
Entscheidende Stunden in Durban
Die EU strebt in einem Bündnis ein rechtlich bindendes weltweites Klimaschutzabkommen an. "Da müssen wir konsequent drauf bleiben", meinte der Ressortleiter.
Abkommen für 2015?
EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard gab sich bei einer Pressekonferenz optimistisch. "Die Unterstützung für die Roadmap wächst", sagte Hedegaard. Die EU strebe dabei ein umfassendes Abkommen für das Jahr 2015 an. Die EU-Kommissarin räumte allerdings ein, dass noch kein Ergebnis erreicht sei. Offen ist demnach vor allem die Haltung der USA, Chinas und Indiens. Daher könne die Konferenz auch noch scheitern, warnte Hedegaard.
Ö1 Sendungshinweis:
Über die heute endende UNO-Klimakonferenz in Durban berichten die Ö1 Journale.
Die EU-Kommissarin und Berlakovich verwiesen auf das am Donnerstag geschlossene Bündnis zwischen der EU, den am wenigsten entwickelten Staaten (LDC) und der Allianz der kleinen Inselstaaten (AOSIS), das Bewegung in die Verhandlungen gebracht habe. Zudem habe nach Brasilien in der Nacht auch Südafrika einem rechtlich bindenden Abkommen im Grundsatz zugestimmt. Beide gehören zusammen mit China und Indien zur sogenannten BASIC-Gruppe großer Schwellenländer. Diese sei nun gespalten, sagte Hedegaard. "Die Hälfte der BASIC-Gruppe hat gesagt, sie befürworten ein rechtlich bindendes Abkommen. Damit bleiben noch zwei weitere große Herausforderungen." Hier sei noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten.
Mit Blick auf die USA deutete Hedegaard an, diese würden sich möglicherweise bewegen, wenn auch China und Indien Zugeständnisse machten. Wenn es allerdings bei den "sehr wenigen großen Staaten" keine Bewegung gebe, "glaube ich nicht, dass es ein Verhandlungsergebnis in Durban geben wird", sagte die EU-Kommissarin. Noch bleibe "genug Zeit, um sich zu bewegen". Eine Einigung sei "in Sicht", die einzige Frage sei, "ob andere Staaten diese Einigung wollen". Der Gipfel geht am Abend zu Ende, es dürfte aber bis in die Nachtstunden weiterverhandelt werden.
science.ORF.at/APA


