Forscher/innen schreiben

Präparat: anatomischer Hirnschnitt

Was tun mit Gehirnpräparaten?

Manche Verbrechen der NS-„Euthanasie“ beschäftigen die Forschung bis heute: etwa die Gehirnpräparate von Patienten, die bis heute überdauert haben. Wie schwierig es ist, dieser Opfergruppe zu gedenken, beschreibt der Historiker Paul Weindling in einem Gastbeitrag. 

Hitlerrede am Heldenplatz am 15.3.1938

Der Schatten des 15. März 1938

Auch 80 Jahre danach bleibt der Wiener Heldenplatz untrennbar mit der Hitler-Rede vom 15. März 1938 verbunden. Heute ist er ein Symbol sowohl für die NS-Propaganda vom jubelnden Volk als auch für die Mitverantwortung an Verbrechen, schreibt die Historikerin Heidemarie Uhl in einem Gastbeitrag. 

Illustration eines Traums, der in der Zeitschrift "Idilio" psychoanalytisch gedeutet wurde

Das Exil der „neuen Frau“

Grete Stern war eine Pionierin der Fotografie. Als Jüdin musste sie 1933 aus Deutschland nach Argentinien fliehen. In beiden Ländern prägte sie das Bild der neuen, selbstbestimmten Frau, wie die Historikerin Christina Wieder in einem Gastbeitrag schreibt. 

Portait von Oliver Rathkolb

1938: Drei Tage Demokratie

Als Österreich 1938 vom Deutschen Reich annektiert wurde, trafen die Nazis nur auf geringen Widerstand. Der Zeithistoriker Oliver Rathkolb beleuchtet in einem Gastbeitrag die Vorgeschichte: eine Zusammenschau verdrängter Perspektiven. 

Qasr al Hosn Festival in Abu Dhabi: Männer in weißen Gewändern

Was Erdöl mit Kunst zu tun hat

Kunst als Vehikel staatlicher Ideologien - das ist das Forschungsthema der Sozialanthropologin Melanie Sindelar. In einem Gastbeitrag beschreibt sie, wie die Kunstszene in den Vereinigten Arabischen Emiraten gleichzeitig gefördert und instrumentalisiert wurde. 

Hauptgebäude der Uni Wien (Ausschnitt: Dach)

Wer war der Homo academicus habsburgicus?

Die Habsburgermonarchie hat die zentraleuropäische Wissenschaft entscheidend geprägt. Klagen über die mangelnde Qualität der Universitäten gab es schon damals, schreibt Jan Surman in einem Gastbeitrag. 

Denkmal von Franz Joseph

Verteidigung des Vielvölkerstaates

Mit der Niederlage im Ersten Weltkrieg ist die multiethnische k.u.k.-Monarchie auseinandergebrochen. Gegen ihren Zerfall hatten österreichische Soziologen wissenschaftlich argumentiert, wie der Historiker Thomas R. Prendergast in einem Gastbeitrag schreibt. 

Menschenmenge vor dem Parlament am 12. November 1918

So wird das Jubiläumsjahr 2018

2018 ist das Jahr der Jubiläen. Das wichtigste aus Österreich: Die Republik wird 100. In Zeiten bedrohter Demokratien ist die Erinnerung an ihre Fundamente besonders wichtig, meint die Historikerin Heidemarie Uhl. 

Heiterer Soldatenalltag: Markart (li.) und ein Kamerad beim Essen zwischen Kakteen

Familiengedächtnis in Südtirol

Kriegserinnerungen an die nächste Generation weiterzugeben, ist immer kompliziert. Besonders gilt das für Südtiroler, die für das faschistische Italien in Afrika kämpften. Welche Strategien es bis heute gibt, beschreibt der Historiker Markus Wurzer in einem Gastbeitrag. 

Zwei Stück Lebkuchen, im Hintergrund ein Häferl mit Hirschhornsalz

Mit Chemie zum optimalen Lebkuchen

Advent ist Lebkuchenzeit. Wie man das Gebäck mit traditionellen Zutaten wie Hirschhornsalz und Pottasche optimal herstellt und ob man davon „high“ werden kann, erläutern die Biologinnen Alexandra Schebesta und Isabella Hübscher in einem Gastbeitrag. 

