
Aktiver Lebensstil senkt Alzheimer-Risiko
In einer Untersuchung erfassten die Forscher des Rush University Medical Center in Chicago zehn Tage pausenlos die körperlichen Aktivitäten von 716 Senioren im Durchschnittsalter von 82 Jahren mit einem speziellen Gerät am Handgelenk.
Keiner der Teilnehmer hatte zu diesem Zeitpunkt eine Demenzerkrankung. Zudem gaben die Probanden regelmäßig selbst Auskunft über ihre körperlichen und sozialen Aktivitäten.
Schon Kochen und Waschen hilft
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Über diese Studie berichtet auch "Wissen aktuell", Donnerstag, 19.4.2012, 13:55 Uhr.
In den folgenden dreieinhalb Jahren erkrankten 71 Teilnehmer an Alzheimer. Diejenigen zehn Prozent der Studienteilnehmer, die am inaktivsten waren, erkrankten der Studie zufolge 2,3-mal häufiger als die zehn Prozent, die am aktivsten waren. Und unter denjenigen Probanden, deren Bewegungsintensität am geringsten war, lag das Alzheimer-Risiko 2,8-mal so hoch wie in der Spitzengruppe der bewegungsintensivsten Teilnehmer.
"Die Studie zeigt, dass nicht nur Übungen, sondern auch Aktivitäten wie Kochen, Waschen und Putzen mit einem geringeren Alzheimerrisiko in Zusammenhang stehen", erklärt Studienautor Aron S. Buchman laut Mitteilung.
So könnten auch ältere Menschen von einem aktiven Lebensstil profitieren, die nicht mehr zu sportlichen Übungen in der Lage sind. Die Studie ist in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Neurology" der American Academy of Neurology erschienen.
science.ORF.at/dpa
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