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Maiskolben im Maisfeld

Kritik an Studie zu Gentech-Mais

Deutsche Biologen haben die französische Studie zum erhöhten Krebsrisiko durch Gentech-Mais scharf kritisiert. "Sowohl von der Auswahl der Tiere als auch vom statistischen Ansatz her ist das Studiendesign nicht vertretbar."

Statistik 21.09.2012

Das sagte der Vizepräsident des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBio), Diethard Tautz. "Der Wirbel, den die Veröffentlichung ausgelöst hat, ist in keiner Weise angemessen, Forderungen nach sofortigen Konsequenzen können damit nicht begründet werden", ergänzte der Genetiker vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön bei Kiel.

Französische Forscher um Gilles-Eric Seralini hatten Ratten zwei Jahre lang mit der gentechnisch veränderten Maissorte NK 603 des Agrarkonzerns Monsanto und mit Kontrollmais gefüttert. Die Versuchstiere hätten mehr Tumore entwickelt als die der Kontrollgruppe und seien auch früher gestorben.

"Statistische Schwankungen gemessen"

Nach Angaben des Verbandes VBio sind die aufgetretenen Tumore typisch für den verwendeten Rattenstamm, außerdem sei die Zahl der Versuchstiere viel zu klein gewesen. In einer älteren Studie mit 3.000 dieser Ratten sei etwa die Hälfte innerhalb von zwei Jahren an einem Tumor oder einer anderen von Seralini genannten Krankheit gestorben.

Zudem seien die Untergruppen von je nur zehn Tieren in der Studie zu klein für statistische Aussagen. "Die vorgelegten Daten deuten insgesamt darauf hin, dass nichts anderes als statistische Schwankungen in dem Experiment gemessen wurden", schreibt der VBio in einer Mitteilung. So habe die Studie beispielsweise keine Dosisabhängigkeit des Effekts gemessen. Im VBio sind Wissenschafter, Institute, aber auch Firmen zusammengeschlossen, die sich mit Biowissenschaften beschäftigen.

Nach Angaben der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA ist die Mais-Sorte NK 603 in der EU nicht zum Anbau, aber als Rohstoff zur Verarbeitung unter anderem in der Lebensmittelindustrie zugelassen. Zu der Studie wollte die Behörde zunächst nichts sagen, weil diese noch geprüft werde.

science.ORF.at/dpa

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Forum

 
  • n=10 pro Gruppe?

    geologic, vor 269 Tagen, 3 Stunden, 40 Minuten

    Weiß doch jeder dass unter n>200 keine aussagefähige Statistik zu erhalten ist.

    • das ist falsch,

      xx13, vor 268 Tagen, 7 Stunden, 27 Minuten

      es kommt schon auch auf die unterschiede an.

      wenn alle 10 tiere des einen astes innerhalb des ersten jahres an gleicher erkrankung sterben, und die anderen 10 tiere an altersschwäche (sagen wir nach 5 jahren, weiß nicht wie lange ratten leben), dann ist das sowohl statistisch signifikant als auch inhaltlich relevant.

      aber so war es in dieser studie nicht, die sowieso mehr als fragwürdig war...