Standort: science.ORF.at / Meldung: "Schule heute: "Garbage in, garbage out""

Ein Schüler gähnt auf seinem Sitz in der Klasse

Schule heute: "Garbage in, garbage out"

Ein neues Schuljahr hat begonnen, mit ihm auch die alte Debatte um Bildungsreformen. Nicht viel vom aktuellen Zustand der heimischen Gymnasien hält der Physiker Karl Svozil von der TU Wien. Inhalte würden dort schnell gelernt und genauso schnell wieder vergessen, bei einem PISA-Test für AHS-Professoren würden diese schlecht ausschauen.

Bildung 09.09.2011

Schulwissen insgesamt sei kein Garant für Erfolg im späteren Leben, schreibt Svozil in einem Gastbeitrag - im Gegenteil.

Augen zu und durch!

Porträtfoto Karl Svozil

Karl Svozil ist Ao.Univ.Prof. am Institut für Theoretische Physik der Technischen Universität Wien.

Von Karl Svozil

Diesen Rat gab unlängst eine Bekannte ihrer Tochter, nachdem diese sich über die vielen Absurditäten unseres sekundären Bildungssystems beklagt hatte. Die anekdotische Evidenz, mit der ich in meinem Umkreis konfrontiert bin, legt nahe, dass diese Devise vorherrschend unter österreichischen Eltern sein dürfte. Eine bekannte Richterin hat es einmal so ausgedrückt: Geht es Ihnen gut, oder haben Sie Kinder in der Schule?

Das Gymnasialsystem erscheint mir als ein einziger Krampf: überteuert in seinen Kosten, horrend ineffektiv und verhasst bei Lehrern, Schülern und Eltern. Die einzigen, die es noch lieben dürften, sind die Lehrergewerkschaften und einige wenige Parteipolitiker; die Wissenschaft, die Schulverwaltung und Sozialpartner wollen insgesamt schon längst massive Änderungen. Gegenwärtig wird das vorherrschende, von preußischen Kadettenakademien abgeschaute Gymnasialmodell dennoch eisern aufrecht erhalten und von Staats wegen zwangsexekutiert; mit sinnlosem Sitzenbleiben, Angstmache, Benotungs- und Lehrerwillkür ohne Feedback, kontrolllosem Schutzraum für das Personal sowie Pseudoleistungen. Wie kann man unseren Kindern in so langer Zeit und um so viel Geld nur so wenig beibringen?

Allerorten grassieren potemkinsche Dörfer des Wissens und Bulemie-Lernens: Von den Subjekten, den Schülern und späteren Wählern, Erwerbstätigen und Konsumenten sinnlos eingestufte, schnell und oberflächlich erlernte Inhalte werden bald wieder vergessen - "garbage in, garbage out."

PISA-Test der etwas anderen Art

Karl Svozil empfiehlt die Literatur von:

  • John Taylor Gatto: "Weapons of Mass Instruction: A Schoolteacher's Journey through the Dark World of Compulsory Schooling" (New Society Publishers, Canada)
  • Jürgen Mittelstraß, "Die Modernität der klassischen Bildung. Die Zukunft des humanistischen Gymnasiums in einer Leonardo-Welt" (UVK, Konstanz 2004)

Wie viel davon bleibt wohl hängen? Ich behaupte: fast nichts! Und ich schlage einen PISA-Test der etwas anderen Art vor: Eine Stichprobe von Professoren für Deutsch, Englisch und Latein sollten versuchen, die Mathematikschularbeiten zu lösen, die ihre Mathematikkollegen den Schülern auferlegen; im Gegenzug sollten Mathemathikprofessoren die Latein-, Englisch- und Deutschschularbeiten schreiben.

Weiter sollten diese Lehrer dann die vielen Zwischentests in Biologie, Europakunde, Geographie, Chemie und Physik machen müssen. Ebenso sind alle diese Tests einer Gruppe von erfolgreichen Politikern, Journalisten, Bankern und Society-Celebrities vorzulegen. Was würde dabei wohl herauskommen?

Ich wage zu behaupten, dass ein hoher Prozentsatz des Lehrkörpers unserer Gymnasien spontan im jeweils anderen Stoffgebiet durchfallen würde.

Dennoch plustern sich aber große Teile gerade der Lehrerschaft ins Unermessliche auf; so als wäre Unkenntnis in deren Stoffgebiet mit erheblichen Nachteilen im Leben verbunden. Das bleibt aber unbewiesen, und ich behaupte, dass es auch nur sehr selten der Fall ist: Oft setzen sich erfolgreiche Menschen geradezu gegen die Schule durch.

Den meisten Schülern und deren Eltern geht es doch einzig und allein darum, staatliche Scheine und Zertifikate, insbesondere das Reifezeugnis zu erlangen. Und zwar deshalb, weil letzteres gemeinhin als zwingende Bedingung für Studium und relativem Wohlstand gilt. Wissen, Neugier und Bildung werden dabei ins Groteske verzerrt, ja geradezu fratzenhaft verhöhnt.

