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Erdkugel: Nord- und Mittelamerika

Wirtschaftsaufschwung spürbarer als Rezession

Der weltweite Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid nimmt durch Wirtschaftswachstum stärker zu, als er während einer Rezession wieder sinkt. Ein US-Forscher hat herausgefunden, dass für jedes Prozent Wachstum des Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukts (BIP) der CO2-Ausstoß um 0,733 Prozent pro Bürger zunimmt.

Klimawandel 08.10.2012

Bei einer Rezession beobachtete Richard York von der Universität Oregon in Eugene für jedes Prozent Rückgang ein Minus der Emissionen von 0,43 Prozent.

Die Studie:

"Asymmetric effects of economic growth and decline on CO2 emissions" von Richard York ist am 7.10. in "Nature Climate Change" erschienen.

York untersuchte den Zusammenhang zwischen dem BIP und dem globalen Kohlendioxidausstoß von 1960 bis 2008. Bisherige Modelle zum Einfluss der Wirtschaftsleistung auf den CO2-Ausstoß seien immer von einem symmetrischen Effekt ausgegangen.

Die Gründe für die Asymmetrie sieht York in den Gütern, die bei einem Wirtschaftsaufschwung entstehen. Neu gebaute Fabriken und Häuser, mehr Autos oder eine bessere Infrastruktur führten zu steigenden CO2-Emissionen, erklärt York. Bei einer Rezession verschwänden diese Dinge aber nicht wieder - der Ausstoß von Kohlendioxid bleibe daher höher als vor dem Aufschwung.

science.ORF.at/APA/dpa

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