Standort: science.ORF.at / Meldung: "Entscheidende Stunden in Durban"

Emissionen steigen aus einem Braunkohlekraftwerk in den Himmel.

Entscheidende Stunden in Durban

Die UNO-Klimakonferenz in Durban geht in die entscheidende Phase: Am Freitagvormittag standen sowohl eine umfassende Einigung als auch ein völliges Scheitern des Gipfels im Raum. "Die Situation ist sehr angespannt", sagte Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) der APA.

Klimagipfel 09.12.2011

Die EU strebt in einem Bündnis ein rechtlich bindendes weltweites Klimaschutzabkommen an. "Da müssen wir konsequent drauf bleiben", meinte der Ressortleiter.

Abkommen für 2015?

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard gab sich bei einer Pressekonferenz optimistisch. "Die Unterstützung für die Roadmap wächst", sagte Hedegaard. Die EU strebe dabei ein umfassendes Abkommen für das Jahr 2015 an. Die EU-Kommissarin räumte allerdings ein, dass noch kein Ergebnis erreicht sei. Offen ist demnach vor allem die Haltung der USA, Chinas und Indiens. Daher könne die Konferenz auch noch scheitern, warnte Hedegaard.

Ö1 Sendungshinweis:

Über die heute endende UNO-Klimakonferenz in Durban berichten die Ö1 Journale.

Die EU-Kommissarin und Berlakovich verwiesen auf das am Donnerstag geschlossene Bündnis zwischen der EU, den am wenigsten entwickelten Staaten (LDC) und der Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS), das Bewegung in die Verhandlungen gebracht habe. Zudem habe nach Brasilien in der Nacht auch Südafrika einem rechtlich bindenden Abkommen im Grundsatz zugestimmt. Beide gehören zusammen mit China und Indien zur sogenannten BASIC-Gruppe großer Schwellenländer. Diese sei nun gespalten, sagte Hedegaard. "Die Hälfte der BASIC-Gruppe hat gesagt, sie befürworten ein rechtlich bindendes Abkommen. Damit bleiben noch zwei weitere große Herausforderungen." Hier sei noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten.

Mit Blick auf die USA deutete Hedegaard an, diese würden sich möglicherweise bewegen, wenn auch China und Indien Zugeständnisse machten. Wenn es allerdings bei den "sehr wenigen großen Staaten" keine Bewegung gebe, "glaube ich nicht, dass es ein Verhandlungsergebnis in Durban geben wird", sagte die EU-Kommissarin. Noch bleibe "genug Zeit, um sich zu bewegen". Eine Einigung sei "in Sicht", die einzige Frage sei, "ob andere Staaten diese Einigung wollen". Der Gipfel geht am Abend zu Ende, es dürfte aber bis in die Nachtstunden weiterverhandelt werden.

science.ORF.at/APA

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Forum

 
  • klimawandel

    iggi, vor 163 Tagen, 7 Stunden, 26 Minuten

    ist ein nullproblem, allerdings lebt eine neu kaste von konferenzheinis und anderen bureaukraten, karrierewissenschaftlern, subventionseinstreifer und spendensammelfirmen in hunderten institutionen weltweit davon. man braucht offensichtlich nur oft und lange genug die bevoelkerung mit simplistischen phrasen zu bekeilen damit ein haufen heulender heinis an die reale existenz von wortschoepfungen wie "klimaschaedlich" oder "luftverschmutzung durch co2" glaubt.
    andererseits, solange der schaden fuer die steuerzahler in der aushaltung dieser konferenzkaste und ihrem (im eigenen interesse) endlosen treiben beschraenkt bleibt, ist das noch das geringere uebel im vergleich zu den eingriffen die notwendig waeren, um dieses anti-westliche weltregierungsprogramm in echt durchzuziehen.

  • es scheint völlig egal,

    xcountry, vor 164 Tagen, 22 Stunden, 47 Minuten

    ob ein Erfolg erzielt wird oder nicht. s ändert sich so und so nichts. Der Mensch ist eine peinliche Karikatur im Bereiche der Schöpfung.

    • logopezi, vor 164 Tagen, 22 Stunden, 8 Minuten

      das ist so wie beid en ganzen rüstungsbegrenzungsabkommen ind en 79ern udn 80ern: da wird brav unterschrieben, und dann, nachdem man davon ausgeht, dass sich eh die gegenseite auch nicht an das abkommen hält, rüstet man selbst weiter wie bisher - und die gegenseite machts genau so.