Unsinnige Zentralmatura

Ö1 Sendungshinweis:

Gedanken für den Tag, 5.-10.9., 6:56 Uhr, von Niki Glattauer: "Für welches Leben lernen wir?

Die Zentralmatura, die vom Ministerium gerade flächendeckend eingeführt wird, macht alles nur noch schlimmer: Denn einerseits ist es danach nur mehr sehr schwer möglich, auf die individuellen Schwächen und Stärken der einzelnen Schüler einzugehen, andererseits verängstigt man die Lehrer, Schüler, Direktoren und Eltern noch mehr.

Denn für die Lehrer heißt Zentralmatura im Klartext: eine (vom ministeriellen Standpunkt) billige Beurteilung ihrer Leistungen, samt Aufstellung von Schulrankings. Und wehe dem, dessen Schüler versagen! Von anderen Ländern kennt man die Problematik zur Genüge; es wird dann rücksichtslos in der Hauptsache auf diese Zentraltests hin gepaukt.

Ich frage mich, was die zuständige Ministerin bewog, diese Art von Unsinn auch hierzulande einzuführen! Jedenfalls hätte ich von derselben gerne eine gut ausgearbeitete Kurvendiskussion mit einem Polynom nach meiner Wahl, sagen wir bis zum Grad fünf, samt ausführlicher Begründung derselben gesehen; ebenso eine Spontanübersetzung des weiter unten stehenden Lateinzitats, selbstverständlich inklusive seines historischen-politischen Kontextes - vielleicht kann sich die Frau Ministerin dann wohl vorstellen, was sie unseren Schulen zumutet?

Potemkinsche Informationsdörfer

Wie können wir uns damit abfinden, dass unsere Schulen zu Produzenten von potemkinschen Informationsdörfern verkommen sind, die in der Folge in der Sonne des Lebens schmelzen; und bestenfalls bleibt das eine oder andere Bruchstück an brauchbarem Wissen und Können zurück? Wie können wir ein so teures, ineffektives System finanzieren?

Und wie können wir es mit unserem Gewissen vereinbaren, dass unsere Kinder in jüngeren Jahren oft Märchen von Autonomie, Demokratie und Selbstbestimmung aufgetischt bekommen, während sie im Heranwachsen dann in ein autoritäres System hineingeschleudert werden, dass sie gnadenlos und unbarmherzig zu belehren trachtet?

Unerträglich für Querdenker

Kein Wunder, wenn die Starken rebellieren und die Angepassten in Dumpfheit und Angst versinken! Für die Starken ist das herrschende Kadetten-Schulsystem mit ständigen Ultimaten, Zwängen und Durchfalldrohungen, verbunden mit gelegentlich völlig unqualifizierten, die Schüler verachtenden und quälenden Lehrern, vollständig inakzeptabel. Hand aufs Herz, wer von uns Erwachsenen würde gerne unter solchen Umständen, wie wir sie laufend unseren Kindern zumuten, arbeiten? Wer möchte bitte nochmals zur Schule? Und wer könne sein Bestes dabei geben?

Unlängst saß ich im Cafe Landtmann einem bekannten Professor der Rechtswissenschaften gegenüber, der unweigerlich vom Thema abkam und mir von seinen qualvollen Erfahrungen mit österreichischen Gymnasien und seinem zweimaligen Sitzenbleiben dortselbst erzählte.

Für diejenigen, die leicht memorieren, wenige Rechtschreibfehler machen, ziseliert Buchstaben nach Buchstaben malen, wenig querdenken und hinterfragen, sich auch sonst möglichst unauffällig verhalten und nur durchtauchen, ist das Schulsystem noch am Erträglichsten.

Schlecht sogar für "Streber"

Schwierig ist es aber auch für diejenigen, die naiv und brav lernen und sich möglichst vollständig anpassen. Die Rehe und Elfen unter den Schülern wollen wohl gerne glauben, das System wäre gerechtfertigt und gut und würde das Beste für sie bereitstellen.

Diese "Streber" leben gewissermaßen subkutan und unbewusst in der Sinn- und Bedeutungsleere, deshalb sind sie aber nicht minder latent durch das Gefühl großer Sinnlosigkeit und Ausweglosigkeit gefährdet. Ich wage zu behaupten, dass das gegenwärtige Schulsystem in großem Ausmaß seelische Störungen gerade in dieser Gruppe der oberflächlich Angepassten gebiert.

Und nein, ich war kein schlechter Schüler, sondern dazumal Klassenbester: Quo usque tandem abutere patientia nostra?

Mehr zu dem Thema:

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

 
  • also ich wäre ssehr gerne wieder in der schule

    albundyfan, vor 164 Tagen, 4 Stunden, 47 Minuten

    und das ist bei mir jetzt schon 10 jahre her....aber es war so viel einfacher.

