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Eine Frau liegt in einer Blumenwiese

Der perfekte Tag: Partner, Freunde, Relaxen

Entspannen, Zeit mit dem Partner und mit anderen Freunden verbringen: Das sind laut einer neuen Studie jene Beschäftigungen, die Frauen am glücklichsten machen. Forscher haben 900 Frauen nach ihrem "perfekten Tag" befragt und minutiöse Antworten erhalten.

Psychologie 02.11.2012

106 Minuten "persönliche Beziehungen", 82 Minuten mit Freunden, 78 Minuten Relaxen, 74 Minuten Essen und 73 Minuten Meditieren bzw. Beten, das sind die wichtigsten Ingredienzien fürs tägliche Glück. Pendeln (33 Minuten), Arbeiten (36), Kinderbetreuung (46), Hausarbeit (47) und Essenmachen (50) stehen auf der Rangliste hingegen ganz unten.

Die Studie:

"Just a perfect day: Developing a happiness optimised day schedule" von Christian Kroll und ist am 16.10. im "Journal of Economic Psychology" erschienen.

Diese minutengenauen Angaben haben Christian Kroll von der privaten Jacobs University Bremen und Sebastian Pokutta vom Georgia Institute of Technology in den USA in ihrer Studie vorgestellt.

Baut auf Nobelpreisträgerarbeit auf

Die Werte beruhen auf Daten, die der Wirtschaftsnobelpreisträger Daniel Kahnemann vor acht Jahren publiziert hat. Kahnemann hat damals mit Kollegen eine Methode zur Messung von Lebensglück vorgeschlagen: Die sogenannte Day Reconstruction Method, die abfragt, was man an bestimmten Zeitpunkten des Tages gemacht hat und wie zufrieden man dabei war.

Die Antworten haben Kroll und Pokutta nun neu ausgewertet und auf ihrer Grundlage den "idealen Tag" errechnet. Voraussetzung war dabei die "Sättigungstheorie", wie es in der Ökonomie heißt: Sie geht davon aus, dass keine Aktivität über einen längeren Zeitraum den gleichen Spaß macht wie zu Beginn. Selbst der Spitzenreiter "Zeit mit dem Partner verbringen" wird der Annahme zufolge irgendwann langweilig oder zumindest weniger glückmachend.

Arbeit ist wenig beliebt

Grafik des perfekten Tages
Die Verteilung der Minuten des "perfekten Tages"

Wichtig ist den Forschern auch zu betonen, dass es sich bei den Tätigkeiten nicht um x-beliebige handelt, sondern um die tatsächlichen eines durchschnittlichen Werktags der befragten Frauen. Aus dem Verhältnis der objektiven Zeitdauer und ihrem subjektiven Wohlgefühl haben die Forscher dann mit komplexen mathematischen Methoden die idealen Tageswerte errechnet.

Auffällig an den Resultaten sei, so Christian Kroll, dass speziell jene Aktivitäten beliebt seien, für die man sich bewusst Zeit nehmen muss. Alles, was mit Arbeit zu tun hat, ist hingegen weniger gut beleumundet.

"Wir wollen den Menschen nicht erzählen, was sie tun sollen, um glücklich zu sein", betonen die Forscher in einer Aussendung. "Wir haben nur betrachtet, was sie selbst angegeben haben und daraus den 'perfekten Tag' errechnet."

Lukas Wieselberg, science.ORF.at

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