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Gibbon hängt an einem Ast

Gibbons, Opernsänger des Dschungels

Weißhandgibbons trällern wie Opernsänger. Genauer gesagt: wie Sopranisten. Die Affen nutzen beim Singen fast immer die Soprantechnik, wie japanische Forscher herausgefunden haben.

Ruf-Analyse 23.08.2012

"Eine schwierige Stimmtechnik, die bei Menschen nur professionelle Opernsänger meistern", schreibt Takeshi Nishimura vom Primatenforschungs-Institut der Universität Kyoto in einer Mitteilung.

Die Wissenschaftler hatten einen Weißhandgibbon (Hylobates lar) aus dem Fukuchiyama City Zoo in Kyoto unter Einfluss von Heliumgas singen lassen. Die Rufe wurden mit Hilfe eines mathematischen Modells ausgewertet. Was sich anhört wie ein quietschendes Katzenbaby, enthüllte Erstaunliches: Weißhandgibbons können ihre Stimmbänder offenbar auf hohem technischen Niveau kontrollieren.

Die Daten würden ein neues Verständnis der Sprach-Evolution von Gibbons offenbaren, so Nishimura: "Die physiologische Grundlage der menschlichen Sprache ist gar nicht so einzigartig sei wie angenommen." Die Studie wurde im "American Journal of Physical Anthropology" veröffentlicht.

science.ORF.at/dpa

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