    4/5 der schulzeit bin ich rumgesessen und sobald ich heimkam irgendwann am nachmittag tat ich überhaupt nix mehr.
    hausübungen jahrelang von irgendwem in der früh in 15 minuten abgeschrieben.

    bei den schularbeiten nach dem prinzip: wurscht- wurscht-gute note gearbeitet (und damit knapp einen 4er bekommen) und durch war ich.
    bei der matura weit bessere noten bekommen als die 5 jahre vorher.
    möglichkeit zum studium erreicht-das wars.

    wer könnte sich schon leisten mit so wenig aufwand im arbeitsleben zu agieren?

    • logopezi, vor 164 Tagen, 4 Stunden, 32 Minuten

      ...und ständig unterfordert in den gegenständen, die mich interessiert haben, dafür am nachmittag jede menge zeit für eben diese interessen.
      ...und zigmal beim direktor gewesen weil ich keine hausübungen brachte und einmal einer lehrerin gesagt hab: siew erden beazahlt dafür, dass sie mir was beibringen, warum also soll ich mirs selbst daheim erarbeiten? wenn ein lehrer das unterrichten kann, dann kapierts der schüler auch ohne hausübungen.

      klingt wie meine schulkarriere, deine beschreibung!

  • logopezi, vor 164 Tagen, 7 Stunden, 24 Minuten

    so schlimm, wie der autor schreibt, ist es laut einer grad veröffentlichten imas-umfrage doch nicht, die österreicher sind zielich zufrieden mitd er schule. aber ich verstehe, dass obiges eher eine polemik ist, ein "impulsreferat", um die diskussion anzuregen, keine objektive und sachliche darstellung des istzustandes.

    als erstes muss man sich mal überlegen, was die schüler in der schule lernen sollen. mein standpunkt bezüglich zielen der schule (reihenfolge ist beliebig, keine rangordnung, aber kein punkt ist verzichtbar):
    die schüler sollen lernen
    1. die kulturellen grundtechniken lesen, schreiben, rechnen - das ist grundlage für absolut alles weitere.
    2. rüstzeug fürs leben, wie man so schön altmodisch sagt - das ist bei all jenen, die nicht reich genug sind, um von kapitaleinkünften leben zu können, wohl entweder eine wirtschaftlich verwertbare ausbildung oder zumindest eine vorstufe dazu (siehe pkt 1)
    3. sich in eine gemeinschaft einfügen, auch mal in einer einfach nur zugewiesenen (nicht selbst ausgesuchten) rolle, und seinen beitrag zu leisten
    4. auch mal was zu tun und/oder hinzunehmen, was einen nicht interessiert.
    (3. und 4. zusammen nennt man disziplin.)
    5. "schöngeistige bildung", also alles, was einem an wissen und können freude bereitet, ohne vorerst mal finanziell verwertbar zu sein.

    und...

    • logopezi, vor 164 Tagen, 7 Stunden, 23 Minuten

      ud auf grundlage dieser ziele sollte man diskutieren, welche methoden udn strukturen am zielführendsten sind.

  • Na Gott sei dank kommt die Zentralmatura

    geologic, vor 164 Tagen, 15 Stunden, 44 Minuten

    Dann sieht man endlich wo die besten Lehrer zu finden sind. Die Gymnasien a la Wien, wo jeder der schreiben kann Matura kriegt, sind dann Geschichte.

  • @archetyp (Hubert Taber)

    omnipotent, vor 165 Tagen, 21 Stunden, 56 Minuten

    Nur eine Frage: Du verbreitest nun schon seit einigen Jahren in verschiedenen Internetforen hartnäckig die These, dass du die Einsteinsche Relativitätstheorie widerlegt hättest, freilich bisher ohne dafür jegliche Anerkennung bekommen zu haben. Ich frage mich, was deine Motivation ist. Warum willst du unbedingt Einstein falsifizieren? Bist du vielleicht Anhänger der "Deutschen Physik"?

    • @ omnipotent : du beherrscht ein fremdwort ?

      archetyp, vor 165 Tagen, 11 Stunden, 46 Minuten

      nicht nur der relatvitäts-idiotismus ist widerlegbar, sondern die komplette theoretische physik ist falsifizierbar.

      vom urknall-idiotismius über die "antimaterie", die "dunkle materie", die "dunkle energie" etc. etc.

      wenn du aufnahmefähig wärest, konnte ich dir z.b. die omnipräsenz der 3 existierenden abstrakten energien näherbringen.
      aber so ...

    • @archetyp

      omnipotent, vor 164 Tagen, 23 Stunden, 42 Minuten

      Nach Sir Karl Popper ist jede wissenschaftliche Theorie falsifizierbar, denn wenn sie das nicht wäre, wäre sie nicht wissenschaftlich. Du meinst wahrscheinlich, du hättest die theoretische Physik falsifiziert. Wenn dem so ist, warum schreibst du dann nur in Internetforen und veröffentlichst deine Ergebnisse nicht auch in wissenschaftlichen Fachzeitschriften?

