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Usain Bolt aus Jamaica, Weltrekordhalter über 100m

Rückenwind für Bolt

Nicht nur Talent und Training sind im Sport entscheidend für neue Weltrekorde, sondern auch zahlreiche Umweltfaktoren. Wissenschaftler haben nun errechnet, unter welchen Umständen Usain Bolt seinen 100-Meter-Sprintrekord noch einmal unterbieten könnte. Eines ist klar: Er braucht Rückenwind.

Sportwissenschaften 03.08.2012

Am Sonntag wird bei den Olympischen Spielen in London das Finale im 100-Meter-Lauf stattfinden. Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt - er ist amtierender Welt- und Olympiasieger in dieser Disziplin - gilt als klarer Favorit. Dass er seinen Weltrekord von 9,58 Sekunden unterbieten wird, scheint jedoch unwahrscheinlich.

Wind, Höhe, Wettbewerb

Zu diesem Ergebnis kam ein neuseeländisches Forscherteam um Steve Hollings in einer neuen Studie, erschienen im European Journal of Sport Science. Die Sportwissenschaftler haben verschiedene Umweltfaktoren untersucht, die das Laufverhalten und die Geschwindigkeit der Athleten beeinflussen, wie die Windrichtung, die Seehöhe oder das Wettbewerbsniveau.

Für ihre Untersuchung haben die Forscher 44.000 Ergebnisse von 619 männlichen Leichtathleten ausgewertet: Rückenwind mit einer Stärke von 7,2 km/h (das ist auch die höchstzulässige Windgeschwindigkeit bei diesem olympischen Bewerb) kann den 100-Meter-Lauf um 0,07 bis 0,09 Sekunden beschleunigen.

Höher macht auch schneller

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Die Seehöhe kann ein weiterer Wettbewerbsvorteil sein. Je höher der Veranstaltungsort liegt, desto geringer ist der Luftwiderstand und desto schneller laufen die Athleten. Das gilt allerdings nur für die Sprintbewerbe, erklärt der Hauptautor der Studie, Steve Hollings: "Bei Läufen, die länger als 1500 Meter sind, sieht man, dass den Athleten in großen Höhen weniger Sauerstoff zur Verfügung steht und deswegen ihre aerobe Leistungsfähigkeit abnimmt."

Die Analyse zeigte auch, dass Sprintathleten bei Weltmeisterschaften ihre besten Leistungen bringen. Bei diesem Wettbewerb ist die Chance auf einen neuen Weltrekord am größten. Dort ist beispielsweise die Geschwindigkeit beim 400-Meter-Lauf um 0,7 Prozent höher, als bei kleineren Wettbewerben.

Weltrekord für Bolt in London unwahrscheinlich

Den Berechnungen der Wissenschaftler zu Folge, könnte Usain Bolt seinen Weltrekord am Sonntag um 0,1 Sekunden auf 9,48 Sekunden verbessern. Aber nur, wenn der Rückenwind 7,2 Stundenkilometer beträgt und das Rennen in 999 Metern Höhe stattfindet. Dieser Weltrekord wird wohl noch auf sich warten lassen. Denn London, der diesjährige Austragungsort der Olympischen Spiele, liegt nur 24 Meter über dem Meeresspiegel.

Marlene Nowotny, science.ORF.at

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Forum

 
  • Drei Möglichkeiten:

    karl273, vor 318 Tagen, 20 Stunden, 26 Minuten

    1.) Bei einem Rückenwind von rund dreihundert Metern pro Sekunde braucht man nicht einmal mehr zu laufen.

    2.) Im Vakuum, in rund vierhundert Kilometern Höhe, muss man nur einmal kräftig von einem Raumfahrzeug weg springen, dann behält man seine Sprunggeschwindigkeit relativ zum Raumfahrzeug bei.

    3.) Man kann auch die erste und die zweite Methode kombinieren, in dem man beide Türen der Luftschleuse eines Raumfahrzeuges gleichzeitig öffnet.

  • Eines ist klar: Er braucht Rückenwind.

    langweiler, vor 319 Tagen, 7 Stunden, 55 Minuten

    ...oder er springt dann nach 40 m vollen sprints auf eine etwas schneller vorbeifliegende kanonenkugel auf und ...