Forscher/innen schreiben

Otto Neurath vor einem Isotype-Plakat

Isotype: Als die Bilder sprechen lernten

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte Großbritannien eine Phase des gesellschaftlichen Aufbruchs. Daran beteiligt war ein Flüchtling aus Wien: der Ökonom und Sozialreformer Otto Neurath, Schöpfer einer neuartigen Bildsprache. 

Foto von "Deportationsexperte" Josef Weiszl

Letzte Orte vor der Deportation

66.000 Juden in Österreich wurden von den Nazis ermordet. Ausgegangen ist ihre Deportation vor 75 Jahren v.a. von vier Sammellagern in Wien-Leopoldstadt: Sie stehen im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung, die die Kuratorinnen in einem Gastbeitrag beschreiben. 

Schild mit Aufschrift "Hörsaal"

FHs: Mehr Fächer, weiter praxisnah

Ausbildung für den Beruf - darauf möchten sich die Fachhochschulen (FHs) auch in Zukunft konzentrieren. An den Universitäten sehen sie zahlreiche Fächer und Richtungen, die zu dieser Praxisorientierung und damit zu den FHs passen würden, sagt ihr Präsident Helmut Holzinger. 

Der Uniko-Präsident Oliver Vitouch

Unis: „Hier sind Sie goldrichtig“

Universitäten und Fachhochschulen sollen schärfere Profile entwickeln und ihr Angebot besser abgleichen, wenn es nach dem Wissenschaftsministerium geht. Aber wie sehen die Hochschulen selbst die Zukunft? Uniko-Präsident Oliver Vitouch gibt fünf Antworten. 

Audi max der Wiener Wirtschaftsuniversität

Reiches Angebot, wenig Vernetzung

Wie sieht die Zukunft der Hochschulen in Österreich aus? Dieser Frage widmet science.ORF.at eine Serie an Beiträgen. Der erste stammt von Antonio Loprieno, dem Vorsitzenden des Österreichischen Wissenschaftsrats. Er plädiert für mehr Wettbewerb und Vernetzung. 

Alte Bücher in einer Bibliothek

Der Roman auf dem Weg durch die Institutionen

Bildungsromane wie Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ zeigen, wie sich eine Hauptfigur entwickelt. Ganz anders sind „Institutionenromane“ von Kafka und Co, wie sie der Germanist Rüdiger Campe in einem Gastbeitrag beschreibt. 

Stubacher Sonnblickkees vom 15.9.16  3 Tage vor dem Einschneien

Schon wieder: Gletscherschwund

Die Schneefälle seit Anfang Oktober haben den „Bilderbuchherbst“ mit Rekordtemperaturen beendet. Die „Winterruhe“ für die Gletscher hat begonnen. Der Gletscherschwund setzt sich fort, berichten Heinz Slupetzky und Andrea Fischer in ihrem Tagebuch. 

Cover eines Schulbuchs mit dem Titel "Wiener Kinder lesen", Wien 1969

Geschichte des Lesens und Schreibenlernens

Wie lernen Kinder am besten Lesen und Schreiben? Das ist nicht erst seit den Diskussionen um Schreibschrift und E-Books umstritten: Die Historiker Reinhard Buchberger und Sylvia Mattl-Wurm blicken zurück. 

Aktienkurve des DAX an der Börse Frankfurt zeigt steil nach oben

„Wir brauchen Verräter“

Im Zeitalter des digitalen Kapitalismus brauchte es eine „neue Aufklärung“, meint der Finanzmarktforscher Gerald Nestler. Er schreibt in einem Gastbeitrag: „Wir brauchen Verräter und Verräterinnen, die sich gegen ein ungerechtes System stellen.“ 

Ein Stacheldrahtzaun an der ungarisch-serbischen Grenze

Europa, die Flüchtlinge und die Krise

Grenzen sichern, Mauern bauen, Fluchtrouten schließen: Auch mit diesen Antworten wird man die Flüchtlingskrise nicht lösen, meint die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot in einem Gastbeitrag. Ihr Gegenrezept: Afrika modernisieren und in die Bildung von Frauen investieren. 

Skulptur Denker Auguste Rodin

Was ist Aufklärung – und was war sie?

