
"Endeavour" im Museum angekommen
Zehntausende Zuschauer säumten am Sonntag abermals die Straßen, durch die der 78-Tonnen-Koloss gezogen wurde. "Endeavour" wurde mit einer Geschwindigkeit von 1,6 Stundenkilometern auf einem Spezialtransporter durch Los Angeles geschleppt.
Links:
- Space Shuttle Endeavour (Wikipedia)
- California Science Center
Eine Million Menschen bei "Mutter aller Paraden"
Der letzte Trip der "Endeavour" begann am Freitag. Entlang der Strecke zwischen dem internationalen Flughafen von Los Angeles und dem California Science Center mussten rund 400 Bäume gefällt werden, um den Weg für die Überführung des Raumschiffes freizumachen.
Der Abstand zu Gebäuden und Stromleitungen betrug manchmal nur wenige Zentimeter. Los Angeles' Bürgermeister Antonio Villaraigosa bezeichnete die Fahrt der Spaceshuttle, das insgesamt mehr als eine Million Einwohner der Stadt bejubelten, als "Mutter aller Paraden".

Fast 300 Tage im All
Die "Endeavour" war im September auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida nach Kalifornien geflogen worden. Das jüngste Raumschiff der Space-Shuttle-Flotte der USA war 1991 aus dem Montagewerk im kalifornischen Palmdale gerollt. Seit dem Jungfernflug im Mai 1992 war der Shuttle insgesamt 299 Tage im All und legte bei seinen 25 Missionen mehr als 185 Millionen Kilometer zurück. Ende Mai vergangenen Jahres beendete die Raumfähre ihre letzte Mission zur Internationalen Raumstation ISS.
Die US-Weltraumbehörde NASA hat das Shuttle-Programm im vergangenen Jahr nach drei Jahrzehnten aus Kostengründen eingestellt. In den kommenden Jahren werden die USA keine eigene Möglichkeit mehr haben, Menschen ins All zu befördern. US-Astronauten müssen vorerst mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS fliegen. Die neue US-Kapsel soll frühestens 2015 einsatzbereit sein.
science.ORF.at/APA/AFP
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