind? Oft weil sie gar nicht mehr im Arbeitsleben gewollt sind.

    • freilich -

      mantispa, vor 520 Tagen, 6 Stunden, 52 Minuten

      wenn sie "jüngeren den platz wegnehmen".- wir wären offenbar produktionsmäßig so weit, für alle eine größere arb.-zeitverkürzung vornehmen zu können, wemn nicht so viel geld an die arbeitsfreien shareholder und spekulanten abfließen "müsste" auf grund "internationaler abmachungen".

    • die0kleine0meinung, vor 520 Tagen, 5 Stunden, 6 Minuten

      da muss ich Ihnen recht geben, ich denke, dass eine 30h Woche durchaus machbar wäre, wobei die Betonung bedauerlicherweise auf "wäre" liegt, denn keiner wird freiwillig auf sein Geld verzichten.

  • was nützen all die erfahrung und

    mantispa, vor 520 Tagen, 9 Stunden, 11 Minuten

    kenntnisse eines alten, wenn er nicht mehr laufen kann, unter harndrang leidet usw.

  • Brachliegendes Know-How

    bantu, vor 521 Tagen, 7 Stunden, 17 Minuten

    Egal wie gesund man im Alter ist - eines wird von unserer Gesellschaft und auch den Betrieben völlig negiert: das Wissen und die Erfahrung Älterer.

    Ganz ganz wenige Unternehmen lassen ältere Arbeitnehmer die jungen schulen oder bewahren ihre Erfahrungen. Meistens geht es nur darum, die "teuren" Alten loszuwerden (Handshakeprogramme) und die Jungen billigen reinzuholen. Dass die Älteren den Jungen Vieles voraus haben, wird von den Pfennigfuchsern nicht gesehen.

    • solala, vor 521 Tagen, 2 Stunden, 54 Minuten

      Es geht wirklich nur mehr um Geld und es so schnell wie möglich umzusetzen.

      Gibt genug Produkte die schlicht nur mehr deswegen nicht erzeugt werden weil damit zu wenig Gewinn gemacht wird, obwohl der Weltmarkt danach lächts, der Bedarf dafür da wäre.

      Das Know-How Interessiert niemanden mehr, ist es weg, stirbt eben die ganze damit abhängige Produktion.

      Das führt dazu das es zu einer massiven Produktverarmung kommt die am Ende auch jene Betreffen die es eingespart haben.

      Das ganze ist aber nur ein Müde Wiederholung von meine Texten, irgendwo in Science oder der Futurezon genauer nachzulesen, wenn nicht schon in den ewigen Jagdgründen der Bits und Bytes gelandet ist...

      Selbst habe ich einiges das weggehen würde wie die warmen Semmeln, ich Schenks sogar her, unter der Bedinung das das dann Produziert wird und zu einem realistischen Preis auf den Markt kommt, die Wette hab ich jetzt schon gefunden du wirst niemanden finden, selbst dann wenn damit die Millionen zu machen wären, in dem Fall sind's noch immer Mittelfristig ein paar 100.000.- Euro...

    • hastemanemark, vor 520 Tagen, 17 Stunden, 41 Minuten

      Geh nach Asien, dort haben gute Ideen immer potential.
      In EU interessiert es doch nicht mal die Regierungen was aus den Leuten wird - anders kann ich mir das vorherrschende System nicht mehr erklaeren.

    • genau in japan machen sie das.

      lambert1223, vor 520 Tagen, 10 Stunden, 35 Minuten

      ein-zweimal pro woche kommen die senioren und schulen die jungen ein.

      und wenn der weltmarkt nach produkten lechzt, und die trotzdem nicht produziert werden..... marktlücke - versuch dein glück!

  • Das bedeutet, dass die Alten gesünder sind und die nach...

    refranky, vor 521 Tagen, 7 Stunden, 26 Minuten

    ...ihnen nicht.

  • freiwelt, vor 521 Tagen, 7 Stunden, 59 Minuten

    wie immer nervt dieses doofe geunke - beziehe mich auf den tenor der postings. so wird man sich der demografische herausforderung sicher nicht gewachsen zeigen

    • solala, vor 521 Tagen, 6 Stunden, 21 Minuten

      Man kann das doofe geunke auch beim Namen nennen, mir ist es zu wenig, einfach nur auf alles Draufzuhauen.

      Dann könnte man auch Diskutieren ob und wie weit die Kommentare richtig sind, einfach nur Überspitz formuliert, und welche Problemlösungen es im speziellen gibt.

      Meine Formulierung mag überspitzt sein, denke aber nicht das ich nicht so weit daneben liege mit den Forderungen, ab 40 bist du draußen vom Arbeitsmarkt, schlicht und einfach zu alt und uninteressant.