Brauchen wir eine „Neue Aufklärung“? So lautet zumindest das Thema des Forums Alpbach, das am 18.8. in Tirol eröffnet wurde. Der Historiker Andreas Pečar warnt in einem Gastbeitrag davor, den Begriff aus dem 18. Jahrhundert leichtfertig auf die Gegenwart zu übertragen. 

Teil einer britischen Kunstausstellung: In einem dunklen Raum wird ein Mann von weißen Zahlencodes angstrahlt, die aus dem Internet stammen

Big Data zwischen Fluch und Segen?

Immer mehr Sensoren in der Umwelt, immer mehr digitale Spuren von Menschen: Zusammen ergibt das riesige Datenmengen. Keine Angst vor Big Data, aber informierte Vorsicht gegenüber digitalen Medien – dafür plädiert die Technikexpertin Katja Schechtner in einem Gastbeitrag. 

Abendliche Demonstration in Dresden

Es geht ein Riss durch Europa

Alt oder jung, konservativ oder liberal, sesshaft oder kosmopolitisch: Europa ist ein Kontinent der Weltbild-Konflikte, diagnostiziert die Philosophin Lisa Herzog in einem Gastbeitrag. Ihr Lösungsvorschlag: Wir brauchen einen neuen Sozialvertrag, der die Brüche kittet. 

Statue eines Mannes, herrschaftlich blickend

Wie aufgeklärt ist die Aufklärung?

Die Aufklärung gilt als Zeitalter, das zur Erhellung des menschlichen Verstandes geführt hat. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, betont die Philosophin Karoline Feyertag: In einem Gastbeitrag wirft Sie einen Blick auf die dunklen Seiten der „geistigen Erhellung“. 

Stubacher Sonnblickkees am 1. Juli 2016

Vor Höhepunkt der Gletscherschmelze

Die für die heimischen Gletscher wichtige Zeit hat begonnen. Es wird hauptsächlich auf das Sommerwetter im Juli und August ankommen, ob und wie stark sie heuer schmelzen werden, berichten Heinz Slupetzky und Andrea Fischer in ihrem traditionellen Tagebuch. 

Tänzer im LSD-Muster

Wie die Wissenschaft das Meskalin entdeckte

Meskalin ist die erste psychedelische Substanz, die systematisch erforscht wurde. Wie wurde aus dem mexikanischen Peyote-Kaktus eine chemische Reinsubstanz? Diese Frage beantwortet der Kulturwissenschaftler Ivo Gurschler in einem Gastbeitrag. 

Filmausschnitt aus Matrix mit Figur Neo im Hintergrund, davor 2 Menschen im Schattenriss

Hilary Putnam: Von der „Matrix“-Welt zur Religion

Menschen liegen in Brutkästen, ein Computer simuliert ihnen Realität: Das war die Idee des Films „Matrix“. Die Idee dazu stammt u.a. vom Philosophen Hilary Putnam. Wie das gelebte Judentum seines Sohnes sein Denken verändert hat, zeigt der Philosoph Alexander Hippmann in einem Gastbeitrag. 

Gletscher unter blauem Himmer

Schlechte Aussichten für Gletscher

Unterdurchschnittlich wenig Schnee bedeckt derzeit die heimischen Gletscher, obwohl mit der letzten Kältewelle noch ein paar Zentimeter dazugekommen sind - schlechte Aussichten, wie Heinz Slupetzky und Andrea Fischer in ihrem traditionellen Gletschertagebuch schreiben. 

Rodtschenkos Fotografie von Notizblock und Leica

Zwischen Dokument und Agitation

Fotos haben den Anspruch, besonders „echt“ zu sein; erst recht, wenn sie mit Begleittexten zur Fotoreportage werden. Warum sich diese auch für Propaganda eignen und von Avantgarde-Künstlern eingesetzt wurden, zeigt die Slawistin Anja Burghardt in einem Gastbeitrag. 

Kinoleinwand, auf der ein Still des Films "Maleficent" zu sehen ist

Wie subversiv Disneys Hexen sind

Unschuldige Prinzessinnen gegen Hexen und böse Schwiegermütter: „Disney“-Filme galten lange als Musterbeispiele konservativer Frauenbilder. In den vergangenen Jahren hat sich das geändert – wie subversiv man Disney lesen kann, beschreibt die Kulturwissenschaftlerin Beatrice Frasl in einem Gastbeitrag.