
Forscher bestätigen Bauernregel
Hitzewarnungen wären durch Auswertung von Daten zu Niederschlägen und Bodenfeuchtigkeit bis zu drei Monate im Voraus recht zuverlässig möglich, schreiben Brigitte Müller und Sonia Seneviratne von der ETH Zürich in der Fachzeitschrift "PNAS".
Die Studie
"Hot days induced by precipitation deficits at the global scale", PNAS, 16.7. (doi: 10.1073/pnas.1204330109).
Zu ihrem Ergebnis kamen die Forscherinnen mit einer vergleichenden Analyse globaler Daten zu Regenfällen und Extremtemperaturen in der Zeitspanne von 1979 bis 2010. "Unsere Beobachtungsanalysen legen einen starken Zusammenhang zwischen Niederschlagsdefiziten und extremer Hitze in weiten Teilen der Welt nahe", heißt es in der Studie.
Wenn zum Beispiel Südamerika, die Iberische Halbinsel oder der Osten Australiens Niederschläge unter dem langfristigen Durchschnitt abbekamen, habe dies die Wahrscheinlichkeit einer Hitzeperiode mit Extremtemperaturen um 70 Prozent erhöht. In Nordamerika und Osteuropa liege der Wert bei 60 Prozent. Zugleich zeigten die Langzeitdaten, dass noch mehrere Monate nach überdurchschnittlichen Regenfällen die Wahrscheinlichkeit von extrem hohen Temperaturen um 30 bis 40 Prozent geringer war.
science.ORF.at/dpa
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