      Es ist auch richtig, man kann nicht mehr die Leistung erbringen die 20 Jährige bringen, das heißt mit ein derart besetzen Arbeitsplatz wirft weniger Gewinn ab gegenüber einer Person die eben erst 20 Jahre ist.

      Viele Firmen können es sich auch nicht leisten das die Frauen wegen erkrankter Kinder nicht zur Arbeit erscheinen, schon der Ausfall von wenigen Tagen kann diese Handlungsunfähig machen, den Luxus notwenige Reserven zu haben ist auch nicht mehr drinnen. Meist darf dann die Kollegin die doppelte Arbeit machen, mit der Folge das so etwas schnell zu mobbing führt, deren Endprodukt wiederum ein Wrack ist für das die Gesellschaft aufkommen darf.

    • freiwelt, vor 521 Tagen, 5 Stunden, 47 Minuten

      wir sind einer meinung, dass dieses system - sprich kapitalismus - unmenschlich und falsch ist. dass es aber unreformierbar ist, glaube ich nicht. auch wenn qualifikation kein allheilmittel ist, sind es doch die wenig qualifizierten, die der willkuer der unternehmen am meisten ausgesetzt sind. qualifikation und der ausbau von verlaesslichen beziehungsnetzen, beruflich wie privat, sind die beste altersvorsorge.

      was mich nervt, ist unkonstruktive schwarzmalerei - meist von leuten kommend, die eh irgendwie abgesichert sind und hat irgendwieihren alltagsfrust loswerden wollen

    • @freiwelt

      solala, vor 521 Tagen, 4 Stunden, 24 Minuten

      Den Vorwurf der Schwarzmalerei lasse ich sogar für mich gelten.

      Es ist Pechschwarz wenn Kinder in Bergwerksgruben nur mehr für den Tod arbeiten damit wir im Westen ein Handy haben das in wenigen Wochen schlicht in den Mistkübel geworfen wird.

      Diese Kinder sind in meinen Augen "nur" mehr lebende Tote geboren für den Mistkübel.

      Das Verständnis dafür ich meine ich verstehe die Notwendigkeit dafür nicht im Geringsten, ist die Basis für Instabilität und purstem Haß, die für die Zukunft nicht viel übrig läßt als eine pechschwarzen Planeten.

      Es bedarf auch einer ziemlich komplexen Denkweise, historische Parallelen zur heutigen Zeit aufzuzeigen, das ganze wird noch viel schwieriger Auszudrücken weil da einiges unter dem Tabu fällt, über so etwas spricht man nicht...

      Anderseits aber verbieten wir das Aufzeigen dieser Themen so wird wegen mangelnden Verständnis genau das sich wiederholen das schon damals zum scheitern verteilt war, mit allen Folgen.

      Vielleicht der einzige Unterschied, nochmals wird's der Planet nicht überstehen.

    • freiwelt, vor 521 Tagen, 3 Stunden, 51 Minuten

      ahm aufzeigen dieser themen? dachte, das thema ist die alternde gesellschaft (im industrialisierten norden) and what can be done about it

      dass wie welt insgesamt ein globalisierter misthaufen ist und die menschheitsgeschichte auf strecken grauenhaft, stimmt zwar irgendwie, aber es hilft konkret nicht weiter

    • @freiwelt

      solala, vor 521 Tagen, 3 Stunden, 8 Minuten

      Bin der Meinung das der ganz Komplex untrennbar zusammengehört.

      Es wird auch nicht's helfen hier das Problem der alternden Gesellschaft zu lösen während die Kinder weiterhin in den Bergwerkschachten verrotten, die Probleme werden höchstens verlagert, wahrscheinlich kommt's überhaupt nur dazu das man den Teufel mit dem Satan austauscht, welcher von den beiden Fratzen sympathischer ist, ist Geschmacksache.

  • Europa hat fertig...

    aushilfsposter, vor 521 Tagen, 9 Stunden, 7 Minuten

    ...am besten wir importieren 10 Millionen Fremde, Moslems bevorzugt.

    Diese mit minimalen Stolz ausgerüsteten Erdenbürger werden uns dereinst mit Hingabe die Hintern auswischen und sich demütig mit einem Dreckslohn zufrieden geben.

    Bis wir alt werden, wird das noch so lustig werden in Europa. Langweilige Friedenszeiten von wegen...wir werden noch den richtigen Spaß abkriegen :O)

    • solala, vor 521 Tagen, 8 Stunden, 36 Minuten

      Das löst keine Probleme sondern verschärft die Situation noch.

      Sie werden ebenso körperliche und geistige Wracks, aufgerieben im kapitalistischen System.

      Kommt es gleichzeitig zu einem Wirtschaftsaufschwung das dann mehr Beschäftigte braucht, wird die gesamte Situation noch schlimmer!

