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Weizenfeld vor blauem Himmel

E10-Bedarf könnte aus Reststoffen stammen

Oberösterreichische Wissenschaftler brechen eine Lanze für den umstrittenen Biotreibstoff E10: Sie haben gezeigt, dass der zur Beimischung zu E10 notwendige Biokraftstoffanteil zu 100 Prozent aus heimischen Reststoffen wie z.B. Mais- oder Weizenstroh stammen könnte.

Energie 19.09.2012

Ein zehnköpfiges Team unter Alexander Jäger und seiner Kollegin Heike Kahr von der Fachhochschule (FH) Oberösterreich beschäftigt sich in Wels seit Jahren mit der Herstellung von Biosprit aus Reststoffen.

Steht nicht in Konkurrenz zu Lebensmitteln

Ö1 Sendungshinweis:

Über das Thema berichteten auch die Ö1 Journale.

Die Bio- und Umwelttechnik-Studentin Julia Wimberger hat im Rahmen ihrer Masterarbeit nachgewiesen, dass bei einer - bereits machbaren - Ausbeute von 50 Prozent mehr als 250.000 Tonnen Biokraftstoff aus heimischen Reststoffen produziert werden könnten. "Bei 1,8 Millionen Tonnen Benzinverbrauch pro Jahr in Österreich würde das für E10 weitaus reichen", so Forschungsleiter Jäger.

"Der Vorteil ist, dass dieser Bioethanol in keiner Weise in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln steht und im Vergleich zu Benzin um mehr als 70 Prozent klimafreundlicher ist", plädierte Jäger für E10 aus Reststoffen. Neben Stroh könne man seiner Ansicht nach auch Elefantengras verwenden. Dieses stehe teilweise bereits jahrelang auf den Feldern und die Bauern würden darauf sitzenbleiben, argumentierte er.

Sein Privatauto hat der Forscher bereits vor Monaten auf E85, einen Kraftstoff mit 85 Prozent Bioethanolanteil, umbauen lassen. "Den gibt es in Österreich schon seit langem zu kaufen - steuerfrei und mit einer Einsparung von derzeit 25 Cent pro Liter. Nach 40.000 Kilometern hat sich die Investition bereits gerechnet", erzählte Jäger.

science.ORF.at/APA

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