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Aufnahme der Sonne und der Sonnenwinde mit der Forschungssonde SDO der NASA

Geringe Sonnenaktivität kühlt Erde nicht immer

Der elf Jahre dauernde Sonnenzyklus hat Auswirkungen auf das Erdklima. Ging man bisher davon aus, dass eine geringe Aktivität unseres Zentralgestirns zu einer Abkühlung der Erdatmosphäre führt, so zeigt eine aktuelle Studie das Gegenteil.

Astronomie 07.10.2010

Das gilt zumindest für den - relativ kurzen - Untersuchungszeitraum zwischen 2004 und 2007, wie die Astronomin Joanna Haigh vom Imperial College London und Kollegen in einer Studie berichten. Möglicherweise, so mutmaßen sie, wurde der Einfluss der Sonne auf das Erdklima bisher überschätzt.

Die Studie:

"An influence of solar spectral variations on radiative forcing of climate" von Joanna Haigh et al. ist in "Nature" erschienen.

Einfluss der Sonne überschätzt?

In den drei Jahren des Untersuchungszeitraums hat die Aktivität der Sonne abgenommen, dennoch dürfte sie zu einer Erwärmung der Erde beigetragen haben. Während nämlich in dieser Zeit deutlich weniger UV-Strahlen die Erde erreicht haben, hat sich die Energiemenge im sichtbaren Wellenlängenbereich laut den Forschern erhöht.

Wenn das auch für längere Perioden zutrifft, sei auch der Umkehrschluss zulässig, wonach eine stark aktive Sonne zu einer Abkühlung der Erde führt. "Unsere Resultate stellen das Wissen in Frage, das wir über den Zusammenhang von Sonnenaktivität und Klimabedingungen auf der Erde haben. Es handelt sich dabei aber nur um einen Schnappschuss, und möglicherweise waren die drei untersuchten Jahre nur eine Anomalie", sagt Joanna Haigh.

"Wenn Studien über längere Zeiträume aber zu dem gleichen Schluss kommen sollten, dann könnte das bedeuten, dass wir die Rolle der Sonne bei der Erderwärmung eher überschätzt haben."

In der Troposphäre wird es wärmer

Sendungshinweis:

In naher Zukunft werden sich durch die Klimaerwärmung einige Siedlungsgebiete als unbewohnbar erweisen, andere werden neu erschlossen werden müssen. Wo liegen für den Menschen die Grenzen des Möglichen? Der dritte Teil der Universum-Reihe von Regisseur Udo Maurers Reise zu den Extremen der Welt vergleicht das Leben auf Meereshöhe mit dem in den höchsten Gebirgen der Welt: Universum, 14.10, 21.05 Uhr, ORF 2.
Mehr dazu in tv.ORF.at

Die Astronomengruppe um Haigh hat Daten des Satelliten Sorce ausgewertet, der den Ausstoß der Sonnenenergie in verschiedenen Wellenlängen misst. Diese Daten wurden in ein bestehendes Computermodell der Erdatmosphäre eingespeist, das die Auswirkungen der geänderten Energiemengen auf die Temperaturen berechnet.

Dabei zeigte sich, dass die Ozonkonzentration in einer Höhe über 45 Kilometern zunimmt, wenn weniger Sonnenenergie eintritt, darunter aber geringer wird - ein Umstand, der durch unabhängig davon durchgeführte Messungen der Atmosphäre bestätigt wird. In der Troposphäre wiederum - jenem Bereich, in dem sich das Leben abspielt - bedeutet mehr Strahlung im sichtbaren Bereich ein Plus an Wärme, selbst wenn die Sonnenenergie abnimmt.

Da sich die verschiedenen Strahlungsarten unterschiedlich auf die Temperatur in der Atmosphäre auswirken, ist es wichtig, dies in entsprechenden Modellen zu berücksichtigen, sagen die Forscher.

science.ORF.at

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Forum

 
  • @ scienceredaktion :

    archetyp, vor 502 Tagen, 34 Minuten

    es kann nicht sein, dass sich einige redakteure dafür hergeben ( siehe weiter unten ).
    und auch noch in personalunion als poster wirres zeug schreiben.

    siehe z.b. vom 4.10. den kosmologie-thread :
    physiker sagen ende der zeit voraus.

  • Glühbirnen

    karl273, vor 503 Tagen, 21 Stunden, 58 Minuten

    Leider steht unter:
    "Glühbirnen machen kreativer als Neonlicht"
    der Satz:
    "Zu diesem Ereignis kann nicht gepostet werden."
    Deshalb werde ich nun hier posten.

    Der Mensch verwendet das Feuer seit ungefähr 750.000 Jahren.

    Später kamen Kienspäne, Öllampen und Kerzen dazu, und viel später dann die Glühbirnen.