      Oder lehnst du vielleicht auch Popper ab, weil auch er ja jüdischer Abstammung war?

    • auf grund deiner anterograden amnesie

      archetyp, vor 164 Tagen, 15 Stunden, 12 Minuten

      kann und will ich dir nichts erklären.

      und ich bin in keinster weise antisemit, du infames stück .....

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden, 43 Minuten

      das vielleicht nicht, aber langsam wirst du redundant, du Stück du. So, und nun schreib was du willst, du beziehst deinen Betriebsstoff aus der Aufmerksamkeit anderer, die du auf dich ziehst, und viele wissen, wo die Steckdose ist.

    • es mag ja grund für die kritik an dem herrn...

      albundyfan, vor 164 Tagen, 4 Stunden, 45 Minuten

      ...geben bzgl. seiner wissenschaftlichen aussagen

      aber warum soll er deshalb ein antisemit sein?

  • Völlig überzogen und kontraproduktiv

    leibeigener, vor 166 Tagen, 5 Stunden, 36 Minuten

    Ich war sehr gerne in der Schule, und das, obwohl ich alles andere als ein "Streber" war - und ja, ich erinnere mich noch gerne an Unterrichtsstunden, bei denen wie damals üblich frontal mit minimaler Schülerbeteiligung unterrichtet wurde! Das Grundproblem einer Institution Schule liegt ganz wo anders: nämlich darin, dass wir Schülerinnen und Schüler zum Unterricht ZWINGEN. Ein Widerspruch: lernen funktioniert nur dann, wenn man aktiv lernen (und nicht nur gute Noten einheimsen) WILL - bei mir lag es größtenteils an Faulheit, wenn ich schlechte Noten bekommen habe. Deshalb halte ich es für absolut schlimm, das Schulpersonal (dessen Ansehen eh schon im Keller ist) pauschal zu verunglimpfen! Und überhaupt: Vielleicht mag ja mal jemand dem Herrn Uniprof. ein paar Tests und Prüfungsfragen seiner gefürchtetsten KollegInnen vorlegen, ich wäre sehr auf das Ergebnis gespannt ...

    • allgeier, vor 166 Tagen, 3 Stunden, 19 Minuten

      Verharmlosen bringt nichts. Möglicherweise kann man dir persönlich gratulieren, doch gerade wenn dem so wäre, würde ich doch als kritisches Symptom ansehen, den Autor nur zu bashen. Ich betreibe kein Lehrerbashing. Du hast in einigen Punkten recht recht, nur einen Aspekt muss ich provokant an dieser Stelle bringen:
      Ein junger Mensch rebelliert zurecht gefühlsmäßig dagegen, wenn er den Eindruck hat ihm werde Lebenszeit gestohlen für "Stoff", zu dem es keinen Lebensbezug gibt. Das "Faulheit" zu nennen verzieht die Perspektive!
      Auch ich habe erlebt, dass im Frontalunterricht Mitarbeit (per Interesse) geweckt und gehalten werden kann. Unter bestimmten Bedingungen, abhängig von allen Beteiligten. Aber ist das Moral, ist der Schüler "fleißig", wenn es gelingt, und "faul", wenn nicht? Entweder nein, - oder "Fleiß" ist in dem Zusammenhang nur hohle Anpassung.

    • Stimmt aber

      leibeigener, vor 165 Tagen, 1 Stunde, 18 Minuten

      das mit der Faulheit war mal auf meine Person bezogen - ich sage ja nicht, dass primär die SchülerInnen dran schuld sind - es wird ja von ihnen verlangt, dass sie am Tag x zur Stunde y 50 Minuten lang volle Aufmerksamkeit an den Tag legen - und das in der Pubertät ... aber flächendeckend etwas zu organisieren, das auf jede einzelperson immerzu rücksicht nehmen kann, halte ich für äußerst schwierig. aber: ich sage nicht, dass vieles verbesserungswürdig wäre. nur sehen manche besserwisserInnen wie der herr uniprof. schwierigkeiten nicht, die bei der umsetzung an den tag kommen: wie etwa die aufsichtspflicht ...

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden, 50 Minuten

      wer sagt denn, dass er solche Schwierigkeiten nicht sieht. Er ist kein Besserwisser, er beschreibt Abläufe, wie sie sind. In der Praxis muss man seine Erfahrungen so wie deine einbauen. Müsste man - denn wie ich sehe, geschieht nichts bisher, bei euch nicht und bei uns nicht, es bleibt beim gesamt - gesellschaftlichen "Penäler" - Komplex (bei uns ist in manchen Kreisen der alte Film "Feuerzangenbowle" Kult, hier ist nicht Raum das zu besprechen, aber dieses Symtom ist charakteristisch und zeigt ziemlich Blödes an).
      Vielleicht kann nichts geschehen, vielleicht müssen sich Parallelstrukturen aufbauen. Jedenfalls, "Schwierigkeiten" wie die "Aufsichtspflicht" sind keine, wenn der politische Wille besteht, Verantwortung für die nächsten Generationen in Form von Finanzmitteln für qualifizierte Stellen zu übernehmen.
      Jedoch würde das bedeuten "weniger Doofe, weniger Manipulierbare".

