
Lebensstil auch im hohen Alter entscheidend
Bei Frauen sind es immerhin fünf Jahre mehr, wie die Medizinerin Debora Rizzuto vom Karolinska-Institut in Stockholm und ihre Kollegen in einer Studie berichten.
"Unsere Studienresultate zeigen, dass sich ein gesunder Lebensstil noch im hohen Alter direkt auf die Lebenserwartung auswirken kann", schreiben sie.
Die Studie:
"Lifestyle, social factors, and survival after age 75: population based study" von Debora Rizzuto und Kollegen ist am 30.8 im "British Medical Journal" erschienen.
Ö1-Sendungshinweis
Über diese Studie berichtet auch "Wissen aktuell", Fr., 31.8., 13:55 Uhr
Langzeitstudie von 18 Jahren
Die Forscher verfolgten 18 Jahre lang das Schicksal von rund 1.800 schwedischen Frauen und Männern, die zu Studienbeginn 1987 75 Jahre oder älter waren. Ihre Angaben über soziokulturellem Hintergrund, Ausbildung, früheren Beruf, soziale Aktivitäten und Lebensstil wurden dann mit dem Ist-Zustand 2005 verglichen.
Über 90 Prozent der Studienteilnehmer und -teilnehmerinnen waren zu diesem Zeitpunkt zwar schon gestorben, aber mehr als die Hälfte war älter als 90 Jahre alt geworden. Die Überlebenden bestanden zu einem höheren Prozentsatz aus Frauen, waren besser ausgebildet, hatten ein besseres soziales Netzwerk und führten ein gesünderes Leben.
Am wichtigsten: Aktivität
Der stärkste Zusammenhang von Überlebenswahrscheinlichkeit und Freizeitaktivitäten betraf körperliche Übungen. Wer regelmäßig spazieren gegangen bzw. geschwommen ist oder Gymnastik gemacht hat, wurde im Schnitt um zwei Jahre älter. Umgekehrt starben die Raucher durchschnittlich um ein Jahr früher als die Nichtraucher.
Jene Studienteilnehmer mit einem niedrigen Risikoprofil lebten um 5,4 Jahre länger als jene mit einem hohen - die sich also wenig bewegten, rauchten und Alkohol tranken. Selbst bei über 85-Jährigen und Personen mit chronischen Krankheiten wirkt sich der Lebensstil noch deutlich aus: Auf ein Plus von vier Jahren können sie laut der Studie hoffen, wenn sie sich an die Regeln halten.
science.ORF.at
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