
Strahlenmessungen in Fukushima geschönt?
Die offiziellen Messstationen wiesen das Strahlenrisiko für die dortige Bevölkerung "systematisch als zu niedrig aus", erklärte Greenpeace am Dienstag. So befänden sich die Stationen in Gebieten, die bereits dekontaminiert worden seien. Eigene Messungen in der vergangenen Woche hätten aber gezeigt, dass "nur einige Schritte entfernt die Strahlungswerte erheblich steigen".
Höchstbelastung deutlich überschritten
Greenpeace habe in dicht bewohnten Gebieten teilweise den 13-fachen Wert der erlaubten Höchstbelastung gemessen, hieß es weiter. Die Gruppe warf den japanischen Behörden vor, Zeit mit evakuierten Gebieten zu verschwenden und forderte sie auf, sich um die dicht besiedelten Orte in der Region zu kümmern. Für den Schutz der öffentlichen Gesundheit müssten "mehr Geld und mehr Ressourcen" bereitgestellt werden. So gebe es verschiedene "Hotspots" unter anderem auf Spielplätzen und in Parks, die von vielen Menschen besucht würden.
Auch für die Zukunft zeichnete Greenpeace ein düsteres Bild: Die Aufräumarbeiten seien "fehlgeleitet". Es sei "sehr unwahrscheinlich", dass die Region in einigen Jahren vom Strahlungsrisiko befreit sei. Die Regierung spiele diese Risiken aber herunter und mache den Menschen in der Region damit "falsche Hoffnungen" auf eine Rückkehr in ihre alten Häuser. Im März 2011 hatten ein schweres Erdbeben und ein anschließender Tsunami zur Kernschmelze in der Anlage in Fukushima geführt. Es war die folgenschwerste Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl 1986.
science.ORF.at/APA/AFP
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