Standort: science.ORF.at / Meldung: "Schüler findet Fossil eines Babydinosauriers"

Künstlerische Darstellung des Babydinosauriers "Joe"

Raymond M. Alf Museum of Paleontology

Schüler findet Fossil eines Babydinosauriers

Ein Schüler hat in den USA ein außergewöhnlich gut erhaltenes Fossil eines jungen Dinosauriers entdeckt. Dabei handelt es sich um einen Vertreter von Parasaurolophus, der vor etwa 75 Millionen Jahren im westlichen Nordamerika lebte. Zwei Paläontologen hatten die Knochen zuvor übersehen.

Paläontologie 22.10.2013

Es sei das kleinste und vollständigste Skelett, das je von dieser Gattung gefunden wurde, schreiben Forscher in einer zu den Funden veröffentlichten Studie.

Die Studie:

"Ontogeny in the tube-crested dinosaur Parasaurolophus (Hadrosauridae) and heterochrony in hadrosaurids" ist am 22. Oktober 2013 im Fachjournal "PeerJ" erschienen (DOI:10.7717/peerj.182). "Joe" erhielt auch eine eigene Website.

"Joe" wissenschaftlich beschrieben

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"Zunächst wollte ich wissen, was das für ein Knochenstückchen ist, das aus dem Stein hervorstand", schildert der Schüler Kevin Terris seinen Fund. "Als wir den Schädel freigelegt hatten, war ich begeistert." Terris fand die Knochen im Naturschutzgebiet Grand Staircase-Escalante National Monument in Utah bereits im Jahr 2009.

Damals war er 17 Jahre alt. Einige Tage zuvor seien zwei erfahrene Paläontologen an der Stelle gewesen, ohne die Knochen zu bemerken, teilte das Raymond M. Alf Museum of Paleontology in Claremont (Kalifornien) mit. Jetzt wurde das "Joe" getaufte Fossil wissenschaftlich beschrieben.

2,5 Meter lang

Das Skelett von Babydinosaurier "Joe"

Parasaurolophus war ein Pflanzenfresser. Das auffälligste Merkmal dieser Dinosaurier ist ein hohler Knochenkamm, der sich nach hinten über ihren Kopf erstreckt. Der junge Parasaurolophus maß etwa 2,5 Meter - rund ein Viertel der Länge eines ausgewachsenen Tieres. Zum Zeitpunkt seines Todes war er wahrscheinlich jünger als ein Jahr, zeigten die Untersuchungen. Dennoch sind auf dem Schädel des Dinos schon Ansätze des Knochenkamms zu erkennen. Das sei überraschend, weil verwandte Arten diesen Kopfschmuck erst entwickelten, wenn sie wenigstens halb ausgewachsen waren, erläutern die Forscher.

Experten vermuten, dass die Tiere mit Hilfe des Knochenkamms Töne erzeugen konnten und ihn auch als visuelles Signal einsetzten. Eine computertomographische Untersuchung des Schädels lässt vermuten, dass der Babydino sehr viel höhere Töne erzeugte als ausgewachsene Tiere, die wohl im tiefen Frequenzbereich tönten.

science.ORF.at/APA/dpa

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