Forum Alpbach 2016

Graffiti-Kunst am CERN, die Atome zeigt

Künstler als Forscher und Provokateure

Am Europäischen Kernforschungszentrum in Genf arbeiten nicht nur Physiker und Ingenieure. Seit fünf Jahren gibt es am CERN auch Künstler, die kritische Fragen stellen. „Zum Teil provozieren sie die Forscher gezielt“, erklärt Monica Bello, Chefin von Arts@CERN. 

Aktienkurve des DAX an der Börse Frankfurt zeigt steil nach oben

„Wir brauchen Verräter“

Im Zeitalter des digitalen Kapitalismus brauchte es eine „neue Aufklärung“, meint der Finanzmarktforscher Gerald Nestler. Er schreibt in einem Gastbeitrag: „Wir brauchen Verräter und Verräterinnen, die sich gegen ein ungerechtes System stellen.“ 

Google-Logo auf Bildschirm

Wie Google mit Sicherheit umgeht

Egal ob Suchen, Surfen oder Mailen: Wer die Dienste von Google benutzt, gibt viel Privates preis. Wie das Unternehmen diese Daten schützen möchte, darüber hat der Google-Sicherheitschef Gerhard Eschelbeck bei den Alpbacher Technologiegesprächen berichtet. 

Hellblaue Legosteine

Eine Maschine, die alles kann

Brücken, Flugzeuge und Teleskope - Roboter, die alles bauen können, ohne menschliche Hilfe? Für manche eine spannende Utopie, andere fürchten, dass Menschen so überflüssig werden könnten. In zehn Jahren könnte eine solche Maschine Wirklichkeit sein. 

Das neue Kongresszentrum in Alpbach von außen

„Silicon“, „Innovation“ und „mehr Mut“

Bei den Technologiegesprächen in Alpbach werden alljährlich Neuigkeiten aus der Forschungspolitik vorgestellt. Heuer dabei: eine Strategie für „Open Innovation“, eine Förderinitiative für „Silicon Austria“ und ein Aufruf zu „mehr Mut in der Politik“. 

Gesichter aus DNA konstruierbar

Beklemmend sind die Aussichten, welche die US-Künstlerin Heather Dewy-Hagborg bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen dargestellt hat: Menschen sind mit ihren DNA-Spuren überall auffindbar und ihre Gesichter reproduzierbar. 

Ein Stacheldrahtzaun an der ungarisch-serbischen Grenze

Europa, die Flüchtlinge und die Krise

Grenzen sichern, Mauern bauen, Fluchtrouten schließen: Auch mit diesen Antworten wird man die Flüchtlingskrise nicht lösen, meint die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot in einem Gastbeitrag. Ihr Gegenrezept: Afrika modernisieren und in die Bildung von Frauen investieren. 

Skulptur Denker Auguste Rodin

Was ist Aufklärung – und was war sie?

Brauchen wir eine „Neue Aufklärung“? So lautet zumindest das Thema des Forums Alpbach, das am 18.8. in Tirol eröffnet wurde. Der Historiker Andreas Pečar warnt in einem Gastbeitrag davor, den Begriff aus dem 18. Jahrhundert leichtfertig auf die Gegenwart zu übertragen. 

Stapel Papier

„Papier bleibt unverzichtbar“

Versprochen wurde der papierlose Alltag schon lange. Computer, Smartphone und E-Reader könnten ihn möglich machen. Doch Papier wird weiter unverzichtbar bleiben, meint - nicht zuletzt aus Eigeninteresse - der Papierentwickler Gerhard Drexler. 

Teil einer britischen Kunstausstellung: In einem dunklen Raum wird ein Mann von weißen Zahlencodes angstrahlt, die aus dem Internet stammen

Big Data zwischen Fluch und Segen?

Immer mehr Sensoren in der Umwelt, immer mehr digitale Spuren von Menschen: Zusammen ergibt das riesige Datenmengen. Keine Angst vor Big Data, aber informierte Vorsicht gegenüber digitalen Medien – dafür plädiert die Technikexpertin Katja Schechtner in einem Gastbeitrag. 

