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Trauriger Mann greift sich auf die Stirn

Streben nach Glück macht unglücklich

Wo Fröhlichkeit als Norm auftritt, stellt sich eher Trüb- statt Frohsinn ein. Der soziale Druck verstärkt negative Gefühle, wie eine Studie zeigt. Besonders davon betroffen: westliche Gesellschaften.

Paradox 10.09.2012

Reich und schön sollte man sein. Und glücklich noch dazu. Im Fach Körperkult treibt die Werbung dank Photoshop mittlerweile lustige Blüten. Unvergessen, wie das Model Filippa Hamilton in einer Hochglanzwerbung für ein amerikanisches Modehaus zur Kindfrau mit Wasserkopf mutieren durfte. Man könnte solch misslungene Retuschen in die Rubrik Unterhaltung einordnen, wenn dahinter nicht ein Problem stünde. Der ästhetische Druck von Werbung und Medien erzeugt in den Köpfen der Betrachter unrealistische Selbstbilder - mit bekannten Folgen.

Die Studie

"Feeling bad about being sad: the role of social expectancies in amplifying negative mood", Emotion (doi: 10.1037/a0024755)

Ö1 Sendungshinweis:

Radiogeschichten über "Die Glücklichen": 10.9, 11:40 Uhr.

Link:

"Radio Wien"-Psychologin Karin Busch-Frankl: "Man muss nicht immer glücklich sein"

Wie Bastian Brock von der University of Queensland herausgefunden hat, kann auch der Anspruch, fröhlich zu sein, zur belastenden Norm werden. Wer glaubt, glücklich sein zu müssen, weil andere es erwarten, erreicht damit ironischerweise das Gegenteil. Wie Brock in einer Studie schreibt, verstärkt diese Erwartungshaltung negative Gefühle. "Feeling bad about being sad", nennt er den Effekt: Traurig sein - und sich darob auch noch schlecht fühlen.

Brock hat diesen Zusammenhang bei Befragungen von australischen und japanischen Studenten entdeckt. Nachweisen konnte er ihn zwar bei beiden Gruppen, bei Australiern war er jedoch deutlich stärker ausgeprägt. Brock führt das auf unterschiedliche Mentalitäten in Ost und West zurück. "In Japan werden Akzeptanz und Ausgeglichenheit hoch bewertet, selbst die Mühsal besitzt einen positiven Wert. Das Streben nach Glück hat hingegen eine fast unmoralische Note", sagt Brock. Anders die Situation im Westen, "wo alltägliche Emotionen wie Traurigkeit, Angst und Depression pathologisiert und als Abweichung von der Norm angesehen werden."

Robert Czepel, science.ORF.at

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Forum

 
  • Glück....

    seriös, vor 257 Tagen, 5 Stunden, 45 Minuten

    echtes Glück kommt von innen, ein Zustand des Wohlbefindens ein gutes Gefühl das von bloßer Zufriedenheit und einer tiefempfundener Freude am Leben - unabhängig vom äußeren Anreiz wie Vergnügen,Reichtum,Schönheit usw.

    Glück ist auch das Ergebnis positiven und klugen Handelns dass sich nicht nur auf einen selbst sondern auch auf andere gut auswirkt...

    lautet doch ewig-gültiges Sprichwort:
    Beglückender ist Geben als Empfangen.
    In diesem Sinne....

  • Selten so eine Fehlerkenntnis gelesen!

    m3dicus, vor 257 Tagen, 5 Stunden, 50 Minuten

    Ich kann dieser Studie überhaupt nichts abgewinnen. Was soll denn die zentrale Aussage sein? Soll man etwa aufhören, nach seinem Glück zu suchen und sich in Depressionen selbst zerstören?

    Diese Studie bezieht unsere Gesellschaft mit ihren Normen mit ein, um glücklich zu werden. "Wo Fröhlichkeit als NORM auftritt, ..." "Der SOZIALE DRUCK verstärkt negative Gefühle, ..."
    Das zeigt doch schon, wo das eigentliche Problem liegt: Nämlich in den Normen der Gesellschaft an sich!

    Der erste Schritt zum eigenen Glück ist daher, auf diese Normen zu pfeifen, all den quälenden Materialismus und die Doppelmoral und Oberflächlichkeiten zu erkennen und über Bord zu werfen.

    "Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." Sören Kirkegaard

    Man kann sein Glück nur in sich selber finden. Die Methode schlechthin, um sich selbst besser kennenzulernen, nennt sich Meditation. Einfach mal hinsetzen, nichts tun, und in sich hineinhören. Einfach mal das Gegenteil tun, was die Gesellschaft von einem verlangt (ständige Aktivität und Konsum).
    Schnell wird man erkennen, dass Glücklichsein und das Vermeiden von Leid DIE Grundmotivatoren eines jeden Menschen sind.
    Es gibt sogar Wissenschaften, die sich seit Jahrtausenden mit dem Vermeiden von Leid und der Erlangung wahren Glücks beschäftigt: Der...

