ÖAW-Institut geht an drei Grazer Unis
An der Universität Graz, der TU Graz und der Med-Uni Graz sollen sie die interuniversitäre Grazer Forschungskooperation "BioTechMed" im Bereich der Life Sciences stärken, hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz der Unis und der ÖAW.
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Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 3.10., 13:55 Uhr.
Arbeitsplätze bleiben erhalten
Das 1972 in die ÖAW aufgenommene IBN hatte zuletzt 31 Mitarbeiter in drei gleich großen Arbeitsgruppen, schilderte der ehemalige IBN-Direktor Karl Lohner. Mit 1. Oktober wurde jeweils eine Gruppe in eine Universität eingebunden: "Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten", so Lohner. Vonseiten des Wissenschaftsministeriums sei die Finanzierung bis 2015 zugesagt.
Die Anbindung der Gruppen erfolge "unter dem Gesichtspunkt der Passgenauigkeit und der Verstärkung der Forschungsschwerpunkte an den Universitäten", betonte Georg Stingl, Präsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW.
An die TU wandert die Röntgenkleinwinkel-Gruppe. Sie soll die Materialforschung der TU vor Ort und international durch die Einbindung der Forschergruppe in Triest, wo mit dem ELETTRRA ein hochmodernes Synchrotron zur Verfügung stehe, stärken. Die Universität Graz baut durch den Zuwachs an Forschern seinen Schwerpunkt in Lipidforschung aus. Einen wichtigen Gewinn sehen Rektorin Christa Neuper, aber auch Med-Uni-Rektor Josef Smolle auch in der Unterstützung der forschungsgeleiteten Lehre.
Restrukturierung der ÖAW
Hintergrund der Restrukturierung ist die im Vorjahr abgeschlossene Leistungsvereinbarung zwischen ÖAW und Wissenschaftsministerium. Demnach stellt der Bund der ÖAW von 2012 bis 2014 ein Globalbudget in der Höhe von 223,8 Millionen Euro zur Verfügung. Daraus ergibt sich in diesem Zeitraum eine Budgetlücke von rund 40 Millionen Euro, die durch den Transfer von Forschungseinheiten an Unis und die Zusammenlegungen geschlossen werden soll.
U.a. wurden bereits das ÖAW-Institut für Europäische Integrationsforschung, die Akademie-Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs und Teile der Kommission für Linguistik und Kommunikationsforschung von der Uni Wien übernommen, zuletzt im September von der Uni Innsbruck das Institut für Biomedizinische Alternsforschung und das Institut für Limnologie in Mondsee (OÖ).
science.ORF.at/APA
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