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Robert Wilhelm Eberhard Bunsen (* 30. März 1811 in Göttingen; † 16. August 1899 in Heidelberg)

Robert Bunsen: Meister der Methoden

Er zählt zu den bedeutendsten Naturforschern des 19. Jahrhunderts und ist Generationen von Schülern ein Begriff: Robert Wilhelm Bunsen. Der am 30. März 1811 geborene Chemiker entwickelte die Spektralanalyse sowie den nach ihm benannten Bunsenbrenner.

200. Geburtstag 29.03.2011

Robert Bunsen forschte und lehrte bis zu seinem 78. Lebensjahr in Heidelberg. "Es lebt sich hier himmlisch in Heidelberg", schrieb er begeistert nachdem er 1852 eine Professur in der Neckarstadt angenommen hatte. Das zuständige Ministerium wisse gar nicht, "was man mir alles zuliebe tun soll. Mir wird oft angst und bange, wie ich so großen Erwartungen entsprechen soll." Diese Sorge war allerdings wenig begründet.

Kreatives Multitalent

Gemeinsam mit Gustav Robert Kirchhoff entwickelte Bunsen 1859 die Spektralanalyse, mit deren Hilfe chemische Elemente nachgewiesen werden können. Dazu wird Licht durch einen Spalt auf ein Prisma oder Gitter gelenkt und dort in seine Bestandteile zerlegt. Aus den Wellenlängen der Spektrallinien können bestimmte Stoffe ermittelt werden. Für Astronomen bedeutete diese Erfindung eine Revolution. Denn die Spektralanalyse ermöglicht es auch, die chemische Beschaffenheit von Himmelskörpern zu bestimmen.

Ebenso bedeutend war die Herstellung von Metallen durch Elektrolyse geschmolzener Salze. 1860 isolierte Bunsen aus 30 Tonnen Bad Dürkheimer Mineralwasser ein Metall, das er Caesium nannte. Das Element Rubidium wurde ebenfalls von Bunsen entdeckt.

Auch als Erfinder verschiedenster wissenschaftlicher Geräte und Hilfsmittel machte sich der Forscher einen Namen. Die Wasserstrahlpumpe, das Bunsenventil und nicht zuletzt der Bunsenbrenner waren Produkte der kreativen Laborarbeit des Wissenschaftlers. Der Gasbrenner, der noch heute in Laboratorien und im Chemieunterricht eingesetzt wird, erzeugt besonders hohe Temperaturen.

Bunsen wurde als Sohn des Literatur-Professors Christian Bunsen am 30. März 1811 in Göttingen geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Norddeutschland. Nach dem Studium in Göttingen war er zunächst Professor in Marburg und Breslau bevor er nach Heidelberg kam. In der Neckarstadt lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 1899.

Friederike Marx, dpa

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