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden, 48 Minuten

      "Penne" mit zwei n. Ist kein Rechtschreibfehler *ggg*, das wäre an dieser Stelle allzu schön. War zu schnell auf die Tastatur geklopft - um das Fremdwort Repetition zu vermeiden -

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      und "Symptom" - dito.
      Festina lente, jetzt langts
      ROFL

  • Systeme...

    mann, vor 166 Tagen, 6 Stunden, 6 Minuten

    Danke für den Artikel!
    In einem Gespräch mit einem Wirtschaftswissenschaftler fiel einmal der Satz: - "Ein System reagiert immer so wie man es bewertet" - Recht hatte er, und somit gebe ich dem Ator gerade was die Zentralmatura betrifft absolute Zustimmung.
    Auch eine Einführung eines Numerus Clausus wie es ihn in Deutschland zur Studiumsberechigung gibt wäre aus diesem Grunde völliger Schwachsinn. Wenn ein/e Schüler/in studieren will, warum soll er/sie eine Schule wählen die ihn fordert, wo er wirklich etwas lernen muss, mit der Gefahr auch eimal die eine oder andere schlechte Note auszufassen. Geht er/sie den leichten Weg ist die Eintritskarte auf die Uni schon gelöst.
    Und es geht so weiter, auch auf den Universitäten (und besonders auch an den Fachhochschulen)...

  • Privatisierung

    bergbäuerin1, vor 166 Tagen, 7 Stunden, 40 Minuten

    Diesem Artikel kann ich nur vollinhaltloch zustimmen!
    Allerdings ist es überhaupt nicht die Aufgabe der Politik, die Bildung zu organisieren. Sie tötet damit zunehmend den freien Geist ab, auch bei den Lehrern. Das war trotz der preußischen Wurzeln bis Anfang der 90er Jahre noch weit nicht so katastrophal wie jetzt, nachdem die Lehrer zu Marionetten der Politik gemacht worden sind.
    Politik soll das Recht auf Bildung garantieren (auch, aber nur AUCH mit der Lenkung der Geldströme) und verhindern, dass sich an den Bildungeinrichtungen Machtmissbrauch etablieren kann. Das wars dann auch schon. Alles andere kann und soll privat organisiert werden wie die Wirtschaft auch!
    Da soll ausdrücklich geistige Entwicklung je nach Standort von weltanschaulichen Hintergründen geprägt sein, seien es katholische, atheistische, anthroposophische, lebenspragmatische oder was immer. Die diesbezügliche Neutralität des Staates bedeutet noch lange nicht, dass das geistige Leben wertneutral sein muss. Lasst doch die Absolventen solcher Einrichtungen, die allesamt klare Ziele kennen, dann im späteren Leben zueinander in Konkurrenz treten. Da wird es dann ausreichend Feedback geben, das auf die Bildungseinrichtungen zurückwirkt und sie perfektionieren wird!

    • Oh gott

      leibeigener, vor 166 Tagen, 5 Stunden, 13 Minuten

      Mir wird wirklich schlecht, wenn ich so was lese. "Nicht aufgabe der Politik, Bildung zu organisieren" - Ein Beispiel: eine satte Mehrheit würde wohl gerne Fächer wie Physik sofort abschaffen (finden die meisten nutzlos). Und dann stelle man sich mal vor, das hätte man schon vor hundert jahren gemacht: und schon muss man sich viele technische errungenschaften wie handy, notebook, internet, digitalkamera etc. aus seinem leben wegdenken. Abgesehen davon, dass Bildung ein hart umkämpftes Gut ist, dessen Freiheit ohnehin nur von der Politik garantiert werden kann. Andernfalls würden wir wieder in das Zeitalter des Mythos zurückversetzt - Tendenzen dazu gibt es ja zu Hauf: Esoterik, Astrologie, Verschwörungstheorien, stumpfsinniger Fremdenhass - das sind Beispiele für "Bildungsinhalte", die sich "freie Bürger" als Alternative wählen würden. Und dann gute Nacht!

    • bergbäuerin1, vor 166 Tagen, 3 Stunden, 22 Minuten

      Und warum boomen dann die Privatschulen? Und warum kommen von dort die besten Absolventen? Weil das alles Esoteriker sind und von Physik nichts verstehen?

    • slartibartfast, vor 166 Tagen, 1 Stunde, 38 Minuten

      1) kommen denn tatsaechlich die besten absolventen von privatschulen?
      2) falls die antwort auf 1) ja lautet: weil nur diejenigen, die es sich leisten koennen, ihre kinder dorthin schickt. die elite zuechtet ihren eigenen nachwuchs.

