Standort: science.ORF.at / Meldung: "Forscher bestätigen Bauernregel "

Blauer Himmel mit Wolken

Forscher bestätigen Bauernregel

Auf "Märzenregen folgt kein Sommersegen" lautet eine Bauernregel. Wissenschaftler bestätigen nun: Geringe Niederschläge im März deuten auf Hitzewellen im Juni hin, auf Regen folgen indes meist gemäßigte Temperaturen.

Wetter 17.07.2012

Hitzewarnungen wären durch Auswertung von Daten zu Niederschlägen und Bodenfeuchtigkeit bis zu drei Monate im Voraus recht zuverlässig möglich, schreiben Brigitte Müller und Sonia Seneviratne von der ETH Zürich in der Fachzeitschrift "PNAS".

Die Studie

"Hot days induced by precipitation deficits at the global scale", PNAS, 16.7. (doi: 10.1073/pnas.1204330109).

Zu ihrem Ergebnis kamen die Forscherinnen mit einer vergleichenden Analyse globaler Daten zu Regenfällen und Extremtemperaturen in der Zeitspanne von 1979 bis 2010. "Unsere Beobachtungsanalysen legen einen starken Zusammenhang zwischen Niederschlagsdefiziten und extremer Hitze in weiten Teilen der Welt nahe", heißt es in der Studie.

Wenn zum Beispiel Südamerika, die Iberische Halbinsel oder der Osten Australiens Niederschläge unter dem langfristigen Durchschnitt abbekamen, habe dies die Wahrscheinlichkeit einer Hitzeperiode mit Extremtemperaturen um 70 Prozent erhöht. In Nordamerika und Osteuropa liege der Wert bei 60 Prozent. Zugleich zeigten die Langzeitdaten, dass noch mehrere Monate nach überdurchschnittlichen Regenfällen die Wahrscheinlichkeit von extrem hohen Temperaturen um 30 bis 40 Prozent geringer war.

science.ORF.at/dpa

Mehr zu diesem Thema:

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

 
  •