    Alle diese Lichtquellen haben eine Farbtemperatur von weit unter 3000 Kelvin.

    Bei Holzfeuern, Öllampen, Kerzen, und sogar bei den ersten Glühbirnen kam das Licht von glühendem Kohlenstoff.

    Kein Wunder, dass wir nach 750.000 Jahren das Licht von glühendem Kohlenstoff gewöhnt sind.

    • Warum dort keine Kommentare erlaubt sind, ...

      lastexit, vor 503 Tagen, 21 Stunden,

      ist mir auch schleierhaft!

      Aber es wäre auch interessant, wie Voll-Spektrum Leuchten im Vergleich zu Glühbirnen abgeschnitten hätten...

    • vielleicht wollte man der

      iggi, vor 503 Tagen, 15 Stunden, 57 Minuten

      Manifestation des Volkszorns ueber den diktatorischen Konsumentenbeschiss des Gluehbirnenverbots entgehen...

    • Ohne Schmarrn:

      nickel, vor 503 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

      irgendwo diese Woche ist es von der Redaktion erklärt worden: Nur, wenn der Artikel mit einer ORF-Sendung in direkter Verbindung steht, darf das Posting dafür freigegeben werden ... ? ... wenn ich mich recht erinnere. Jedenfalls liegt das am neuen Rundfunkgesetz.
      *keinweitererkommentarmeinerseits*

    • nochmals zur Erklärung

      scienceredaktion, vor 503 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

      Mit 1. Oktober 2010 ist das neue ORF-Gesetz in Kraft getreten, das Auswirkungen auf die Onlineangebote des ORF hat. In diesem Zusammenhang können auf science.ORF.at Foren nur noch angeboten werden, wenn sie in Zusammenhang mit einem bundesweit ausgestrahlten Programm des ORF stehen. Die Redaktion wird deshalb die Diskussion auf ausgewählte aktuelle Themen in Verbindung mit Wissenschaftsprogrammen des ORF fokussieren.
      mfG, die science-Redaktion

    • nickel, vor 503 Tagen, 3 Stunden, 18 Minuten

      Habe es verstanden.

    • funkelfels, vor 503 Tagen, 2 Stunden, 36 Minuten

      wie wäre es, statt solche änderungen in den kommentaren zu verstreuen, einen eigenen Artikel dazu zu machen, wenn sich an der plattform etwas grundsätzlich ändert?

      Ansonsten würde ich vorschlagen, wenn ein Forum gesperrt ist, diskutieren wir einfach in das nächste offene darüber liegende.

      Ich finds lächerlich, und fast schon totalitär, wie hier eingegriffen wird, über was und was nicht gesprochen werden darf.

    • täglich in der ZiB

      manfredvogl, vor 503 Tagen, 2 Stunden, 28 Minuten

      meinetwegen um 24 00

      "Die neuesten science news" -
      Stichwortartige Zusammenstellung mit Verweis auf ausführlichere Informationen dazu im INTERNET unter
      science.orf.at

    • Bei "Neonlicht",

      manfredvogl, vor 503 Tagen, 2 Stunden, 25 Minuten

      was ja keines ist, steigt der Adrenalinpegel. Der Stress wird durch den ungewohnten ind unnatürlich hohen Blau.Anteil und durch das 50Hz Flackern verursacht.
      Wenn der Adrenalinpegel steigt dann wird die Leistung des Großhirns auch runtergefahren und das Kleinhirn übernimmt mehr "Verantwortung"

      Darum besteht bei unbewußt abgespeichertem Faktenwissen kaum ein Unterschied, sehr wohl aber bei den Aufmerksamkeit erfordernden Aufgaben.

    • @ scienceredaktion :

      archetyp, vor 502 Tagen, 3 Stunden, 26 Minuten

      wie wäre es, wenn div. redakteure ihren neuronenfluss fokussieren würden.

      und div. threads, aus dem ärmel geschüttelt und mutwillig hineingestellt, verzichten würden.

  • Schwer einzuordnen, was die Facts dieser Studie klimatologisch bedeuten.

    brunobär, vor 504 Tagen, 3 Stunden, 57 Minuten

    An sich scheint der Zusammenhang geringere Sonnenaktivität=Abkühlung in der Troposphäre durch Analysen von Eiskernen, Wachstumsringen, Biomaterial-Sedimenten etc. ausreichend statistisch gesichert. Bin gespannt, wie das in der Fachwelt diskutiert wird.

    • cyana, vor 504 Tagen, 3 Stunden, 40 Minuten

      yo. Und dort soll sie auch bleiben, die Diskussion - in der Fachwelt.

    • holdudiladio, vor 504 Tagen, 2 Stunden, 33 Minuten

      CO2goodforlife wird uns sicher bald darüber unterrichten, wie wir das nun deuten dürfen. Bis dahin müssen wir halt im dunkeln darüber bleiben...