
Babys lernen Humor von ihren Eltern
Die beiden US-Psychologen Gina Mireault (Johnson State College) und John Sparrow (Universität von New Hampshire) vermuten deshalb, dass der Nachwuchs auf diese Art und Weise den Sinn für Humor entwickelt.
Die Wissenschaftler wollten ihre Ergebnisse am Donnerstag auf der jährlichen Konferenz des britischen Psychologenverbands (BPS) an der Universität von Strathclyde im schottischen Glasgow vorstellen.
Der Test mit einem Schaumstoffball
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Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 6.9., 13:55 Uhr.
Für die Studie analysierten die Wissenschaftler das Verhalten von 30 Kindern erst im Alter von sechs, dann mit zwölf Monaten. Vor den Augen der Babys blätterten sie in einem Bilderbuch und hielten einen roten Schaumstoffball. Dann kam Bewegung in das Geschehen: Einer Forscherin wurde mit dem Buch sanft auf den Kopf geschlagen, dabei gab sie seltsame Laute von sich.
Ein anderer Wissenschaftler setzte sich den Schaumstoffball auf die Nase. Die Eltern sollten den Versuch entweder ausdruckslos beobachten oder laut darüber lachen. Zwar beobachteten die Babys das Geschehen in beiden Fällen gespannt, die lachenden Mamas und Papas faszinierten sie aber besonders.
"Humor mag als ein leichtfertiges Thema erscheinen, aber er ist entscheidend für das Verständnis der Kindes-Entwicklung", wird Mireault in einer Mitteilung der BPS zitiert. Für sechs Monate alte Kinder seien die Eltern eine Quelle für emotionale Informationen. "Bereits mit zwölf Monaten haben die Kinder genug Lebenserfahrung, um sich ihre eigene Meinung zu bilden - zumindest darüber, ob etwas lustig ist."
science.ORF.at/APA/dpa
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