    • bergbäuerin1, vor 166 Tagen, 38 Minuten

      @slartibartfast
      "Die Elite züchtet ihren eigenen Nachwuchs"
      So lautet der Inhalt der politisch korrekten Gehirnwäsche.

    • @bergbäuerin1

      slartibartfast, vor 165 Tagen, 17 Stunden, 8 Minuten

      das ist natuerlich nur ein teil der wahrheit. es gibt privatschulen, die kommen mir schon ein bischen komisch vor. dass aber die elite den eigenen nachwuchs heranzieht, scheint mir einigermassen fix. wir haben zwar kein kastensystem, die schichten bleiben aber meist unter sich und sind nicht besonders "durchlaessig".

    • @leibeigener

      clinhart, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 50 Minuten

      Wenn die Mehrheit gegen Physikunterricht wäre, hätten wir den jetzt auch nicht. Wir haben ja eine Demokratie, wo im Wesentlichen die Mehrheit entscheidet.

      Selbst wenn die Mehrheit gegen Physikunterricht wäre, gäbe es gerade bei einem privaten Bildungssystem ein Angebot an Physikunterricht, und zwar für diejenigen, die das interessiert. Und das wäre vielleicht eh ausreichend. Nicht jeder Mensch braucht wissen, wie man E=mc² herleitet. Aber es ist wichtig, dass eine gewissen Menge von Leuten fundiertes Wissen in Physik hat. ( Gilt für jedes Wissensgebiet. Und es gibt viele Wissensgebiete, die im aktuellen Schulsystem ganz weggelassen werden. )

      Ein privates Bildungssystem wäre ja gerade durch mehr Vielfalt geprägt.
      Das hätte einige positive Effekte:
      * Mehr Vielfalt heisst, dass auch Dinge gelehrt werden, die die Mehrheit nicht interessiert.
      * Mehr Vielfalt heisst, dass es nicht mehr eine Masse von gleich ausgebildeten, beliebig austauschbaren Arbeitnehmern gibt. Das erhöht die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer bzgl Gehalt. Ausserdem erhöht es die Chancen, sich erfolgreich selbständig zu machen.
      D.h. Mehr Vielfalt im Bildungssystem verringert die Einkommensunterschiede in der Gesellschaft.

      ***

      Sprituelles Wissen, Esoterik etc sind kein Gegensatz zur Naturwissenschaft, sondern eine gute Ergänzung. Wenn man sich weiter in beide Gebiete vertieft, dann gibt es sogar...

    • Fortsetzung von @leibeigener

      clinhart, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 49 Minuten

      Sprituelles Wissen, Esoterik etc sind kein Gegensatz zur Naturwissenschaft, sondern eine gute Ergänzung. Wenn man sich weiter in beide Gebiete vertieft, dann gibt es sogar viele Überschneidungen etc. Nur die relativ Ungebildeten sehen einen Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Spiritualität.

    • @slartibartfast

      clinhart, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 47 Minuten

      Zur Zeit können sich nur wenige Leute eine Privatschule leisten, weil das ja momentan bedeutet, dass man neben dem Schulgeld für die Privatschule auch noch die Regierungsschulen über die Steuern zahlen muss. D.h. das aktuelle staatliche System fördert Elitenbildung durch die Wohlhabenden, weil die breite Mittelschicht von den Privatschulen defakto ausgeschlossen sind, weil sie sich nicht leisten können, zwei Schulen zu bezahlen.

      Ein Schulsystem, wo das Geld, das jetzt direkt in die Regierungsschulen fliesst, als erhöhte Kinderbeihilfe ausgezahlt würde, sodass Eltern aller Einkommensschichten die Wahl zwischen verschiedenen Schulen haben, würde praktisch allen Kindern eine bessere Ausbildung garantieren.

      Ich vermute sogar, dass die meisten Privatschulen bei gleicher oder besserer Qualität weniger Geld kosten würden als die Regierungsschulen.

      Regierungsschulen und private Schulen können im freien, fairen Wettbewerb koexistieren.
      Damit der Wettbewerb fair bleibt, dürfen sich Regierungsschulen nur ausschliesslich über das Schuldgeld finanzieren und nicht mehr direkt über Steuergelder finanziert werden.

    • @clinhart

      leibeigener, vor 165 Tagen, 1 Stunde, 12 Minuten

      1. Spiritualität und massentaugliche Esoterik haben meines erachtens nur geringe Gemeinsamkeiten (schon mal was von "Quantenheilung" gehört? Da stellts mir sämtliche Haare auf)

      2. Womöglich muss niemand "E=mc²" herleiten können, um sich die Schuhbänder binden zu können, ja. Aber: wenn man nur mehr das in der schule lernt, was man hören will (oder die gesellschaft hören will), hört man vieles nicht mehr, das einen oder eine vielleicht ja doch mal interessieren könnte. und in absehbarer zeit gibts nur mehr börsenmaklerInnen und keine wissenschafterInnen bzw. technikerInnen (welche in unserem land ohnehin schon äußerst rar sind).