SSK am 26.8.2018. Der Stubacher Sonnblick

Keine Rekordverluste – aber fast

Die alpinen Gletscher schmelzen weiter stark: Nur der kühle September hat eine neuerliche Rekordschmelze verhindert. Dies ist die vorläufige Bilanz des Gletscherjahres 2017, die die Gletscherforscher Heinz Slupetzky und Andrea Fischer ziehen. 

Ein Mann mit dunkler Sonnenbrille löffelt Eis

Wie man perfektes Eis selber macht

Für perfektes Eis muss man nicht unbedingt in den Eissalon gehen. Wie man zu Hause cremiges und aromatisches Speiseeis herstellt, verraten die beiden Biologinnen Isabella Hübscher und Alexandra Schebesta in einem Gastbeitrag. 

Stubacher Sonnblickkees (Filleggboden) 2017

Die Hitze setzt den Gletschern zu

Die Alpen-Gletscher könnten heuer wieder einen Rekordverlust an Eismasse erleben. Der unterdurchschnittliche Schneezuwachs im Winterhalbjahr und der extrem warme Sommerbeginn lassen die Gletscher schmelzen, der Massenabbau geht voraussichtlich ungebremst weiter. 

Filmausschnitt aus "Ninotschka": Greta Garbo schreibt auf einer Schreibmaschine

Wenn Autoren sich selbst übersetzen

Übersetzungen reichen nie an das Original heran: Dieses gemeine Vorurteil wird von Autoren unterwandert, die sich selbst übersetzen. Warum sie mehr sind als Brückenbauer zwischen zwei Sprachen, erklärt der Arabist Wolfgang Trimmel in einem Gastbeitrag. 

Ein altes Bett ohne Matratze in einem fast leeren Raum

Wie das Krankenbett zum Medikament wurde

Wer krank ist, soll ins Bett gehen: Heute selbstverständlich, gibt es die Bettruhe in der Psychiatrie erst seit etwas mehr als 100 Jahren. Wie das Krankenbett zum Medikament wurde, skizziert die Historikerin Monika Ankele in einem Gastbeitrag. 

Querschnitt des IMBA-Minihirns mit verschiedenen Regionen: Zellen (blau), neuronale Stammzellen (rot) und Neuronen (grün)

Die Lebenswissenschaft „Ethik“

DNA-Eingriffe, künstliche Organe und Organismen: Die Life Sciences werden technisch immer besser. Ein umfassendes Verständnis von „Leben“, liefern sie aber nicht, so der Theologe Ulrich Körtner. Die Lebenswissenschaft in der Antike war die Ethik, erinnert er in einem Gastbeitrag. 

Richard Kauder (Klatt) und seine Verlobte Ibolya Kálmán, Sofia 1942 (Privatbesitz)

Das Geheimnis der Max-und-Moritz-Meldungen

Der V-Mann Klatt war der mysteriöseste Agent der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Er geisterte nach 1945 als schillernde Figur durch die Spionageliteratur – dabei waren seine geheimen „Max-und-Moritz-Meldungen“ frei erfunden, wie der Historiker Winfried Meyer in einem Gastbeitrag schreibt. 

Stubacher Sonnblickkees (Filleggboden) 2017

Hoffen auf die Eisheiligen

Im Winter hat es auf den Gletschern Österreichs wenig geschneit, im April und Mai dann ergiebig. Die Bilanz fällt daher gemischt aus, wie Heinz Slupetzky und Andrea Fischer berichten – „verspätete Eisheilige“ könnten den Gletschern jedenfalls guttun. 

Maria Theresia auf einem historischen Ölgemälde

Wie aufgeklärt war Maria Theresia?

Wie stark waren die Reformen Maria Theresias von der Aufklärung geprägt? Zumindest zu Beginn sind sie mehr aus Not entstanden als aus Reformeifer, schreibt der Wiener Historiker Karl Vocelka in einem Gastbeitrag zum 300. Geburtstag der Herrscherin. 

Gemälde Maria Theresia

Die Mutter der Reform

Österreich ist unter Maria Theresia und ihren Beratern stark von der Aufklärung geprägt worden. Der verbreitete Ruf eines rückständigen Landes ist falsch. Dies meint die Wiener Historikerin Gerda Lettner in einem Gastbeitrag zum 300. Geburtstag der Herrscherin.