BürgerInnen beobachten Himmel durch große Brille

Wie Citizen Science funktionieren kann

Im besten Fall bekommen Wissenschaftler durch die Beteiligung von Laien neue Erkenntnisse und lösen alte Probleme. Für dieses Citizen Science müsste jedoch der übliche Wissenschaftsbetrieb angepasst werden, fordert die deutsche Umweltforscherin Aletta Bonn. 

Abendliche Demonstration in Dresden

Es geht ein Riss durch Europa

Alt oder jung, konservativ oder liberal, sesshaft oder kosmopolitisch: Europa ist ein Kontinent der Weltbild-Konflikte, diagnostiziert die Philosophin Lisa Herzog in einem Gastbeitrag. Ihr Lösungsvorschlag: Wir brauchen einen neuen Sozialvertrag, der die Brüche kittet. 

Junger Mann sitzt vor einem Deutsch-Lehrbuch

Integration: Von der IT-Branche lernen

Noch immer erreichen tausende Menschen täglich die EU - eine große Herausforderung für die Integrationspolitik. Wie Flüchtlinge und Einwanderer schneller Fuß fassen können, zeigen nun Technologieunternehmen. 

Statue eines Mannes, herrschaftlich blickend

Wie aufgeklärt ist die Aufklärung?

Die Aufklärung gilt als Zeitalter, das zur Erhellung des menschlichen Verstandes geführt hat. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, betont die Philosophin Karoline Feyertag: In einem Gastbeitrag wirft Sie einen Blick auf die dunklen Seiten der „geistigen Erhellung“. 

Computerbildschirm auf dem u.a. "Emergency" und "Priority" steht

EU rüstet sich gegen Cyberattacken

Der Diebstahl von Informationen ist längst nicht mehr das einzige Ziel von Cyberangriffen - nun können sie ganze Städte lahmlegen und Konflikte via Internet schüren. Mit einem neuen Gesetz und der Kooperation mit der NATO will die EU dagegen aufrüsten. 

Ausschnitt aus Film "Oliver Twist": der Proponent steht mit leerer Schüssel vor einer Schar weiterer sitzender Kinder

„Welt der Kinder“ im 19. Jahrhundert

Geschichte, Sachkunde, Geografie - was in Schulbüchern steht, prägt später unsere Weltsicht. Wie Schulbücher die Weltsicht von Kindern der k.u.k.-Monarchie im 19. Jahrhundert beeinflusst haben, untersuchen Forscher nun erstmals mit riesigen Datenmengen. 

Die chinesische Stadt Shenzen

Shenzhen - das Mekka für Maker

Die chinesische Stadt Shenzhen ist eine der wichtigsten Produktionsstätten für Elektrogeräte. „Jeder kann dort alles reparieren“, sagt die Technikexpertin Silvia Lindtner. „Im Westen bleibt das ‚Innenleben‘ von Tablets und Co. den meisten hingegen verschlossen“ – die Maker-Bewegung will das ändern. 

Kopf eines Roboters

Ein Roboter, der fast alles kann

Kein Bügeln und kein Rasenmähen mehr - man stelle sich einen Roboter vor, der sämtliche Aufgaben im Haushalt übernehmen könnte. Daran wird derzeit in Zürich geforscht. Als Vorbild dient das Lernverhalten von Kindern und Menschenaffen. 

Milchstraße und Andromeda-Galaxie am Nachthimmel

Die große Suche im Dunkeln

„Alles, was wir im Universum sehen, können wir erklären“, sagt die CERN-Physikerin Pauline Gagnon. Doch das sind gerade einmal fünf Prozent, der Rest liegt im Dunkeln. Dort suchen die Forscher nun fieberhaft - und haben bereits eine Spur: „Egal was es ist, es wird die Grenzen unseres Wissens verschieben.“ 

Siegreich: Mit Bakterien Pflanzen verbessern

In drei Minuten eine Jury vom eigenen Forschungsthema überzeugen: Das ist das Ziel beim Talentwettbewerb „Falling Walls Lab Austria“. Am Freitag am besten gelungen ist dies dem Mikrobiologen Nikolaus Pfaffenbichler.