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Urplanet Vesta

Meteoriten lassen Vesta dunkeln

Vesta ist mit seinem Durchmesser von mehr als 500 Kilometern einer der größten Asteroiden des Sonnensystems. Zwei Studien zeigen nun, dass die Erosionsprozesse auf seiner Oberfläche offenbar ganz anders ablaufen als auf vergleichbaren Himmelskörpern und seine Farbe von einschlagenden Meteoriten stammen könnte.

Astronomie 31.10.2012

"Vor allem haben wir herausgefunden, dass es auf Vesta ganz anders zugeht als auf dem Mond", sagte Vishnu Reddy vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, der an der Forschung beteiligt war.

Die Studien:

"Dark material on Vesta from the infall of carbonaceous volatile-rich material" von Thomas McCord und Kollegen sowie mixing processes" von Carle Pieters und Kollegen sind am 31.10. in "Nature" erschienen.

Kein Eisen

Denn während auf dem Mond oder dem Asteroiden Itokawa durch Sonnenstrahlung und andere Einflüsse des Alls winzige Eisenpartikel entstehen, kommen diese auf Vesta nicht vor, wie die Astronomin Carle Pieters von der Brown University in Providence und ihre Mitarbeiter herausgefunden haben.

Bei anderen Himmelskörpern ohne schützende Atmosphäre, etwa dem Mond, wird die Oberfläche durch diese Einflüsse des Weltraumwetters immer dunkler. Diese Beobachtung lässt sich auf Vesta auch machen - aber viel schwächer und ohne die typischen Eisenpartikel als Nebenprodukt der Erosion.

Mischung aus Hell und Dunkel

Dafür könnte eine zweite Studie die Erklärung liefern: Thomas McCord vom Bear Fight Institute in Winthrop und seine Mitarbeiter konnten bestätigen, dass es auf der Oberfläche des Asteroiden helles und dunkles Material gibt. Das dunkle Material ist reich an Kohlenstoff und könnte, so vermuten die Forscher, von Meteoriten stammen, die auf Vesta einschlagen - sie bringen den dunklen Stoff mit, der sich mit dem hellen Gestein Vestas vermischt.

Die für die Studien ausgewerteten Daten stammen von der Raumsonde "Dawn", die den Asteroiden bis September etwa ein Jahr lang umkreist hat. Kameras an Bord der "Dawn" hatten es auch ermöglicht, eine dreidimensionale Farbkarte des Asteroiden zu erstellen. "Die verschiedenen Farben deuten auf unterschiedliche mineralogische Zusammensetzungen hin", erklärte Vishnu Reddy.

Vesta umkreist die Sonne im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Entdeckt wurde er als heller Punkt im Jahr 1807 von dem Bremer Astronomen Heinrich Olbers.

science.ORF.at/APA/dpa

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