      Es bedarf endlich eine humane Gesetzgebung die die mißbräuche diverser Firmen einen Riegel vorschiebt, notfalls auch Geschäftsauflösung oder eine vorübergehende Staatliche Aufsicht, und das nicht erst dann wenn der Hut brennt, sondern schon lange davor!

      Arbeitgeber und Arbeitnehmer Vertreter haben nur bewiesen das sie bei dem Thema kläglich Versagt haben.

      Beide Vereine sollten durch ein staatliches System ersetzt werden das den schwarzen Schafen Angst einflößt, das darf durchaus mit Steuergeld finanziert werden, es kommt noch immer weit billiger als die Wracks aus dem System dann zu versorgen.

    • ja, aber

      mantispa, vor 521 Tagen, 6 Stunden, 34 Minuten

      auch die noch so humane akapitalist. ges. könnte ja den eingetretenen niedergang nicht mehr wettmachen.

    • @mantispa - Die Chance vertan

      solala, vor 521 Tagen, 6 Stunden, 7 Minuten

      Da bin ich der Meinung das es radikale Lösungen braucht.

      Die Bankenkrise wäre die Chance gewesene für den Aufbruch altes zu verlassen und neue Wege zu gehen, das Geld in die Banken zu stecken auf Teufel komm raus war der schwerste Wirtschafts-Gesellschaftliche Fehler Europas seit mehr als 200 Jahre!

      Wir sind diesen Weg gegangen, jetzt müssen wir ihn weiter gehen, leider, sag ich dazu nur!

    • ja,

      mantispa, vor 520 Tagen, 9 Stunden, 45 Minuten

      muss dir recht geben. die freiheit, "große" entscheidungen zu treffen, haben wir (menschen) nicht (nie).

  • solala, vor 521 Tagen, 17 Stunden, 1 Minute

    Nett und gut, nur was hilft es, ein 70er bekommt den Job nie und nimmer:

    Höchstalter, 21 Jahre, abgeschlossenes Doppelstudium, 7 Jahre Auslandserfahrung, 3 Jahre Berufserfahrung, 5 Fremdsprachen in Wort und Schrift, Konfektionsgröße 38, Ärztliches Artest über die Unfruchtbarkeit, Gehalt 480.- Euro Brutto inklusive Überstundenpauschale.

    Für eine kapitalistische Firma ist nur interessant das Leute mit 200% wenige Jahre arbeiten, die Wracks daraus darf die Allgemeinheit erhalten, der Gewinn geht steuerfrei ins Ausland.

    Sorry, diese Realität verträgt keine Schöne neue ideale Welt in der aufgezeigt wird was alles eventuell Theoretisch ginge!

    • Stimmt nicht ganz so solala,

      manfredvogl, vor 521 Tagen, 10 Stunden, 16 Minuten

      es muß Attest heißen!

      (-;

    • @manfredvogl

      solala, vor 521 Tagen, 8 Stunden, 47 Minuten

      Bleibt die Frage offen ob der Fehler nur eine berechtigte Berichtigung darstellt oder den gesamten Inhalt des Kommentars dadurch ungültig wird?

    • regow, vor 521 Tagen, 8 Stunden, 2 Minuten

      Irgendein Korinthenkacker wirft immer den Ersten Stein.
      Und dass, das Kind mit dem Bad ausgeschüttet gehört, ist auch klar.
      Wobei "Artest" ist schon ein Hammer - oder auch wieder nicht, wenn man sieht, dass das r ganz neben dem t....

    • @regow

      solala, vor 521 Tagen, 6 Stunden, 12 Minuten

      Die Kritik stört nicht, sie ist berechtigt und ohne irgendwelcher persönlicher Äußerungen.

      Anderseits sich aufregen jetzt wegen 20 Tage noch, eigentlich Sinnlos, die werden dann auf den Festplatten verstauben und auf bessere Tage warten die nicht mehr kommen werden.

      Das ist aber nicht mein Problem, sondern das der Republik Österreich die sich damit auf diese Art ihre Zukunft verbaut hat, Leidtragender der ORF und seine Mitarbeiter die sich dafür viel Mühe gegeben haben, viel Zeit verwendeten, und deren Früchte nicht anerkannt wurden.

      Bin noch immer der Meinung eine bessere Welt brauch die Kritik für Veränderungen, ansonsten kommt es zum Stillstand und Resignation, kein gutes Ohmen für die Zukunft dieses Landes!

    • @solala

      theophilus, vor 520 Tagen, 17 Stunden, 46 Minuten

      ...find ich gut, dass sich Menschen in diesem Land Gedanken machen, aber Eure Rechtschreibung ist teilweise wirklich atemberaubend. (Omen hat zB mit "Ohm" nix zu tun, leider hat meine Tastatur kein Zeichen für diese Messeinheit des Lärms).