    • m3dicus, vor 257 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten

      ... Der Buddhismus oder die tiefere Philosophie hinter Yoga (Samkya- oder Astanga-Yoga)!
      Und nein, Buddhismus ist keine Religion - das ist leider eine verbreitete Fehlmeinung. Jeder, der sich etwas damit beschäftigt, kann das bestätigen.
      Aber am besten ist, man erlangt sein Glück durch eigene innere Erkenntnis und Anstrengung. Und wenn man sieht, dass Mitleid und Altruismus das eigene Glück auch noch fördern, dann kann man der Gesellschaft auch wieder etwas zurück geben.

    • ichbines, vor 257 Tagen, 2 Stunden, 28 Minuten

      Ich bin überzeugt weder Buddhismus noch irgendeine andere Form menschlicher Anstrengung kann einen Menschen dauerhaft glücklich machen.
      Glücklich ist ein Mensch erst in der Beziehung mit Gott.

      Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Johannes 17,3

      Diese Beziehung ist aber durch unsere Übertretungen [Sünden] getrübt (jeder hat schon gegen ein Gottesgebot verstoßen). Gott kann über Übertretungen seines Gesetzes nicht hinwegsehen, weil er gerecht ist. Folglich wird Gott die Menschen nach ihrem Tod richten. Aber auch jetzt merken wir oft, dass wir Gott fern sind.

      ... es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht ... Hebräer 9,27

      Vor diesem Gericht kann von sich aus niemand bestehen, denn

      es ist keiner gerecht, auch nicht einer... sie sind alle untauglich geworden. Römer 3,10

      Gott aber hat in seiner Liebe Jesus, seinen Sohn geschickt, damit der am Kreuz für unsere Sünden sterbe. Er hat die Strafe getragen, die wir hätte erleiden müssen.

      Die Strafe lag auf ihm [Jesus], damit wir Frieden hätten. Jes 53,5

      Nun gilt: wer Buße tut [ernsthaft um Vergebung bittet, sich auch bemüht, mit klar erkannten Sünden zu brechen] und glaubt,...

    • seriös, vor 255 Tagen, 9 Stunden, 48 Minuten

      Apostelgeschichte 10:34,35
      verkürzter Auszug....
      Gott ist nicht parteiisch...
      sondern für ihn ist in jeder Nation (egal welcher Herkunft Rasse) der Mensch annehmbar, der Ehrfurcht vor ihm (Gott) hat und Gerechtigkeit praktiziert, annehmbar.

      Apostelgeschichte 17:26...
      die logische Schlußfolgerung warum das so ist...
      denn er (Gott) hat aus einem Menschen jede Nation der Menshen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen..
      27.
      Damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen **und wirklich finden mögen***, obwohl er tatsächlich einem jedem von uns nicht fern ist.

    • seriös, vor 255 Tagen, 9 Stunden, 45 Minuten

      Römer 10:14...
      (verkürzt)wie aber werden sie an Gott glauben?
      17.
      somit folgt der Glaube auf das Gehörte.
      Das Gehörte aber kommt durch das Wort über Chritus Jesus (Evangelien).

  • logopezi, vor 257 Tagen, 6 Stunden, 25 Minuten

    wie um alles in derw elt kommt die passage über körperkult in diesen beitrag? die passt doch inhaltlich überhaupt nicht rein.

  • "Streben nach Glück macht unglücklich"

    xx13, vor 257 Tagen, 22 Stunden, 21 Minuten

    ist doch kein paradox - jedes (erfolglose) streben macht unzufrieden.

    alleine die idee glück sei etwas was man erreichen kann und muss ist absurd - glücklich IST man oder nicht.

    jeder ist per se mit einem bestimmten glücksempfinden ausgestattet, egal wo man ihn hinsetzt, er wird demenstrechend glücklich oder unglücklich sein. äußere umstände tragen dazu wenig bei...

    • Äussere Umstände

      karl273, vor 257 Tagen, 15 Stunden, 25 Minuten

      Es trifft zu, dass verschiedene Menschen in ähnlichen, halbwegs neutralen Umgebungen schon von sich aus unterschiedlich glücklich sind.

      Sobald sich aber die äusseren Umstände ausreichend verschlechtern, beginnt sich auch die Glücklichkeit der glücklicheren Menschen zu verringern.

      Das kann zum Beispiel daran liegen, dass das Streben nach Nahrung erfolglos bleibt.

    • solidstate, vor 257 Tagen, 8 Stunden, 46 Minuten

      Naja, Magersüchtige sind womöglich glücklich wenn die Nahrungssuche erfolglos ist.

    • Nee,

      karl273, vor 257 Tagen, 1 Stunde, 58 Minuten

      die suchen erst gar nicht.