
Neue Suchmaschine für heimische Bibliotheken
Die neue Verbundsuchmaschine vereinheitlicht den Zugriff auf verteilte Ressourcen wie Bücher, gedruckte Fachzeitschriften, E-Journals oder Inhaltsverzeichnisse. Das System erlaubt dabei nicht nur die Suche in den Metadaten zu gedruckten Werken, sondern auch im Volltext der elektronischen Bestände. Betrieb und Entwicklung liegen in der Hand der Verbundzentrale des Österreichischen Bibliothekenverbundes.
Insgesamt sind rund acht Millionen Titel und 500.000 indexierte digitale Dokumente aus 80 Institutionen erfasst. Zu den Partnerinstitutionen gehören die Österreichische Nationalbibliothek und alle Universitätsbibliotheken ebenso wie die Bestände einzelner Ministerien, vieler Fachhochschulen und wichtiger Sammlungen wie jene der Akademie der Wissenschaften oder des MAK. Der OBV weist darauf hin, dass die Qualität der Daten durch die bibliothekarische Revision und die Anbindung an professionelle Normdatenbanken höher sei als jene von Angeboten wie Google Scholar.
Verbunden mit dem Sozialen Netz
Schnelle Orientierung in der Trefferliste sollen die Icons für die verschiedenen Medientypen wie Bücher, Zeitschriften, Bilder, Karten oder Videos bieten. Die Liste selbst wird vom System standardmäßig nach Relevanz geordnet. Von den Treffern aus gelangt der Nutzer über Links zu den im Netz verfügbaren Inhalten oder zu den Online-Systemen der verschiedenen Standorte, an denen auf die gewünschten Medien zugegriffen werden kann. Der Bereich "Hochschulschriften" ermöglicht die Recherche in österreichischen akademischen Abschlussarbeiten.
Auch an Soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook hat die neue Verbundsuchmaschine Anschluss, so genügt beispielsweise ein Klick seitens des Anwenders, um einen Link auf ein gefundenes Werk an seinen Twitter-Feed zu schicken. Beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten hilft die Exportfunktion, die Metadaten an Literaturverwaltungsprogramme weitergeben kann. Wer stets über die neueste Literatur zu bestimmten Fachthemen informiert werden will, kann RSS-Feeds zu selbst definierten Anfragen abonnieren.
Forschungsministerin Beatrix Karl (ÖVP) zufolge biete die neue Suchmaschine "einzigartige, benutzerfreundliche Recherchemöglichkeiten". Für OBV-Geschäftsführer Wolfgang Hamedinger ist das Projekt ein "Meilenstein zur Servisierung der wissenschaftlichen Gemeinschaft und interessierten Öffentlichkeit", die auf die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bibliothekenverbund zurückzuführen sei.
Günter Hack, ORF.at
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