
Dieselautos verschmutzen mehr als Benziner
Das Team um Allen Goldstein von der Universität von Kalifornien hatte unter anderem Luftmessungen im Westen der USA durchgeführt und damit frühere Studien bestätigt, wonach Dieselfahrzeuge die Umwelt stärker belasten.
Die Studie:
"Elucidating secondary organic aerosol from diesel and gasoline vehicles through detailed characterization of organic carbon emissions" erscheint zwischen 22. und 26. Oktober 2012 in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (DOI:10.1073/pnas.1212272109).
Ergebnisse für USA
Sekundäre Aerosole sind winzig kleine Partikel, die sich in der Atmosphäre bilden. In großer Anzahl können sie das Klima beeinflussen, die Sicht reduzieren und schädlich für den Menschen sein. Dieselabgase könnten je nach Region für bis zu 90 Prozent der von Fahrzeugen freigesetzten sekundären Aerosole verantwortlich sein, schreiben die Forscher.
Die Ergebnisse seien aber nur bedingt auf andere Länder übertragbar, sagte Goldstein. Anders als in den USA seien es in Europa häufiger kleine Autos, die mit Diesel angetrieben werden. In den USA sind es Goldstein zufolge oft Lastwagen. Die Zusammensetzung von Diesel für diese beiden Fahrzeugklassen sei unterschiedlich und außerdem in den USA und Europa unterschiedlich reguliert. "Deswegen unterscheiden sich die Emissionen von Diesel in den USA wahrscheinlich sehr von denen in Europa."
Bessere Gesetze
Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler die Zusammensetzung mehrerer Proben von Diesel und Benzin und anschließend die Luft an zwei Orten im US-Bundesstaat Kalifornien: Der Stadt Bakersfield mit rund 350.000 Einwohnern und einem Straßentunnel in Oakland.
Die Untersuchung bringt den Forschern zufolge neue Erkenntnisse über die Entstehung sekundärer Aerosole aus Autoabgasen. Dies könne zur Verbesserung von Gesetzen und der Zusammensetzung von Treibstoffen führen.
science.ORF.at/APA/dpa


