Standort: science.ORF.at / Meldung: "Name neuer Schlangenart als Protestnote"

Ein ausgewachsenes Exemplar der neu entdeckten Schlangenart Sibon noalamina

Name neuer Schlangenart als Protestnote

Deutsche Wissenschaftler haben in Mittelamerika eine neue Schlangenart entdeckt. Mit dem wissenschaftlichen Namen "Sibon noalamina" für dieses Tier wollen die Forscher ein Zeichen setzen - der spanische zweite Teil bedeutet so viel wie "Nein zur Mine".

Biologie 18.09.2012

Bei mehreren Expeditionen in die Bergregenwälder im Westen Panamas hätten die Forscher drei Exemplare der Art gefunden, teilte das Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt mit.

Die Studie:

Vorgestellt wurde die neue Schlangenart in der Studie "A new species of Sibon (Squamata: Colubroidea: Dipsadidae) from the Cordillera Central of western Panama, with comments on other species of the genus in this area" im Fachjournal "Zootaxa".

Andere Beschuppung

Ein junges Exemplar der neu entdeckten Schlangenart Sibon noalamina
Ein junges Exemplar der neu entdeckten Schlangenart Sibon noalamina

Mit dem Namen weisen die Forscher auf die nach ihrer Ansicht einzigartige biologische Vielfalt im Tabasara-Gebirge Panamas hin, die durch Brandrodung und Bergbau gefährdet sei. Mehrere Amphibien und Reptilien gebe es nur in dieser bisher kaum erforschten Region.

Die hell-dunkel geringelten Reptilien seien erst bei näherer Betrachtung als "neu" aufgefallen, weil sie einer weit verbreiteten Art ähnelten. Bei genauem Hinsehen stellten die Forscher fest, dass die Natter eine andere Beschuppung hatte als die nahen Verwandten.

science.ORF.at/dpa

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