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden, 23 Minuten

      @clinhart
      Vorsicht, falle nicht auf "marktwirtschaftliche Konzepte" rein !!! In ihrer platten Form sind sie eh längst als Fiktion entlarvt. In entwickelten freien demokratischen Rechtsstaaten ist Bildung eine öffentliche Aufgabe, zu meistern mit öffentlichen Mitteln. Es gibt nie Patentrezepte, nie allgemein "beste Lösungen".
      Und das Schicksal ist immer noch die Familie, in die man hineingeboren wird. Dies ist nicht zu ändern.
      Wo versucht wird, das zu ändern, führt es zu totalitären Systemen.

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden, 15 Minuten

      Mit sechzehn (cirka) sollte man so weit sein, sich Schritt für Schritt von der Kleinfamilie zu emanzipieren. Das ist zugleich riskant, denn mit sechzehn ist das Hirn physiologisch im Umbau, bei Frauen liegt der kritische Zeitraum bekanntlich im Durchschnitt etwas früher als bei Männern. Schutz und Anleitung braucht die Jugend gerade dann, wenn sie das schlecht verträgt, schlecht vertragen muss. Humor und Liebe helfen. Beides lässt sich nicht institutionalisieren. Beides verlangt Freiheit. Freiheit muss gelernt werden.

    • allgeier, vor 164 Tagen, 6 Stunden,

      Und damit ist die Familie überfordert. Denn menschliche Lebensform braucht staatliche Organisation. Die Familie, so wichtig sie ist, ist nicht deren "Keimzelle". Friedliche Staaten sind ursprünglich zu weiten Teilen aus Handelsbeziehungen zwischen Fremden entstanden. Verhandelt wurde und wird nicht nur Materielles, sondern auch geistige, kulturelle Inhalte.

  • Ist es heute noch schlimmer

    allgeier, vor 166 Tagen, 21 Stunden, 33 Minuten

    als bei uns vor 40 Jahren? Meine "Leistungen" schwankten in sog. Kernfächern über die gesamte Notenskala, oft abhängig von der Lehrperson, manchmal mehr von meinem Interesse für den "Stoff".
    Meine Erinnerungen entsprechen der Schilderung im Text.
    Die, welche ich als gute Lehrer empfand, haben nach meiner Bilanz das eigentlich unsäglich schrottige System gestützt, indem durch sie Schüler wie ich zum Abschluss kamen. Solche Schüler bringen das "Augen zu und durch" nicht fertig, weil sie schon als Jugendliche eine Ahnung von der Verarsche bekommen. Auf die sie sich mangels gefestigter Persönlichkeit noch keinen Reim machen können!
    Hm. Sind die Anpasser von damals unter den Lehrern von heute? Jedenfalls gehen auch gutmeinende Lehrer, zum Teil unter manifestem Systemzwang, in die "Stoff" - Falle. Zum Teil aber, weil sie von besagtem Stoff selbst zu besessen sind. Man ist zuerst Lehrer, zweitens Lehrer, erst drittens in einem bestimmten Spezialfach, das man sich ausgesucht hat weil man sich selbst darin relativ leicht tut. In dem man sich allerdings auf der Höhe der Zeit zu halten hat.

    • allgeier, vor 166 Tagen, 21 Stunden, 25 Minuten

      Ja, das ist es! Die Leute absolvieren die höhere Schule, dann werden sie Lehrer. Ihre Schüler werden gleich wieder Lehrer, unterrichten Schüler, die gleich wieder Lehrer werden...
      "positive" Rückkopplung, es schaukelt sich auf, mit Selektionswirkung Richtung "Stoff" um des "Stoffes" willen, und wer es nicht packt, warum auch immer, wird ausselektioniert.

    • Ich nenne es immer Inzuchtbetrieb

      hefeweissbier, vor 166 Tagen, 18 Stunden, 10 Minuten

      Schule - Uni - Schule

    • vor 40 jahren

      iggi, vor 166 Tagen, 16 Stunden, 37 Minuten

      ging es mir haarscharf wie dir, dazu kamen lange haare, linksgesinnung und altnazi direktor -> matura ade. Trotzdem blicke ich auf viele gute (frustrierte) lehrer zurueck und habe mir auch viel vom stoff gemerkt, schaffte zb erwachsenenmatura im ausland 8 jahre spaeter nur aus der AHS erinnerung. Auf der uni dann gingen anscheinend nur die menschlich und akademisch lauwarmen in den lehrberuf.

    • bergbäuerin1, vor 166 Tagen, 7 Stunden, 26 Minuten

      @allgeier
      Du triffst den Punkt! Wie kann jemand die Generation aufs Leben vorbereiten, der dieses Leben außerhalb der Schule nie kennengelernt hat?
      @iggi
      Dass das Schulwesen in Österreich noch viel katastrophaler ist als in anderen Ländern, liegt tatasächlich daran, dass seinerzeit die größte Nazidichte bei den Lehrern geherrscht hat. Die haben das Bild geprägt, das in den Köpfen so verankert ist, dass es nie mehr rausgebracht werden kann, auch nicht von der jetzigen Lehrergeneration, die politisch auffallend wenig rechts steht.

