
Sumatra-Beben war stärkstes seiner Art
Demnach wurde das Beben mit einer Stärke von 8,7, das sich rund 500 Kilometer westlich der Insel Sumatra unter dem Indischen Ozean ereignete, durch gleich vier Risse in einer Bruchlinie der Erdkruste ausgelöst.
Erdplatte zerbricht
Studien in "Nature":
"April 2012 intra-oceanic seismicity off Sumatra boosted by the Banda-Aceh megathrust" von Matthias Delescluse et al.
"En échelon and orthogonal fault ruptures of the 11 April 2012 great intraplate earthquakes" von Han Yue et al.

Im Gegensatz zum Beben vom 26. Dezember 2004 in der gleichen Region, das einen verheerenden Tsunami mit einer Viertelmillion Toten auslöste, bewegte sich der Erdstoß vom April 2011 nicht von oben nach unten, sondern seitwärts. Daher löste er keinen Tsunami aus und die Zahl der Todesopfer - nach Angaben der indonesischen Behörden zehn - war vergleichsweise gering.
Das Epizentrum lag der Studie zufolge mitten in der Erdplatte, die sich von Australien bis zum indischen Subkontinent zieht. Wissenschaftler vermuten schon seit längerem, dass diese Platte dabei ist, auseinanderzubrechen. Dieser Prozess hat demnach bereits vor Millionen Jahren begonnen. Er führt dazu, dass der westliche Teil der tektonischen Platte abdriftet und mit Asien kollidiert, während der östliche Teil in Richtung Indonesien gleitet.
science.ORF.at/APA/AFP


