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Der Galaxienhaufen Phoenix

Rekordverdächtiger Galaxienhaufen entdeckt

US-Forscher haben einen gigantischen Galaxienhaufen entdeckt, der gleich mehrere kosmische Rekorde bricht. Phoenix produziere besonders viele Röntgenstrahlen, und bilde mehr Sterne, als alle anderen bekannten Cluster dieser Art.

Astronomie 17.08.2012

Das Team um Michael McDonald vom Massachusetts Institute of Technology hatte den Galaxiehaufen mit Hilfe des Südpol-Teleskops SPT erspäht und dessen besondere Eigenschaften daraufhin mit dem Weltraumteleskop Chandra aufgedeckt.

Theoretische Rekorde

Beide Rekorde von Phoenix hängen aber auch zusammen, erklärte Markus Landgraf, Physiker von der Europäischen Weltraumagentur (ESA) in Darmstadt. "Durch die Strahlung kühlt sich das heiße Gas im Innern des Clusters ab - und diese Abkühlung lässt Sterne entstehen."

Auch Landgraf bezeichnete Phoenix, der etwa 5,7 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist, als "außergewöhnlich". Er betont aber auch, dass solche Interpretationen sehr theorielastig seien. "Man weiß ja nicht genau, was darin vorgeht. Man sieht die Strahlung und versucht das zu interpretieren." Die Erkenntnisse beruhten auf wenigen Daten und Modellrechnungen. Bisher sei das aber die einzige und beste Methode, solche Objekte zu untersuchen.

science.ORF.at/APA/dpa

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