    • Blödsinn

      leibeigener, vor 166 Tagen, 5 Stunden, 31 Minuten

      Ich kenne nur wenige Lehrer, die außer Schule und Uni nicht wenigstens ein paar Monate lang andere Jobs ausgeübt haben. Ganz zu schweigen von Lehrern, die neben ihrem Fulltimejob (Ja!) noch ehrenamtlich engagiert sind.

    • allgeier, vor 166 Tagen, 3 Stunden, 33 Minuten

      ich bin Piefke (fem.), aber mit vielen persönlichen Bezügen nach Vorarlberg, "unsere" nächste Stadt ist Bregenz. Wollte hier nicht dreinreden - doch bei uns laufen die genau entsprechenden Debatten auf Hochtouren, der Artikel musste mich reizen. Ich kann aus eigener Anschauung jeden Tag darüber grübeln, welche Fähigkeiten / Charaktereigenschaften den guten Lehrer ausmachen, gerade unter den herrschenden Bedingungen. Jeder empfindet, im Schulsystem hat sich Ballast angesammelt, und jeder findet das bedauernswert, ja gefährlich. Bitte an die Familien: haltet zu Euren Kindern, stärkt sie, lasst sie ihre Eigenart finden und entwickeln, denn niemand kennt die Zukunft!

  • Nicht nur Gymnasien

    die0kleine0meinung, vor 166 Tagen, 22 Stunden, 25 Minuten

    Auch das duale Ausbildungssystem ist in seiner derzeitigen Form absurd.

    In Berufsschulen müssen Lehrer offensichtlich keinerlei Qualifikation in dem zu unterrichtendem Fach besitzen.

    So kommt es, dass man als IT-Informatik-Schüler von einem Lehrer in Informatik, also dem eigentlich zu Grunde liegendem Gegenstand dieses Lehrberufs, unterrichtet wird, der seine Programmierkenntnisse aus seiner HTL-Zeit bezieht und daher ausschließlich völlig veraltetetes und überholtes Wissen an künftige Softwareprogrammierer weitergibt.

    (Wobei sich dessen Wissen auf eine andere Programmiersprache bezieht)

    Dies ist aus meiner Sicht nicht tragbar, da man sehr wohl eine ordentliche und professionelle Ausbildung erwarten kann und auch sollte!

    Auch musste ich feststellen, dass Englisch von einer Juristin unterrichtet wird und Wirtschaftswesen von einer Englischlehrerin.

    Einerseits müssen Lehrer keine Qualifikation haben, um die Schüler ordentlich auszubilden, andererseits müssen die Betriebe ebenfalls keine "Qualifikation" besitzen. Es muss lediglich EINER im gesamten Betrieb die Lehrberechtigung besitzen!

    Dies bedeutet, sobald ich diese Lehrberechtigung besitze, darf ich einen Lehrling beliebiger Branche in meinem Betrieb ausbilden!?

    Hier sehe ich ein gravierendes Problem:
    In der Berufsschule lernt der Lehrling mangels Lehrerkompetenz nicht das für das Berufsbild vorgesehene und nötige.

    Der Lehrbetrieb soll bzw. darf einen Lehrling in einem Branchenfremden Beruf ausbilden, was mangels Ausbildnern nicht möglich ist.

  • Schule heute

    kawi1, vor 166 Tagen, 22 Stunden, 42 Minuten

    Obwohl ich selbst in der Schulverwaltung bin, kann ich dem Artikel nur vollinhaltlich zustimmen. Schüler werden in ein System der Unterdrückung und Anpassung gepresst und zu sinnlosem Lernen gezwungen. Jeder soll sich Fragen, was ihm vom Wissen aus der Schulzeit geblieben ist. Lesen, Schreiben und ein bisschen Rechnen für den täglichen Gebrauch, soweit man sich nicht speziell für etwas interessiert hat. Und natürlich sind die ersten Neurosen gezüchtet worden....

    • Stimmt nicht

      leibeigener, vor 166 Tagen, 5 Stunden, 24 Minuten

      Wissen ist erstens in den meisten Fällen nicht aktiv verfügbar! Ich würde nur zu gerne wissen, wie eine Gesellschaft ohne diese Schulbildung aussehen würde!! Gott behüte! Außerdem merke ich immer wieder schmerzlich, dass ich bei Lerninhalten, auf die ich gepfiffen habe, heute abgehen (seien es Bildungslücken in Diskussionen oder deswegen, weil ich solche Inhalte jetzt mühsam nachlernen muss). UND: Wie soll man denn überhaupt drauf kommen, welche Dinge einen interessieren, wenn man nicht von allem einen guten Überblick hat???