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Schützenfisch im Wasser

Fisch "feuert" mit Wasser

Schützenfische schießen ihre Beute mit Hilfe eines Wasserstrahls von überhängenden Pflanzen. Dessen Kraft entspricht einem Vielfachen der eigenen Muskelkraft. Forscher haben nun herausgefunden, wie die Tiere dieses Kunststück zuwege bekommen.

Jagdtechnik 25.10.2012

Treffsichere Tiere

Die Studie in "PLoS ONE":

"How Archer Fish Achieve a Powerful Impact: Hydrodynamic Instability of a Pulsed Jet in Toxotes jaculatrix" von Alberto Vailati et al., erschienen am 24. Oktober 2012.

Laut den Wissenschaftlern um Alberto Vailati von der Universität Mailand versucht man bereits seit 250 Jahren herauszufinden, wie die Fische den enorm kraftvollen und zielsicheren Wasserstrahl erzeugen, dem sie auch ihren Namen verdanken. Immerhin können sie damit Insekten in bis zu zwei Metern Entfernung erlegen.

Andere Tiere, wie etwa das Chamäleon oder Salamander, besitzen eigene Energiespeicher, um im Bedarfsfall ihr Jagdwerkzeug, die Zunge, katapultartig herauszuschleudern. Bei den Schützenfischen konnte man bis jetzt keine vergleichbaren körperlichen Anlagen finden.

Wie aus der Spritzpistole

Für ihre neue Untersuchung haben die Forscher hochauflösende Videoaufzeichnung der Tiere beim Jagen analysiert. Offenbar formen die Fische mit Hilfe ihrer Zunge einen Hohlraum, der einem Gewehrlauf ähnelt. Wie aus einer Wasserspritzpistole feuern sie dann auf ihre Beute. Durch diese Technik beschleunigt der Wasserstrahl, der am Ende zu einem einzigen großen Tropfen wird, der die Opfer trifft.

Die Kraft entspricht den Forschern zufolge der sechsfachen Muskelkraft. Die Forscher erklären diese äußere Verstärkung mit einem "hydrodynamischen Hebel". Dies sei stark genug, um selbst gut verankerte Insekten ins Wasser zu befördern, wo sie von ihrem Jäger verzehrt werden - dank der geschickten Ausnützung physikalischer Prinzipien ganz ohne unnötigen Energieverbrauch.

Eva Obermüller, science.ORF.at

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